Beiträge von Arcosh

    Der Rasen, auf einer Betonplatte verlegt, wurde auch von anderen Mannschaften, die davor schon in diesem Stadion gespielt haben, kritisiert. Der Ball hat wohl ein ganz anderes Verhalten. Das kann ich schon als einen Grund für manche technische Fehler akzeptieren. Mangelnden Einsatz erklärt das natürlich nicht

    Die Fehler bei der Ballannahme, ungenauen Pässe und daraus resultierenden Ballverluste im Mittelfeld waren auch gegen die Elfenbeinküste ein großes Problem und ein steter Unsicherheitsherd. Im zweiten Spiel hat die schlechte Chancenverwertung Elfenbeinküste der deutschen Mannschaft den Sieg ermöglicht. Der deutsche Fußball war in der Vergangenheit für das robuste und erfolgreiche Abwehrspiel und herausragende Torhüter bekannt. Beides ist abhanden gekommen und die Offensive ist nicht effektiv genug, um dies zu kompensieren. Es ist nicht alles schlecht, aber für das Erreichen des Viertelfinales wird ein anderes Auftreten notwendig sein.

    Einfach losen und fertig!

    Immer dieses rumgeschiebe etc. Dann sind halt in eiber Gruppe 2 deutsche Vertreter

    Für mich persönlich liegt der Reiz der europäischen Wettbewerbe in den internationalen Gegnern und nicht im vierten, fünften oder sechsten Spiel zwischen Kiel und Flensburg oder zwischen Melsungen und Magdeburg innerhalb einer Saison. Deshalb finde ich wenigstens in der Gruppenphase den Länderschutz sinnvoll.

    Diese Saison gab es in der Qualifikationsrunde der European League zwei nationale Duelle, d.h. für zwei Vereine bestand die Europapokalsaison nur aus zwei Spielen gegen einen Ligakonkurrenten. Bei den schwedischen Vertretern Malmö und Sävehof führte das Lospech sogar zu dem Irrsinn, dass beide Mannschaften in der European League, dem schwedischen Pokal und der schwedischen Liga innerhalb von viereinhalb Wochen fünfmal gegeneinander spielten. (Davon sogar vier Spiele innerhalb von 12 Tagen.)

    Da ist wohl auch ein Schutzmechanismus eingebaut. Sozusagen ein doppelter Länderschutz. In der ersten Phase alle in verschiedenen Gruppen, in der zweiten Phase maximal 2 von 3 in einer Gruppe. Siehe hier:

    https://www.handball-world.news/artikel/fuechs…-league-1231209

    Der Handball-World-Artikel ist eine Übersetzung der EHF-Veröffentlichung, aber ich lese darin nichts, was eine Hauptrundengruppe mit Magdeburg, Berlin, Barcelona & Aalborg ausschließen würde.

    ALF

    Ja, es gibt eine Einschränkung:

    Zitat

    For the men's draw, the following additional procedures apply: If a nation is represented with two teams, they can't be drawn into the same half of the competition, meaning that one of the teams will be drawn to group A, B or C, while the other will be drawn to group D, E or F.

    With three teams representing Denmark, France and Germany in the men’s competition, no more than two nations can have two teams in the same half of the competition. In other words, if two German and two French teams are drawn into groups A, B or C, then only one Danish team can be drawn into the respective groups. These nations will be distributed either 2-1 or 1-2 in the respective halves of the competition.

    Es gibt also einen gewissen Länderschutz für die Gruppenphase und auch die Hauptrunde - aber ich erkennen nicht den zuvor angesprochenen Mechanismus, um die beiden Hauptrundengruppen hinsichtlich der Spielstärke anzugleichen. Nach meinem Verständnis könnten Magdeburg, Barcelona und Aalborg in die Gruppen A. B und C gelost werden und die Füchse Berlin aus Lostopf 2 in die Barcelona- oder die Aalborg-Gruppe, sodass alle vier potentiell in derselben Hauptrundengruppe landen würden.

    Die Lostöpfe für die morgige Gruppenauslosung:

    Pot 1

    Aalborg Håndbold (DEN)
    Barça (ESP)
    HBC Nantes (FRA)
    SC Magdeburg (GER)
    One Veszprém HC (HUN)
    Sporting Clube de Portugal (POR)

    Pot 2

    Montpellier Handball (FRA)
    Paris Saint-Germain (FRA)
    Füchse Berlin (GER)
    MT Melsungen (GER)
    OTP Bank – PICK Szeged (HUN)
    Industria Kielce (POL)

    Pot 3

    HC Zagreb (CRO)
    GOG (DEN)
    Kolstad Handball (NOR)
    Orlen Wisla Plock (POL)
    FC Porto (POR)
    CS Dinamo Bucuresti (ROU)

    Pot 4

    SAH Aarhus (DEN)
    HC Vardar 1961 (MKD)
    RK Celje Pivovarna Lasko (SLO)
    RK Partizan AdmiralBet (SVK)
    HC Kriens-Luzern (SUI)
    IFK Kristianstad (SWE)


    Porto und Plock sind die beiden zu vermeidenden Lose aus Topf 3, die ein Weiterkommen in die Hauptrunde verhindern könnten.

