Beiträge von Paul Jonas

    War abzusehen, dass Knorr 2026 geht, vermutlich unabhängig der Löwenentwicklung. Er wirkt(e) nicht wie ein „Franchise-Player“, was auch nichts verwerfliches ist. Seine Heimat ist der Norden, er will CL spielen. Für die deutschen Topteams aus dem Norden, reicht es aus meiner Sicht aktuell nicht, um sicher die Nummer 1 zu sein und das wird Knorr sicher sein wollen.

    Daher macht Aalborg Sinn und nach 2-3 Jahren dann ggf. zur SG oder dem THW, wenn er sich vernünftig entwickelt.

    Aalborg hat glaube ich ziemlich große Ambitionen.

    Da sich das bei den Löwen momentan in die falsche Richtung entwickelt, ist das schon ein folgerichtiger Wechsel....wenn das Gerücht stimmt. Finde ich grundsätzlich sehr sympathisch mal das Ausland zu wagen. Wäre ja schon was anderes als die Barca-Jugend.

    Nun, es kommt ja jetzt nicht so sehr drauf an wie ideal eine Vorbereitung abläuft, sondern ob eine Perspektive für ihn besteht komplett gesund zu werden und professionell Handball zu spielen. Das haben wir in Flensburg mit Jakob Heinl, Lars Kaufmann oder Lasse Möller ja in den letzten Jahren schon ein paar mal erlebt, auch wenn es jeweils unterschiedliche Erkrankungen sind.

    Im Zweifel gehe ich davon aus, dass man den Vertrag seines Ersatzmannes erstmal verlängert. Er war in der aktuellen Hölle Nord zu Gast. Sehr klar in seinen Perspektiven, aber Anschlussvertrag woanders scheint er noch nicht zu haben. Das dies für Flensburg nicht ideal ist, ist klar.

    @ Lasse Möller

    Ich glaube das Problem ist, dass Krickau, ich denke auch zu Recht, nun wieder meist auf Pytlik setzt. In den letzten Wochen schien Möllers Rolle in erster Linie die Überzahlsituation zu sein, wo er dann reinkommt. Genau dafür halte ich ihn, der ja gerne mal impulsiv agiert, aber eher für ungeeignet. Dafür wäre Mads ideal, wenn man denn überhaupt speziell wechseln will.

    Ist vermutlich der Kompromiss um Lasse Spielzeit zu geben, aber ist anscheinend nicht seines. Am stärksten ist Lasse allermeistens als Starter, wenn er später reinkommt, braucht er immer ein paar Minuten. Eine der wichtigen Aufgaben ist für den Trainer ist es zukünftig die richtige Balance zwischen Simon und Lasse zu finden glaube ich.

    Wir hatten in den letzten zwei ( bzw. drei) Jahren keinen Umbruch sondern eine extreme Verletztenserie und den Nachgang + einen Trainer der das nicht mehr auffangen konnte. Mit dem neuen Trainer und Veränderungen auf Schlüsselpositionen in Abwehr und Rückraum ist dies tatsächlich eine Umbruchssaison.

    Kiel sehe ich momentan nicht im Umbruch. Das geht erst los. Momentan ist es eher der konkrete Verlust von zwei Weltklassespielern

    Wie oft soll denn bitte noch die letzte Hoffnung auf die CL Quali verspielt werden? Bei 6 Spieltagen zumal. Das ist durch Prestige ob man vor Kiel landet oder Magdeburg die Meisterschaft versalzt, aber das isses dann auch.

    Das nächste Wochenende ist wichtig. Dieses Melsungen von gestern kann man mit einer konzentrierten Leistung schlagen und dann am Sonntag alles. Der Rest kommt später. Titel müssen her.

    Es gibt Spiele, da würde ich uns sofort als Meiserschaftskandidat Nr1 für die nächste Saison bezeichnen. Aber dann gibt es eben auch diese Spiele wie gestern die eben nur das Niveau hinzer der Spitze haben. Dass diese Spiele eigentlich immer auswärts sind, ist schon ein Problem. Gestern fehlten mit Smits und Jakobsen (und in der nächsten Saison Kirkelökke), die vielleicht den Unterschied gemacht hätten. Aber eben nur vielleicht! Die Konstanz ist definitiv ein Problem was zur nächsten Saison wegtrainiert werden muss, sonst wird das nichts!

    Deswegen sind wir eben da wo wir sind. So haben Berlin und Magdeburg auch gespielt früher. Dachte mir in den 10ern oft wie gut gerade und dann fehlte ihnen die Konstanz. Das war für uns immer selbstverständlich, haben wir aber eben verloren.

    Die Klasse ist aber da. Wir werden nachstes Jahr besser sein.

    Also wenn er verletzt ist kann man die Frage stellen, aber er war bei den letzten beiden Turnieren Spielmacher für Gidsel und Pytlik. Karabatic ist ev. nur noch Maskotchen, aber Hansen war im Januar erste 7.

