Beiträge von Zickenbändiger

    Großes Rasenturnier am Wochenende. Tropische Temperaturen, keine Auswechselspielerin. Und Rasenhandball ist eine anderen Sportart. Dennoch wieder was mitgenommen. Wir sind am Kreis überdurchschnittlich besetzt und spielten im Turnier auch deutlich häufiger und erfolgreicher als alle anderen Mannschaften über KM. Das kommt nicht von ungefähr, ab und an hole ich mir samstags für zwei Stunden alle Kreisläuferinnen D und C zusammen, auch externe Gäste, zum KM Training. Dann hatten wir Richtung Rödspätte Cup ebenfalls Schwerpunkt auf KM gesetzt. Kreisläuferin immer in der Sperrstellung Brust zum Ball, Ballführerin entweder mit Anspiel zum Kreis oder an der Lücke vorbei, Lücke aufziehen, Wechselsperre. D.h. sowohl Frida als auch Polly haben schon Einiges an Stellungsspiel am Kreis mitbekommen.

    So weit, so gut. Dann treffen wir aber erstmals auf einen Gegner, der unser Kreisläuferspiel durchschaut. KM steht gegen HM vorbildlich in der seitlichen Sperrstellung (indirekte Sperre/"Eigensperre"). Die Pässe kommen auch brav in die Richtung... nur die Gegner klatschen wieder und wieder den Ball vor der Nase weg. Ich korrigiere mir den Wolf, nur haben wir das, was ich einfordere, noch nicht trainiert.

    "Du musst vierdimensional denken, Marty!"

    Der nächste Schritt ist natürlich der von Kreissteherin zu Kreisläuferin. Die zwei blitzschnellen Schritte in den (selbst freigesperrten) freien Raum. Dorthin, wo KM die Verabredung mit dem Ball haben sollte. In der Halle vorzugsweise per Bodenpass, auf Rasen notfalls wohl auch. Im Training dann nach den Ferien mit Airbody bzw. Turnkasten. KM hinter dem Kasten, Anspiele neben den Kasten, KM muss den Pass erlaufen. Immer mehr weg zum Pass zum Kreis, hin zum Pass in den freien Raum.

    Liebes Handballtagebuch!

    Alle Jahre wieder! Zumindest dies Jahr mal wieder. Pilgerfahrt! Holger und ZeeBee beim CL Final4 im Tempel des Handballs in Köln. Der ICE ist nur eine halbe Stunde zu spät, es verbleibt reichlich vor der Lanxess Arena für eine Bratwurst. Ausschau halten nach Prominenz. Reichmann mischt sich unter die Fans und lässt geduldig Fotos mit sich machen. Grgic spaziert vorbei. Arsch... hättest auch mal in Hannover unterschreiben können! Der Außen-DJ will offenbar unbedingt Feierabend machen, jagt das Volk mit Unwetterwarnungen in die Arena. Holger und ZeeBee nehmen Platz. Zu Hause!

    Die Fans von Nantes zeigen draußen vor der Halle mächtig Präsenz. Die Mannschaft von Nantes auf der Platte irgendwie nicht. In der 9. Minute schon der Aufreger des Spiels. Gidsel grätscht - nicht ganz freiwillig - den einspringenden Eckenaußen der Franzosen weg. ZeeBee: "Nee, die zeigen auf gar keinen Fall strittige Szenen auf dem Videowürfel!" Auf dem Videowürfel ist ganz klar zu sehen, wie der Däne wegrutscht und in die Grätsche schlittert. Der Veranstalter sagt sich, wenn die Schieris das noch mal anschauen dürfen, dann das Publikum auch. Nur fair! Nach Videoanalyse schmeißen die norwegischen Schieri den Welthandballer von der Platte. Dafür hat ZeeBee jedenfalls nicht den Eintritt bezahlt, die nächsten fünf Minuten wird (nicht nur von hinter dem Berliner Tor) jede Schierientscheidung lautstark ausgepfiffen. Dann darf wieder Handball ohne Akustikterror gespielt werden. Das Berliner Spiel ohne den erwarteten Bruch, Nantes hat keine Chance. Der rutschige Hallenboden wird später noch heiß diskutiert werden. Die hohe Luftfeuchtigkeit. Ölfilm vom Feuerwerk. Holger und ZeeBee entwickeln später eine ganz andere Theorie, als im Tor von Barcelona jeden Angriff gewischt werden muss. Überall, wo Nilson sich beim Warmmachen aufgehalten hat, wird es eine Lache gegeben haben.

    Magdeburg bekommt Dika Mem nicht in den Griff. ZeeBee ärgert es besonders, die rotwürdige Aktion gegen Uscins bei der Olympiade ist genau dort abgespeichert, wo das Gedankenvideo vom holländischen Lama gegen Völler auf der Festplatte liegt. Schade, dass Mem dann in der zweiten Halbzeit verletzt das Spiel beenden muss. Die crunch time des Spiels dann schon das stolze Eintrittsgeld und den ganzen Aufwand wert. Im 6:4 dann in letzter Sekunde der Siegtreffer für Magdeburg. Mönsch, den Jungen kennt man doch aus Hannover seit der D-Jugend!

    50 Minuten Bahnfahrt nach Hause zu Holger. So der Plan. Auf einem Teilstück wird dies Wochenende gebaut. Aber es gibt ja Schienenersatzverkehr. So der Plan. Bahnhof Flughafen Köln/Bonn. Die Zugfahrerin wirft alle Fahrgäste raus: "Wir fahren nicht weiter, alle anderen Züge fahren hier auch nicht weiter, verpisst Euch! Schönen Tag noch!" Die eigentliche Baustelle auf der Strecke liegt noch wesentlich weiter den Rhein rauf, irgendwas läuft schief. Auf dem Bahnsteig keine Ansage. Keine Hinweisschild auf SEV. Holger und ZeeBee irren sich bis zur Bushaltestelle vor. Kein SEV ausgeschildert. Eine wartende Dame versichert, vor kurzem sei ein Bus des Schienenersatzverkehrs hier langgekommen. Holger checkt die DB App, in zwanzig Minuten kommt der SEV. Nach fünfundzwanzig Minuten immer noch kein Bus. Also regulärer Bus ein Stück weiter nach Süden. Dort soll nun aber der reguläre SEV wegen der Baustelle fahren. Laut Bahn App in zehn Minuten ein Bus. Nach fünfzehn Minuten... kein Bus. Nächster Linienbus in Richtung Süden. Die Straßenbahn macht dann das vorletzte Teilstück. Von Rhöndorf nun aber der Schienenersatzverkehr laut Bahn App. In zwölf Minuten. Nach fünfzehn Minuten... warum sollte jetzt auch ein Bus da sein? Das letzte Teilstück dann freundlicherweise mit Ehegattentaxi. Vier (V-I-E-R) Stunden statt fünfzig Minuten. Das Grillen fällt dann wohl aus. Holger und ZeeBee ertränken ihren Frust in Gin & Tonic. Es ist immer noch so warm, dass die Eiswürfel mit dem Eintauchen ins Glas komplett wegschmelzen.

