DHB hat neuen Schiedsrichterkader für 2026/27 bekannt gegeben

  • Der DHB hat nun seinen Schiedsrichter-Kader für die Bundesliga bekannt gegeben. Und natürlich gibt es auch dieses Mal Aufsteiger im Spitzenbereich. Sophia Janz und Rosana Sug sind im Elitekader, Lukas Müller/Robert Müller und Marvin Völkening/Jonas Zollitsch in den Elite-Anschlusskader aufgestiegen. Janz/Sug waren schon letzte Saison in der 1. Bundesliga unterwegs. Die anderen zwei werden nun diese Saison ihre ersten Einsätze im Oberhaus bekommen. Mit ihnen zusammen sind bis zu 20 Schiedsrichterpaare in der Bundesliga im Einsatz (15 Elitekader und 5 Eiliteanschlusskader).

    Nicht mehr dabei sind Martin Thöne/Marijo Zupanovic (haben ihre Karriere beendet) sowie beim Gespann Frederic Linker/Sascha Schmidt, letzterer. Frederic Linker hat sich mit Elitekader-Sprecher Nils Blümel als Gespann Blümel/Linker zusammengetan und wird als Projektkader geführt.

    Der Bundesligakader hat auch Änderungen. Sven Ernst/Johannes Sippel steigen aus der 3. Liga, Fabian Foerster/Felix Mayer, Joshua Köppen/Luka Preibsch und Pelin Odabas/Lynn van Os aus dem Nachwuchskader in den Bundesligakader auf. Dieser hat 15 Schiedsrichterpaare. Der bisherige Nachwuchskader wird mit der Spitzenförderung der 3. Liga in einen neu geschaffenen Entwicklungskader zusammengeführt. Es sind nun 7 Schiedsrichter dort. Mit Paolo D'Oria/Julius Hlawatsch und Robert Mischock/Christopher Riebesam aus dem Perspektivkader sowie Mandana Khalil/Elfi Oliger und Peter Abel/Christian Herpolsheimer aus der 3. Liga stoßen neue Gespanne dazu.

    Diese 43 Schiedsrichter-Teams pfeifen 2026/27 in den Bundesligen
    Der Deutsche Handballbund hat die Schiedsrichter-Kader für die Saison 2026/27 bekannt gegeben. Zwei Aufsteiger sind neu in der 1. Männer-Bundesliga.
    www.handball-world.news
  • Nicht mehr dabei sind Martin Thöne/Marijo Zupanovic (haben ihre Karriere beendet) sowie beim Gespann Frederic Linker/Sascha Schmidt, letzterer. Frederic Linker hat sich mit Elitekader-Sprecher Nils Blümel als Gespann Blümel/Linker zusammengetan und wird als Projektkader geführt.

    Thöne/Zupanovic waren doch bestimmt 20 Jahr oben. Blümel dürfte im Vergleich zu seinem Experimentpartner Vortmann nahtlos weitermachen.

    Aber: was ist das denn? eine Umschreibung für "oben auf Bewährung" oder "kriegen bei jedem Spiel noch mal intensive Druckbetankung".

    Zitat

    Frederic Linker hat sich mit Elitekader-Sprecher Nils Blümel als Gespann Blümel/Linker zusammengetan und wird als Projektkader geführt.

    Sehr schön, dass Sug/Janz etabliert sind und Damen zum Alltag werden.


    Zitat

    Der bisherige Nachwuchskader wird mit der Spitzenförderung der 3. Liga in einen neu geschaffenen Entwicklungskader zusammengeführt.

    Auch hier viel Bewegung. Vermutlich macht sich die zweite Kraft hinter Jutta E. im DHB (Fasthoff) bemerkbar.

    ich erinnere

  • Da ja ansonsten die Schiedsrichter häufig im negativen Kontext erwähnt werden, möchte ich mich hier mal positiv über eines der Gespanne auslassen:

    Bona/Frank ! Die Entwicklung der Beiden freut mich ungemein. Ich bin sehr häufig deckungsgleich unterwegs mit den Entscheidungen der Beiden. Top Gespann !!

  • Ich bin zwar "mehr" im Frauenbereich unterwegs, aber generell bin ich mit den Schiedsrichtern "gar nicht so" unzufrieden. Will sagen, oft sind sie gut. Auch wenn es manchmal etwas good will dazu braucht.

