Beiträge von BlKW168

    Oldenburg muss außerdem noch auswärts in Blomberg und Dortmund antreten. Ich denke, alles spricht für den THC.

    Also anstelle von Blomberg/Dortmund würde ich für das Spiel am 21./28. März ernsthaft in Erwägung ziehen, der zweiten Garde mal die Chance einzuräumen, zu zeigen, was sie tatsächlich 'drauf hat. Die dabei zu erwartenden Ergebnisse könnten sich beim Final4 für die eigenen Zielstellungen als ausgesprochen wertvoll erweisen ...

    Nicht das ich soetwas gut heißen würde, um Gottes Willen. Aber dieses Gedankenexperiment zeigt einmal mehr, wie bescheuert und letztendlich auch gefährlich dieser Modus ist!

    BR_98

    Bist du dir sicher, dass du es mit diesem Kommentar:

    Vielleicht fehlt dem Müllerchen auch ein Reizpunkt, sowas wie ein Hassobjekt a la Ludwigsburg. Gegenüber dem man sich in der Opferrolle suhlen kann.

    schaffst, diesem deinem Maßstab:

    Jetzt ist man einfach nur noch Mittelmaß in einer mittelmäßigen Liga.

    gerecht zu werden?

    Insbesondere den Begriff "Hassobjekt" finde ich in diesem Zusammenhang bemerkenswert ...

    Du magst das für Ironie halten, aber zum wiederholten Mal in seiner Karriere bekommt er eine Topmannschaft vor die Füße geworfen. Kein Wunder, dass er sich für einen guten Trainer hält.

    Mmmh, während und unmittelbar nach dem Serbienspiel hatte ich auch meine Bedenken, zu offensichtlich waren die Fehler des Trainers. Aber diese Interpretation geht mir zu weit. Ein Beispiel aus der Nationalmannschaft: Als er einen blutjungen NoName aus einem kleinen zänkischen Thüringer Bergdorf, dessen Präsenz in der 1. HBL eh nur als unerklärlicher Fehler der Handballgötter gesehen wurde, in die Auswahl holte, was wurde hier gewettert und getobt. So ein unerfahrener Spieler, der muss sich erstmal bei einer großen Mannschaft, wo er eh nur auf der Bank sitzen würde (eigentlich schon wieder ein eigenes Thema!), beweisen; da gibt es doch viel bessere; der verschwindet schneller, als er gekommen ist, wieder von der Bildfläche usw., usw.

    Nein, Alfred Gislasson (und sein Team) hat sich diese Mannschaft im Wesentlichen selber auf- und zusammengebaut und erntet jetzt die Früchte seiner Beharrlichkeit und seiner Genialität. Zur Freude von fast (!) allen hier im Forum.

    Übrigens, schon einmal darüber nachgedacht, dass 3 von 4 Trainern der Halbfinalisten hier bei der EM aus Island kommen?

    Dafür gibt es hier einen eigenen Thread, von Rheiner

    Ach nee!

    Selbst Rheiner diskutiert hier zum Thema Schiedsrichter, und der Thread zur anderen Hauptrundengruppe wimmelt seit gestern nur so an Beiträgen zu genau diesem Thema. Das wird von dir aber nicht moniert. Warum wohl?

    Solange die Schiedsrichterentscheidungen unmittelbar Einfluss nehmen auf das sportliche Geschehen ist die Verknüpfung für mich auch völlig legitim!

    Das Spiel findet auf der Platte statt.

    Alles andere, egal ob es sich um Aussagen von Kretsche, Gislason, ARD/ZDF/DYN, Bitter, SportBild, Meckes, Hanning oder Focus handelt, ist Medienzirkus. Was gesagt und geschrieben wird folgt Intentionen. Das ist nicht Wahrheit.

    Ja genau, die haben alle keine Ahnung und wollen sich nur wichtig machen.

    Naja ...

    Das Thema Schiedsrichter wird jetzt zu hoch gehängt.

    Es war nichts, was nicht bei jedem Turnier da ist, wenn es drauf ankommt.

    Oder hatten Kroatien 2019 und Österreich 2024 jeweils im wichtigen Hauptrundenspiel gegen den Gastgeber faire Schiedsrichter?

    Das sehe ich grundsätzlich anders. Nur weil es früher in Einzelfällen noch viel schlimmer war, ist es heute gut? In meinen Augen eine fragwürdige Position ...

    Was ist nun die Lösung? Weiter gerade auf die Deckung zu gehen bei 20% Erfolgsquote (weil das ja so im Regelwerk steht), zum eigenen Nachteil weiter zu stehen und (u.a.) dadurch Spiele zu verlieren. Oder man eignet es sich wie Dänen an und spielt allgemein erfolgreicher?

