Harald Reinkind ächzt unter der Dauerbelastung, der Alleinunterhalter im rechten Rückraum zu sein. Den Humor hat der 33-Jährige indes noch nicht verloren.
„Gegen Nexe waren die Temperaturen draußen höher als meine Wurfeffizienz“, kommentierte er seine Trefferquote mit einer Portion Galgenhumor. Doch dem ihm lag es fern, etwas zu beschönigen: „Das war einfach nur schlecht. Mit 25 oder auch 28 Jahren war es etwas anderes, ständig 60 Minuten spielen zu müssen“, erklärt er. Damals hätte man sich am nächsten Tag besser gefühlt als jetzt im Alter von 33 Jahren. Er rackert fast jedes Spiel 60 Minuten im Angriff, erhält nur in der Abwehr Verschnaufpausen. Dabei unterlaufen dem Familienvater immer häufiger technische Fehler. Bisweilen fehlen auch die Durchschlagskraft und die Schnelligkeit. Kein Wunder, schließlich kämpft auch der Reinkind mit kleineren und größeren Wehwehchen (Fuß, Schulter). Unumwunden gibt er zu, dass er die Sommerpause und den Urlaub herbeisehnt. Doch: „Wir können nach dem Final-Four-Einzug weiterhin etwas erreichen. Das motiviert mich ungemein“, erklärt er.
Und so blickt er auch wieder optimistischer auf das Duell mit den Füchsen. „Wir haben mit Berlin noch offene Rechnungen. Bei den Niederlagen in Pokal und Liga war jeweils mehr drin für uns. Wir wollen ihnen diesmal im Weg stehen.“ Reinkinds Wurfquote sollte dafür deutlich höher sein als die Außentemperatur.
Quelle KN