    Außerdem: niemand ist so schlecht, dass er nicht doch für etwas gut ist. Nach einem Spiel in der Bundesliga hat sich meine Tochter aufrichtig entschuldigt. Sie hatte mein Pfeifen 3 Stunden vorher als schlecht bezeichnet. Nach dem Bundesligaspiel und den beiden Kollegen auf dem Feld war ihr klar geworden wie gut ich eigentlich war.^^

  • Sehr schön, dass Sug/Janz etabliert sind und Damen zum Alltag werden.

    Das Sug/Janz befördert worden ist toll, aber wenn ich richtig gezählt sind von insgesamt 42 gelisteten Gespannen nur drei weibliche dabei. Das ist doch wirklich erbärmlich für den größten Handballverband der Welt.

  • Das Sug/Janz befördert worden ist toll, aber wenn ich richtig gezählt sind von insgesamt 42 gelisteten Gespannen nur drei weibliche dabei. Das ist doch wirklich erbärmlich für den größten Handballverband der Welt.

    Es gibt doch eine Menge sachliche Gründe warum es so wenig weibliche Gespanne im Spitzenbereich gibt. Von daher hätte ich schon gern ein Argument pro substanziell mehr weibliche Gespanne in der HERREN Bundesliga gehabt. Wenn überhaupt hätte ich damit angefangen erstmal die Frauenbundesliga mit mehr weiblichen Gespannen vollzupacken. Aber auch das klappt ja nicht. Was an vielen Gründen liegen dürfte:

    Es geht damit los, dass Frauen generell stark unterrepresentiert sind im Schiedsrichterwesen. Also schon an der Basis der Pyramide. Was in der Folge logischerweise weniger mittlere und weniger starke Gespanne bedeutet. Und das, obwohl es nicht an der nominellen Förderung durch den DHB hapert.

    Hier wäre das erste "warum" zu klären. Ich gehe davon aus, dass es eine Mentalitätsfrage ist. Man braucht schon ein paar spezielle Eigenschaften um sich freiwillig als Schiedsrichter zu melden. Es hilft, im Fordergrund stehen zu wollen. Es hilft ein dickes Fell zu haben oder wenig Selbstzweifel. Wenn man eine beliebige Menschenmenge in Deutschland nimmt dürften sich schon hier mehr Männer melden als Frauen. Ich machs mal kurz: das zieht sich dann durch.

    Sofern von der "viel mehr weibliche Gespanne in der Spitzenklasse" Fraktion noch ein paar Argumente kommen bin ich gern bereit mich damit auseinanderzusetzen oder die hier begonnene Argumentation fortzusetzen.

  • Es gibt doch eine Menge sachliche Gründe warum es so wenig weibliche Gespanne im Spitzenbereich gibt. Von daher hätte ich schon gern ein Argument pro substanziell mehr weibliche Gespanne in der HERREN Bundesliga gehabt. Wenn überhaupt hätte ich damit angefangen erstmal die Frauenbundesliga mit mehr weiblichen Gespannen vollzupacken. Aber auch das klappt ja nicht. Was an vielen Gründen liegen dürfte:

    Du hast meinen Kommentar nicht verstanden. Der DHB Schiedsrichterpool unterteilt sich in verschiedenen Kader. Insgesamt umfasst der neue Pool 42 Gespanne. Damit bedient der DHB alle drei Top-Ligen. Die drei Top-Ligen umfassen u.a. fünf weibliche Staffeln.

    Im Endeffekt führt das also wieder dazu, dass mindestens 9 von 10 HBF 1. Bundesliga Spiele von Männern gepfiffen werden müssen.

    Mal zum Vergleich: In der Frauen-Fussballbundesliga dürfen überhaupt gar keine Männer pfeifen. Da werden alle Spiele grundsätzlich von Frauen geleitet.

  • In dem Punkt sind wir uns ja einig, dass die HBF als erstes gefüllt werden sollte. Aber der Grund, woran das scheitert, ist und bleibt derselbe.

    Es ist ja nicht so, dass sie es nicht versuchen Frauen und bestimmt junge Gespanne zu fördern. Das klappt halt nur eingeschränkt

  • Es steht jeder Frau frei, Schiedsrichterin zu werden.

