Beiträge von nozdormu

    ich habs gemacht. ich schätze, dass der wichtigste Parameter das Alter ist. mit 18 hätte mir der Kommentator bei Karibik mitgerissen, viele Monde später nervt dessen Dauergequassel nur noch. Viel Erfolg und lass dich von Capitano19 / Sascha Staat zu Kreisab einladen, falls die Note so ausfällt, dass man sich damit blicken lassen kann.

    Kann ich nachvollziehen. - Ich fand den Kommentator auch kaum zu ertragen. Ich hätte bei einer Live-Übertragung vermutlich schon am Anfang den Ton ausgestellt oder auf "ohne Kommentar" umgestellt. - Dieses übetrieben emotionalisierte und weitestgehend substanzlose Gequatsche erinnert mich an Samstagnachmittage in der Autowaschanlage mit dem Radio auf Fußballkonferenz...

    Ich brauche keinen Kommentator, der mir erzählt, was ich gerade selber sehe. Deswegen sind ARD/ZDF Handballübertragungen auch üblicherweise so schlimm für Leute, die den Sport "leben".

    Ingo Meckes bringt zwölf Jahre SHV-Erfahrung („Chief Sports Officer“) mit – inklusive Strukturen, Netzwerken und internationaler Terminologie. - Die Schweiz nutzt im Sport ("Swiss Olympic") viel lockerer englische/internationale Begriffe, was ihn mitgeprägt haben dürfte – ein Kontrast zur traditionell deutschen DHB-Terminologie.

    Vielleicht kommt die Idee ja von ihm und wir erleben eine neue moderne internationalere "Sprachstrategie"?

    PLAY THE FUTURE 8)

    Sie war da ja schon Mal für ein Jahr aktiv (2011), ihre Schwester Elli sogar für drei Spielzeiten ab 2008.

    Der Kontakt zu Bayer ist offenbar nie ganz abgebrochen – schließlich lebt und arbeitet Elli weiterhin dort.

    Spannend. Was treibt sie nach Leverkusen? Nur fürs Traineramt?

    Franzi arbeitet gerne mit Kindern, Jugendlichen und jungen Spielerinnen – eine spannende und zugleich sehr wichtige Aufgabe. Ich denke, dass sie bei den Werkselfen, zumal in Vollzeit, ihre Ideen und Vorstellungen deutlich besser umsetzen kann als zuvor in der eher von Mängelverwaltung geprägten Situation in Ketsch. Es würde mich auch nicht wundern, wenn sie die eine oder andere Spielerin, mit der sie bereits gearbeitet hat, künftig zu sich holen wird.

    Wir haben damals (in den 90ern) zwei hohe Hürden gesehen:

    1. Nachweis, dass objektiv ein Regelverstoß stattgefunden hat , was beim "Nichtanwenden" einer Regel, wie oben schon dargelegt, nicht einfach ist. Es handelte sich nach unserer Einschätzung um eine "unanfechtbare Tatsachenfeststellung nach § 55 Abs. 1 RO-DHB" des Schiedsrichters. Es gab ja auch kein Time-Out, was auf eine im guten Glauben ausgeführte Affekthandlung schliessen lässt.

    2. Einschätzung, dass es "spielentscheidend" ist. Die Rechtssprechung ist hier uneinheitlich, das sind immer Einzelfallentscheidungen und kann so ausgelegt werden, muss aber nicht. Wer Zeit und Lust hat, kann sich ja z.B. mal BGH 3/2020, Urteil BSpG 2K 3 2021 und BGH 2/2024 durchlesen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was für Bewertungsgrundlagen da (heute) gelten könnten.

    Ich würde sagen, die Situationen unterscheiden sich nicht. In beiden Fällen ist der Ballwechsel falsch.

    Ja, richtig. Genauso wurde es von uns auch eingeschätzt, der Zeitpunkt der vermeintlich falschen Entscheidung ist unerheblich. - Und Du würdest ja, wenn es in der Mitte vom Spiel passiert, auch nicht potentiell mit Einspruch dagegen vorgehen wollen, oder? Das Argument, dass es „spielentscheidend“ sein könnte, steht also auf sehr wackeligen Beinen…

    Laut Bietigheimer Zeitung haben die Rhein Neckar Löwen bzw. deren Stammverein SG Kronau/Östringen Interesse an der Lizenz für die 3. Liga. Deren Deadline läuft zu einem späteren Zeitpunkt ab.

