Beiträge von Mangahn

    Zudem ist genau das doch die Idee eines Tandems. Wenn einer von hinten druck macht, kann man in der eigenen Gruppe kraft sparen. Mal wird das wichtig, mal nicht.

    Ob das Team wirklich glaubt, ein zweiter Platz auf einer Etappe wäre wertvoll für die Zuschauer oder den Sponsoren sei mal dahingestellt.

    Welchen Effekt das auf die Jungs und Mädels hat, wenn es in einem Spiel von einiger Relevanz auch Zuschauer gibt, gern frenetisch, durfte ich gestern wieder erfahren. Ich sprach mit einer deutschen Meisterin und meinte "wir Fans" wären beim Halbfinale doch etwas drüber gewesen. Sie hat sofort wiedersprochen. Meinte, sie hätten auf dem Feld alles mitbekommen und es hätte keinen Mü weniger "drüber" sein dürfen.

    Klar, da gibt es solche und solche. Manche/viele bekommen Details von außen ja auch gar nicht so mit. Aber für die Gänsehaut hilft es wahrscheinlich schon. :)

    Veranstalter solcher Turniere, sind in der Regel nationale Verbände und nicht IHF/EHF. Offenbar können es sich die Veranstalter leisten, nicht für gefüllte Hallen zu sorgen. Die internationalen Verbände betrifft das höchstens sekundär. Der DHB wird als Veranstalter für IHF/EHF, wahrscheinlich immer gut verdient haben, bei den vollen Hallen in Deutschland.

    Trotzdem wäre es ja im Sinne der Verbände - UND DER SPIELER - wenn da Zuschauer sind.

    Wenn es mehrere Bewerber für die Austragung gibt müsste man die Auslastung zum Thema machen. Wenn das natürlich niemand machen will wird es am Ende schwer.

    Was heißt war? Ist er immer noch. Nicht nur bei den Frauen, er kommentiert gut, ist ein absoluter Experte. Man kann ihm zuhören.

    Na ja. Das war ein langer, langer Weg. Nach seinem Fußballerrücktritt war er nur noch eine Witzfigur. Eine laute Witzfigur.
    Er hat sich davon erholt.

    So absolut hat doch keiner Recht. Es hilft, wenn im eigenen Verein weibliche Vorbilder da sind. Und es hilft, wenn es üblich ist (wäre), als Frau auch weit oben zu pfeifen. Auf der anderen Seite ist es auch keine Grundvoraussetzung.

    Fakt ist, dass das Interesse von Mädchen, sich anpöbeln zu lassen und immer wieder unter Druck zu sein und den ganzen Scheiss zu machen "nicht ganz so hoch" ist. Von daher halte ich es auch für Quatsch den Verband dafür anzumachen.

    Das mit dem Fördern sehe ich anders. Solange die Männerdominanz so groß ist, muss man Mädchen und Frauen fördern.
    Es fehlen Vorbilder, denen sie nacheifern können.

    Fehlende Vorbilder... ob das wirklich das Problem ist?
    Ich könnte mir vorstellen, dass die gläserne Decke auch bei Schiedsrichtern in sofern ein Problem ist, dass einerseits Männer über die "Beförderungen" mitentscheiden und andererseits ggf. den weiblichen Schiedsrichtern auch von den Zuschauern weniger Kompetenz zugeschrieben wird. Aber, um ehrlich zu sein, entspricht es nicht meiner Erfahrungswelt.
    Warten wir mal ab, was ich in 5-7 Jahren dazu sage. Ich beobachte gerade ein junges Mädchen, dass ihre ersten Schritte im Schiesdsrichterbereich macht.

    Das Sug/Janz befördert worden ist toll, aber wenn ich richtig gezählt sind von insgesamt 42 gelisteten Gespannen nur drei weibliche dabei. Das ist doch wirklich erbärmlich für den größten Handballverband der Welt.

    Es gibt doch eine Menge sachliche Gründe warum es so wenig weibliche Gespanne im Spitzenbereich gibt. Von daher hätte ich schon gern ein Argument pro substanziell mehr weibliche Gespanne in der HERREN Bundesliga gehabt. Wenn überhaupt hätte ich damit angefangen erstmal die Frauenbundesliga mit mehr weiblichen Gespannen vollzupacken. Aber auch das klappt ja nicht. Was an vielen Gründen liegen dürfte:

    Es geht damit los, dass Frauen generell stark unterrepresentiert sind im Schiedsrichterwesen. Also schon an der Basis der Pyramide. Was in der Folge logischerweise weniger mittlere und weniger starke Gespanne bedeutet. Und das, obwohl es nicht an der nominellen Förderung durch den DHB hapert.

    Hier wäre das erste "warum" zu klären. Ich gehe davon aus, dass es eine Mentalitätsfrage ist. Man braucht schon ein paar spezielle Eigenschaften um sich freiwillig als Schiedsrichter zu melden. Es hilft, im Fordergrund stehen zu wollen. Es hilft ein dickes Fell zu haben oder wenig Selbstzweifel. Wenn man eine beliebige Menschenmenge in Deutschland nimmt dürften sich schon hier mehr Männer melden als Frauen. Ich machs mal kurz: das zieht sich dann durch.

    Sofern von der "viel mehr weibliche Gespanne in der Spitzenklasse" Fraktion noch ein paar Argumente kommen bin ich gern bereit mich damit auseinanderzusetzen oder die hier begonnene Argumentation fortzusetzen.