Beiträge von Karl

    pko: Nuja, das sind im Frauenhandball ja nun auch nicht Schicksalsfragen....

    Gravierender wäre gewesen, wenn man beim CL-Finalisten die Existenzgrundlage entzogen hätte, weil die Lage dort halt unklar/unsicher war....(und wer weiß, wie oft die Lizensierungskommission schon 'flexibel' gehandelt hat - wenn es gut geht, erfährt es halt niemand in der Öffentlichkeit)

    Tja, es deutet sich immer mehr an, dass man mit den Verletzten eine vollends konkurrenzfähige Bundesligamannschaft gehabt hätte.

    Auch wirklich eine prima Neuverpflichtungspolitik der Dankerser sportlichen Leitung....(und auch erstaunlich, dass die neuen Spieler ja auch alle für Liga 2 gekommen wären - spricht für das Image des Vereins in der 'Handballszene').

    Was jetzt nach dem Kronau-Spiel wichtig ist, dass man nicht in Selbstzufriedenheit verfällt (a la: 'wir sehen hier in der HBL ja trotz der Widrigkeiten ganz gut aus').....nein, Niederlagen sind kein Erfolg (wenngleich sie ermutigend wirken können)

    Die Lizensierungskommission ist keine staatliche Institution - sondern ein Instrument der Selbstorganisation der HBF....

    Sie handelt im Interesse der HBF und ihrer Mitgliedsvereine..... (Law und Order-Mentalität und Prinzipien- und Paragraphenreiterei ist da oftmals kontraproduktiv; Flexibilität und Abwägungen oftmals viel angemessener im Sinne des Handballs)

    Natürlich stellt sie sich in Außendarstellungen etwas anders dar - aber da braucht man ja nicht drauf reinzufallen ;)

    Was wäre denn gewonnen worden, wenn man Ludwigsburg die Lizenz entzogen hätte?

    Dann wäre der jetzige Zustand halt ein paar Wochen eher dagewesen - Geschädigte gibt es auch kaum durch das gewählte Vorgehen, weil es halt auch keine Vereine gibt, die aussichtsreich und mit aller Macht in die HBF drängen. So hat man halt auf das Prinzip Hoffnung gesetzt - für mich voll nachvollziehbar.

    Man sollte die Lizensierungskommission auch nicht primär als Kontroll- und Sanktionsinstanz sehen, sondern als HILFESTELLUNG für Vereine. So müssen überhaupt Planungen gemacht werden, die der Kommission vorgelegt werden müssen - die Vereine können so auch eigene Probleme erkennen und bearbeiten.

    Kommissionsmitglieder und Stellungnahmen können auch sehr hilfreich für die Vereine sein - wenn die etwa gegenüber Gönnern argumentieren können: 'Die HBF verlangt von uns..."

    Immerhin, es wird versucht Aufmerksamkeit zu erregen....vll. entwickelt sich daraus was.

    Skopje fehlt schon sehr im internationalen Handball, Buducnost (als iwie schon 'halbserbischer' Verein) strampelt....

    Der internationale Frauenhandball braucht 'Projekte' und Belgrad könnte schon ein guter Standort sein (wenn man da halbwegs im Handball erfolgreich ist, ist man sofort der gesamten Sportöffentlichkeit bekannt - etwas, was in deutschen Frauenhandball kein Verein schaffen kann)

    Das ist sehr schade, alle 3 verletzten Spieler (Weck noch mal insbesondere nach seiner überragenden Zweitligasaison) sollten eine Schlüsselrolle einnehmen.

    Angaben des Vereins sind recht spärlich, bei Weck und Hempel sind Operationen notwendig - Aaron Zierckes Statement deutet nicht darauf hin, das diese sicher kalkulierbar sind (erwarteter Ausfall 2 Monate bis unbestimmt)

    So kann die Mannschaft leider nicht beweisen, dass sie von allen hier grob unterschätzt wird.

    Nuja, die Halle in zentralster Lage Dortmund rechtfertigt sich natürlich auch dadurch, dass sie auch als Schulsporthalle für ein Berufskolleg verwendet wird. ( das erfordert freilich nur ein 40x 20 Feld und Geräte- und Umkleideräume, kriegt man auch 'etwas' billiger).

    Mit Männerhandball verdient man übrigens auch kein Geld, vor allem nicht, wenn man eine Halle refinanzieren muss.

    In Dortmund gab es übrigens noch die Sonderkonstellation, dass Hallenneubauten lange dadurch verhindert wurden, das man keinerlei Konkurrenzsituation zur Westfalenhalle schaffen wollte (die ist in der Stadt so eine Art Heiligtum - und die städtische Betreibergesellschaft eng verwoben mit der seit jeher herrschenden kommunalpolitischen Partei)

    Fridulin schreibt:

    Zitat

    Kein Verein (mit Ausnahme des BvB) könnte sich eine neue eigene Halle leisten.

    An den Kosten für die 80 Mio€ Halle ist der BVB mit keinem € beteiligt, obwohl es ohne Frauenhandball die Halle sicherlich nicht gegeben hätte - das sind staatliche Gelder.....

