Schwiegersohn im Anzug
Das wäre die freundliche Umschreibung. ![]()
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Schwiegersohn im Anzug
Das wäre die freundliche Umschreibung. ![]()
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...und wo genau hat er das jetzt gesagt? Das mit der Unschlagbarkeit?
Auf einer Pressekonferenz nach dem WM Sieg von Rom.
Ich kenne DK noch persönlich und da ist er immer ganz okay, deshalb kann ich Deine Aussage nicht teilen oder verstehen @ Marc
Klein ist für mich der Prototyp des Verbandsmitläufers. Christophersen der absolute SiA-Typ.
Beides Figuren die ich nicht ausstehen kann.
Das hat nichts mit ihnen persönlich zu tun. Aber das ist nunmal die Aussenwirkung der beiden auf mich, eben wie sie sich seit Jahren in der Öffentlichkeit präsentieren.
Kastening ist halt ein unfassbar sympathischer Kerl mit genau dem richtigen Gespür dafür, was wann wie am passendsten ist.
Das sind Dinge die man in der Form kaum lernen kann, entweder man ist so, oder man ist so nicht. Ich habe live dieses Jahr keine Sekunde ÖR geschaut und mir fehlte quasi nichts. Allein der Gedanke an Klein und Christophersen... ![]()
Ich finde, wen man in diesem Turnier mal loben kann ist Franz Semper! Er kommt rein, für den Momenten macht er sein Ding und das erfolgreich. Er bekommt nicht viel Spielzeit, aber die, die er bekommt, in denen liefert er ab!
Auch wenn es genau das ist, was man ihm zum Karrierebeginn attestiert hat, zu liefern, so hätte man davon nach seinen letzten Karriere-Jahren nicht unbedingt ausgehen dürfen. Von daher, genau so weiter machen! ![]()
Von, diesmal erfreulich wenigen, völlig überhasteten und unnötigen Abschlüssen
Und trotzdem waren da auch gestern einige überhastete Abschlüsse dabei, die allerdings im Vergleich zu den vorigen Spielen deutlich öfter im Tor landeten. Mehr Glück, mehr Power, mehr Präzision, eine schnarchende Abwehr, ein schwacher französischer Torhüter - sicherlich alles ein bisschen. Aber viele ähnliche Würfe sind in den Spielen davor eben nicht reingegangen und haben die Hypothek unnötig erhöht.
Bob H. würde den großen Wurf wagen: Trainerstab raus, Teammanager weg, Physios entlassen und Heiner zurückgeholt
Bob würde jeden anderen zurückholen, nur ganz sicher niemals Heiner.
In Deutschland gibt es Spieler für dieses System (wenn auch aktuell nicht auf dem dänischen Level). Aber ich denke schon, dass man in diese Richtung noch etwas verbessern kann.
Und genau hier liegt halt für vieles unser großes Problem: die Zeit. Wir haben stand heute rückblickend viel zu viel Zeit verplempert! Vor 5 Jahren hatten wir schon keine Zeit. Wir sind Jahr für Jahr immer von keine Zeit zu keine Zeit weitergeschlittert.
Jetzt kommt die Heim-WM, vorher war die Heim-EM, davor Olympia. Alles wichtig, keine Frage, aber nachhaltig um mal mindestens eine Generation in die Weltklasse und das Titel-Abo zu bringen, diese Zeit hatten wir uns nicht genommen bzw. haben wir auch den Jungs nicht gegeben. Dazu brauchte es natürlich auch einen passenden Trainer, der a) diesen Weg überhaupt gehen würde, b) diese Zeit bekommt und c) auch diese Geduld und Souveränität in Richtung der Jungs aber noch viel mehr dem Vorstand und Handballdeutschland gegenüber ausstrahlt.
Dass einzige was immer nur Langfristigkeit besaß waren die ausgegeben Ziele. Nach denen hätten wir in der Zeit nach Dagur schon mind. jeweils 1x EM, WM und Olympiasieger sein sollen/müssen, was vermutlich auch nicht vollkommen unrealistisch gewesen wäre, wenn man spätestens ab Ende Prokop-Ära den Jungs einfach mal 2, 3 Jahre ohne jeglichen Halbfinaldruck gegeben hätte und einen entsprechenden Trainer installiert hätte.