    Das, was du hier diskutierst, ist zwar durchaus relevant, geht aber komplett am Ausgangspunkt vorbei. Mir geht es in dieser Diskussion darum, dass sowohl die Schiedsrichterleistungen als auch das zugrundeliegende Regelwerk mit den viel zu großen Interpretationsspielräumen kritikwürdig sind und aus der Tabuzone herausgeholt werden müssen.

    Nicht nur international oder in Liga 1 und 2. Fand ich das damals besser/attraktiver/fairer? Aus heutiger Sicht auf gar keinen Fall! Wenn ich mir heute Spiele aus den 70/80ern anschaue muss ich jedes Mal aufs neue feststellen: puh was für ein langweiliger Sport Handball doch mal war.

    Wenn du meinst...

    Ich habe in genau diesem Zeitraum in nahezu allen Altersklassen (mit mehreren Auswahlberufungen) gespielt und habe da eine ganz andere Erinnerung. Übrigens genauso wie alle ehemaligen Mitspieler und auch Gegenspieler, mit denen ich mich noch heute regelmäßig austausche. Es ist ein Unterschied, ob man etwas selber erlebt und gestaltet oder rückschauend von außen in Fragmenten betrachtet und bewertet. Alles hat seine Zeit ...

    Grade im Focus gelesen . . .

    Schiedsrichter

    Wenn ich das, was im Focus geschrieben steht, mit einigen Kommentaren hier zusammenführe, heißt das ja in etwa, dass wir vor allem deswegen gegen Dänemark verlieren, weil sich die Dänen besser als wir auf Schiedsrichter einstellen, für die warum auch immer das Regelwerk nur eine grobe Orientierung für ihr (manchmal mehr als seltsames) Treiben darstellt. Wenn jetzt der Lösungsansatz lautet, "von den Dänen lernen heißt siegen lernen" frage ich mich schon, ob hier der Kern des Problems wirklich erkannt wurde. Und den aus einer solchen Strategie resultierenden Handball der Zukunft mag' ich mir gar nicht vorstellen. Denn ich projiziere eine entsprechende Entwicklung nicht nur auf die Nationalmannschaft(en), wo die Auswirkungen schon katastrophal genug wären, sondern wegen der Vorbildwirkung auf den Handball insgesamt von der Weltmeisterschaft bis zum Schülerturnier in Kleinkleckersdorf. Wollen wir das wirklich? Wird der Handball so wieder attraktiver gerade auch für die jungen Menschen?

    Ich kann es mir nicht vorstellen ...

    Kohlbacher ist da beim Anlauf des Außens rückwärts immer weiter in dessen Bahn getrippelt, der stand mal so gar nicht.

    Rückwärtslaufen ist meines Wissens kein Regelverstoß. Was ist denn die Alternative zum Verkürzen des Freiraumes? Soll der Abwehrspieler anfangen wegzulaufen, wenn der Außen den Ball fängt?

    Und in dieser konkreten Situation steht der Abwehrspieler definitiv, als sich die Bewegungslinien treffen. Nichts anderes darf das Bewertungskriterium sein. Und dass der Angreifer mit seinem Fuß den Kontakt mit dem Fuß des Abwehrspielers sucht und findet, ist ja beim besten Willen auch nicht zu übersehen ...

    Welche Aussenwirkung? Was können wir uns davon kaufen? Ist der Fairplay-Sieger automatisch fürs HF qualifiziert?

    Zu der letzten Zeit der "Drecksäcke" wurden wir wenigstens Europa- und Weltmeister und haben jahrelang auf einem konstant hohen Niveau gespielt.

    Bisher hat der Handball mit einem außergewöhnlichen Fairnessanspruch insbesondere der Aktiven auf dem Feld auch und gerade bei den Zuschauern ein Alleinstellungsmerkmal besessen. Wir alle (Aktive, Trainer, Offizielle, Ehemalige und in besonderer Verantwortung die Verbandsfunktionäre) sind auf dem besten Weg, dieses Alleinstellungsmerkmal durch einen völlig unnötigen und verantwortungslosen Paradigmenwechsel ernsthaft auf's Spiel zu setzen. Ist es das wirklich wert? In meinen Augen überwiegen die Risiken die Chancen bei Weitem ...

    Aber auch das zu "lesen" gehört zu einer guten Mannschaft. Wir mögen talentiert und bis zu einem gewissen Punkt weltklasse sein (U). Eben so lange ein sauberes, faires und technisch gutes Spiel gefordert wird. Aber im Herrenbereich zählt eben auch wie man den Gegner nicht nur mit vollkommen sauberen Mitteln auseinanderspielt.

