Der Verein muss eine schlüssige Philosophie haben und die dafür optimalen Personen identifizieren und alles dafür geben, die unter Vertrag zu nehmen. Sowohl am Spielfeldrand als auch auf der Platte.
Dabei geht es nicht um das wann, sondern um das wer.
Aktionismus bringt nichts. Stillstand, nur weil es vielleicht hätte schlechter laufen können, aber genauso.
Laut Szilagyi ist die Trainerentscheidung eine strategische. Was das für ihn konkret bedeutet, erklärt er nicht. Ich habe jedenfalls keine genaue Idee, was das konkret heißen könnte.
Dein Vorschlag klingt ja sehr gut: Eine schlüssige Philisophie bzw. Spielidee! Beim SCM kann man sie am deutlichsten sehen.
Der THW unter Szilagyi und Jicha haben aber keine. Ich habe den Eindruck, sie wollen alles und sich vor allem nicht auf eine festlegen lassen. Also eine Art Eier-legende-Woll-Milch-Sau wäre die beste Verpflichtung. Die gibt es aber nicht. Also verpflichten sie von jedem etwas (da passte dann auch die Verpflichtung von Wallinius).
Was dann dabei heraus kommt, sehen wir seit ihrer Amtszeit: Die Spieler passen teilweise nicht zusammen, einzelne, und nicht mal dieselben, empfindet man auch immer wieder als Fremdkörper, eine Spielidee des Trainers ist nicht erkennbar. Der einzige der vieles, aber auch nicht alles abdecken kann, ist vielleicht noch Dule, dem aber leider zunehmend die Spritzigkeit und das Tempo fehlt.
Zu seinem Nachfolger hatten sie Sander auserkoren. Der ist ihnen aber weggelaufen, was sich für den THW fast als Glücksfall erwiesen hat. Ein neuer Leader ist nicht in Sicht, dafür ist auch Elias nicht vorgesehen. Die neuen, insbesondere Makuc, sind ganz andere Typen. Wie das dann zusammen passen soll? Ich weiß es nicht.
Was soll also bei der Trainerwahl herauskommen? Laut Szilagyi kommen ja nur wenige in Frage, natürlich ist einer davon Jicha. Alfred würde auch passen, wird es aber wohl nicht werden. Ob ein Goggi da zu dieser Nicht-Philosophie passen würde, da hätte ich auch Zweifel. Also fürchte ich, es bleibt alles beim Alten und einige von uns werden sich darüber weiter aufregen dürfen.