    Doch man hat einen Qualitäts- und Quantitätsverlust. Zur Meistersaison hat man den Kader mit der Verpflichtung von Weber auf 17 Spieler erweitert. Man darf nicht vergessen dass die Spieler auch 2-3 Jahre älter geworden sind, auch hat Gisli eine weitere Schulter OP hinter sich.

    Stand jetzt hat man zur neuen Saison einen 16er Kader. Davon sind Gisli, Weber, Sully und Damgaard Angriffs- bzw. Abwehrspezialisten, wenn man sie nur als "halbe Spieler" zählt, wären es nur noch 14 Spieler. Weber scheint nun überhaupt keine Rolle zu spielen, außer auf der Bank. Zieht man den noch ab kommt man auf 13,5 Spieler. Das reicht für 60 Saisonspiele in einer Olympiasaison niemals aus.

    Dazu haben wir dahinter keine Nachwuchsspieler die man im Notfall bringen könnte.

    Also ich hoffe mal das die Kaderreduzierung auf 16 Spieler ein langfristiges Ziel ist und zur neuen Saison noch ein weiterer Spieler kommt.

    Da Island und Norwegen nicht dabei sind, kann sich der Rückraum aber ganz gut erholen.

    Naja, Totschlagargument hin oder her, diese Diskussion führt man (gerade auch die eigenen Fans) aber auch schon seit gefühlt 2014 oder so jedes Jahr und es ist hat sich anscheinend wenig verändert.

    Das mit der Müdigkeit glaube ich Parrondo sogar, aber das ist denke ich der Mentalitätsunterschied den man in Melsungen nie verändern konnte bisher, denn einmal die Woche Bundesliga, egal ob mit 3 oder 6 Rückraumspielern ist im Vergleich zum oberen Regal, was ja das Ziel ist, reiner Luxus. Dann wäre man als Europapokalteilnehmer ja gar nicht mehr spielfähig. ;)

    Danke, ich kann dir gut folgen. Das ist ja für den Handball insgesamt dann ja eher traurig, wenn das Niveau in der Spitze zurückgegangen ist. Wäre interessant, ob es Prognosen gibt, dass sich das mal wieder dreht. Vielleicht haben aber auch andere Sportarten jetzt "Konjunktur".

    Naja, worauf war die Qualität dieser Mannschaften begründet? Barca hat den Mutterverein, Paris Katar, Skopje nen Oligarchen der Steuern sparen wollte, Kielce ist ja fast ein Treppenwitz usw. bis auf die gesunde Entwicklung der französischen Liga (die durch die erfolgreiche Nationalmannschaft vermutlich eh passiert wäre) hatte das ja keinen Effekt über den Verein hinaus. Der spanische Handball an sich hat nichts von Barca, der ist ja um diesen Verein herum kollabiert auf Vereinsebene. Es passiert dadurch ja nichts nachhaltiges.

    Kreis Ab thematisiert das gerade mit dem Rückzug von Saudi-Arabien, wobei sie leider genau diese Frage da nicht stellen. Klar ist das ein schlechtes Zeichen für den Handball, wenn man so uninteressant ist, dass sich solche Geldgeber zurückziehen....aber auf der anderen Seite....was haben Katars und Saudi-Arabiens Investitionen für den Handball getan? Was wurde dadurch entwickelt? Ich finde zum Beispiel die Erweiterung der EM-Teilnehmer hatte einen viel sinnvolleren Effekt als all dieses Geld, genauso wie es eine Erweiterung der CL hätte, denn da ist in den B-Gruppen bereits einiges gutes passiert, bevor man die strich.

    Paul Jonas Deine Grundthese ist, dass die europäische Spitze nachgelassen hat. Kann es nicht auch sein, dass die deutschen Spitzenmannschaften zugelegt haben. Sei es, dass sie den moderneren Handball weiterentwickelt haben (Magdeburg, Flensburg), Unterschiedsspieler haben (Bärlin) oder ausgewogenere Teams haben (Kiel). Außerdem haben Bundesliga-Teams an jedem Spieltag Herausforderungen mit Teams, die sie mehr fordern und dadurch Erfahrungen bei schwierigeren Spielständen bringen. Selbst Spiele gegen Abstiegskandidaten gehen oft knapp aus. Stabile ausländische Erstliga-Teams wären in Deutschland zum Teil nur zeit- oder gar drittklassig.

    Also sicher hat vor allem Magdeburg einen Stil, der durchaus gerade genau den Sweet-Spot treffen könnte. Hatten wir ja schon diskutiert, diesen modernen Handball. Trotzdem hat es mich gewundert, wie sie den Wettbewerb letztes Jahr bestritten haben, weil da normal einfach Erfahrungswerte gefehlt hätten.