    Interessant, hast Du eine Quelle (Link, URL, usw.) dafür?

    In dem Beispiel, welches ich geschildert hatte, pfiffen die Schiedsrichter dann einen Freiwurf für die abwehrende Mannschaft.

    Die nutzten die wenigen restlichen Sekunden, um den Siegtreffer kurz vor der Schlusssirene zu werfen.

    Es wurde kein Einspruch eingelegt. Ich denke, dass den Allermeisten nichts komisch vorkam. Zumindest war der allgemeine Tenor, selbst unter Schiedsrichtern in den Zuschauerreihen, dass sie richtig gepfiffen hätten und das Team selbst Schuld sei.

    Ich denke, dass die Spielverzögerung nicht wegen unfairen bewussten absichtlichen Zeitspiel, sondern wegen einem Blackout des entsprechenden Spielers zustande kam.

    Es ist aber auch die unterste Herrenliga. Da hat sich schon dreißig Minuten nach dem Spiel keiner mehr groß darüber geärgert.

    Das ist doch mal erfreulich, dass es kein Ding mehr war nach Spielende. Auch wenn es vielleicht nicht ganz ok war, wurde es akzeptiert, dafür steht Handball! Habt ihr ein Bierchen drüber getrunken? :)

    "Unfair"? Ist es unfair in Unterzahl zwei, bis drei Sekunden länger zu brauchen, um den Ball zum Anwurf zu bringen? Ist es unfair bei eigener Führung die Angriffe lange auszuspielen? Meiner Meinung nach ist Zeitmanagement Teil des Spiels. Es ist Aufgabe der Schiedsrichter die Grenze zwischen tolerierter Tempoverschleppung und nicht akzeptablem Zeitspiel zu ziehen und darauf regelkonform zu reagieren, siehe Regel 15:5.


    Ich bleibe dabei, dass eine Änderung der Freiwurfausführung aufgrund von vermeintlicher Spielverzögerung ohne zuvor erfolgten Anpfiff des Freiwurfes im geschilderten Beispiel des Fragestellers einen Regelverstoß seitens der Schiedsrichter darstellt. (Wie auch schon zahlreiche andere User dargelegt haben.)


    Ich stelle weder Deine Meinung noch die anderer Diskussionsteilnehmer infrage – im Gegenteil, ich tendiere ebenfalls zur Anwendung von 15:5. Trotzdem möchte ich, weil ich es interessant finde, (habt ihr bestimmt schon gemerkt ;) ), einmal aus der Erinnerung unseren damaligen Gedankengang schildern:

    Objektiv liegt doch zum Spielende hin folgende von Lernender beschriebene Situation vor:

    • Freiwurf wird Team A zugesprochen.
    • Es vergehen etwa 5 Sekunden.
    • Es ertönt ein weiterer Pfiff, die Schiedsrichter entscheiden auf Freiwurf für Team B.
    • Team B führt aus.

    Der Grund für die Verzögerung (z. B. wie Lernender in seinem zweiten Beitrag präzisiert, weil der Angriff noch seinen Schirm für den Werfer vorbereitet) ist meiner Meinung nach für die Beurteilung unerheblich.

    Nun zur eigentlichen Frage:
    Worin unterscheidet sich das regeltechnisch von einer anderen Spielsituation _mitten_ im Spiel, in der auf Freiwurf für A entschieden wird, alle bereit stehen, der Freiwurf aber noch nicht ausgeführt wurde – und dann, nach etwa 5 Sekunden, die Schiedsrichter erneut "Korrektur" pfeifen und auf Freiwurf für B umstellen?

    In beiden Fällen kann man, ohne weitere belastbare Informationen, nicht objektiv sagen, warum sich die Entscheidung geändert hat. Und wer kann diese Informationen beisteuern? Wohl doch nur die Schiedsrichter selbst und die müssen sich nicht selbst belasten.

    Wir kamen damals bei unserer Diskussion zum Schluss, dass sich die beiden Situationen regeltechnisch nicht unterscheiden. Daher haben wir den Einspruch, insbesondere auch nach dem Gespräch mit dem Verbands-Rechtswart, letztlich zurückgezogen. Ich habe damals so einiges über Rechtsfragen mitgenommen und bin seitdem bei allen Regelauslegungen und -deutungen speziell im Handball sehr vorsichtig, lese aber meistens hier in der Regelecke nur mit.

    Unbefriedigend ist das Ergebnis zwar, aber aus meiner Sicht trotzdem nachvollziehbar, wenn man den gesamten Gedankengang berücksichtigt bzw. wenn man alle meine Einlassungen zum Thema gelesen hat.

