Was bei Kiel fehlt ist ganz einfach der rote Faden oder Masterplan, wie das Spiel aussehen soll. Nach dem die passenden Spieler verpflichtet werden und nach dem sich die Spielphilosophie und das System vom Trainer richtet.
Es wird oft geschrieben, Figo verpflichtet keine guten Spieler. Das stimmt ja so nicht. Es scheint so, als ob er weiß, wen er für eine Position haben möchte. Und dann soll es auch der Spieler sein, selbst wenn man darauf länger warten muss. Da fehlt gefühlt der Plan B für die Übergangszeit. Wenn es dann doch mal schnell gehen muss, kommt sowas wie Wallinius, Abdelhak, Laube bei rum. Oder ein Torhütergespann Wolff/PdV, das seine besten Tage hinter sich hat aber enorme finanzielle Mittel bindet.
Dazu kommt, dass die ausgewählten Spieler individuell sehr gut sein mögen, aber nicht zwingend gut zusammen passen von der Spielanlage her. Elias, Madsen, Johannson, Köster, Maguc sind alles gute Spieler. Aber für welches gemeinsames System stehen die?
Das wäre dann Aufgabe des Trainers, das zu entwickeln und des spielen zu vermitteln. Das etwas in dieser Richtung passiert, ist mir in den letzten Jahren nicht aufgefallen. Jicha entwickelt weder ein System noch einzelne Spieler. Es ist doch kein Wunder, dass die Ergebnisse von Jahr zu Jahr schwächer werden, je weniger Spieler von den Kader, den Jicha man übernommen hat, noch vorhanden sind.
Von daher reicht die individuelle Qualität immer wieder für gute Ergebnisse und auch für ein passables Saisonresultat, aber eben auch nicht für mehr. Und alles kostet viel mehr Kraft, weil es keine Automatismen, keinen Flow gibt. Das führt zu Verletzungen...