    Ich freue mich auf B. Lund. Sehr.

    Er hat als Trainer def. mehr Erfahrung, als FJ bei seinem Start. DAS sollte man nicht vergessen. Von daher ist die jetzige Ausgangslage wesentlich besser, als zum Start von FJ, der ja quasi vom Amtsträger noch eingearbeitet wurde. [...]

    Filip Jicha übernahm von Alfred Gislason eine hochkarätig besetzte, intakte und erfolgreiche Mannschaft, mit der er in den Anfangsjahren sportliche Erfolge erzielen konnte. Das brachte ihm in seinem Debüt-Jahr das Prädikat "Trainer des Jahres" ein. Die Ausgangslage hätte für Filip Jicha nicht besser sein können. Gescheitert ist die sportliche Führung (und das ist nicht nur Filip Jicha allein) daran, die Qualität des Kaders aufrecht zu erhalten, abgehende Spieler adäquat zu ersetzen und neue Spieler in das Mannschaftsgefüge zu integrieren. Darüber hinaus offenbarten sich zunehmend Schwächen in der taktischen Ausrichtung der Mannschaft und der positiven Einflussnahme der Bank im laufenden Spiele. Zu häufig hat der THW Kiel in der abgelaufenen Saison Spiele zwischen der 30. und 45. Minute verloren, weil die Gegner in der Halbzeit ihre Spielweise angepasst haben, aber der THW Kiel keine Antwort darauf hatte.

    Die Ausgangslage für Børge Lund ist damit kaum zu vergleichen. Er übernimmt eine Mannschaft im Umbruch, in die mit Julian Köster und Domen Makuc zwei erhoffte Leistungsträger integriert werden müssen und in der Spieler wie Elias Ellefsen á Skipagøtu noch ihre Rolle finden müssen. Das ist eine große, aber auch reizvolle Aufgabe ... aber eine komplett andere als die, der sich Filip Jicha 2019 stellen musste.

    Klar, aber sie müssen erstmal das richtige Bild sehen. Und es war mehrfach so, dass wir es bei DYN schon gesehen haben, bevor die Schiedsrichter überhaupt am Bildschirm waren. Und sie haben es dann nicht gesehen!

    Die Idee, dass DYN ihnen Bilder aussucht und aufbereitet (wie den Zuschauern), wird ja hier schon seit drei Jahren diskutiert.

    Aber sie ändern einfach nichts und stümpern weiter.

    Zur guten Anwendung des Videobeweises in seiner aktuellen Form gehört für mich ...

    • ... dass die Schiedsrichter sich vor dem Spiel damit auseinandersetzen welche Kameraperspektiven in diesem Spiel zum Einsatz kommen werden. (Es gibt im Wesentlichen drei verschiedene Kamerastandards, wobei der Großteil der Spiele bislang mit dem Basis-Layout "2+2 Kameras" produziert wurde.)
    • ... dass den Schiedsrichtern in Schulungen anhand konkreter Beispiele die Medienkompetenz vermittelt wird, zu wissen, welche Kameraperspektiven zur Bewertung welcher Spielsituationen geeignet sind. In der Regel kommen nur zwei (maximal drei Kameraperspektiven) in Betracht.
    • ... dass die Schiedsrichter am Monitor anfangs alle zur Verfügung stehenden Kameraperspektiven als Tafeln präsentiert bekommen und daraus selbstständig auswählen können. Den Hinweis von Funkrufhinsichtlich der Bedienung der Technik finde ich wichtig. Es macht meiner Meinung nach psychologisch einen Unterschied, ob die Schiedsrichter eigenständig vor- und zurückspulen und das Bild im richtigen Moment pausieren und Kameraperspektiven wechseln können oder ob sie immer wieder den Operator "bitten müssen" ihnen die Szene noch einmal zu zeigen.

    Ich mache mir weniger Sorgen über die faire Arbeit des Operators, sondern sehe bei den meisten Fehlern in der Anwendung des HBL-Videobeweises ursächlich die unzureichenden Fähigkeiten der Schiedsrichter zur richtigen Nutzung dieses eigentlich guten Instrumentes.