    Wäre toll, wenn es hier jemand gäbe, der einen ähnlich gelagerten Fall mit einer offziellen Entscheidung dazu hätte.

    Danke.

    Somit ist es aber nur Hörensagen bzw. die individuelle Meinung eines Rechtswarts und nicht zwingend geltende Rechtsauffassung.

    unbestritten - Du musst das auch situativ sehen. Man spielt selbst unfair auf Zeit und fühlt sich dann noch vom Schiedsrichter betrogen, der ggf. mit besten Absichten gehandelt hat (keiner weiß es, es wurde nicht aufgearbeitet). Wir waren uns damals einig, dass wir auf diesbezügliche potentiell reputationsschädigende Artikel in der Zeitung gerne verzichten wollen.

    Meinst Du als Auslegung der bestehenden Regel oder als Anregung für eine Änderung der Regel? Ersteres gibt die Regel nicht her, weil der Gegen die Ausführung des Wurfs verhindern muss. Und für eine Änderung besteht meines Erachtens kein Anlass. Wenn verzögert wird, gibt es die Möglichkeit zum Time-out (und gegebenenfalls der Fortsetzung mit Vorwarnzeichen), sodass längere Verzögerungen ausgeschlossen sind. Davon werden Schiedsrichter gerade in einer knappen Schlussphase recht schnell Gebrauch machen.

    Natürlich würde ich das als Anregung für eine Regeländerung sehen, die bestehenden Regeln geben das, wie von Dir richtig beschrieben, nicht her. Dadurch, dass das Spiel viel schneller geworden ist, kann ein geschickter Spielverzögerer bei Nichtausführung eines Wurfs einen deutlichen zeitlichen Vorteil erlangen, eben das der Gegner halt nicht mehr in Ballbesitz kommt und aufs Tor werfen kann. Mir fehlt da aktuell die harte direkte Bestrafung. Time-Out und Fortsetzung mit Vorwarnzeichen ist doch da vergleichsweise harmlos für ein in meinen Augen ziemlich unfaires Verhalten. Zumal die Schiedsrichter erstmal realisieren müssen, dass da einer oder gar ein ganzes Team verzögern will.

    Hast Du zu Deinem konkreten Beispiel genauere Informationen oder am besten das Urteil?

    Wie oben schon im Text erwähnt, gab es kein Urteil, da der Einspruch zurückgezogen wurde. - Man hatte vorab mit dem Rechtswart telefoniert und der hat die Situation als Tatsachentscheidung ausgelegt. Zwischen den Zeilen hat man auch ein "selber Schuld, warum verzögert ihr das Spiel" rausgehört. Dieser Auffassung sind wir dann gefolgt, wir wollten auch nicht als schlechte Verlierer dastehen.

    Manchmal hat diese Art der Vermarkung aber auch ungewollte Auswirkungen, wenn die sportlichen Erfolge ausbleiben:

    "Kournikova" ist in bestimmten männlich dominierten Kreisen der Sportwelt ein Begriff für Spielhandlungen, die "gut aussehen, aber nicht gewinnen".

    Perplexity meint dazu: "Die Verwendung gilt nicht als sexistisch, sondern als harmloser, humorvoller Slang, der auf eine öffentliche Wahrnehmung der Tennisspielerin anspielt. Der Ausdruck wird als Neckerei verstanden, ohne direkt Frauenfeindlichkeit zu implizieren."

    Ich sehe das anders und denke insbesondere dabei auch an die Psyche von AK. - Desweiteren fällt mir spontan kein Mann ein, dessen Name als vermeintlicher Fachbegriff ähnlich negativ konnotiert ist.

    Ist das wirklich schon eine sexistische Äußerung? Warum sollte sie das sein? Wer wird dadurch verletzt? Ich finde das eher wertschätzend. Und: Darf man einer Frau heute überhaupt keine ehrlich gemeinten Komplimente mehr machen? Ich glaube, die allermeisten Frauen würden das sehr bedauern. Ich habe in dieser HInsicht jedenfalls nie eine negative Reaktion erlebt, eher das Gegenteil.

