Beiträge von hlp

    Aber wie erklärt sich dann hier die überwiegende Meinung, dass Grgić so langsam im Nationalteam ankommt , auf der anderen Seite wird Knorr hier rausgeredet und er sollte nicht mehr nominiert werden...

    In meinen Augen, trotz aller Fehler, hat Knorr mehr geleistet bei diesem Turnier als Grgić.

    Man sollte Knorr auch solche Spiele zugestehen. Er hat uns in der Vergangenheit oft genug den Arsch gerettet. Solche Leistungen muss Grgić erstmal anfangen! zu zeigen...

    Zusammenfassend kann man sagen, über Grgić kann man positiv reden, wenn er uns mal 2-3 Turniere "getragen" hat und nicht wegen den Leistungen in diesem Turnier. Denn die waren mit kurzen Ausnahmen stark ausbaufähig.

    Wir reden hier schließlich vom Torschützenkönig und neben Pytlick wichtigsten Mann in Flensburg

    Siehst du Knorr über das ganze Turnier echt signifikant besser als Grgic und woher kommt eigentlich die Legende, dass Knorr uns schon durch ganze Turniere getragen hat? Für mich ist Knorr ein einziges Auf und Ab und das einzig Zuverlässige ist, dass man nie weiß, was man geboten bekommt. Wenn er der Maßstab für alle Anderen ist, heißt das Wundertüte auf ewig.

    Freundschaft!

    Ist auch völliger Käse. Kretzschmar war ein absolut kompletter Linksaußen, auf der Position an sich vielleicht einen Tick hinter Jacobsen und Christansen, aber auch nicht viel, wenn überhaupt. Er hat zudem Weltklassespiele auf RM gemacht, z.B. gegen Szeged 2004 oder TuSEM 2003 (mit 13 Toren!). Er war als Gegenstoßspielmacher in der Meistermannschaft absolut zentral im Konzept von Alfred, als der tatsächlich noch eins hatte. Und er war eben auch ein starker Halbverteidiger, genau wie Abati auf der anderen Seite. Überhaupt war jeder Spieler in der damaligen Magdeburger 6:0 auf seiner Position Extraklasse. Kervadec und Stiebler im Mittelblock, Stefansson/Perunicic auf den Halbpositionen und Kretzschmar/Abati auf Außen, von den mindestens Perunicic/Kretzschmar/Abati auch locker eine Position weiter innen spielen konnten. Bei Stefansson bin ich mir nicht sicher, ob er im Mittelblock hätte decken können. Diese Mannschaft war auf jeden Fall ein absoluter Luxus und das Sprungbrett für Alfred in die Karriere, die eigentlich seitdem das gelebte Peterprinzip ist. Es fällt nur nicht so auf, weil er seitdem immer Kader hatte, die so gut waren, alles ein Stück weit zu kaschieren.

    Und Kretzschmar wäre ohne seine Crunchtime-Schwäche der perfekte Spieler gewesen. Und auch wenn er gerne mit den Geschichten koketiert, dass das Training bei Alfred immer viel zu hart war und er gerne geschwänzt hätte, er war auch absolut (trainings-)fleißig in seiner Spielerkarriere. Ganz anders als heute als Funktionär oder Kommentator.

    Er war aber Wein, Weib, Kippen und Gesang auch nie abgeneigt, insofern leichte Abzüge in der B-Note. Referenz, was professionellen Lebenswandel angeht sind für mich Joel und Ole.

    tatsächlich sehe ich die Sache anders und hoffe, StiflersMom kann auch schmunzeln:

    und ja, ich sehe die Dinge anders als du:

    AG gibt jungen Spielern eine Chance und sie werden von Turnier zu Turnier besser. Er schützt seine Spieler, nach schlechten Spielen und auch wenn sie ihn öffentlich kritisieren. Auch schaue ich mir die Spiele der Nationalmannschaft gerne an, weil er eine Mannschaft geformt hat, die wie Fischi gesagt hat, ihr Leben auf der Platte lässt. Er ist immer freundlich zu den Fans und nimmt sich Zeit für die Kinder. Und er hat das Feuer und die Leidenschaft für den Sport.

    und das alles, obwohl ich auch ein bisschen anders spielen und aufstellen würde! ;)

    Er gibt jungen Spielern eine Chance? Super Aussage. Warum? Weil er das selber so sieht? Weil er der Förderer der Jugend ist oder weil er keine besseren Spieler hat oder weil es ihm näher gebracht wurde das zu tun? Hätten wir vielleicht ohne Einfluss der Medien, des Trainerstabes oder der Liga doch noch Steinert, Groetzki und Häfner? Sehen sich Lichtlein, Schluroff und Freihöfer auch so gefördert von Alfred? Oder gilt für die was anderes? Das sind so Fragen, die mir durch den Kopf gehen.