    Der Prozess des Aufstehens, Frühstückens und Aufbrechens zieht sich in die Länge. Knapp kalkuliert, aber das Spiel um Platz 3 ist noch machbar. Ach nee... Schienenersatzverkehr! Auf der anderen Straßenseite fährt ein Bus des SEV in die Gegenrichtung. Ist heute schon Weihnachten? Ein junger Mann, der schon eine Weile im Nantes Trikot umher irrt, läuft zum Bus und steigt ein. Linz an Rhein soll auch sehr schön sein zu dieser Jahreszeit. Nur das Spiel Nantes gegen Barca kann man dort nicht live sehen. Nach einer halben Ewigkeit ein Bus des SEV! Aber auf der anderen Seite in Gegenrichtung. Irgendwann kommen Holger und ZeeBee auch in Köln an. Nur das Spiel Nantes gegen Barca kann man um die Uhrzeit nicht mehr live sehen. ZeeBee tröstet die Barca Fans. "Glückwunsch! Viertbeste Mannschaft der Welt ist doch auch was!" Vor der Arena gibt es einen Eventpommesladen, der wohl nur geöffnet hat, wenn was in der Lanxess Arena los ist. Currywurst/Pommes zum Trost für das verpasste Spiel. Was ist das!? Der Verbraucherschutz in NRW muss dringend mal was gegen die Täuschung der Verbraucher unternehmen. ZeeBee bekommt eine Bratcurry statt einer Currywurst.

    Auch Gidsel kann die Niederlage nicht abwehren. Holger meint ketzerisch, ohne Gidsel sei das Berliner Halbfinale soger deutlich besser gelaufen. Magdeburg ist eine Klasse besser, zeigt auch mehr Willen als Berlin. ZeeBee findet das völlig o.k., allererste Meisterschaft UND Champions League wäre ein wenig viel. Und Zeebee erlebt ein deja vu in der Arena. Schon letztes Jahr beim DHB Pokal Final4 holt Hernandez im Tor den Pott. ZeeBee hat noch gemütlich Zeit am HBF seine Tasche zurückzuholen und den ICE zu nehmen. So der Plan. Am Bahnhof Messe/Deutz stehen aber verdächtig viele Züge herum, es kommen verdächtig wenig Züge an und noch verdächtiger fahren keine Züge über den Rhein. Keine Durchsage. Nichts. ZeeBee setzt sich in den Zug, die Zeit tickt runter, keine Durchsage. Nichts. ZeeBees Zug mit Zugbindung wäre fahrplanmäßig schon weg, es bewegt sich allerdings... Nichts. "Unbefugte Personen auf den Gleisen", so dann auf dem Bahnsteig die Durchsage. Die Gleise sind ganz gut einsehbar von der Rheinbrücke, die ZeeBee alles andere als planmäßig per Fuß überquert. Keine Personen zu sehen. Keine Personen, die Personen verscheuchen. Und auch keine Personen, die Personenbrei von den Schienen wischen. Holger und ZeeBee hatten philosophiert, ob die Verspätungsgründe in den Durchsagen per Zufallsgenerator ermittelt werden oder einfach der Reihenfolge nach aus Tabellen stammen. Der Zufallsgenerator setzt allerdings funktionierende Technik voraus, scheidet also aus.

    Tatsächlich verspätet sich ZeeBees Zug mit Zugbindung ganz erheblich und ist noch zu erreichen. Statt um 23:00 wäre er dann um 3:30 in Hannover. Der Folgezug überholt auf dem Chaosfahrplan den gebuchten Zug irgendwie um anderthalb Stunden. Scheiß auf Zugbindung, soll der Schaffner was sagen. NUR EIN WORT! BITTE! Neue Ankunftszeit in Hannover um 00:57. Und Hannover ist Endstation, der gebuchte Zug wäre nach Berlin durchgefahren. Folglich zum Glück auch keine Magdeburger und Berliner Horden nun an Bord! Personalwechsel im Bordrestaurant, eine Weile wird es noch Getränke geben. Der Teil des Abends ist gerettet. In Hannover angekommen, wundert sich ZeeBee, wie der ICE es auf freier Strecke noch geschafft hat, weitere 40 Minuten zu verlieren. Zehn Minuten Fußmarsch, um 2:00 fällt ZeeBee auf die Couch. Pilgerfahrt vorbei. Bis nächstes Jahr, Köln!

    Dein

    Karsten

    Natürlich ist ein Formular keine Rechtsquelle und hebelt keine Spielordnung aus - aber es eröffnet den betroffenen Vereinen das "Weinen" ... "der böse böse HNVB hat uns verleitet, und wir haben uns darauf verlassen, dass das Formular richtig ist, und Spielordnungen versteht ja sowieso keiner und wenn doch das Formular" ... sollte besser schnell ausgebessert werden!

    Natürlich längst dort angemerkt.

    @f21 dirk: Verstehe ich von hinten bis vorne nicht. Bei Spielen im eigenen Verein ändert sich zu letzter Saison nur eine einzige Sache. Die Spielerin darf während der Saison (in Pokal- oder Meisterschaftsspielen) nicht in einer vierten Mannschaft eingesetzt werden. Ansonsten Festspielen und 48-Stunden-Regel (neu: 50 Stunden) alles wie gehabt.

    Geht schon los. Der HVNB hat - für mich überraschend früh - die Antragsformulare für das Jugendspielrecht hochgeladen. Chapeau! Schon hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen (Formular für Spielrecht in höhere Altersklasse):

    Hinweise

    [...]

    Das Spielrecht kann nicht in derselben Spielklasse ausgeübt werden, es sei denn, der Einsatz erfolgt in unterschiedlichen Staffeln.