Aber Dänemark war ja auch unter Wilbek und Gudmundsson nicht unerfolgreich, zwar nicht so gnadenlos dominant wie heute, aber der Umbruch zu Jacobsen verlief ja ohne große Schwankungen nach unten. Eher war er sogar aus dem Stand gleich erfolgreich(er) mit dem etwas anderen Spielsystem.
Dabei fand ich Auftritt und die direkte Entscheidungskommunikation während des Spiels mit den Spielern gestern einfach spitze und dafür feiere ich die beiden auch schon seit Jahren, weil sie auf Augenhöhe mit den Spielern kommunizieren.
Da finde ich so manche SR, auch bei dieser EM, die sich nach dem Motto ich habe gepfiffen und jetzt verp... dich auf die Bank verhalten, richtig schlimm und verstehe dann absolut, wenn sie Schelte bekommen.
Auch dass die beiden ein paar Situationen direkt ohne VB entschieden haben, fand ich äußerst positiv. ![]()
Das merkte Kretzsche auch während des Spiels an, dass ihm das ziemlich gegen den Strich geht, dass so gut wie nichts mehr direkt entschieden wird.
und Kroatien gegen Frankreich oder Deutschland.
Ja das wär mal ne Story. Deutschland bezwingt sensationell Frankreich und spielt dann gegen Kroatien im Halbfinale. Und da man die ja kürzlich zweimal im Sack hatte, wird es ja wohl noch ein drittes Mal problemlos klappen. Am Ende steht Dagurs Kroatien im Finale. ![]()
Es gab vorher die Aussage, dass nach dem Turnier beraten und ausgewertet wird.
Ja, diese Kommunikationslinie hätte Meckes einfach beibehalten sollen.
DEa ist ja der Unterschied, die einen gehen auf die Deckung, die anderen in die Lücken. Diese Lücken müssen im schnellen Zusammenspiel aufgerissen werden und das klappt halt bei D leider nicht.
Würde eher sagen die Dänen spielen es in Perfektion, die "Aufpraller" in Eindreher zu retten und damit eben im schlimmsten Fall für sie Freiwurf zu bekommen.
Wurde nicht kürzlich erwartet, Parrondo würde die Tage seinen Vertrag verlängern? ![]()
Vielleicht kommt es auch ganz anders und Talant kommt mit seinem Sohn. Oder sein Sohn kommt und 2027 dann er nach.
Und der andere Sohn spielt um die Ecke.
...heißt das ja in etwa, dass wir vor allem deswegen gegen Dänemark verlieren, weil sich die Dänen besser als wir auf Schiedsrichter einstellen, für die warum auch immer das Regelwerk nur eine grobe Orientierung für ihr (manchmal mehr als seltsames) Treiben darstellt. Wenn jetzt der Lösungsansatz lautet, "von den Dänen lernen heißt siegen lernen" frage ich mich schon, ob hier der Kern des Problems wirklich erkannt wurde. Und den aus einer solchen Strategie resultierenden Handball der Zukunft mag' ich mir gar nicht vorstellen.
Aber das ist doch die gleiche Diskussion die wir gestern schon in grün (Aussen) hatten.
Dänemark (u.a.) verstehen es halt perfekt 1:1 auf die Deckung zu gehen und Freiwurf oder gar 7m zu ziehen. Deutschland geht auf die Deckung und bekommt 8/10x Stürmerfoul gepfiffen.
Was ist nun die Lösung? Weiter gerade auf die Deckung zu gehen bei 20% Erfolgsquote (weil das ja so im Regelwerk steht), zum eigenen Nachteil weiter zu stehen und (u.a.) dadurch Spiele zu verlieren. Oder man eignet es sich wie Dänen an und spielt allgemein erfolgreicher?
Oder möchtest du, dass Deutschland (wieder mal) den Finger hebt "die anderen spielen unfair, ändert/verschärft die Regeln so dass alle wieder so spielen wie wir!" ?
Der Handball hat sich doch in den letzten Jahrzehnten extrem verändert - ich würde das auch (gewollt) weiterentwickelt nennen. Ich habe zwar in den 90er und 00er selbst höherklassig gespielt, fand das damals auch ganz fortschrittlich. Aber was heute gespielt wird, ist doch eine ganz ganz andere Hausnummer! ![]()
Nicht nur international oder in Liga 1 und 2. Fand ich das damals besser/attraktiver/fairer? Aus heutiger Sicht auf gar keinen Fall! Wenn ich mir heute Spiele aus den 70/80ern anschaue muss ich jedes Mal aufs neue feststellen: puh was für ein langweiliger Sport Handball doch mal war.