    Am wichtigsten ist mir aber, dass er immer freundlich ist und sich Zeit für die Kinder nimmt.

    In diesem Sinne führt natürlich kein Weg an Alfred auf Lebenszeit vorbei, weil diese Kriterien garantiert kein Anderer erfüllen kann. :hi:

    Die Spieler, die bei uns das Profil von Arnoldsen mitbringen sind Elvar und Felix und die sind 5 Jahre älter. Sich mit der Personalie zu beschäftigen macht schon Sinn. Vertragslage ist natürlich nicht prädestiniert und der Spieler hat wohl auch keine Wechselabsichten geäußert bisher. Seine psychischen Probleme kann ich nicht einschätzen, spricht aber evtl. eher für vertrautes Umfeld und nicht für die Fremde. Ein vergleichbares Paket aus Torgefahr Rückraum, 1:1, Spielgestaltung + Abwehr on top fällt mir sonst auf dem Weltmarkt gerade nicht ein, evtl. Andraz Makuc in 2-3 Jahren? Mittun muss defensiv abgesichert werden. Vorne ist er natürlich eine Granate.

    … ich erinnere dich daran! bin mir nicht sicher, ob du das durchstehst!

    holt AG den WM-Titel und bekommt nen Vertrag auf Lebenszeit! 😎

    Wenn du das lustig findest okay, ich nicht.

    Hast du auch Gegenargumente außer die reinen Ergebnisse?

    Das man Platzierungen und die Entwicklung, die Performance, Stabilität oder auch nur die Frage, "Sind wir schon am Optimum" auch getrennt betrachten kann und eigentlich auch muss, kannst du aber hoffentlich akzeptieren.

    Sind wir wegen oder trotz Alfred Vize geworden interessiert mich gar nicht mehr, sondern nur noch, wer kommt danach und das hoffentlich 2027.

    Die Frage kann doch wohl nicht ernsthaft lauten, Arnoldsen oder Mittun? Sie kann doch nur heißen, Arnoldsen und Mittun und ab wann und kommt Hoxer gleich mit oder nehmen wir doch die Costa fast gar nix-Brüder? :hi:

    Mittun und Gisli und als Verbindungsspieler Claar, Jonsson und Arnoldsen. Felix und Elvar werden auch nicht jünger. Sonst kommt wieder der Mann vom Blutspendedienst des DRK um die Ecke, (hier aktiv als Kervi-Fan) und fordert Blutauffrischung. :lol:

    Ja, das kann man so sehen. Aber auch AG hat eine Idee, wie er Handballspielen will und mit wem. Auf dieses Spiel muss er hinarbeiten (das ist vielleicht der richtige Begriff). Er könnte alternativ "fertige" Spieler nehmen und Spielzüge üben. Mit jungen Spielern reicht das nicht. Die müssen sich an das Niveau gewöhnen und entwickelt werden. Von jungen Spielern erwarte ich dass sie immer besser werden, von erfahrenen Profis erwarte ich dass sie abliefern und Verantwortung übernehmen. Das geht eben nicht über Lehrgänge und Trainingslager sondern nur Turnierbedingungen.

    Wenn du aus "Spieler entwickeln" "Mannschaft entwickeln" machen würdest könnte es eher passen. Ich sehe es eher wie Rambo. Die Spieler sind wie sie sind. Der Bundestrainer muss die Leute richtig zusammenstellen und das hat mal schlechter und mal besser geklappt. Wenn man die Analyse vom Ergebnis her aufzieht kann und muss man mit Silber zufrieden sein. Wenn man es vom Weg bis zum Ziel betrachtet war der Weg für mich sehr holprig bis in die Hauptrunde hinein. Auch in der HR war es teilweise sehr zäh. Als es gegen Frankreich um die Wurst ging kam die wahrscheinlich beste Turnier-weil auch mal Mannschaftsleistung. Das HF war auch sehr okay, bis auf die letzten 10 min, aber die konnte man sich leisten. Ich tue mich aus vielen Gründen mit der Entwicklung der Mannschaft schwer, weil mir die Schwankungen von Spiel zu Spiel und die Schwankungen der Einzelspieler zu krass sind und ich auch vieles nicht nachvollziehen kann. Warum spielt Schluroff nach der Portugal-Gala keine Rolle mehr, warum immer wieder Köster so lange auf RM, warum lässt man Schluroff und Köster dann nicht wenigstens zusammen auf die Platte, warum sind pro Spiel immer nur 1-2 Rückraumspieler im Spiel und warum sind das immer wieder jedes Spiel andere etc. ??

