Beiträge von Onehitwonder

    "MÖCHTE DABEI SEIN, WENN BEI UNS ETWAS NEUES ENTSTEHT"

    Was nehmen die?

    “Es zeigt, dass wir als THW-Familie von unserem gemeinsamen Weg überzeugt sind und wir uns von diesem auch durch Rückschläge nicht abbringen lassen", sagt THW-Geschäftsführer Viktor Szilagyi

    Da fehlen einem echt die Worte.

    Zumindest könnten sie den A Jugend Trainer als Co-Trainer mit ins Trainerteam holen und Sprenger wieder verstärkt in die Nachwuchsarbeit einbinden.

    Er hat gerade erst die U19 übernommen und noch nicht mal die A Lizenz.
    Felix Höppner ist als U19 Trainer schon gut aufgehoben.

    Ich präferiere da eine andere Reihenfolge. Wenn man sich von Figo trennt, dann sollte man sich vorher schon Gedanken über einen Nachfolger gemacht haben.

    Das sowieso. Aber es macht wenig Sinn jetzt den Trainer zu wechseln und sich dann möglicherweise auch noch vom GF zu trennen, der dann mit einen etwaigen neuen Trainer gar nicht zusammenarbeiten will.

    Zuerst muss man mal die Grundsatzfrage nach sportlicher Ausrichtung und sportlichem Verantwortlichen stellen. Dann kommen die anderen Entscheidung was Trainer, Kader etc angeht.
    Deswegen sollte man sich da auch nicht ewig Zeit lassen.

    Also Jaron Siewert sehe ich mittlerweile als sicher bei der MT.

    Flensburg wird bestimmt mit Pajovic weitermachen, finde er ist ein wirkliches Juwel ! Spannend wird sein wie es in Kiel weitergeht..kann mir vorstellen das Jicha bleibt aber vielleicht Szilágyi gehen muss..

    Es wäre zumindest wünschenswert Szilagyi mal zu hinterfragen. Wenn man sich von ihm trennen sollte, ist die Trainerfrage sowieso nachgelagert.
    Dann müsste man erstmal einen neuen Geschäftsführer bzw. Sportdirektor finden und der müsste dann über das weitere Vorgehen in der TrainerfrAge entscheiden.

    Jicha zu entlassen wäre eher die Variante für Szilagyi den eigenen Arsch zu retten.

    Die Verpflichtung von Reinkind wurde vier Monate nach dem Amtsantritt von Szilágyi zumindest veröffentlicht. Pekeler, der auch 2018 von den RNL gekommen ist, schon davor. Zumindest optisch sieht es so aus, dass Reinkind nicht übernommen wurde, sondern schon eine Verpflichtung von Szilágyi ist.

    Am Ende wurde Szilágyi doch auch nur installiert, weil sein Vorgänger genauso wenig Treffer gelandet hat. Da wurde auf Linksaußen halt auch Raul Santos oder Emil Frend Öfors geholt und Christian Dissinger quasi ein Fünf-Jahres-Vertrag gegeben, der einen ähnlich geringen sportlichen Gegenwert hatte, wie der von Wallinius. Die Hoffnung, dass Nilsson und Bilyk mal in Bereiche von Jicha, Karabatic & Co. kommen hat sich auch nie erfüllt. Ansonsten holte man neben Weinhold und Vujin, die auch schon 30 und älter waren, auch den 35-jährigen Zeitz zurück mit einem Zweijahresvertrag, der dann auch noch für gut "Spaß" in den Folgejahren sorgte.

    Das Problem für den THW heute ist also nicht nur Szilágyi/Jicha, sondern, dass auch schon vom Duo Storm/Gislason so gut wie keine Treffer dabei waren in der Kaderplanung und man so von Spielern lebte, die 2014 (Duvnjak, Weinhold) und 2012 (Wiencek, Ekberg) geholt worden, als Storm noch bei den RNL war. Insofern muss man sich doch beim THW schon fragen, warum zwei Managements so häufig daneben lagen und was man vlt. grundsätzlich anders machen sollte.

    Zum Thema Kristjánsson und der THW: Das war doch auch schon arg grenzwertig, was Gíslason gerade ganz am Anfang mit ihm gemacht hat in Kiel. Wenn er mal spielen durfte, wechselte er ihn paar Minuten vorm Ende ein, gerne auch wenn sonst nicht viel ging. Kristjánsson rannte dann wie eine One-Man-Wrecking-Crew auf die Abwehr los, ohne jede Vorbereitung für ein Durchbruchspiel und prallte Versuch für Versuch logischerweise ab. Man konnte sehen, dass ihm die Mittel und Erfahrung damals fehlten, aber er seine Chance eben auch unbedingt nutzen wollte. Ich kann mich noch erinnern, dass ich dem überhaupt nichts abgewinnen konnte und man froh sein konnte, wenn er sich nicht verletzt hatte.

    Natürlich waren in der Phase ab 2015 auch viele schlechte Entscheidungen dabei, aber am Ende war es der Kader, den Gislason übergeben hat, der die Titel eingefahren hat. Das wurde unter neuer Führung wieder heruntergewirtschaftet mit stellenweise leider eklatantem Managementversagen und scheinbar auch wenig Sebstreflexion und fehlender Analyse der eigenen Fehler.

