Beiträge von Arcosh

    Da hat die MT Melsungen aber großes Glück gehabt, dass sie durch die substanzlosen Gerüchte (u.a. hier in der Handballecke) auf die Idee gekommen ist, zwei Wochen später mit Daniel Dujshebaev die ersten "konkreten Gespräche" zu führen.

    Aber ich merke schon, ihr habt eigentlich kein Bock auf diese Regelung (was euer gutes Recht ist) dann kann man auch schreiben die Regelung mit dem Korridor ist Scheisse und nicht 2 min fordern nur weil jemand die bestehenden Regeln für sich nutzen möchte..

    Du hast doch selber auf den hier geposteten Link zur Erklärung des Schweizer Handball-Verbandes verwiesen. Hast Du diesen auch gelesen? Unter der Annahme, dass diese Regelauslegung internationaler Standard ist und so auch in der HBL geschult wird, steht dort eindeutig:

    Zitat

    Der Abwehrspieler läuft innerhalb des Korridors zurück. Er befindet sich in der gelben Zone. Er wird bestraft, wenn er sich aktiv (absichtlich) so verhält, dass es zu einem Ballkontakt kommt.

    Quelle: handball.ch

    Du schreibst "Er steht nicht nur auf", aber dann erkläre doch bitte konkret, welches aktive und absichtliche Verhalten Mijajlo Marsenić zeigt, dass dem Blocken des Wurfes zur Anwurfzone dient. Gerne auch mit Bild-Beleg o.ä.

    Aber Leipzig hat auch noch machbare Heimspiele, aber wenn man schon nichts gegen den BHC und Eisenach hinbekommt ?

    Genau das war Franz Semper nach dem Spiel anzumerken. Die Serie der verspielten Führungen und verpassten Siege ist in den Köpfen der Spieler. Statt dem Glauben an ein Erfolgserlebnis herrscht die Angst vor der nächsten Niederlage vor und wenn dies bereits erfahrene Leistungsträger wie Franz Semper erreicht hat, dann hat die Mannschaft ein großes Problem.

    Sie haben noch ausreichend Chancen zu punkten, aber es braucht jetzt ganz schnell Erfolgserlebnisse.

    Mit dem 3:0-Lauf zum 29:26 war das Momentum komplett auf Leipziger Seite. Aber dann schenken sie es in wenigen Minuten wieder komplett her, bleiben in den letzten dreieinhalb Minuten ohne Torerfolg (und wenn man ehrlich ist auch ohne zwingende Torchance) und stehen nach Schlusspfiff mit nur einem Punkt da. Das ist zu Hause gegen Eisenach zu wenig im Abstiegskampf.

    Für Eisenach am Ende sogar ein Punktverlust angesichts des Wurfs an die Latte bei leerem Tor und dem fehlenden Mut im letzten Angriff. Andererseits bringt dieser Punktgewinn sie ihrem Saisonziel Klassenerhalt einen großen Schritt näher.

    Ich bleib dabei: Alleine die letzte Szene ist schon ein NoGo.

    Das kann man auf dem Niveau so nicht machen.

    Ja, der Schiedsrichter hätte Abwurf anzeigen sollen.

    Aber ein "NoGo" ist das in meinen Augen nicht gewesen. In der HBL werden klare Abwurf-Situation längst nicht immer per Handzeichen angezeigt und aufgrund der Reaktion von Andreas Wolff konnte der Schiedsrichter durchaus davon ausgehen, dass dieser die korrekte Spielfortsetzung kannte. Es waren nur noch sieben Sekunden zu spielen und Kiel ist nicht nur an der Frage Abwurf oder Einwurf gescheitert, sondern auch die Einwurf-Ausführung war irregulär. Der Schiedsrichter hat von allen Beteiligten in dieser Situation den geringsten Fehler gemacht.