    Das erweckt den Anschein, auf Regionsebene könne ein Jugendlicher für zwei Vereine in Parallelstaffeln spielen. Ich kenne meine Pappenheimer, die ersten Vereine leiten aus dem Formular eine Rechtsquelle her. Tatsächlich beschränkt die SpO die Ausnahme auf Landesebene und darüber:

    Das Zweit- und Drittspielrecht kann nicht in derselben Spielklasse eines Landesverbandes bzw. in derselben Spielklasse bei überverbandlichem Spielbetrieb ausgeübt werden, es sei denn, der Einsatz erfolgt in unterschiedlichen Staffeln derselben Spielklasse. (Hervorhebung diesseits)

    Nach meinem Verständnis ist ein Formular keine Rechtsquelle und steht nicht über der Spielordnung. Eine fehlerhafte Info im Formular hebelt nicht die SpO aus.

    Zumindest die Spielordnung gibt es - inzwischen seit Jahren - her. Vor mehrere Jahren hätte niemand, der in den ersten beiden Spielen der Quali eingesetzt war, dann in den ersten beiden Spielen der BuLi spielen dürfen. Die Wettbewerbsverzerrung ist dann wohl so gewollt/wird so hingenommen.

    Du kannst es nur innerhalb der Landesverbände ausbremsen, indem Du die bereits qualifizierte Erste mit in die Quali ziehst und dann Pokalfestspielregeln anwendest. Geht nur von Landesverband zu Bundesliga nicht. Und alle Versuche mit "Mannschaftslisten" halte ich für Murks. Die SpO kennt keine Mannschaftslisten.

    Ich wüsste keine Lösung, außer die Festspielregeln wieder zu ändern. Und auch das hat z.B. in Niedersachsen jahrzehntelang niemanden interessiert, bzw. es ist nie ein Spiel gewertet worden, obwohl ständig die halbe/vollständige Regionalligamannschaft (später Bundesliga) die ersten beiden Spiele gar nicht hätte spielen dürfen.

    WIE? Das Thema ist womöglich veraltet?! NEVER!

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    Adidas enthüllt eine Weltneuheit: ein Fußballschuh für Frauen. Das Modell wurde auch in Zusammenarbeit mit der deutschen Nationalspielerin Jule Brand…
    www.sport1.de

    "Adidas enthüllt eine Weltneuheit: ein Fußballschuh für Frauen. Das Modell wurde auch in Zusammenarbeit mit der deutschen Nationalspielerin Jule Brand entwickelt."

    Es muss nur zuerst FIFA Regel 4 [Ausrüstung] Ziff. 2 [Schuhe] zur Höhe der Absätze angepasst werden.

    Zitat
    Wo ist der Denkfehler oder ist das ein Fall von "Weil es schon immer so war", oder ist hier §55 (3) entscheidend? - Dann könnte der Jugendliche in der A-Jugend beim Erstverein spielen, 3. Liga beim Zweitverein und sein Drittspielrecht im Bedarfsfall bei 1. Liga oder 4. Liga Heimverein wahrnehmen.

    Ich hatte nur der Einfachheit halber sortiert. Zweit- und Drittspielrecht verteilen sich dann chronologisch.

    Zitat

    Bringt die Neuordung der Jugendspielrechte in bestimmten Konstellationen Änderungen in Bezug auf 26 (2) mit sich? Für welche Vereine darf ein Jugendlicher in den Qualispielen eingesetzt werden, ohne dass es zu Wartefristen kommt, bzw. welche seiner Spielrechte sind dann davon betroffen

    § 19 II S. 3 SpO: Die drei Spielrechte verteilen sich nur in Meisterschafts- oder Pokalspielen. D.h. Quali- oder Testspiele oder Turniere vor der Saison haben keine Auswirkung auf die Spielrechte.

    Gab es für die Quali einen Vereinswechsel des Jugendspielers unter Nutzung des wartefristbefreiten Wechselfensters, kommt § 26 II SpO ins Spiel:

    "darf frühstens zum 15. Oktober desselben Jahres ein Vereinswechsel vollzogen oder weitere Jugendspielrechte erteilt werden,..." (außer keine Mannschaft in eigener Altersklasse oder Umzug mit den Eltern).

    Wer "taktisch" wechselt, nur um die Quali zu spielen, muss dann in Kauf nehmen, dass es bei Rückwechsel dann nicht vor dem 15.10. weitergeht.

    Zitat
    Angenommen, der Jugendliche wechselt zum 1. Ligaverein mit Erstspielrecht in der A-Jugend und mit Zweitspielrecht im Zweitverein bei der Spielgemeinschaft in der 3. Liga, dann könnte er das Drittspielrecht nach §19 (3) a) in der klassentieferen zweiten Mannschaft des Erstvereins wahrnehmen, oder?

    Abgesehen von der ungewöhnlichen Durchnummerierung...

    (Neuer) Heimverein (mit Bundesliga Herren)

    Erstspielrecht A-Jugend

    Zweitspielrecht Herren

    Zweitverein

    Drittspielrecht Herren 3. Liga (= höherklassig zu Erstverein)

    Wir haben das Maximum von drei Mannschaften und zwei Vereinen gewahrt. Und (neu!) ausgehend von den genutzten Spielrechten (ich komm immer noch nicht darüber hinweg, wie weitsichtig das diesmal geregelt ist), spielt der Zweitverein höherklassig zum Erstverein. Da sollte nun nichts dagegen sprechen.

    Fallbeispiele gehören nicht in das Regelwerk. Das BGB wäre sonst fünfmal so dick. Und ich hätte hier nichts zu tun.

    Ich habe mit "Lothar Frohwein" ausgeheckt, dass wir zu diesem Thema auch mal ein gemeinsames Video für Handballrecht machen. Sollte diesen Sommer noch klappen, wird ja Richtung September dann akut. Falls Ihr Fallbeispiele haben wollt, bitte hier sammeln, dann bauen wir die mit ein.

    Mimi Kraus verlangt nun irgendwelche Regeln gegen Mannschaftsausflüge nach Malle, wenn unmittelbar danach noch relevante Spiele ausgetragen werden.

    Emotional bin ich ganz bei Romero. Und seinem Ärger Luft verschaffen, steht ihm zu. Wir haben es bei EM oder WM im Fußball, wenn im dritten unbedeutenden Spiel der Vorrunde entweder der Stammkader geschont oder gar taktiert wird, dass Platz 2 den vermeintlich leichteren KO Spiel Gegner bringt. Und im Handball im Endspurt, wenn der Klassenerhalt/die Meisterschaft nicht aus eigener Kraft erreicht werden kann. Dann plötzlich kommt die moralische Keule, der faire Wettwewerb müsse es richten, die Mannschaften ohne verbliebene Ambitionen sollen die Arbeit für die Anderen machen...