    Aber wenn wir mal Kiel nehmen....egal wie kritisch man die Phase sieht in der sie sich befinden: Kiel war schonmal besser ist glaube ich schon etwas was man sagen kann. Und guck dir doch mal an....2020 war das erste mal das eine deutsche Mannschaft eine Gruppe in der CL gewinnen konnte, seit es diese 8er-Gruppen gibt. Seitdem war jedes Jahr mindestens eine deutsche Mannschaft direkt im Viertelfinale und dieses Jahr gewinnen beide ihre Gruppe. Selbst wenn ich analysiere das die Kieler Gruppe machbarer gewesen wäre, war diese Konstellation zuvor doch gar nicht gegeben. Es gab vielleicht eine stärkere Gruppe auf alle 8 bezogen, aber in einer Gruppe war Barca, in einer war Paris, in einer war Vezprem und mit denen konnte über 14 Spiele 2019 oder 2017 keine deutsche Mannschaft mithalten. Es gab ja bei allen Teilnehmern auch immer wieder diese Jahre, sowohl bei Flensburg als auch bei Kiel, bei den Löwen hatte es fast System....wo man die Gruppenphase abgeschenkt hat. Platz 3-5 wird man eh, ersten drei Spiele liefen Semi, 1-2 illusorisch, kommen mal die Ersatzspieler ran.

    Berlin und Flensburg mögen entwickelt haben was sie wollen, aber die tauchen in dieser Gleichung zur Zeit ja nicht auf. Ich denke schon dass, meine These allein am Beispiel der Kieler Gruppe verdeutlich werden kann, weil ja schließlich auch Aalborg vor Kielce und Vezprem eingekehrt sind.

    Beide deutschen Mannschaften haben gute Chancen auf das FF, aber beide haben auch würdige Gegner und keine Laufkundschaft. Ich halte jedenfalls beiden die Daumen. Wäre doch toll, wenn sie am besten im Finale aufeinander treffen.

    Ohne die Leistungen von Magdeburg und Kiel schmälern zu wollen, ist dies durchaus ein realistisches Szenario, was aber eben auch aufzeigt, dass die europäische Spitze deutlich nachgelassen hat. Vor 5-10 Jahren hatte die deutsche Spitze nur selten Chancen ab dem Viertelfinale bzw. gerade der THW hat dann ja in den paar Malen wo es nach Köln ging (mit der Corona-Ausnahme) dann die Grenzen aufgezeigt bekommen. Die Löwen und Flensburg meistens ebenfalls im Viertelfinale (bis auf die eine Ausnahme von Aalborg, wo es dann eher an Flensburg lag). Bis auf 2016, wo ich Flensburg, wenn es den Fingerzeig gegen Kielce anders ausgegangen wäre, in Köln durchaus Chancen zugesprochen hätte, aber das war eben eine absolut temporäre Sache. Normal gab es eigentlich keine Titelchance.

    Gerade wenn wir jetzt von einem THW reden, der nicht ganz so auf dem Peak ist oder eben Magdeburg die First-Try (nach Ewigkeiten, mir klar was in den 2000ern war) den Wettbewerb gewinnen zeigt es mir das doch deutlich. Liegt natürlich an verschiedenen Faktoren. Die Mazedonier sind komplett abgemeldet. Aalborg und vor allem Kolstad können diese Lücken nicht füllen. Szeged momentan ebenfalls viel schlechter als früher und bei Kielce bin ich mir auch nach wie vor sicher das man so einen Kernspieler wie Remelie bis heute nicht kompensieren kann, ich finde mit ihm waren sie deutlich besser. Barca scheint auch nicht ganz Peak zu sein, Paris sowieso nicht (man muss sich wirklich mal deren frühere Gruppenphasenergebnisse als Vergleich ansehen). Maximal Vezprem, aber die gewinnen das Ding eh nicht ;) .

    Wie gesagt, will die Leistungen der beiden CL-Teilnehmer nicht schlecht reden, aber es ist schon eine historisch gute Chance für deutsche Mannschaften diesen Wettbewerb zu gewinnen. Wenn das ein lang anhaltender Trend ist, wird der EHF auch gar nichts anderes üblich bleiben, als die Teilnehmer-Anzahl der französischen und deutschen Teams bzw. der besten Ligen zu erhöhen, weil der Wettbewerb sonst einfach deutlich an Niveau verliert.

    Dies kannst du aber auch für jedes Team, egal was für ein System sie spielen, anführen. Nimmst du die tragenden Säulen raus, funktioniert der Rest nicht mehr.

    Nun, ich glaube Dänemark würde auch ohne fie beidem genannten klappen. Nur das System dann kaum noch. Magdeburg wäre sicherlich ohne ein bis 2 auch Klasse, aber das System müsste geändert werden. Generelle Spielstile hängen noch normal nicht an so individuellen Faktoren.

    @ Kiel

    Ich glaube manche unterschätzen wie allein Madsen nächste Saison einschlagen wird. Das hier ist ev. nur eine Momentaufnahme. Wenn überhaupt. Mehr als das Nordderby hat der ThW zuletzt nicht verloren.

    Die Schatulle an der dänischen Grenze wird auch nicht unendlich mit Scheinen gefüllt sein. Der jetzige Kader wird auch nicht ganz billig sein.

    Für Mensah lässt sich sicher eine Nachfolgelösung finden. Seine Zeit auf der Platte geht zu Ende.

    Ja, 2026 und dann wird ein Gehalt frei. Keinen Grund hektisch zu werden. Bisher macht er nicht den Eindruck als wenn er nachlässt eher im Gegenteil beeindruckend wie flexibel er einsetzbar ist.