Beiträge von matjes

    Was mich auch unglaublich nervt, ist dass man nicht einfach Mannschaftsspielpläne der ganzen Saison auf handball.net aufrufen kann. Das geht auf allen (!) anderen Portalen.

    Am übersichtlichsten finde ich nach wie vor mit Abstand (!) nuliga

    Gibt es eigentlich so etwas wie den "Regionsspielplan" in nuLiga bei Handball 360? Sprich: alle Spiele einer Woche einer bestimmten Region (Regionalliga, LV)

    Habe ich da etwas nicht mitbekommen. Der letzte Absatz ist aus meiner Sicht schlichtweg falsch.

    Der ganze Beitrag ist eine absolute Frechheit - die "fehlende technische Verknüpfung" ist bei handball.net komplett hausgemacht. Bis zur letzten Saison konnten die Daten auf der Plattform schließlich noch "verknüpft" werden (also aus Sportradar für Liga 1 und 2 sowie nuLiga und Handball4all für die Landesverbände). Es gibt keinen technischen Grund, warum das in dieser Saison nicht funktionieren sollte.

    Die ganze Aussage ist schon alleine deshalb grotesk, da die HBL/HBF nie geplant hatte auf H360 zu migrieren - da hat jemand bei handball.net einfach komplett gepennt und an der Realität vorbei entwickelt. Passt letztlich in das Bild was der DHB im Zuge der Einführung von H360 abgibt.

    Vielleicht noch eine Info aus der Einführung von nuScore: Da entstand im Prinzip das gleiche Problem und wir hatten dann die Problematik mit instabilen Netzwerkverbindungen vom Client (in der Halle) zum Server. Das trat dann noch einmal kurz nach der Bereitstellung der Passbilder auf.

    Basierend auf den Fehlerbildern - insbesondere den Lücken und der Reihenfolge der Events - scheint es beim ESB von H360 offenbar so zu sein, dass es kein Transaktionslog gibt, was lokal zwischengespeichert und später synchronisiert wird. Sprich: entweder schafft es der Client-Rechner die Events hochzuladen oder sie sind verloren. Einzig die Spiel-Metadaten (Aufstellung, SR-Bericht, Ergebnis) werden offenbar am Ende hochgeladen.

    Bei nuScore ist das so implementiert, wie man das eigentlich erwartet - der komplette Spielbericht ist lokal und wird dann in Gänze (bzw. in "Chunks" seit dem letzten Sync?) zu den Servern hochgeladen, was insbesondere für den Liveticker notwendig ist.

    Weiß jemand ob es für handball4all APIs gibt? Spielplan, Tabelle, Liveticker?

    Ist die Frage, was du mit "API" meinst? Die Ressourcen kann man ganz normal per HTTP(S) abrufen (per Chrome DevTools ermittelt):

    Code
    $ curl 'https://spo.handball4all.de/service/if_g_json.php?cmd=po&do=2026-09-07&og=216'

    bzw. für eine Staffel (mit Tabelle):

    Code
    $ curl 'https://spo.handball4all.de/service/if_g_json.php?ca=0&cl=161126&cmd=ps&do=2026-09-07&og=216'

    Ist immerhin JSON und lässt sich daher auch gut automatisch weiterverarbeiten. (Leider keine REST-Struktur)

    Muss man dann per Reverse-Engineering ermitteln welche Staffel welche Nummer (cl=XXXXXX) hat. Mit Handball4all kenne ich mich aber auch nicht weiter aus.

    In nuLiga ging das nicht so einfach, da die Daten in HTML/XML eingebettet sind (mittels AI kann man sich einfach einen entsprechenden Parser in seiner Lieblingssprache bauen lassen, wenn man das möchte).

    Nur wäre zu der Zeit noch ein Abbruch möglich gewesen, jetzt dürften der Rückweg teurer sein als das H360 zu Ende zu entwickeln.

    Das hat man beim BER auch gedacht (sollte mal 2 Mrd. € kosten, waren dann knapp 8 Mrd. €) ;)

    BTW: Ich sehe immer noch das Risiko, dass H360 nie stabil laufen wird, wenn alle LV erstmal migriert haben, falls die Software-/System-Architektur noch versteckte Probleme hat. Das kann man aber gut durch Lasttests herausbekommen (die sicherlich niemand vor August 2027 durchführen wird).

    Vielleicht hätte sich das einer der hiesigen Verantwortlichen mal vorher anschauen sollen - oder ich bin nicht in der Lage so ein "intuitiv zu bedienendes System" zu nutzen.

    Ich habe mehr und mehr das Gefühl, dass man sich komplett in die Hände von Sportheads begeben hat und die schlampig gearbeitet haben. Ist natürlich alles Spekulation. Vermutlich war die Prämisse "darf nicht nuLiga und nicht H4all sein" und Toools hat von allen Angeboten die "beste Demo" abgegeben.