    Nee... die Liga ist keine Solidargemeinschaft. Mal abgesehen von Spielmanipulation kann ein dritter Verein nicht in die Verantwortung genommen werden, meine Hausaufgaben kurz vor Saisonende zu machen. Die Punkte muss jeder selbst einfahren. Aber kein Vorwurf, wenn der Gelackmeierte dann mal öffentlich grantig wird. Lenkt dann vielleicht ein wenig von den fehlenden entscheidenden Punkten ab.

    Hatte ich das nicht schon?

    Zitat

    Spielrechte eines Jugendlichen können auf max. zwei Vereine verteilt werden (Abs. III lit. b - e). Es gibt hier keine Lösung unter Beibehaltung des Heimvereins (warum auch?). Wenn wir hier von einem Spielrecht in der A und dem Zweitspielrecht im anderen Verein in der Herren reden, sind die Ligazugehörigkeiten egal.

    Die Spielrechte gelten bis zum Ende des Spieljahrs (§ 19 IX SpO).

    Die Spielordnung unterscheidet erst einmal nicht nach Ligen. Was dann weiter mit Lizenspielern ist, ist keine Frage der SpO mehr.

    Das Erstspielrecht verbleibt immer beim Heimverein. Seltsamerweise wohl auch, wenn der Heimverein keine Mannschaft für den Spieler hat (§ 19 II SpO DHB). Noch nicht ganz ausgeklügelt, zumal der DHB gerade noch mal nachgebessert hat, dass wenn das Erstspielrecht noch nicht faktisch für eine Mannschaft durch Spielen festgelegt ist, es durch Erklärung festgelegt wird.

    Spielrechte eines Jugendlichen können auf max. zwei Vereine verteilt werden (Abs. III lit. b - e). Es gibt hier keine Lösung unter Beibehaltung des Heimvereins (warum auch?). Wenn wir hier von einem Spielrecht in der A und dem Zweitspielrecht im anderen Verein in der Herren reden, sind die Ligazugehörigkeiten egal.

    Ach ja:

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    ZeeBee live und in Farbe. 26./27. Juli in Hannover. Ich mache am Samstag zwei Demoeinheiten zum Kinderhandball. Wochenendlehrgang im Baukastensystem, spannendes Konzept. Ich picke mir aus sechs Angeboten auf einer Leiste immer einen Vortrag/eine Demoeinheit heraus. Und da der HVNB sonst gerne mal Jahr für Jahr dieselben Referenten auflaufen lässt, diesmal ein recht bunter Strauß neuer Gesichter.

    Am Wochenende war ich mit der neuen D-Jugend beim Ulzburgcup. Das war in der Vergangenheit stets eine Initialisierung für die Frischlinge aus der E-Jugend, die teils nur Siege in ihrer Altersklasse gewohnt waren und nun binnen eines Wochenendes geerdet werden konnten. Wenn man als junge D gegen eine Auswahl Brandenburg West spielt, deren kleinste Spielerin schon nicht mehr in der C-Jugend auffallen und die Kreisläuferin jede B-Jugend Mannschaft verstärken würde, dann lernt man Demut. Oder wenn eine Berliner Mannschaft schon lange vor der Saison so spielt, wie man Ende der Saison auftreten möchte (nur ohne ständiges Umreißen der Gegnerin).

    Dieses Jahr war alles irgendwie anders. Auch die Neu-D-Jugendlichen hatte ich teils schon zwei Jahre mit dabei, wir starten inzwischen nicht mehr bei Null. Und auch nicht bei Eins. Wunderbar anschaulich in der Deckung zu sehen, so früh in der Saison waren wir noch nie so weit. ("Solera Verfahren", siehe weiter vorn) Herzvorzuheben ist das Abwehrspiel im/mit dem Tiefenraum. So früh nach dem Altersklassenumbruch spielen wir noch eine Halbfeldmanndeckung. Viele Mädchen haben aber schon Raumdeckung gespielt, die Übergänge werden immer fließender, ohne dass ich viel eingreife. Während andere erfolgreiche Mannschaften versuchen, in der Manndeckung ihre Gegenspielerin möglichst schon bei der Ballannahme aus den Socken zu hauen (s. Handballtagebuch) oder im "bear hug" zu zerquetschen (s. jede Halle zur jeder Zeit), wollen wir doch tatsächlich sowas Absurdes wie den Ballgewinn erreichen.

    Steht die Abwehrspielerin bei der Ballannahme der Gegenspielerin zu dicht, wird sie mit zwei, drei Schritten ohne Prellen überlaufen. Steht sie zu weit weg, kann die Ballführerin prellenderweise so viel Vorsprung erlaufen, dass die Gegnerin nicht mehr hinterher kommt. Wir suchen also stets den optimalen Abstand, und - wenn noch genügend Entfernung vom Tor vorhanden ist - sinken vor der Gegnerin zurück. "Erst den zweiten Preller angreifen!" Dann aber mit Körperkontakt (eine Hand Druck auf die (möglichst Prell-) Schulter)) und mit der freien Hand den Ball angreifen.

    Wir machen immer schon nach dem Altersklassenwechsel (kurz nach Ostern) bis zu den Herbstferien fast ausschließlich individuelle Abwehrarbeit mit Übergang in die Kooperation. 1:1 Hütchentore oder Turnmatten verteidigen. Dabei habe ich bisher die Abwehrspielerin immer die Distanz zwischen ihr und dem Ziel bestimmen lassen, bloß mit der Korrektur, dass wenn sie mit den Hacken an der Matte steht, sie schon fast verloren hat und wenn sie weit vor dem Hütchentor steht, sie unweigerlich überlaufen werden wird. Nun mache ich zunehmend mehr variierende Vorgaben zur Distanz zur Matte/zum Hütchentor.