    Vom Typ „Schwiegersohn“, der leider schon vergeben ist, ist doch auch öfters mal die Rede. Ich finde beide „Phrasen“ jetzt auch nicht schlimm oder respektlos bzw. sexistisch. Gibt den vorgestellten Charakteren auf alle Fälle mehr Tiefe, so dass man sich besser mit ihnen identifizieren und sie gut finden kann. Menschen in der Öffentlichkeit, die alles „Private“ abschotten und auf solche Sachen negativ reagieren, sind bei mir selten die Sympathieträger. Muss aber jeder mit sich selbst ausmachen, was er akzeptiert und was nicht. Abmahn-Anwälte gibt es ja mehr als genug.

    nozdormu

    Schiedsrichter dürfen nicht einfach eine getroffene Freiwurf-Entscheidung zurücknehmen. Haben beide Schiedsrichter übereinstimmend eine (Freiwurf-)Entscheidung getroffen, dann haben sie damit eine Spielfortsetzung festgelegt und diese ist bindend.

    Womit willst Du die Änderung der Freiwurf-Entscheidung zu Gunsten der anderen Mannschaft begründen?

    Ich nehme mal an, dass sich der von Lernender geschilderte Fall genauso zugetragen hat. Leider schreibt er nicht, was im Nachgang passiert ist. Ob z.B. die unfairen Spielverzögerer (erfolgreich) Einspruch eingelegt haben. - Letztendlich ist es egal, macht zusammen mit meinem Fall aus der Klamottenkiste „schon“ zwei, kommt also wahrscheinlich nur sehr selten mal vor. Konsequenzen für die Schiedsrichter? Keine bekannt. Begründung für ihr Handeln? „Denk Dir was aus“, vielleicht wurde ja ein Foul von einem Schiedsrichter „übersehen“, usw. Laut damaliger Rechtsauffassung des Verbandes ist es unerheblich und kein Regelverstoß.

    Ich betone nochmal, dass ich das Nichtanwenden von !Regel 15:5 auch nicht für korrekt halte, Meiner Meinung nach könnte man hier evtl. sogar über die Erweiterung der Regel für die letzten 30 Sekunden. nachdenken, in gewisser Weise wird ja hier auch die Ausführung eines formalen Wurfs verhindert. Müsste man echt mal durchdenken, ob da direkter Ballbesitzwechsel oder sogar 7m für den Gegner angemessen wäre.

    Wie soll man das denn jetzt wieder verstehen (wirklich ernst gemeinte Frage)? Es wird ein Regelverstoß durch den Anpfiff? Also, wenn ich 15:5 anwende, dann wird es ein Regelverstoß?

    Für mich ist und bleibt es ein Regelverstoß, da 15:5 nicht angewandt wurde.

    Äh, da steht was von Nichtausführung nach fünf Sekunden, ergo Spielverzögerung (ja, Interpretation, aber einzig logische Ableitung der Situation).

    Ein Zurücknehmen der Entscheidung, was hier ja objektiv gesehen passiert ist, wäre erst nach Anpfeifen ein Regelverstoß. Das wurde, glaub ich, auch schonmal hier in einem alten Thread diskutiert. Formal fängt eine neue Spielsituation durch Anpfiff oder Ball ins Spiel bringen an. Richtige Aufstellung einnehmen und warten reicht nicht aus. Und nach 5 Sekunden die Entscheidung kippen, hat zwar mit Sicherheit ein „Geschmäckle“, aber geh mal dagegen vor, zumal ja das Elend durch eigene Unfairness selbstverschuldet ist.

    Wenn Du 15.5 anwendest, dann ist das ok, würde ich auch so machen, ist aber in geschilderter Situation einfach nicht passiert. Das ist doch wohl unstrittig, oder?

    nozdormu Pfeif das doch bitte mal so in einem Spiel, rate der benachteiligten Mannschaft zum Einspruch und erzähl uns dann, was raus kam.

    Entscheidung FW wird im Beispiel ja klar angezeigt. Dann kann bei Verzögerung nur TO gegeben werden und mit Anpfiff für die selbe Mannschaft weitergemacht werden. Schnelles Anzeigen des Vorwarnzeichens kann ja trotzdem kommen.

    Bin ein alter Knochen, meine Zeiten als Schiedsrichter sind lange rum. ;)

    Ich bin in den letztem Jahren sehr häufig beim Frauenhandball unterwegs und da passiert es bis auf höchste Ebene schon ab und zu mal, dass sich Spielerinnen zum Freiwurf korrekt hinstellen und dann war die Entscheidung doch genau anders rum, aber alle sind der einen mit dem Ball in der Auffassung "gefolgt", dass sie richtig liegt Gibt es bei den Männern aber bestimmt auch.