Beiträge von nuvolo

    Für mich gibt es für eine Zeitregelung nur ein einziges aber letzten Endes ausschlaggebendes Argument und zwar die Neutralität/Objektivität einer solchen Regelung. Jegliche subjektive Einschätzung entfiele an einer spielentscheidenden Situation weitgehend. Für Nicht-Handballer wäre das auch viel verständlicher!

    Über die Thematik, ob das Stoppfoul ein sinnvolles Abwehrinstrument darstellt oder aber als absolut unfaire Handlung zu werten ist, sollte man die Spieler meines Erachtens mal selber befragen. Ich glaube, dass selbst die extremsten Knüppelgassenspieler wie Gidsel, OIM, Gisli, Claar, Pytlick usw das Stoppfoul längst als gute Abwehraktion akzeptiert haben, während Schubsen und Reingrapschen wenig Akzeptanz bei diesen Protagonisten genießt.

    Für mich ist die mittlerweile leichtfüßige schwedische Schraubzwinge aus Magdeburg diesbezüglich (Stoppfoul) derzeit weltweit die Nummer 1. Und ich glaube, dass alle Gegenspieler weltweit seine Spielweise absolut respektieren.

    Wie würdest du es denn machen?

    Erst sollten mal Daten gesammelt werden. Mittelwert und Standardabweichung, um ein Zeitfenster zu ermitteln, welches mit 90%-iger Wahrscheinlichkeit genügt, um die Angriffe abzuschließen. Daran sollten sich die Teams dann gut anpassen können, den Ballverlust zu verhindern. Damit sollte man es in Freundschaftsspielen mal testen. Turniere würden auch Sinn machen.

    Regelanpassungen wären einfach.

    Viel schneller Zeitspiel bei Freiwurf, Freiwurf, Freiwurf Sequenzen.

    Vorteilsregel eher pro Abwehrspieler auslegen, das bedeutet, wenn der Angreifer weiterspielt und der Pass nicht ankommt, wird mehr laufen gelassen.

    Magdeburg hat aber auch unabhängig davon auch einfach starke Spieler, sie würden sich also trotzdem anpassen können, auch wenn sie den Ball noch mehr laufen lassen müssen.

    Es gibt viele gute Ideen für Regelanpassungen. Magdeburg wäre da meines Erachtens auch flexibel genug, insbesondere was die Gestaltung der eigenen Abwehrstrategie angeht.

    NUR welcher Nicht-Handballer versteht das dann alles noch! Meines Erachtens wäre eine begrenzte Angriffszeit mit Shotclock die klarste und objektivste Methode für eine Regelbalance zwischen Angriffs- und Abwehrspiel ...

    Die Zweifel an Gislis Wurfkompetenz seitens der kommentierenden Dyn-Experten hat der Isi heute mal richtig pulverisiert. Da hat er ja auch aus dem Rückraum heute sehenswert genetzt.

    Der Junge zahlt das von seinem Coach in ihn gesteckte Vertrauen hundertprozentig zurück. Sein Wechselpartner Jønsson drückt kurz bei Ballgewinn auf die Tube, um dann Gisli vorne ranzulassen. Dieser Wechselmodus ist ja quasi Eishockeymodus. Kalkuliert man sonstige Spielunterbrechungen mit ein, spielen die beiden ja permanent Vollgas-Pause-Vollgas. Meines Erachtens kommen die auf 50 Wechsel pro Spiel mit jeweils 30 Minuten Highspeed-Beteiligung. Geniale Aufgabenverteilung!!

    Apropos TW-Problematik. Ich wage mal die These, dass Mandic in der internen Vorbereitungsphase für die kommende Saison steckt. Dann beginnt seine Zeit. Alles andere würde mich bei Wiegert wundern.

    Hätte, hätte ... Und hinterher ist man eben immer schlauer. Stoff für diesen Thread in der HE.

    Highlights Kielce vs. Aalborg bei YouTube.

    Kielce wird es in die Play-offs schaffen und Aalborg hilft der eine Punkt, diese vielleicht zu vermeiden.

    Achtelfinale gegen Plock ... ????

    Mit dem unnötigen Punktverlust braucht Kielce nun 2 Siege mehr als der/die zu überholende/n Konkurrent/en. Platz 6 wird es wohl werden, vermute ich.

    Kielce - Aalborg 32:32 (16:15), Ausgleich für Aalborg in der Schlußsekunde. Davor Wurffalle für Kielce, Karalek versucht es mit einem Heber gegen Niklas Landin. Der fängt den Ball, 4 Sekunden noch auf der Uhr, Pass über Knorr zu Buster Juul, Tor und Ausgleich. Talant bedient ...

