Die Kameras auf eine bekannte Geometrie (=Torraumgrenze) hin zu justieren, halte ich ich für technisch problemlos machbar. Bei optischen Messsystemen setzt man auch auf Justierplatten mit bekannten Mustern. Und selbst austauschbare Böden werden ja in der Regel nicht um mehrere Meter verschoben.
Praktisch würde die Idee aber daran scheitern, dass die Kamera permanent freie Sicht auf den Fußboden bräuchte. Wenn jetzt z.B. ein Spieler in Rücklage gerät oder die Hände nach hinten nimmt, der Ball gerade durch den Kreis schwebt, dann versagt das System eventuell. Eine einzelne Kamera könnte auch keine 3D-Messungen vornehmen. Von oben wäre also nicht zweifelsfrei auflösbar, ob der Fuß wirklich den Kreis berührt oder sich in der Luft über ihm befindet.
Abgesehen davon wäre das dann doch too much.
Ich nehme nicht an, dass die Fähigkeiten der Schiedsrichter immer weiter abnehmen. Klar sichtbar ist jedoch, dass das Spiel an Dynamik gewonnen hat. Und deshalb möchte ich meine Idee, die ich an anderer Stelle schon formuliert hatte, noch einmal in den Raum stellen: Ein dritter gleichberechtigter Schiedsrichter, analog zum Basketball.
Und dies sag ich doch das es mit Kameras eher schwer werden würde, vor allem wenn es immer wieder auf und ab gebaut werden müsste.
Da wäre ein LED Boden mit Druckpunkten wie er ja in München in der Halle der Basketballer ist, die optimale Lösung.
Doch dies wäre dann eher für ich behaupte mal alle Verein der 1 und 2 HBL nicht machbar. Irgendwann nur Linien ja.
Und genau deshalb sag ich doch, pro Halle ein 3 Schiri vor Ort der sich das Spiel live auf einem Monitor mit anschaut, dazu auf allen Seiten eine Kamera.
Sollte ihm etwas auffallen was nicht gepfiffen worden ist, kann er die Zeit stoppen und die Schiris auf der Platte per Signal bitte sich die Szene noch mal anzuschauen.