Beiträge von nicnamejue

    Hallo Jana25,

    da ist wohl schon was dran, dass positive Emotionen helfen können, in einen Flow zu kommen, der sich dann positiv auf das eigene Spiel und somit auf das Mannschaftsergebnis auswirkt.

    Dein Problem ist, dass deine Jungs in einem Alter sind, in dem nichts über die eigene Peergroup geht und sie extrem darauf achten, sich gruppenkonform zu verhalten. Ich befürchte, da stößt du an Grenzen und ein zu viel kann am Ende kontraproduktiv sein, wenn es aus Sicht deiner Jungs aufgesetzt oder lächerlich wirkt. Dann sagen sie sich "oh Gott, und ich soll mich auf so aufführen? Was würden die Jungs denken?".

    Ich glaube, der Hinweis mit dem Leader war schon nicht so verkehrt. Die Veränderung muss von innen kommen, nicht von außen. Und du bist als Trainerin zumindest halb außen.

    Es muss aber auch zu deinen Jungs passen. Was macht dich denn so sicher, dass sie mit mehr Emotionalität deutlich erfolgreicher wären? In wieweit ist es einfach nur deine persönliche Idealvorstellung und eine durch eigene Erfahrungen geprägte Erwartungshaltung, dass "es sich als Sportler gehört, sich so und so zu verhalten"?

    Könnte es unterm Strich für deine Mannschaft einen höheren Outcome haben, wenn du die Energie, die du in dieses Thema lenkst, für andere Dinge verwendest, Trainingspläne entwickeln, o.ä.?

    Ich kann das natürlich aus der Ferne nicht beurteilen, ich finde es auch klasse, dass du dir soviel Gedanken um deine Jungs machst. Ich möchte nur einen kleinen Denkanstoß geben, deine eigene Motivation zu hinterfragen und mal versuchen, das Thema aus der Sicht der Jungs zu sehen. Und wenn das alles schon erfolgt ist und du hier von anderen Usern nicht noch DIE Idee bekommst, dann gibt es auch einen Punkt an dem man die Dinge auch akzeptieren darf. Manches braucht auch Zeit, in 1-2 Jahren kann das vielleicht schon etwas anders aussehen bei euch. Deinem Team wünsche ich viel Erfolg!

    Baumann hat aber eine viel geringere Anzahl von Länderspielen und stand insgesamt gegen schlechtere Gegner (also Quali, Testspiele) im Tor. Das ist ne gute Bilanz keine Frage, aber es sagt wenig aus.

    Als Beispiel stand Illgner in einer Phase des Fußballs im Tor an deren Ende die 3-Punkte-Regel stand, weil sich Fußball zu einem ziemlichen low scoring-game entwickelt hatte. Kahn widerum darf man trotz WM Finale nicht vergessen, dass er Torwart einer der schlechtesten Nationalmannschaftsphasen, wenn nicht der spielerisch schlechtesten war und Neuer widerum natürlich zumindest bis so ca. 2018 Torwart einer der allerstärksten.

    Also schon interessant, sind für mich aber ähnlich wie die Torquoten von Stürmern, die in ganz anderen Kontexten entstanden sind, nicht wirklich aussagekräftig.

    So sehe ich es auch.

    Welche Dingsbums-Runde meinst du????

    Die, wo es um diesen Platz für dieses Europapokaldingsbums geht, den niemand haben will, weil dann zukünftig mot 10 statt 12 Spielerinnen geplant werden müsste...

    Ich wäre für Zwangsverlosung Unter den letzten 3 Nichtabsteigern und lieber 2 Monate mehr Regenerationszeit für die Spielerinnen.

    Sorry, wenn ich heute etwas zynisch drauf bin.

    Seit wann wird denn bitte dieser Maßstab an Spieler angelegt? Ich sage das als jemand der Neuer ziemlich scheiße findet menschlich, aber das hier ist völlig normal aus Sportlersicht.

    Nein, es ist eben nicht völlig normal. Der Unterschied zu einem völlig normalen Nominierungsvorgang ist, dass Neuer freiwillig zurückgetreten war weil er keinen Bock mehr hatte auf die Ochsenkur Quali, sich so die komplette WM Quali erspart hat und jetzt das Sahnehäubchen WM einkassier, inklusive Prämien.

    Nagelsmann bekommt Panik und trifft rückwärtsgewandte Entscheidungen, die erheblich Unruhe in die Mannschaft bringt.

    Ich finde aber auch, dass Nezers Entscheidung ein G'schmeckle hat. Erst zurücktreten und sich dann nach erfolgreicher Quali ins gemachte WM Bett legen, finde ich auch unsportlich.

    In Summe finde ich, die Entscheidung hat ein Vielfaches an Risiko im Vergleich zu den Chancen.

    Zu diesem Thema passt m.E. Kai Häfner besser. Der war in der Jugend RR, auch in der Nationalmannschaft. In Göppingen hat er dann zwei Jahre fast ausschließlich RA gespielt. Vielleicht hat Petko damals sein Potenzial verkannt. Wahrscheinlicher ist aber, dass er auf Außen geparkt wurde, weil er erst einmal 15 Kilo Muskelmasse draufpacken musste, bevor er sich für höhere Aufgaben empfehlen konnte.

    Ob der körperliche Aspekt in der HBF ähnlich wichtig ist, kann ich allerdings nicht einschätzen.

    Das Beispiel zeigt, dass eiin gelernter Rückraum auf Außen doch nicht so richtig passt. Hätte er da eingeschlagen, wäre er dort geblieben.

    Mir ist schon klar, dass das oft so praktiziert wird. Es wird der Position Außen aber nicht gerecht. Aus einem schwächlichen Schmied wird auch kein Goldschmied. Wenn die Außen nicht nur Anspielstationen sein sollen, sondern eine echte Bereicherung für die Mannschaft, braucht es gut ausgebildete Goldschmiede.