    Da hätte Karalek den Heber doch nur höher ins Aus spielen müssen. Da hätte die Spieluhr doch den Sieg gebracht. Ein Heber in Landins Hand ist natürlich eine sensationell schlechte Idee gewesen.

    Nach mehrmaligem Anschauen der Wurffalle vermute ich, dass Karalek nicht gerne in die Kabine gegangen ist nach dieser Fehlleistung.

    Nochmal geschaut!!!

    Warum Alex Dujshebaev über 3 Abwehrspieler zu Karalek auf RA spielt statt einfach RM anzuspielen, gehört zur Klärung der Situation dazu.

    Das Nachkarten von Machulla bezüglich der Schiedsrichterentscheidungen fand ich ziemlich subjektiv. Die RNL haben wirklich körperlich prächtig ohne Rücksicht auf Verluste zugepackt.

    Es gab vielleicht 2 Siebenmeter zu viel für Magdeburg. Andererseits hätten es auch deutlich mehr Zeitstrafen für die RNL geben müssen.

    In solchen Spielen geht Magdeburg körperlich immer an absolute Grenzen.

    Das Spiel gegen Flensburg ist nun richtungsweisend für das mittlere Saisondrittel.

    Wieso bleibt AG mal nicht bei der Struktur vom 1. Spiel. Diese ständigen Änderungen führen immer wieder zu interne Selbstbehauptungskämpfen. Knorr spielt dann wie ein Fremdkörper und steckt damit alle anderen an, nur noch mit individuellem Tunnelblick zu agieren.

    Ein Spieler wie Suton hätte dem (zusammenhangslosen) Spiel der Nationalmannschaft heute richtig gut getan.

    Zur Analyse gehört auch ein massiv enttäuschendes Island, das über weite Strecken den Eindruck erweckte, sie hätten gar keinen Bock auf das Spiel

    Das Spielergebnis o.ä. ist für mich völlig irrelevant. Island war für mich verständlicherweise auf Schongangmodus eingestellt. Insbesondere die SCM'Stars haben genügend kommende Spiele zu bestreiten ...

    1. Der Abwehrblock plus TW ist physisch als auch antizipativ absolut konkurrenzfähig. Für die Isi-Stars lohnte es sich nicht dagegen zu fighten in einem Freundschaftsspiel.

    2. Die großen Rechtshänder etablieren sich zurecht.

    3. Juri Knorr sitzt mit im!!! ((nicht obendrauf) Boot.

    4. Mit Lichtlein und Witzke gibt es auf RM Alternativen.

    5. Die Linkshänder auf RR werden aus der Verantwortung rausgenommen wegen Formschwäche. Die Zentrierung mit Dauerfeuereinlagen von Uscins scheinen beendet. Uscins muss ein neues Spielkalkül entwickeln.

    Für mich sind das alles folgerichtige Schritte in die richtige Richtung. Mit harter konsequenter Spielweise (ohne Überreaktionen wie Dauerfeuer und zwanghaften Kreisanspielen zwecks Selbsthygiene) bekommt die Mannschaft eine tragfähige Struktur.

    Ergebnisunabhängig bin ich damit schon zufrieden.

    Die Grundlage des Siegs wurde ja vom Gummersbacher Abwehrblock plus Golla gelegt. Die großen Jungs im Rückraum mit Schluroff auf RR funktionierten auch bestens.

    Knorr hat seine Rolle dahinter/dabei gut angenommen. 👍

    Die Linkshänder im Rückraum spielen wahrscheinlich zukünftig eine reduziertere Rolle. Für mich erscheint das alles schlüssig.

    In der Nationalmannschaft geht es meines Erachtens mehr um Hierarchiestrukturen, welche in nur wenigen Sequenzen gefunden werden können. Die aktuelle Lösung erscheint mir tragfähig aufgrund des athletischen und spielerischen Potenzials der Protagonisten in Abwehr und Angriff. Zudem ist die Altersstruktur auch ideal.

    Das wäre meine Analyse des Spiels.

    Bei allem Wiegert-Gebashe hier glaube ich, dass jeder Trainer sein mit dem Team besprochenes Schiedsrichter-Treatment hat. Und da gehört Wiegert auch durch sein erarbeitetes Standing zu den besten seiner Zunft. Wir Amateure sollten da respektvoller sein. Wiegert ist aus meiner Sicht ja nur stets sachlich zweifelnd und fast nie beleidigend. Als Schiri hätte ich keine Angst vor ihm. Bei Dujshebaev oder Krickau empfinde ich das wesentlich unangemessener.

    Ist aber mein subjektiver Eindruck.

    Wiegert ist für mich jetzt schon der beste deutsche Vereinstrainer des Jahrtausends. Ich bin froh, dass Magdeburg so einen Weg konsequent gegangen ist.