    Wer sich mal ein Bild vom Vorstand und "Beirat" (offenbar quasi sowas wie ein Aufsichtsrat für die GmbH) machen möchte: https://sportheads.de/about-us-sportheads/

    Angeblich wurde Toools ausgewählt, weil sie das System bereits in Spanien in Betrieb haben. In Spanien sollten – bis auf spielklassenbedingte Kleinigkeiten – doch die gleichen Regeln gelten, der offizielle Spielbericht sollte also ähnlich aussehen und es sollte eigentlich auch nicht möglich sein, einem Spieler zig Mal zwei Minuten und 20 gelbe Karten zu geben, weil sich das System bei Fehleingaben meldet.

    Theorie trifft auf Praxis. Das nennt sich im Glückspiel "Bluff" - glaube ich ;)

    Die Verträge, die der DHB gemacht hat, würde ich gerne mal sehen.

    Wir müssen also nicht nur die Zeitverschiebung innerhalb der Seite auf dem Schirm haben sondern auch Sommerzeit "+2" und Normalzeit "+1". Dieser Bug (oder soll ein Feature mit dem Thema Exkurs: koordinierte Weltzeit sein? ;)) erstaunt mich in sofern, da Spanien in der selben Zeitzone ist wie unsereins.

    Das ist halt der Klassiker in der Programmierung. Das Betriebssystem hält seine Uhrzeit normalerweise in UTC (Sekunden seit 1970) und dann wird zur Anzeige der aktuellen Uhrzeit diese in die lokale (Browser-)Zeit umgerechnet. Dann gibt es keine Missverständnisse (auch nicht bei Winter-/Sommerzeit). Wenn man jetzt - als Programmierer - dieses Prinzip allerdings nicht versteht und Zeitstempel (bei denen die Zeitzone wie "+0200" fehlt) als UTC interpretiert, kommt so ein Käse bei rum.

    Den Bibliotheken der entsprechenden Programmiersprache (wie PHP) ist das relativ egal, entsprechend muss man Sorgfalt beim Verarbeiten von Zeitstempeln walten lassen. Idealerweise sind die Daten im eindeutigen UNIX-Timestamp (Sekunden seit 1970) gespeichert, aber manchmal kann man das nicht beeinflussen - beispielsweise wenn die Datenbank nur Zeitstempel als Zeichenkette (ohne Zeitzone) zurückgibt.

    Ich kann nur sagen Auftakt 3. Liga desaströs, es lebe der gute alte Papierbericht.....

    es kommt alles wieder :wall:

    Es bleibt spannend. Insbesondere wie "kreativ" der DHB versuchen wird diese Probleme in ein positives Bild zu rücken.

    Vorschlag (powered by ChatGPT): "Auch wenn es an der einen oder anderen Stelle noch kleine Anlaufschwierigkeiten gab, konnten alle Spiele mit dem ESB durchgeführt und nach Spielende abgeschlossen werden – einen großen Anteil daran haben die engagierten Ehrenamtlichen in den Vereinen sowie Zeitnehmer, Sekretäre und Schiedsrichter, die vor Ort mit viel Einsatz und Pragmatismus Lösungen gefunden haben. Die ersten Erfahrungen zeigen, dass die grundlegenden Abläufe funktionieren, und gemeinsam mit den Beteiligten arbeitet der DHB daran, die noch bestehenden Herausforderungen weiter zu optimieren und das System für die kommenden Spieltage zu stabilisieren."

    Ich kann mir auch wirklich vorstellen, dass wir in 3 Jahren ein sehr gut funktionierendes System haben, besser als alles bisherige.

    Die Frage ist: Ist diese Vorstellung eher Wunsch oder Realität.

    Da iSquad ja kein Prototyp sondern ein "in Spanien etabliertes System" ist (bzw. sein soll), habe ich da ehebliche Bedenken.

    Fakt ist, dass viele Funktionen (z.B. Freiterminmeldung bei SR, Spielverlegungen) nicht wirklich funktionieren. Das ist nicht nur ein Zeit- sondern ein Qualitätsproblem des Herstellers.

    Ich bin da nicht so optimistisch, dass das System in 3 Jahren besser als nuLiga ist - weder von der Vollständigkeit der Prozesse (Faktura, Spielbetrieb, Lehrwesen, etc.) noch von der Usability. Die größten Bedenken habe ich jedoch hinsichtlich der Stabilität.

    Ich weiß jetzt nicht, woher du diese Informationen über nuLiga hast. Die Systemfirma für nuLiga ist ein professioneller Softwareentwickler (nu Datenautomaten in Bregenz) https://www.nu-gmbh.com/ . Da gibt es weitere Informationen zu den Produkten usw.

    Für nuLiga gibt es nuPortalRS als Möglichkeit, auf die Daten in nuLiga zugreifen zu können - also eine API bzw. Standardschnittstelle. Der Zugriff dazu wurde über eine Freigabe gesteuert, die ich als Verbandsadministrator erteilt habe.