    - Normalfall: Abwehrspielerin startet unmittelbar vor dem Ziel, darf dann raustreten

    Später verlagere ich das Geschehen insgesamt weiter nach vorn

    - Abwehrspielerin und Angreiferin stehen sich mehrere Meter vom Ziel entfernt unmittelbar gegenüber, Angreiferin startet im Prellen, Abwehrspielerin muss sich ihre optmale Position im Raum suchen, also zunächst zurück, dann Angriff auf die Prellschulter

    - Nun hat Abwehrspielern den Ball, tippt ihn auf, sucht sich ihren Raum, Angreiferin nimmt Ball auf und beginnt zu prellen

    - Angreiferin steht mit Rücken zur Abwehr, mehrere Meter vom Zielt entfernt, reagiert auf die Akustik des Prellens, dreht sich um

    - dasselbe ganz dicht an der Matte (Gefahrenzone), Angreiferin dreht sich um und erhält sofort Körperkontakt/wird rausgeschoben

    Die Priorität von Ballgewinn zu Torverhindern verschiebt sich mit der Position der Angreiferin im Raum/mit ihrer Nähe zum Tor. Weit vor dem Tor zurücksinken/zweiten Preller angreifen, dicht vor dem Neuner Körperkontakt mit beiden Händen (Schulter/Schulter) und im Neuner nun Schluss mit lustig, die Ballführerin bekommt mit aller Macht den Rückwärtsgang eingeschaltet, im Notfall auch Stoppfoul. Dazu muss ich im Training aber alle drei Abwehrzonen trainieren, daher bestimme und verschiebe ich die Position des Zweikampfs im Raum.

    Das dritte Viertelfinale bestreiten der TV Cloppenburg und die Peiner SG. Cloppenburg ist die große Unbekannte auf dem Turnier. Souveräner Regionsmeister West Niedersachsen, in der Mini WM bislang überzeugend aber auch etwas unauffällig im Gegensatz zu ZeeBees Topfavoriten, die teils sehr deutliche Siege eingefahren haben. Eher unter dem Radar. Peine ist ZeeBee bestens bekannt, in der Vorbeitung gibt es eine epische Schlacht bei einem Vorbereitungsturnier. Seither hat sich der Peiner Kader jedoch verändert, eine rumänische Wunderspielerin ist mit Sack und Pack nach Deutschland gezogen und hat sich PSG angeschlossen. Einfach so. Die junge Dame ballert sich seit mitte der Saison durch Niedersachsen und hat schon für mächtig Aufsehen gesorgt. Cloppenburg überrascht mit einem immer wiederkehrenden Spielzug aus der Schnellen Mitte heraus. Zirkushandball. Der reicht jedoch, um den Viertelfinalgegner erst einmal aufzumischen, vorne trifft die Peiner Wunderwaffe nicht wie gewohnt und wirft die eigene Mannschaft stattdessen in schwere Bedrängnis. Ist halt doch ein Mannschaftssport und Guinea kommt etwas überraschend mit 13:11 eine Runde weiter.

    Alle bisherigen Viertelfinalspiele eher auf der knappen Seite, in den vergangenen zwei Jahren sind die stärksten Teams tatsächlich erst im Halbfinale aufeinander getroffen. Nun ZeeBees Topfavorit Warberg/Lelm. Die Mädels haben ihre überharte Deckung noch weiter verfeinert, es droht tatsächlich nur eine Gegenspielerin ohne Körperspannung durch die Luft zu fliegen oder über den Boden zu kugeln. Der kurze harte Kontakt sofort bei Ballannahme genügt jedoch, den Gegner aus Haren komplett auszubremsen. Und wie in der E-Jugend holt sich Warberg die Bälle schon in des Gegners Hälfte oder nach Einwürfen ab, weil sich der Angriff nicht schnell genug bewegt. 13:8 und damit das einzige klare Ergebnis in der drittletzten Runde.

    Handballmastermind Sven und ZeeBee hecken den Plan für das Halbfinale gegen Warberg aus. Weg von der Gegenspielerin möglichst schon vor dem fatalen Körperkontakt, d.h. Ballannahme stets im Sprint oder im Nullschritt mit explosiver Folgehandlung. Ständige Hilfsbereitschaft zum Ball. Die Außen dürfen nicht im Tiefenraum verschwinden, müssen beim Ballvortrag in der Nähe des (Vierer-) Rückraums bleiben und notfalls durch hohes Einlaufen zur Anspielstation werden. Sven kommt mit der Königsidee. Torhüterin Marit sichert den Ballvortrag hinter dem Rückraum ab, ist als Anspielstation stets außerhalb des Torraums in ständiger Bereitschaft. Der Plan steht, angesichts des dürftigen Auftritts im Viertelfinale ist ZeeBee jedoch höchst skeptisch.

    Der Plan geht auf. Zwar setzt Warberg den Ballvortrag ein ums andere Mal schwer unter Druck, es geht jedoch dank Rückversicherung Marit kein Ball verloren. Im Gegenteil, durch die Aufgabe des Tiefenraums vor dem eigenen Tor können ZeeBees Mädchen sich zweimal dort freilaufen und den Langpass von der Keeperin in einen einfachen Treffer ummünzen. Düpiert! Im gesamten Spiel gibt es eine einzige 2-Tore-Führung beim 2:0, danach folgt ein offener Schlagabtausch mit Führungswechseln, ohne dass sich eine Mannschaft absetzen könnte. Die Mädels versäumen ein wenig, den Masterplan im Angriff umzusetzen und so zu einfachen Toren zu kommen, bzw. schwarken den Ball dreimal an den Pfosten. Amazone Lotta geht lieber immer wieder dorthin, wo es weh tut, findet dreimal, was sie sucht, geht dreimal hart zu Boden und rappelt sich doch wieder auf. Zwei Minuten vor Schluss führen die Mädchen, kassieren dann aber zwei Tore in Folge und müssen in den letzten Sekunden den Ausgleich erzielen. Es wird hektisch, Freiwurf, Schlusssignal, direkter Freiwurf. ZeeBee lässt sich dazu hinreißen, für die letzte Anweisung das Spielfeld zu betreten, impft Kreisläuferin Lilia und dreht ab. Laut Spielprotokoll gibt es in ZeeBees Rücken die zweite Zeitstrafe seiner über dreißigjährigen Laufbahn (die Erste dafür, dass eine verletzte Spielerin das Spielformular falsch ausgefüllt und ZeeBee nicht kontrolliert hat). Pfiff, Lilia überwindet den Block... Lattenkreuz. Das Tal der Tränen hat elf am Boden zerstörte Bewohnerinnen hinzugewonnen.