    Das ist mir durchaus bewusst. Ich bleibe bei meiner Aussage. Der Mann ist 89 Jahre alt und nicht mehr geschäftsfähig. Das passiert nicht von einen Tag auf den anderen und muss den Verantwortlichem um Sebastian Götz bekannt gewesen sein. Falls nicht, dann haben sie nicht gut gearbeitet.

    Aha, sehr interessant. Wann genau ist denn Bezner sen. die Geschäftsfähigkeit aberkannt worden?

    Das Aberkennen der Geschäftsfähigkeit von Eberhard Bezner könnte natürlich der Schlüsselmoment der ganzen Krise gewesen sein (und nee, in den Vorgang der 'Entmündigung' wird die Vereinsführung kaum eingebunden gewesen sein, sondern würde vor vollendete Tatsachen gestellt worden sein)

    Wenn man eine Sponsoringanfrage aus dem Frauenhandballbereich bekommt, und sich in der Sportart nicht so richtig auskennt, dann wird man sich zunächst über die Sportart informieren - und da kommt sehr schnell dann der Dortmundkomplex raus......nicht grad beste Werbung für ein Engagement in der Sportart.

    SCM-Rambo: Kein Verein/Spielbetriebsgesellschaft ist verpflichtet, eine drohende Zahlungsunfähigkeit zu kommunizieren - 'Insolvenzverschleppung' (das meintest du wohl mit dem angeblich zusammenfassenden Wort) ist etwas ganz anderes.

    Benson: Nuja, wer öffentlichen Verlautbarungen sklavisch glaubt, der lebt fürwahr selbst in einer Märchenwelt. Alleine schon, dass beim BVB die ganze Geschichte ohne weitere personelle Konsequenzen blieb, sagt doch schon einiges......aus taktischen Gründen hat Bietigheim ja auch die Insolvenzgefahr verschwiegen, die kam doch sehr unvermittelt - jedenfalls für jemanden, der öffentlichen Verlautbarungen andächtig und gläubig lauscht.

    Die ganze Dortmundgeschichte ist natürlich auch keine Werbung für potentielle Sponsorenneueinsteiger bei Bietigheim - die können ja nicht so genau wissen, auf welches Milieu sie sich da im Frauenhandball auf Spielerinnen-, Trainer- und Funktionärsseite einlassen, der Medienwirbel macht natürlich eher skeptisch und vorsichtig.

    Bau ist beschlossen worden:

    SessionNet | Sporthalle Unionviertel Baubeschluss

    vgl. auch hier:

    CDU-Forderung erfüllt sich: Baubeschluss für bundesligataugliche Ballsportarena.
    Wir fördern den Leistungssport in unserer Stadt.
    www.cdu-fraktion-dortmund.de

    Das ist schon eine Ausgabe von 80 Mio€, die es ohne den Frauenhandball vermutlich nicht so gegeben hätte (zumindest war die Hallensituation des BVB Handballs ein gewichtiges Argument). Daraus erwächst für den BVB natürlich auch eine Quasi-Verpflichtung, in der Halle ein attraktives Frauenhandballangebot anzubieten.

    Frauenfußball ist Fußball, zudem draußen und auf dem Rasen, das ist kein Problem für die Frauenhandballmannschaft.

    Nicht vergessen darf man, dass Dortmund eine traditionelle Handballstadt ist (und sich zudem traditionell als Sportstadt versteht, da wird es als Manko angesehen, dass eigentlich der BVB-Fußball in der Öffentlichkeit eine Monostruktur bildet) , ein Angebot dann mit einer Halle im Herzen der Stadt hat sicherlich Riesenchancen.

    Das Hauptproblem sehe ich in der zunehmenden Unattraktivität der Internationalen Frauenhandballszene (Bietigheims CL-Finaleinzug blieb zudem weitgehend unbemerkt), nationale Seriensiege sind nicht grad sehr attraktiv, wie Dortmund in einer völlig ungeeigneten Halle schon feststellen konnte, ist auch die Attraktivität der CL (zunehmend) begrenzt.

    Die internationale Frauenhandballszene ist halt nur was für für absolute 'Experten' in Deutschland, dort eine führende Rolle einzunehmen ist zudem zunehmend 'einfach'. Das die internationale Frauenhandballszene nicht gerade floriert, ist ungünstig für Dortmund - auch das zunehmende Fehlen von Stars in der internationalen Szene (auch wenn die in Deutschland natürlich nahezu unbekannt sind).

    Ausschlaggebend wird sein, Begeisterung und Emotionen herzustellen - Grundvoraussetzung dafür ist natürlich ein gutes sportliches Niveau in geeigneten Hallen (glaube nix hat den deutschen Frauenhandball mehr geschadet, als das peinliche Auftreten der deutschen Nationalmannschaft in vielen Schlüsselspielen, wenn auch mal Zuschauer außerhalb des 'engsten Interessentenkreises' vor dem TV saßen)

    Bei der jetzigen Hallensituation in Dortmund könnten kurzfristige Erfolge sogar kontraproduktiv sein (in der Leichtathletikhalle wird z.B. die CL 'verbrannt'), interessant wird es dann in der neuen Halle, in die man am besten als aufstrebende Mannschaft reingeht (nicht als etabliertes Spitzenteam).