    Vielleicht noch ein Kommentar zum Abwurf von Hernandez. Das ist ein feststehender Spielzug wenn der gegnerische Torwart draußen ist. Sauger stand schon im Mittelkreis als Zwischenstation und Verwerter. Hernandez wollte den Ball sicher zu Sauger bekommen. Wer weiß ob er Milo überhaupt bewusst wahrgenommen hat. Das Zuspiel hat er auch schon ohne Blickkontakt gemacht (aus der Drehung, nach dem Ball aus dem Netz holen). Ihm da Absicht und unsportliches Verhalten zu unterstellen halte ich für Quatsch.

    (Es kann ja auch keiner damit rechnen, daß ein Handballspieler so langsam hochkommt ;)).

    Ich sehe das bewusste Werfen in den Rücken des Gegenspielers als bewusstes taktisches Mittel um eine Überzahl-Situation zu erreichen. Kann man versuchen, aber irgendwann gerät er an die richtigen Schiedsrichter, die das nicht durchgehen lassen. In der Zeitlupe ist zu sehen, dass er Mijajlo Marsenic wahrgenommen hat, denn er hatte schon Richtung Mittelkreis geschaut bevor er Nachfassen musste, um den Ball aus dem Tornetz zu bekommen. Die Flugbahn seines Wurfes war gestern genauso wenig geeignet eine schnelle Mitte einzuleiten wie im Dezember in Gummersbach.

    Gibt es Informationen bzgl. des Einspruchs der Rhein-Neckar Löwen und wann gegebenenfalls die 2. Kammer des DHB-Bundessportgerichtes in dieser Sache tagen wird? Auch wenn es sehr wahrscheinlich ist, dass der Punktabzug für die Rhein-Neckar Löwen bestehen bleiben wird, wäre es für die Tabellensituation in der HBL wichtig, zeitnah eine endgültige Entscheidung und eine bereinigte Tabelle zu haben.

    Bevor HØJ Elite kommende Saison mit Neuzugängen wie Lasse Andersson oder Jannik Green zum Angriff auf die dänische Meisterschaft blasen kann, muss die aktuelle Truppe des Aufsteigers um Hans Lindberg, Michael Damgaard, Hampus Wanne und Till Klimpke erst einmal den Klassenerhalt schaffen. Nach der regulären Saison müssen sie als Tabellenvorletzter mit nur acht Siegen aus 26 Spielen und nur drei Punkten aus den letzten zehn Spielen mit null Punkten in die Abstiegsrunde gehen.

    Jetzt haben sie vier Spiele, um die Relegation gegen einen Zweitligisten (KIF Kolding oder Aarhus Handbold) noch zu verhindern.

    Achter Sieg in Folge! :klatschen:

    Bei eigener 12:4-Führung nach knapp 20 Minuten ist es sicherlich nicht einfach die Anspannung für die restlichen 40 Minuten hochzuhalten und daher habe ich vollstes Verständnis dafür, dass es im weiteren Spielverlauf ein paar Durchhänger gab. Aber die VfL-Mannschaft hatte das Spiel soweit unter Kontrolle, dass die Gäste aus Hannover nie auf weniger als drei Tore Rückstand herankommen konnten.

    Gefreut habe ich mich, dass Bertram Obling Spielzeit bekommen hat und dies mit einer guten Leistung bestätigen konnte.

    Es war ein tolles Handballspiel, dass in der ARD hoffentlich einem großen Publikum alles Facetten dieser tollen Sportart präsentiert hat. Herausragende Spieler, tolle Tore, fantastische Paraden von beiden Torhütern und eine lautstarke Atmosphäre ... besser kann der Vereinshandballsport sich nicht präsentieren.


    Auf Berliner Seite will Lasse Andersson ein Entscheidungsspieler sein, aber seine Quote ist oft nur mittelmäßig und in der Schlussphase hat er heute zu oft falsche Wurfentscheidungen getroffen. Ein wenig die tragische Figur des Spiels.