Diese Umstellung zum z. Z. modernen uns erfolgreichen Tempohandball wird glaube ich unter Jicha schwer da die andere Art Handball zu spielen in quasi seiner DNA verankert ist.
Wenn man die TOP5 der HBL betrachtet spielen 4 davon mittlerweile mehr oder weniger den Tempohandball. Wie schnell ein Wechsel in die andere Philosophie etwas bringen kann (wenn entsprechende Spieler vorhanden sind) haben die RNL in dieser Saison gezeigt.
Schließlich steht der THW vor einem erheblichen Umbruch, ich würde schon sagen Neuaufbau: Landin, Sagosen und Zarabec weg zur Saison 23/24, mindestens Dule, Ekberg und Weinhold weg zur Saison 24/25, möglicherweise auch Reinkind und Bilyk.
Jicha auf den alten Krafthandball des THW zu beschränken, ist m.E. völlig falsch. Insbesondere aus seiner Zeit als Spieler von Barca unter Xavier Pascual hat er sich vieles abgeschaut. Die Trainer und Geschäftsführer der Liqui Moly HBL haben ihn nicht umsonst zum "Trainer der Saison" 2019/20 in der Handball Bundesliga gewählt. Sind doch nicht alles Deppen, oder?
Quelle: https://www.handballecke.de/Die%20Trainer%…0Jicha%20zum%20
Erst danach kam Sagosen und im Dez. der CL-Sieg.
Was ihm gegenwärtig fehlt, ist das passende Personal, um auf Tempohandball umzustellen. Aber wie man im meinem Zitat sieht, werden demnächst ja jede Menge "Planstellen" frei. Perspektivisch kann es also nur besser werden. Kurzfristig, also diese Saison, wird es schwer werden, etwas zu verändern. Wenn Jicha alte Tugenden, solide Abwehrarbeit in der 6:0 und 5:1, wiederbeleben kann, wäre schon sehr viel gewonnen. Wenn es Ihnen gelingt, den Gegner in den Positionsangriff zu bekommen, haben sie gute Chancen, auch mit den anderen TOP5 mitzuhalten.