    Dieter, ich wollte Dir nicht zu nahe treten und natürlich ist meine Aussage bzgl. nuLiga überspitzt gewesen. Ich habe nuLiga seit der Einführung bei uns vor 12 Jahren und teilweise auch die ARGEn begleitet. Mir ist auch klar, dass Du ein Verfechter von nuLiga bist, was ich nachvollziehen kann.

    Dennoch gelten meine Kritikpunkte auch für nuLiga:

    1. Natürlich gibt es eine Schnittstelle – schließlich muss eine Webapplikation irgendwie mit dem Server kommunizieren.
    2. Ja, nuLiga hat mit nuPortalRS eine API. nuLiga sagt zwischen den Zeilen aber selbst, dass diese API nur zum Lesen von Daten gedacht ist, nicht aber zum Ändern von Daten (was für Automatisierungsaufgaben notwendig wäre). https://www.nu-gmbh.com/produkte/nuportalrs
    3. Die Dokumentation für nuPortalRS ist alles andere als hilfreich: https://hbde-portal.liga.nu/rs/documentation/index.html
      Dafür, dass es sich dabei eigentlich um eine REST-API handeln soll, konnte ich über GET keine Daten abrufen. Es gibt offenbar auch keine /login-Funktion oder dergleichen. Eine gute Dokumentation würde an einem "Hello World" Beispiel genau diese Fragen beantworten.
    4. Im Fall von Handball360, aber auch bei nuLiga, wird die (REST-)API eben nicht von den Benutzeroberflächen (z.B. der öffentliche Bereich oder die Admin-Sicht in nuLiga) benutzt. nuLiga benutzt dafür immer noch die altbackene Java-Anwendung aus den 2000er- und frühen 2010er-Jahren.

    Mir ist klar, dass eine kleine Firma wie nuLiga moderne Frameworks nicht so einfach adaptieren kann wie Google, Amazon oder Microsoft. Man hat mit nuPortalRS offensichtlich den Versuch gemacht, die Schnittstellen zu öffnen (das Java-Framework war/ist im Vergleich die Hölle). Dennoch hat man es leider halbherzig getan. Mit einer (nahezu) vollständigen REST-API hätte man auch leichter die Benutzeroberfläche (GUI) modernisieren können und quasi das "alte" nuLiga und ein neues "responsive" GUI parallel anbieten können, die auch auf mobilen Geräten sinnvoll zu nutzen ist.

    Dass die Firma das prinzipiell drauf hat, wurde mit nuScore ja bewiesen. Die technische Kompetenz ist offensichtlich vorhanden, aber sie wird nicht konsequent in die Produktarchitektur übertragen, was ich an einer professionellen Software-Entwicklungsfirma kritisieren muss.

    Über die REST-Schnittstelle kann man als Verein sich bestimmte Daten aus nuLiga für die Website ziehen. Ist ein allgemeiner Standard für Erstellung einer Web-API bzw. der Kommunikation von IT-Systemen.

    Natürlich würde das gehen - wenn es denn eine gäbe. Welche Daten man sehen/ändern/aktualisieren/löschen (GET/POST/UPDATE/DELETE) kann, bestimmen die Benutzer-Rechte (RBAC). Und RBAC muss man in einer Multiuser-Webapplikation sowieso implementieren. REST API hat halt den Charme, dass es eine saubere Schnittstelle gibt, was auch die QA/Systemtests für den Hersteller vereinfacht.

    Prinzipiell ist das Standard in der professionellen Softwareentwicklung, mit der wir es aber weder bei nuLiga noch bei iSquad/Handball360 zu tun haben. Leider.

    Zu Handball4all kann ich keine Aussage machen - hatte ich nie wirklich Berührungspunkte.

    Vielleicht könnte man jetzt den Entwurf einer gemeinsamen Datenbank, der in nuLiga schon vor ein paar Jahren erarbeitet wurde, aber von H4All damals und vom DHB im letzten Jahr abgelehnt wurde, neu aufgreifen. Dann könnte alle mit ihrem gewohnten System weiterarbeiten und hätten einen Zugriff auf die gemeinsame Datenbank min. für den Bereich Spielberechtigungen. Mal sehen, wie das in einem Jahr aussieht,

    Zusammenarbeit an EINER Datenbank? Die beteiligten Firmen (zumindest mal nuLiga und toools) schaffen es ja noch nicht einmal eine (REST) API für ihre eigenen Systeme anzubieten, geschweige denn sich auf eine systemübergreifende Schnittstelle zu einigen. Damit könnte man (bei entsprechender Dokumentation) Prozesse sauber automatisieren - was heutzutage dank LLMs ja kein Hexenwerk mehr ist.

    An ein modernes System sollte das die Mindestforderung sein: Alle Datenoperationen finden über eine sauber dokumentierte und vollständig implementierte API statt und das (Web-)Benutzerinterface ist nur eine von vielen Möglichkeiten mit der API zu interagieren.

    Einmal mit Profis ...