    Den Weg muss man aber selber gehen, mit allen guten und negativen Seiten.

    Ich bin nicht der Freund davon, dass man Frauen bevorzugt bzw besonders fördern sollte. Die Rahmenbedingungen sind hier für alle gleich.

    Qualität setzt sich am Ende durch ...

  • Es steht jeder Frau frei, Schiedsrichterin zu werden.

    Den Weg muss man aber selber gehen, mit allen guten und negativen Seiten.

    Ich bin nicht der Freund davon, dass man Frauen bevorzugt bzw besonders fördern sollte. Die Rahmenbedingungen sind hier für alle gleich.

    Qualität setzt sich am Ende durch ...

    Tut mir Leid, aber das ist echt gequirlter Quark!

    Schau dir die Frauenquoten in einzelnen Berufen an, den Umstand, dass Frauen bei dem ersten Uni-Abschluss die Mehrzahl bilden und dort durchschnittlich bessere Ergebnisse haben als Männer, danach aber immer noch deutlich unterrepräsentiert sind beim akademischen Mittelbau und den Professuren…

    Dazu Classismus, Rassismus usw.

    Es gibt dermaßen viele Einflussfaktoren auf einen individuellen Karriereverlauf, dass die Behauptung „Qualität setze sich durch“ mindestens blauäugig ist.

  • Tut mir Leid, aber das ist echt gequirlter Quark!

    Schau dir die Frauenquoten in einzelnen Berufen an, den Umstand, dass Frauen bei dem ersten Uni-Abschluss die Mehrzahl bilden und dort durchschnittlich bessere Ergebnisse haben als Männer, danach aber immer noch deutlich unterrepräsentiert sind beim akademischen Mittelbau und den Professuren…

    Dazu Classismus, Rassismus usw.

    Es gibt dermaßen viele Einflussfaktoren auf einen individuellen Karriereverlauf, dass die Behauptung „Qualität setze sich durch“ mindestens blauäugig ist.

    Ich rede vom Schiedsrichterwesen im Handball und nicht von anderen Sachen !!

    Janz&Sug haben es doch perfekt vorgemacht.

    Man muss nur anfangen den Schein zu machen und loslegen. Spiele zum Pfeifen bekommt man immer, vor allem Jugendspiele, mit denen man natürlich anfangen sollte.

  • Jutta, Videobeweis, Spielansetzungen und das Schlumpflicht in der GETEC Halle.

    Schiedsrichteransetzungen, nicht Spielansetzungen.

    Aber ansonsten sehr gut zusammengefasst.

    Die HBL könnte auf einmal die zehn besten Gespanne der Welt kriegen - aber die Kern-Probleme wären noch da!

    PS: In Magdeburg ist nicht das Licht schuld, sondern die Kombi aus völlig verunsicherten Schiedsrichtern sowie einem Top-Team, Benno und nem Hexenkessel

    Einmal editiert, zuletzt von Rheiner (11. Juli 2026 um 11:23)

  • Ja, Schiriansetzungen meinte ich.

    Das mit dem Blaustich war ein kleiner Scherz. Das Problem habe ich übrigens auch bei dyn und Magdeburgspielen.

    Jag går och fiskar

    och tar en tyst minut

  • Es steht jeder Frau frei, Schiedsrichterin zu werden.

    Den Weg muss man aber selber gehen, mit allen guten und negativen Seiten.

    Ich bin nicht der Freund davon, dass man Frauen bevorzugt bzw besonders fördern sollte. Die Rahmenbedingungen sind hier für alle gleich.

    Qualität setzt sich am Ende durch ...

    Das mit dem Fördern sehe ich anders. Solange die Männerdominanz so groß ist, muss man Mädchen und Frauen fördern.
    Es fehlen Vorbilder, denen sie nacheifern können.

  • Das mit dem Fördern sehe ich anders. Solange die Männerdominanz so groß ist, muss man Mädchen und Frauen fördern.
    Es fehlen Vorbilder, denen sie nacheifern können.

    Die jungen Damen haben ein perfektes Vorbild im Elitekader

    Wenn man wirklich will, kann man es schaffen.

    Unser Schiedsrichterwesen wird übrigens von einer Frau geleitet 😉