    Aber das sind alles Themen, die die HBL bereits vor drei Jahren zur Einführung hätte bewerten und vor allem in der Praxis intensiv testen zu müssen. Der Handball hat im Vergleich zu vielen anderen Sportarten erst spät den Videobeweis eingeführt und hätte daher von anderen Sportarten und deren realen Erfahrungen lernen können. Aber statt bewährte Systeme zu adaptieren, wurde lieber eine eigene Lösung gewählt.

    Naja - Wind können wir im Süden auch - die höchste jemals gemessene Windgeschwindigkeit war jedenfalls in Bayern.

    Die Zugspitze steht auch ziemlich exponiert in der Landschaft, aber die wenigsten trinken dort oben ihr erfrischendes Feierabendgetränk.

    Ghana jat ja mal richtig Beton angerührt.

    Aufgrund des Auftaktsieges wäre für Ghana ein Punktgewinn ein großer Schritt in Richtung K.O.-Runde und daher ist die Taktik nachvollziehbar.


    England kann sich definitiv nicht über den Schiedsrichter beschweren. Der Großteil der knappen Entscheidungen wird zu Gunsten der Three Lions entschieden.

    https://www.handball-world.news/artikel/grosse…-europa-1210962

    Da bin ich aber gespannt. Die Namen beeindrucken mich nicht außer dem Trainer vielleicht.

    Die Teilnahme an der Champions-League wird den Verein auf jeden Fall bekannter und für Spieler attraktiver machen. Auch wenn die Gruppen noch nicht feststehen, kann ich mir nicht vorstellen, dass die Serben die Hauptrunde erreichen können. Ein Erfolg wäre aber bereits ein dritter Platz in der Gruppenphase, um Punkte und Argumente für ein erneutes Champions-League-Upgrade in den folgenden Jahren zu liefern und so Schritt für Schritt die Mannschaft aufzubauen.

    Mirsolav Klose hat vier Weltmeisterschaften bestritten und dabei mit Deutschland immer mindestens das Halbfinale erreicht, so dass er in seiner Karriere auf 24 WM-Spiele gekommen ist. Lionel Messi hat aufgrund von Verletzungen und teils frühem Ausscheiden der argentinischen Nationalmannschaft etwas länger gebraucht und erst bei seiner sechsten WM-Teilnahme und insgesamt 28 WM-Einsätzen den Torrekord geknackt.

    Kylian Mbappé ist als Torschütze noch einmal auf einem anderen Level. Es ist erst seine dritte Weltmeisterschaft und war erst sein 17. WM-Spiel. Erling Haaland hätte sicherlich auch das Potential weit vorne in der Torschützenliste zu stehen, wird aber als Norweger wahrscheinlich schlicht nicht auf ausreichend WM-Spiele kommen und dasselbe gilt in abgeschwächter Form auch für Harry Kane und England.

    Was ist eigentlich mit Sprenger?

    Die Frage hatte ich mir vor ein paar Tagen auch schon gestellt. Seit 2017 ist er Co-Trainer in Kiel und sein Vertrag wurde im Frühjahr bis 2028 verlängert. Was sind seine Ambitionen? Will er einfach nur der ewige Co-Trainer sein? Dass ein Spieler nach seinem Karriereende zwei, drei Jahre lang als Co-Trainer Erfahrung sammelt, ist nicht ungewöhnlich. Aber er ist nie aus dem Schatten hervorgetreten und selbst jetzt fällt sein Name in den Diskussionen über mögliche Nachfolger überhaupt nicht.

    Laut KN und rhb soll es wohl Borge Lund werden…

    Ist das nun die erhoffe, große Lösung??

    Børge Lund hat Stallgeruch. Er kennt die HBL, er kennt den THW Kiel und ich denke, dass eine nordeuropäische Lösung besser zum Wesen des THW Kiel als Verein passt, als z.B. Talant Dujshebaev.

    Ob es die "große Lösung" ist, kann im Vorfeld niemand beantworten. Es kann eine Erfolgsgeschichte werden wie bei Gudjon Valur Sigurdsson und dem VfL Gummersbach oder ein Fehlgriff wie Momir Ilic bei der HSG Wetzlar. Aber Borge Lund kann immerhin schon einige (erfolgreiche) Jahre als Vereinstrainer bei Elverum Håndball vorweisen.

    In order to achieve a balanced situation in both Main Round groups, teams will be distributed in a two – one system to the Groups A-C and D-F.

    2:1 also balanced ok besser als 3:0:D

    "two – one system" bedeutet, dass die Setzliste für die Gruppenphase gleichzeitig die Zusammensetzung der Hauptrundengruppen vorgibt, in dem die Setzliste Vorgaben darüber macht, welche Mannschaften in die Gruppen A bis C gelost werden und welche Vereine in die Gruppen D bis F.