    Für mich ist Knorr nicht der Buhmann, sondern eher Sinnbild der Wundertüte Deutschland. Hoch und Tief immer im Wechsel mit mehr Tief als Hoch. Zu Anfang sah Grgic wie ein Streichkandidat aus und zum Schluss war er praktisch der einzige stabil torgefährliche Rückraumspieler. Warum muss immer erst eine Krisensitzung, Mannschaftsbesprechung, Brand-oder Wutrede her um sich zu berappeln? Warum müssen so viele Stellschrauben und Kompetenzen erst mitten im Turnier justiert werden?

    Untadelig und vorbildlich kamen Einstellung und Kampfgeist rüber. Das sah mir am meisten nach "Mannschaft" aus. Viel mehr als das Zusammenspiel auf der Platte.

    Der Erfolg macht Diskussionen über den Trainer für einige wahrscheinlich unvorstellbar, ich sage dazu auch nichts mehr, nur noch so viel.

    Vertrag ist Vertrag und der geht bis 2027. So weit, so gut, aber Alfreds "Drohung" auch nach 2027 noch weitermachen zu wollen, empfinde ich eher als Altersstarrsinn und am Stuhl kleben. Ob man mit knapp 70 nicht mal selber auf die Idee kommen könnte den Platz zu räumen, dazu kann sich jeder seine Meinung bilden. Ich habe dazu eine. Aber bis nach der WM werde ich dazu kein Wort mehr sagen.

    Trotz großem Herz fürs Dänemark-Team muss ich sagen, dass ich durchaus einen deutschen Sieg für möglich halte und mir dies heute auch wünsche, oder zumindest das Spiel so, wie du es beschreibst.

    An die Kritiker der AG-Kritiker, sei mal erwähnt, dass bis Mitte des Turniers die AG-Fanschilder hier nur selten erhoben und stabil mit Argumenten hochgehalten wurden, sprich wenig Beiträge kamen, die das Coaching positiv dargestellt haben, bzw. in die Diskussion gegangen sind. Da entsteht der Verdacht, dass es sich um abwartendes Erfolgsfantum handelt, um auch eine Pauschalanschuldigung zu platzieren. ;) Bei den meisten ist es sicher nicht so, aber Kritiker als Hater abzuqualifizieren, dann auch zu einfach.

    Das deutsche Team hat sich gesteigert, die einzelnen Spieler haben sich gesteigert und vermutlich auch das Trainerteam, wenn man davon ausgeht, dass es nicht von Beginn an schon gülden glänzte.

    Kritiker=Hater ist sogar eine absolute Unverschämtheit incl. Unterstellung dem Gegner den Sieg zu wünschen. Unterste Schublade.

    Freundschaft!

    Den hat er überhaupt nicht "entdeckt". Das war ganz einfach der Sohn seines früheren Nationalmannschaftskollegen. Da von entdecken zu sprechen...

    War das nicht mit Arnor Atlason ähnlich? Der war doch auch der Sohn vom Angelkumpel, Nachbarn oder so ähnlich. Aber auf Island ist ja alles etwas familiärer. Da kennt man sich eben.

    Die von dir vermisste Konstanz der deutschen Spieler hast du doch nicht nur bei der Natio, sondern auch im Verein. In der HBL spielen doch lediglich der SCM und allenfalls noch die Füchse mit ihren Durchbruchspielern konstant. Wer auf Rückraumschützen angewiesen ist, hat in der Regel schlechtere Wurfquoten und auch immer mal wieder Aussetzer.

    Und das trifft auch auf die Teams der anderen Nationen zu. Dafür steht beispielhaft das Ergebnis der Franzosen gegen uns. Von deren Rückraumschützen überzeugte einzig Mem hinsichtlich Toranzahl und Wurfquote, daneben noch der Durchbruchspieler Minne, aber bereits auch nur mit einer durchschnittlichen Wurfquote. Alle weiteren Rückraumschützen haben mehr oder weniger versagt: Prandi 1 von (ich meine) 4 mit einem von Späth gefangenen Wurf (Höchststrafe!), von Richardson kam sogar absolut nichts. Und genau das kennen wir auch von unseren Spielern.

    Ich habe auch nicht das Gefühl, dass unter Alfred ein ähnliches Wir-Gefühl entstanden wäre wie unter Dagur. Das versammeln der Mannschaft unter 1 Ziel, einem Motto, einer Idee. Auch wenn ich Bad Boys beknackt fand, hat es aber scheinbar funktioniert. Unter Alfred erleben wir jedes Turnier Frust, Brandreden, Krisensitzungen, Mannschaftsbesprechungen, mächtig Sand im Getriebe, der erst mal raus muss. Da kann man nach so vielen Jahren auch mal in ruhigerem Fahrwasser sein.