    In der Bundesliga regen wir uns über Gidsel oder Kristjansson auf, über so manchen harten und nicht immer sauberen Abwehrspieler, über Aktionen von Duvnjak usw. Ein deutscher Spieler wird da kaum genannt. Wenn man über Golla spricht, dann nur wie überaus fair dieser spielt, nicht wie überaus grenzwertig er als Gegenspieler agiert.

    Unsere Außen hatten kaum Würfe in dem gesamten Turnier, weil sie kaum den Ball hatten...

    Ich meinte mit den Außen 7m dieses Kontakt suchen des Außen beim Wurf, um eben diesen + 2 Minuten zu bekommen

    Das ist nach meiner Überzeugung nicht die Philosophie, die den Handballsport in seiner Außenwirkung weiter bringt. Und diese Kommentare (ausdrücklich keine Kritik an den Kommentatoren !) zeigen nur, wie tief wir diese offenkundigen Fehlentwicklungen schon verinnerlicht haben...

    Verdienter Sieg der Dänen, paar Pfosten, paar miese Würfe und tolle Emil-Paraden, paarmal Schiris, da kann das leider nicht klappen.

    Aber eins geht mir unabhängig vom Ergebnis mittlerweile komplett gegen den Strich: 4 und mehr Schritte. Paar Dänen und Isis und was weiß ich wer haben das perfektioniert. Macht mir nullkommanull Spaß.

    Meine Frau (keine Handballexpertin, aber sehr interessierter Fan und bei guten Spielen begeisterte Zuschauerin, auch wenn ihr jeweiliger Favorit letztendlich nicht gewinnt) ist Mitte der 2. Halbzeit bügeln gegangen. Ihr Kommentar: Das tue ich mir nicht länger an! Final(!) auslösende Aktionen waren:

    Die lächerliche quasi Doppelzeitstrafe in der 37./38. Spielminute

    Die 2 min-Zeitstrafe gegen Grgic

    Der 7m für die Dänen, als der Außen (war glaub' ich Kirkelökke) gezielt auf den Fuß des stehenden (!) deutschen Abwehrspielers tritt (der dafür auch noch 2min erhält!), um im Falle eines Fehlwurfs wenigstens diesen Strafwurf zu bekommen; diese Szene gab es nahezu identisch schon mehrfach bei dieser EM, ist ein klarer Beleg, wie unsinnig viele vorgegebene Regelinterpretationen sind

    Die vielen ungeahndeten Schrittfehler der Dänen

    Die extrem einseitig ausgelegte Zeitspielregel

    Ganz grundsätzlich die Tatsache, dass die vielen Fehlentscheidungen sehr ungleichmäßig verteilt wurden

    Die 7m-Entscheidung unmittelbar vor der Halbzeit, obwohl der Ball im Tor war, war übrigens schon der erste Aufreger

    ...

    Wie hier schon mehrfach betont wurde, reichen in so einem wichtigen Spiel zum richtigen Zeitpunkt einige wenige fragwürdige, weil einseitig ausgelegte Entscheidungen, um die Fronten zu klären. Diese Aufgabe haben die beiden Unparteiischen :irony:

    perfekt gelöst.

    Das Problem ist weniger der auf diese Art und Weise eher fragwürdig zustandegekommene, letztendlich sogar deutliche Sieg der Dänen. Das Problem ist, dass unser Sport durch solche auch und gerade für Handballlaien offenkundig fragwürdige Regeln und Regelinterpretationen außerhalb der Handballblase mehr Fragezeichen als Ausrufezeichen produziert. Und das wird nicht besser, je häufiger das passiert und je länger wir dem tatenlos zusehen und uns jeder diesbezüglichen Diskussion verweigern. Wir müssen endlich anfangen, dieses Thema aus dem Tabustatus zu lösen und das Regelwerk und die Schiedsrichterleistungen offen und lösungsorientiert zu diskutieren und zu verbessern, sonst isolieren wir uns immer weiter ...

    Die beste „Überarbeitung“ dieser Farce wäre eine öffentliche Entschuldigung an alle Fans und die Rückkehr zu einer normalen Runde.

    Danke für diese Bestätigung. Das schreibe ich hier schon, seitdem diese krude Idee, die Meisterschaft (wieder, hat sich ja schon mal als Schuss in den Ofen herausgestellt) als eine Art Pokalrunde auszuspielen, tatsächlich in die Realität umgesetzt wurde!