Beiträge von Elias

    Ich finde, man kann Golla natürlich kritisieren, dass er sich das vorher hätte überlegen können.

    Aber ich kann ihn gut verstehen. Er hat sich das in Melsungen anders vorgestellt und wahrscheinlich ist er der, der sich am meisten eine andere Situation wünscht. Jetzt ist es so wie es ist, er will weg und Melsungen und Flensburg werden sich auf geeignete Konditionen einigen müssen. Familie und Gesundheit gehen vor und ich schätze Golla nicht so ein, als hätte er das im bösen Willen gemacht. Jeder kann sich irren und er hat keinen Vertrag oder sonstiges gebrochen. Er hat eine Anfrage gestellt und niemanden umgebracht.

    Schlechtes Spiel, da kann man einen Haken hinter machen. Mund abputzen und weitermachen, eigentlich hat die Leistung bisher gestimmt, ich hoffe, es gibt keinen Knick.

    Verwunderlich ist für mich Lunds Durchwechselstrategie, das hat Jicha ähnlich gemacht. Pekeler bettelt nicht gerade um eine Verlängerung.

    Ich verstehe nicht, warum der THW mit einem so vorgezogenen Innenblocker spielt. Die Lücken dahinter werden so groß und die Halbverteidiger müssen deutlich mehr leisten, als wenn man wie die letzten Jahre die Angreifer auf den Innenblock trichtert mit vorgezogenen Halben.

    Ich bin ganz zufrieden mit dem Saisonstart. Die Punkteausbeute ist natürlich herausragend, spielerisch war es mir doch zu knapp in manchen Spielen. Aber gewonnen ist gewonnen und es ist auch eine Qualität, solche Spiele zu gewinnen. Man erinnere sich an letzte Saison gegen den HSV oder die Löwen, wo es uns nicht gelungen ist.

    Das einzige, was mich massiv stört, sind die Räume hinter dem Innenblock. Vielleicht ist das Lunds Idee, die noch Zeit zur Eingewöhnung braucht, aber die gegenteiligen Kreisläufer und Einläufer hatten zu viel Platz, das gefiel mir überhaupt nicht. Nacinovic gefällt mir aber sonst besser als letzte Saison.

    Madsen muss sich einfangen, obwohl er gegen Eisenacv gute Aktionen und wichtige Tore geliefert hat. Seinen Frust kann ich verstehen nach der langen Ausfallzeit, gut ist das trotzdem nicht.

    Freundschaft!

    Der THW wird wesentlich weniger schwankungsanfällig sein als letzte Saison. Die Niederlagen (und Heimremis) gegen die Kleinen kamen, als drei, vier Stammspieler gefehlt haben. Der Restkader war dann qualitativ nicht mehr auf gutem Niveau. Das ist jetzt anders und deshalb sind diese Leistungslöcher einfach nicht mehr zu erwarten.

    Was Spitzenleistung angeht, wird erst die Saison zeigen. Da ist im Moment noch keine belastbare Aussage zu treffen, denke ich.

    Stimme ich zu, ich glaube aber auch, dass in der Spitze bessere Leistungen zu erwarten sind. Makuc und Köster stellen für mich eine glasklare Verbesserung zu zB Bilyk da. Außerdem sollten Johansson und Skipagötu besser spielen, wenn sie nicht durchspielen müssen (oder verletzt sind)y

    Freundschaft!

    Weil sie mussten, weil man defizitär arbeitet. Man darf davon ausgehen, dass wir vom sechsten Jahr in Folge sprechen, in den Summen steigend, und vom neunten in den letzten zehn Jahren. Von daher finde ich "eine gute Basis geschaffen" schon eine interessante Formulierung für eine a) Notwendigkeit und b) für Geld, dass sofort verdampft.

    Das stimmt, der wichtige Punkt c), dass die Bereitschaft weiterhin da ist, fehlt aber.

    Bei den anderen großen Clubs ist es doch auch nicht anders.

    Wer harten Tobak mag, hier entlang.

    Wenig überraschend. Alles gar nicht so schlimm, Jicha stand nur bisschen auf der Kippe und der Geschäftsführer (VS) steht natürlich gar nicht zur Debatte. Betriebsunfall, auf geht’s.


    https://www.kn-online.de/sport/regional…RFMXM55MEY.html

    Das sehe ich ganz anders: Warum sollte man nach Außen hin die wirklichen Überzeugungen kommunizieren? So baut er Jicha eine goldene Brücke und haut eine Vereinslegende nicht in die Pfanne. Wäre es wünschenswert, wenn er über Jicha herzieht?
    Gleiches für Szilagyi: Warum sollte er ihn öffentlich schwächen? Die werden sich ihre Gedanken machen, aber wozu führt es, wenn er Szilagyi öffentlich anzählt? Vielleicht zur Zufriedenheit bei manchen Anhängern vielleicht, aber nicht zu wirklichen Fortschritten.

    Ohne die Einzahlung wäre man bilanziell überschuldet. Die 420k an Einlagen (nicht haftungswirksam) waren nötig, da man anderenfalls ein negatives EK gehabt hätte (-108k) und dann der GF ggfs. zum Insolvenzgericht gehen muss! Ob man tatsächlich überschuldet war oder ggfs. auch stille Reserven in Spieler gelegen haben ist aber müßig, solange man ein positives EK hat. Erinnert ein bisschen an den SCM zu den Zeiten von BUH.

    Das ist zugespitzt formuliert. Selbst wenn das Eigenkapital negativ gewesen wäre, liegt nicht automatisch ein Grund vor, einen Insolvenzantrag zu stellen. Die Insolvenzordnung stellt dabei auf die Fortführungsprognose ab. Negatives Eigenkapital ist nur notwendige, keine hinreichende Bedingung. Überschuldung lässt deutlich mehr Interpretation zu als Zahlungsunfähigkeit.


    Ohnehin halte ich es für müßig, sich über Gewinn oder Verlust von Handballvereinen zu unterhalten. Die wenigsten könnten sich operativ über Wasser halten, entscheidend sind oft die Gesellschafter. Natürlich wäre es besser, wenn man davon weniger abhängig wäre, wie es beim THW schonmal der Fall war.