    Die Umkleidekabinen teilen sich immer zwei Teams. Die Eltern berichten, die Trainerin der Mitbewohnerinnen hätte sich über den Saustall in der Kabine beschwert. ZeeBee wundert gar nichts mehr. Der nagelneue Reisebus für das Dänemarkturnier hätte nach zwei Stunden eine Generalüberholung gebraucht. Kaum verlassen D-Jugendliche das gewohnte Umfeld, verwandeln sich wohlerzogene junge Damen in zerstörungswütige Gremlins. Die Kino-Szene aus dem ersten Film veranschaulicht, was über Ostern im Bus geschehen ist. In der gar nicht sooo verwüsteten Kabine versucht ZeeBee, die Mannschaft wieder aufzurichten. NIcht nur körperlich ist das Team platt. In einer Dreiviertelstunde ist bereits das Spiel um Platz 3. Immerhin kann man noch das Treppchen verteidigen. ZeeBee hat eine Idee.

    Naturgemäß sind die Einsatzzeiten ungerecht verteilt gewesen. ZeeBee gleicht das nun gegen Werder Bremen wieder aus, setzt alle Leistungsträger trotz der kurzen Spielzeit von 20 Minuten zunächst auf die Bank. Kampfhamster Carlotta, Pfund für Pfund womöglich die aufopferungsvollste Abwehrspielerin des Turniers, nur eben Hamster, soll zwischen Halb Rechts auf Rechts Außen und zurück wechseln, die starke gegnerische Rückraum Linke, deutlich außerhalb Carlottas Gewichtsklasse, neutralisieren. Der Geheimplan geht vollständig auf. Die "zweite Reihe" legt sich mächtig ins Zeug, die Leistungsträgerinnen auf der Bank bekommen noch etwas Ruhe und haben den Eindruck gewonnen, dass der Trainer das Spiel nicht mehr ernst nimmt. Der Druck ist verflogen, kurz vor der Hälfte der Spielzeit nimmt ZeeBee die Auszeit, wechselt bei Unentschieden die stärkste Formation ein und stellt mitten im Spiel von drei auf vier Rückraumspielerinnen um. Hat Werder bis dahin noch die Spielkontrolle gehabt, wendet sich nun etwas das Blatt, neunzig Sekunden vor Schluss wirft Lotta das 12:13 und Marit hält noch einen Wurf aus der Ersten Welle. Abpfiff.

    Im Finale dann die beiden überzeugendsten Mannschaften des Turniers. ZeeBees Sympathien sind zunächst klar verteilt. D-Jugend Abwehr ist in ZeeBees Universum Ballgewinn und keine Prügelei. Cloppenburg schafft es aber, so viele Minuspunkte zu sammeln, dass ZeeBee die Titelvergabe letzlich egal ist. Kein Ball wird zum Freiwurf herausgegeben, passiv steht die Abwehr mit den Händen in den Taschen herum. Jedes Mal. Ach! In dem Teil Deutschlands ist Cloppenburg beheimatet. ZeeBee mag seine Klischees. Dann arbeitet sich das Team aus Guinea bei jedem Freiwurf näher an die Ausführende heran, zunächst noch ohne Behinderung der Gegner, zunehmend auch zwischen Ball und angedachter Passempfängerin auf anderthalb Meter. Das Schierigespann bemerkt... nichts. Und irgendwann ist auch das Finale vorbei.

    Als einzige Mannschaft Niedersachsens dreimal in Folge auf dem Podest. Der Titel der mvp geht an eine Rückraumspielerin vom Turniersieger Cloppenburg (kein Wunder, bei all dem Glitzerzeugs im Haar, musste sie ja auffallen...), Marit heimst den Pokal für die beste Torhüterin ein. Und Carlotta bekommt von ZeeBee den Trophäenball. Ein gelungenes Wochenende. Und ZeeBee, Trainer und el comandante von Kuba, hält trotz schweißtreibender Temperaturen die Fahne der Revolucion hoch, behält den Fidel-Castro-Hoodie bis zum Schluss an.

    Dein

    Karsten

    Liebes Handballtagebuch!

    Großes Programm am Wochenende! Die neue D-Jugend spielt wie jedes Jahr den Auftakt beim großartigen Ulzburgcup, die alte D-Jugend tritt Samstag in der Endrunde der inoffiziellen Landesmeisterschaft der D-Jugend in der dreiteiligen Mini WM an. ZeeBee ist also bei zwei Turnieren zeitlich überlappend vertreten.

    Die Anfahrt nach Henstedt-Ulzburg ist trotz Anreise mit der Bahn komplett störungsfrei, pünktlich erreichen elf Spielerinnen plus Trainer den Turnierort. Langjährige Routine. Anmelden, Klassenzimmer beziehen, Betreuer / Handballpapa Maze und ZeeBee holen die Pizza. Nicht beim Bringdienst um die Ecke, sondern beim Antipastiteller und vino beim gediegenen Italiener. Eigentlich könnte der Abend hier gern noch etwas länger dauern, allerdings warten elf hungrige Mäuler auf die Pizza. Abends macht ZeeBee die Runde, begrüßt reichlich alte Bekannte auf dem Gelände.

    Die Vorrunde spielen die Mädchen in Halle IV, Sportland. Multifunktionshalle mit Bistro aber beschissener Akustik. Das Vergnügen ist zwiespältig. Den Auftakt macht die männliche D von Fortuna Brandenburg gegen die Bezirksauswahl Wiesbaden/Frankfurt. Wird ja wohl der jüngere Jahrgang der Auswahl sein, anderenfalls ergibt ein solcher Ausritt keinerlei Sinn. Optisch jedenfalls ist es nicht ein jüngerer D-Jugend Jahrgang der Auswahl, im Gegenteil. Mit 26:3 richtet die Bezirksauswahl Wiesbaden/Frankfurt die Vereinsmannschaft hin. >>Memo an mich selbst: Sollte mein Fortpflanzugsorgan einmal auf unter 5 cm schrumpfen, werde ich wieder Auswahltrainer und melde zu Vereinsturniere gegen gleichaltrige Mannschaften.<< Mit Sicherheit könnte ZeeBee psychiatrische Beteuung vertragen. Andere Trainer wären aber offensichtlich noch viel dringender dran... Im Laufe des Turniers kommt es bei der weibliche D in einem 30 minütigem Spiel zu einem 50:0 der Wiesbaden/Frankfurter. ZeeBee ruft den psychiatrischen Notdienst.