    Also irgendwie schon sehr paradox! Einerseits wird hier zwingend die Entlassung des Trainers gefordert aber andererseits wird hier kundgetan, dass keiner den THW übernehmen will.


    Das passt doch nicht zusammen

    Kommt ganz darauf an wie man die Kompetenz des Geschäftsführers bewertet…

    Die Probleme liegen ja nicht nur an den Personen des GF und des Trainers sondern auch in der Kaderzusammenstellung. Den anzupassen geht nicht in einem Jahr. Also braucht man einen Trainer mit einer klaren Spielidee und einen Kader, der dazu passt.
    Man muss also Geld in die Führung und die Mannschaft investieren.

    Den jetzigen Kader hat die aktuelle sportliche Führung maßgeblich zusammengestellt.
    Reinkind, Dahmke, Pekeler und Dule wurden noch übernommen und auch da geht es überwiegend dem Ende entgegen. Alle anderen Spieler wurden unter Szilagyi/Jicha verpflichtet.
    Das Problem liegt also ziemlich genau dort verortet, wenngleich man darüber hinaus man natürlich auch Strukturen im AR etc. hinterfragen kann.

    Von mir aus können sie das System "entschlüsseln" wie sie wollen. So lange es so erfolgreich ist wie jetzt ist alles gut.

    Genau diese Denkweise hat zur aktuellen Situation des THW geführt.


    Nur das darüber hinaus auch trotzdem noch an bekannten Dingen festgehalten wurde, als der Erfolg dann nicht mehr weiter da war,

    Man hat Szilagyi und Jicha die Organisation aber auch sehen den Auges seit Jahren vor die Wand fahren lassen. Da hat von Seiten der AR/ der Gesellschafter niemand eingegriffen, Dinge kritisch hinterfragt und vorausschauend und proaktiv korrigiert. Das ist letztlich nur das Ergebnis eines Organisationsversagens auf ganzer Ebene.

    Das finde ich ziemlich treffend. Er trägt die sportliche Gesamtverantwortung und ist sowohl für den Rückraum als auch für Jicha verantwortlich. Ich möchte nicht zum zigsten Mal seine Planungsversäumnisse hervorheben, aber die tragen in meinen Augen den größeren Anteil am sportlichen Abschneiden als die zweifelsohne planlosen Auftritte, die auch mit diesem Kader nicht passieren dürfen. Seine Auftreten finde ich höchst fragwürdig, von Selbstkritik keine Spur.

    Wenn dieses sportliche Auftreten keine personellen Konsequenzen nach sich zieht, dann wird kein sportliches Abschneiden jemals eine personelle Kosequenz anch sich ziehen.

    Abgesehen davon, hoffe ich, dass keine Übersprungshandlung folgt. Man sollte sich lieber erstmal klarmachen, welche sportliche Entwicklung man einschlagen möchte und wer dafür verfügbar ist. Auf ein unbedeutendes Spiel mehr oder weniger kommt es dann auch nicht an.

    Szilagyi ist spätestens seit der durchgedrückten Verlängerung mit Jicha komplett mit im Boot. Es scheint nur niemanden zu geben der seine Position mal ernsthaft hinterfragt. Stattdessen gibt es so schwachsinnige Aussagen über eine vermeintliche Aufbruchstimmung.

    Bei Jicha sind halt mittlerweile die Ergebnisse so dermaßen schlecht, dass er qua den Regeln des Geschäfts in den Fokus rückt. Aber auch da heißt es noch lange nicht, dass Szilagyi da irgendwelche Konsequenzen ziehen wird. Am Ende wird man sich wieder der gegenseitigen Zuneigung versichern und fröhlich beschwingt die blühende Zukunft in Angriff nehmen.

    Aus den KN:

    THW-Geschäftsführer Viktor Szilagyi vermied derweil ein Treuebekenntnis für Coach Filip Jicha, antwortete auf die Frage, ob der Tscheche auch in der kommenden Saison auf die Kieler Bank sitzen werde, ausweichend: „So etwas ist nie 100 Prozent sicher. Es ist sicherlich zu früh, irgendwelche Prozentzahlen abzugeben. Man muss ein gemeinschaftliches Gefühl entwickeln und die gleichen Ziele verfolgen. Das sind die Themen, die wir jetzt besprechen müssen.“

    Ob man die gleichen Ziele verfolgt sollte man sich vielleicht fragen, bevor man den Vertrag mit seinem Trainer verlängert. Was ist das für eine komische Aussage?

    Als der THW mit Storm nicht mehr glücklich war, haben sie auch Szilágyi als sportlichen Leiter eingestellt und Storm die Verantwortung über den Sport weggenommen, aber er blieb noch 1 1/2 Jahre Geschäftsführer und ging dann offiziell erst als dieser Vertrag endete. Da finden sich schon Möglichkeiten, wenn man will.

    Storm hat weiter einen nicht ganz vorteilhaften Vertrag.