Das erste enge Spiel in dieser Saison, dass der TBV nicht verloren hat. Von einem Punktgewinn mag ich dennoch nicht sprechen.
Größter Gegner des TBV einmal mehr er selbst, denn bei Wetzlar darf man sich fragen, warum die nicht jetzt schon dicker im Abstiegskampf stecken. Das kann aber sicher noch kommen.
Erschreckend für mich, dass Sutons Schwachsinns-Würfchen in der 2. Welle aus geschätzten 12 Metern etwa drei Minuten vor Schluss an ... Ungeschicklichkeit ... noch überboten werden konnte, aber tatsächlich wird vier Sekunden vor Schluss die Uhr angehalten, Lemgo erhält einen Freiwurf. Der mit 210 cm längste Spieler erhält den Ball, und natürlich denkt man: wirf, triff oder nicht, König oder Bettelmann, aber in diesem Augenblick spielt der - immerhin, ja - Nationalspieler den Ball so miserabel und vage in Richtung des Lemgoer Rechtsaußen, dass man es nicht glauben will. Ball abgefangen, letzte Siegchance nicht in Anspruch genommen. In drei Jahrzehnten, die ich nun zur Lipperlandhalle gehe, eine der absolut dämlichsten Aktionen, die ich dort je gesehen habe. Glückwunsch!
Was soll`s. Insgesamt lässt der TBV viel zu viele Punkte gegen Mannschaften liegen, die es auch nicht besser können. Das Remis ist für mich eindeutig eine gefühlte Niederlage. Es gab heute keine 5- bis 8-minutige Phase, in der man wie zuvor Berlin, Lübbecke, Magdeburg und Göppingen reihenweise zu Gegenstößen und damit zum Spielgewinn eingeladen hat, das könnte man positiv bemerken.
Bei den Gästen hat mich die Konstanz von Ivano Balic beeindruckt, der den inoffiziellen Weltrekord im Arme-ausbreiten-und-lamentieren halten dürfte.
Na, zum Glück ist bald Bundesliga-Pause. 