    9:05 das Auftaktspiel. Der Gegner ist EBT Berlin, durch die letzten Jahre vorbelastet und auf ZeeBees Schwarzer Liste. Offene Manndeckung bereits in der gegnerischen Hälfte. Dagegen spricht auch nichts. Dann aber Klammeraffendeckung ohne jeglichen Sinn und Verstand. Komplett fachfremde Trainer am Werk. ZeeBee hat seine Mädels vorab geimpft. Wenn die Gegner knuddeln wollen, dann geben wir ihnen Knuddeln. Bis die Schieris kotzen. Ohnehin ist der Plan, wie jedes Jahr, nicht unter die ersten Acht zu kommen, sondern gemütlich Platz 9 zu erreichen. Kurz nach dem Altersklassenwechsel sind die Prioritäten noch ganz Andere. Berlin "enttäuscht" alle Erwartungen, spielt eine extrem offene Manndeckung... aber komplett regelkonform. Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Nach dem letztjährigen Turnier ist der Eindruck entstanden, ganz Berlin spielt außerhalb der IHF Handballregeln. Auf dem Papier ist Berlin der Gruppenfavorit, die Mädels haben den klaren Auftrag, im Auftaktspiel ohne Punkte in Spiel zwei zu gehen und Gruppenplatz zwei zu sichern. ZeeBee hat die Rechnung ohne die Mädels gemacht. Trotz bunter Mischung Jung- und Altjahrgang und Neuzugängen verteidigen sie wie die Großen, spielen mit den Tiefenräumen, lassen anprellen, stoppen anprellen, klauen Bälle... ZeeBee kann das 17:12 nicht verhindern.

    Zweite Chance auf eine Niederlage gegen Schwerin II, die wiederum ihr Auftaktspiel deutlich gewonnen haben. Das Spiel verläuft wesentlich offener als der Turnierauftakt, wieder kann ZeeBee das 12:11 nicht verhindern. Im Turnierverlauf muss die Korrektur nun am Samstag erfolgen, gegen Henstedt-Ulzburg III ist keine Niederlage mit regelkonformen Mitteln zu erwarten. ZeeBee übergibt bereits im letzten Vorrundenspiel das Zepter an Betreuer Maze, der am Samstag ohnehin wird übernehmen müssen.

    "Bist Du eigentlich immer entspannt? Ich habe Dich noch nie unentspannt erlebt."

    ZeeBee hat völlig ungewohnt auf der Bank Platz genommen, Neben ihm die D-Jugend von der befreundeten Peiner SG und deren kommunikativste Spielerin hat sich zur Aufgabe gemacht, ZeeBee für 2x 15 Minuten mit jeder erdenklichen Frage zu löchern. ZeeBee bekommt vom Spiel wenig mit, die Mädels holen sich mit 22:10 den nicht gewollten Gruppensieg. ZeeBee verabschiedet sich von den Mädels und übergibt endgültig das Zepter an Maze, reist wieder zur alten D-Jugend. Samstag erreichen die Mädchen durch einen 7m in letzter Sekunde gegen eine körperlich deutlich überlegene schwedische Mannschaft das 7m Werfen, verschwarken erst einmal zwei Würfe, holen durch vier gehaltene Bälle von Dampfplauderin Jule den Nachteil wieder auf und erreichen die nächste Runde. Der nächste Gegner ist eine Nummer zu groß, die Begegnung geht deutlich verloren und im Spiel um Platz 7 dürfen die Mädels noch mal richtig was dazulernen. Erstaunlich, dass der Gegner vom Stralsunder HV I überhaupt des Englischen fließend mächtig ist. ZeeBees Mädels, allesamt "bitches" und allerlei Fäkalausdrücke mehr, erhalten eine Lehrstunde in trash talk. Die Mädels sind schwer beeindruckt, zeigen mit 21:18 den versierten Anglistikerexpertinnen aus Stralsund dann aber, worauf es auf der Platte ankommt. YO, MOTHERFUCKAAAAS! IN YOUR FACE, BITCH!

    Zum dritten Mal richtet der HVNB die Mini WM für D-Jugendliche aus. O.k., eine Mini EM unterbricht die Serie. Großartige Sache, ansonsten trifft sich die Elite des Landes ja nie. Nach zweimal Silber hängen die Trauben dies Jahr - natürlich - wieder hoch, will man sich verbessern. Den ein oder anderen möglichen Gegner hat ZeeBee bereits in der Saison oder während des Turniers ausgespäht. Die Mädels rauschen punktverlustfrei durch die Vorrunde und auch in der Hauptrunde gibt es drei ungefährdete Siege. Im Viertelfinale kommt gleich das Finale des Vorjahres gegen Buxtehude. Der Bundesliganachwuchs allerdings auf dem Papier bei weitem nicht in der überragenden Verfassung des Vorjahrs und ZeeBee plant fest mit dem Halbfinale. Die Mädels wollen das Turnier für Eltern, Fans und Trainer aber doch noch etwas spannender gestalten, spielen wie eine Karre Mist und retten sich mit 7:7 in das 7m Werfen. ZeeBee fragt aus langjähriger Erfahrung die Freiwilligen lieber ab, als sie zu bestimmen. "Macht Euch keine Gedanken, Marit hält zweieinhalb Siebenmeter." Buxtehude verwirft einmal, Marit hält zwei 7m, Halbfinale.

    Jedes Jahr lässt sich ZeeBee was Neues einfallen, um gegen Ende der Saison in der Landesmeisterschaft die Gegner vor Aufgaben zu stellen. Nach den traumatischen Erfahrungen beim Rödspätte Cup, wo gleich zwei Mannschaften höchst erfolgreich mit vier Rückraumspielerinnen und ohne Kreis agiert haben, fällt die Wahl der Waffen nicht schwer. Allerdings wird nie bloß kopiert, in mehreren Trainingseinheiten wird fleißig verbessert. Der ungewöhnliche Tiefenraum im Neuner wird genutzt, immer gleich zwei Einläuferinnen in drei Varianten auf den Weg zu schicken. Das Training, ein Trainingsspiel und die ersten beiden Turnierrunden zeigen auf, dass der teuflische Plan aufzugehen scheint. Das muss erst einmal wer verteidigen.

    In der Hauptrunde (zwei Wochen zuvor) bei Werder Bremen kommt ZeeBee gerade noch rechtzeitig nach dem Samstagstraining zum 3:3 im Spitzenspiel zwischen Werder und Warberg/Lelm. Letztere das Überraschungsteam in Niedersachsen. Der Warberger Block hat in der Regionsauswahl gegen ZeeBees Block in einem Turnier im Oktober noch den schmutzigsten Handball gespielt, den ZeeBee in über dreißig Jahren im Kinderbereich je zu Gesicht bekommen hat. Jeder Wurf begleitet durch einen Schubser von der Seite, egal ob Schlag- oder Spungwurf. Die hannoversche Auswahltrainerin hat tatenlos zugeschaut, der Trainer des Gegners hat die Gunst der Stunde genutzt, dass das blutjunge Schierigespann über den Boden rollende Angreiferinnen als völlig normal empfunden hat. Mehrere Monate später hat Warberg in Bremen die Deckung etwas an die IHF Regeln angepasst. Die schmutzige Ganzfeldmanndeckung beschränkt sich darauf, den Gegnerinnen sofort bei Ballannahme die Luft aus der Lunge zu pressen. Werder hat kein Mittel dagegen, geht trotz eines sehr starken Kaders in heimischer Halle unter. ZeeBee hat Warberg daher ganz oben auf dem Zettel.