Warum AG ihn nicht früher gebracht hat, nachdem Uscons offenbar platt war? Who knows.
Oder warum nicht einfach mal Schluroff auf Halbrechts gebracht wird? Wurde der jemals im Turnier dort eingesetzt? Wurde doch im Vorlauf des Turniers immer herausgestellt dass er auch mal auf Halbrechts agieren kann. Bisher ist das nicht passiert. Warum? Einfach mal um was anderes zu machen.
Das ist so wie: ich mag kein 7:6, also spielt meine Mannschaft das auch niemals.
Deutschland spielt in meinen Augen auch deswegen unter seinen Möglichkeiten, weil sie in den Varianten viel zu limitiert auftreten und dadurch für den Gegner sehr ausrechenbar sind. Es hätte gegen Dänemark auch nicht viel genutzt, aber insbesondere Gegner die individuell eigentlich hinter uns liegen, machen uns dadurch das Leben äußerst (und unnötig) schwer.
Auch Lasse Svan definiert Juri als Element im deutschen Spiel, was eher den Spielfluss hemmt durch seine Spielweise. Wenn er nicht auf der Platte stand, lief es flüssiger.
Für mich spielt er gerade in diesem Turnier seinen mannschaftsundienlichsten Handball ever. Wenn seine ganzen Einzelaktionen, in z.T. entscheidenden Spielphasen, wenigstens von Erfolg gekrönt wären...
Bin wirklich sehr gespannt, wie es mit ihm im DHB Dress weiter geht. Wenn er nicht gegen Frankreich eins seiner besten Spiele macht, würde ich es durchaus mal begrüßen, wenn er beim nächsten Turnier einfach mal nicht nominiert würde.
Ein Wolff der in den Medien nicht immer diplomatisch präsent ist, dann aber auch (mehr als) liefert ist halt was anderes, als jemand der...
Auch diese ständige Texten mit den SR wenn er mal wieder den Ball vertendelt hat und keinen Freiwurf bekommt. Hat er sich das eigentlich von Gidsel abgeschaut, oder Gidsel von ihm? ![]()
Ah, also wollen wir mal wieder damit "die Welt" retten uns zurückzunehmen und die anderen einfach weiter machen lassen?
Ansonsten sehe ich bei dieser EM aber keine Mannschaft, die dieses Alleinstellungsmerkmal des Handballs jetzt bewusst aufs Spiel setzt.
...ABER das Problem ist, wie mit allen Regeln, dass sie so gedreht werden oder eine Grauzone gesucht wird, um daraus einen Vorteil zu ziehen,
Jeder redet davon, aber zum eigenen Vorteil ausnutzen tun es gefühlt nur die anderen.
Das ist nach meiner Überzeugung nicht die Philosophie, die den Handballsport in seiner Außenwirkung weiter bringt.
Welche Aussenwirkung? Was können wir uns davon kaufen? Ist der Fairplay-Sieger automatisch fürs HF qualifiziert?
Zu der letzten Zeit der "Drecksäcke" wurden wir wenigstens Europa- und Weltmeister und haben jahrelang auf einem konstant hohen Niveau gespielt.
Wie heisst dann die berühmte Ölquelle, auf die der Vfl gestoßen ist?
leistungsgerechte Bezahlung, sprich Abgang. ![]()
Naja, kommt auch immer darauf an, für was Schiedsrichter 7m und 2 Minuten geben 😉
Aber auch das zu "lesen" gehört zu einer guten Mannschaft. Wir mögen talentiert und bis zu einem gewissen Punkt weltklasse sein (U). Eben so lange ein sauberes, faires und technisch gutes Spiel gefordert wird. Aber im Herrenbereich zählt eben auch wie man den Gegner nicht nur mit vollkommen sauberen Mitteln auseinanderspielt.
In der Bundesliga regen wir uns über Gidsel oder Kristjansson auf, über so manchen harten und nicht immer sauberen Abwehrspieler, über Aktionen von Duvnjak usw. Ein deutscher Spieler wird da kaum genannt. Wenn man über Golla spricht, dann nur wie überaus fair dieser spielt, nicht wie überaus grenzwertig er als Gegenspieler agiert.