    Nee, die neue Halle in Dortmund ist quasi Garant dafür, dass es dort aufwärts (oder zumindest immer weiter) gehen wird. Suchfunktion benutzen, wird hier seit Jahren diskutiert.

    Die Entwicklung in Dortmund wird natürlich empfindlichst durch das Riesentheater gestört worden sein, da wird sich mancher in der Gesamtführungsetage gefragt haben, ob man sich wirklich auf den Frauenhandball voll einlassen sollte....(und es spricht ja einiges dafür, dass der BVB sich zu Unrecht dem Riesenmedienwirbel ausgesetzt fühlte und den Trainer letztlich dem Mediendruck opferte)

    @Capitano: ohne Mäzenatentum geht im deutschen (und internationalen) Handball aber wirklich nur wenig (auch die ganzen staatlichen und halbstaatlichen Unternehmen kann man getrost ja unter 'Mäzene' verbuchen) . Okay, ist ein bissel Definitionssache - schon klar, wie du das meinst...

    Nicht zuletzt hat ja auch Olymp einen erheblichen Umsatzrückgang, das wird wahrscheinlich auch der Schlüssel zur Erklärung der jetzigen Probleme des Vereins sein.

    Olymp-Chef Mark Bezner: „2024 schwierigste Jahr als Unternehmer“
    Europas führender Hemdenhersteller muss einen starken Umsatzrückgang hinnehmen: Während die Kosten steigen, halten sich die Kunden beim Kauf von Bekleidung…
    www.faz.net

    Tja, die geplante breitere Finanzierungsbasis muss als gescheitert angesehen werden, in guten Zeiten wäre vermutlich die Familie Bezner in die Bresche gesprungen, nachvollziehbarerweise macht sie das jetzt offensichtlich nicht.

    Für die Saisonplanung ist das immer so ein Dilemma, Bietigheim hat sich offensichtlich entschlossen, weiter europäischen Spitzenhandball anzubieten und so gehofft, zusätzliche Förderer anzulocken - für einen 'abrüstenden', nunmehr 'normalen' Bundesligisten wäre das vermutlich noch schwieriger gewesen (zumal ja auch noch die Altverträge bedient werden müssen)

    So ein richtiger 'Leuchtturm' für den internationalen Frauenhandball ist m.E. Bietigheim trotz CL-Finaleinzug nicht, dazu ist die nationale Bedeutung des Frauenhandballs in Deutschland einfach zu gering (Spitzenvereine haben eine allenfalls rein regionale Bedeutung), nicht zu unterschätzen ist aber die Bedeutung für den internationalen Frauenhandball insgesamt, wo man schon von einer krisenhaften Entwicklung sprechen muss (ganz abgesehen von dem Verlust von charismatischen Persönlichkeiten, die ihre Karriere beendeten und eine große Lücke hinterlassen -in Deutschland sicherlich weniger, da sie dort fast niemand kennt)

    So, Begründung des Kreises ist da, die haben Glück, dass die hinter der mt-paywall ist....

    Kampa-Halle eröffnet noch später: GWD irritiert, dass Kreis seit Wochen von der Verzögerung wusste | Minden: Aktuelle News & Nachrichten
    Minden. Der Kreis Minden-Lübbecke hat sich am Donnerstag zu den weiteren Verzögerungen bei der Sanierung der Kampa-Halle geäußert und viel Kritik geerntet...
    www.mt.de

    Nur ein Punkt:

    Zitat

     Der zuständige Amtsleiter beim Kreis, Christian Sander, betonte beim Rundgang, dass die Kommunikation des Kreises in den vergangenen Monaten stets gut gewesen sei, man habe neue Information zum Baufortschritt umgehend an die Nutzer der Kampa-Halle weitergegeben....

    Problem scheint demnach allerdings zu sein, dass die Kreisverwaltung selbst offensichtlich keine nähere Kenntnis vom Baufortschritt hatte... wenn man selbst als Bauherr keine detaillierten Infos zum Baufortschritt/Problematiken hat (bzw. nicht in der Lage ist, diese einzuschätzen), kann man diese auch nicht weitergeben (die Reaktion von GWD-GF Torbrügge auf die Darstellung der Kreisverwaltung ist übrigens für Mindener Verhältnisse vehement)

    In den letzten 10 Jahren ist übrigens der Personalbestand der Kreisverwaltung um 60% auf 1600 Stellen gestiegen...

    Ps. Die erst im März 2025 eingeweihte Grundschulsporthalle in Dankersen (wichtig für den Breitensport von GWD) ist seit Ende Mai nicht benutzbar, Regenwasser hat das Gebäude geflutet.....okay, ist die Stadt Minden für zuständig