    Fortsetzung folgt.

    Im HVNB / bei nuLiga können wir jeden Spieler anklicken und haben dann auf Anhieb alle Saisonspiele aufgelistet, bei denen er auf dem Spielformular auftaucht. Macht es ziemlich leicht, die Festspielsünder zu entlarven und es fällt im weiblichen Bereich pro Saison mindestens einmal auf, wer B, A und Damen gespielt hat. Daher werden die Landesverbände womöglich unterschiedlich mit umgehen der Dokumentation der drei Spielrechte müssen. Aber der Fall mit Einsatz in vier Mannschaften sollte ein Exot bleiben.

    Ein beantragtes Spielrecht beim Zweitverein wird wohl einheitlich überall im digitalen Spielerpass eingetragen sein. Das per Erklärung festgelegte Erstspielrecht vielleicht auch noch. Die weiteren im Erstverein durch Spielen festgelegte Spielrechte werden wohl kaum vom Verband nachgetragen werden können. Ist dann aber auf einer Ebene mit dem Festspielen, das auch nirgends vermerkt ist. Müssen halt alle Beteiligten aufpassen.

    Zitat
    1) Woher weis ich denn als PassOnlinebeauftragter, welcher Spieler ab wann in welcher Mannschaft durch seinen tatsächlichen Einsatz sein Erst- und/oder Zweit- und/oder Drittspielrechtspielrecht in den ersten Wochen/Monaten “festgelegt“ hat?

    In Niedersachsen durch Einblick in nuLiga. Alle Spiele eines Spielers sind unter seinem Namen aufgelistet. Und nur so wird der Staffelleiter ggf. einen Verstoß finden, falls wer in einer vierten Mannschaft eingesetzt wurde.

    Zitat

    2) Jetzt kommt der Nachbarverein vor Saisonbeginn und möchte ein Zweitspielrecht haben.

    a) Muss ich dazu die Trainer aller maßgebenden Altersklassen im eigenen Verein befragen,

    ob und welches Zweitspielrecht selbst belegt/reserviert werden soll?

    Würde ich dringend empfehlen, bevor ein noch auszuübendes Spielrecht blockiert wird.

    Zitat

    Wem gegenüber soll diese Erklärung abgegeben werden (Trainer gegenüber dem Verein; was er sonst durch den tatsächlichen Spieleinsatz auch hat “festlegen lassen“ oder Verein gegenüber Passstelle, also mit dem Antrag auf Zweitspielrecht hochladen?

    Und was macht die Passstelle beim HVSH mit dieser/diesen Erklärungen?)?

    Das wird zukünftig mit dem Antrag auf Erteilung eines Zweitspielrechts vom Verband abgefragt. Ob es in den Pass eingetragen wird, weiß ich nicht. Wäre sinnvoll.

    Zitat

    c) Also ggf. den Antrag des Nachbarvereins ablehnen und einen Antrag auf Drittspielrecht befürworten?

    Zweit- oder Drittspielrecht ist eine Frage der Reihenfolge der Belegung/Antragstellung. Es gibt keine Rangfolge. Ich kann kein Zweitspielrecht ablehnen und ein Drittspielrecht verlangen, wenn bislang nur das Erstspielrecht vergeben ist.

    Zitat

    d) Und woher weis die Passstelle das (Zweitspielrecht schon selbst belegt), wenn sie meinen Antrag auf Zweitspielrecht

    genehmigen/ablehnen soll?

    Blick in nuLiga?

    Zitat

    3) Und wenn die bisherigen (Jugend)Spielausweise überhaupt nicht neu erstellt werden, bleiben denn die bisher eingetragen

    (alten) Doppelspielrechte und Jahres-Spielberechtigungen (s. Anhang) einfach weiterhin darin stehen?

    Die fallen am Saisonende weg.

    Gibt es irgendwo einen Zusammenfassung? :hi:

    Gültigkeit der Spielerpässe

    Da gibt es ein Missverständnis. Die Spielerpässe gelten bis zum Ende der A-Jugend, dann kommt das Erwachsenenspielrecht.

    Erst- bis Drittspielrecht im Heimverein

    Es gilt nach wie vor das Festspielen innerhalb einer Altersklasse. Ansonsten legt sich die Spielerin mit Einsatz in einer Mannschaft fest, wo Erst-, Zweit- und Drittspielrecht liegen. Hier gibt es keinerlei Prioritätenrangfolge, alle Spielrechte sind gleichberechtigt. Ist das Drittspielrecht festgelegt, gibt es in dieser Saison keinen Einsatz mehr in einer vierten Mannschaft bzw. einem zweiten Verein. Es gibt keinerlei Anträge für Spielrechte im eigenen Verein! Nichts ändert sich, bis auf die Tatsache, dass eine Spielerin nicht in vier Mannschaften spielen darf. Auch für verletzte Spielerinnen ändert sich nichts.

    Zweitspielrecht in anderem Verein

    Erst der Antrag beim Landesverband, dann das Spielrecht im Pass. Kein Festlegen durch Einsatz, dann Punkte weg. Es geht theoretisch ab dem 01.07. mit den Anträgen los, so der Landesverband dann aufgestellt ist. Nun neu (s.o.): Ist das Erstspielrecht im Heimverein noch nicht "ausgespielt", muss es durch Erklärung festgelegt werden. Dann kann das Zweitspielrecht erteilt werden. "Mannschaftsliste" kenne ich nicht, gibt es nicht in § 19 SpO.

    Zwei Mannschaften eine Altersklasse, Aushelfen nächste Altersklasse

    Auch hier ändert sich nichts. Festspielen für erste Mannschaft beachten (Jugendspielrecht spricht von "höhere Klasse", Festspielregel spricht von "höhere Mannschaft"!), die Spielrechte werden verteilt, wie zuerst, als zweites, als drittes gespielt wird.