Freundschaft!
Nach dem Spiel kann ich das schon reflektiert einordnen, bin da wohl emotional unserem Mastermind ähnlich. Während eines Spiels könnte ich aber ausrasten - können auch meine Jungs (oder Schieris
) ein Lied von singen. Nach dem Spiel kann ich das alles entspannt besprechen und einordnen und gestern war es eine absolute Demonstration, man hat den amtierenden Meister in dessen eigener Halle 40 - 45 Minuten am Nasenring durch die Manege gezogen und in seine Einzelteile zerlegt. Welchen Einfluss da Bob, Steffel, K73, Siewert oder Krickau auf die Füchseleistung hatten, ist mir ziemlich egal, das war ganz großes Kino vom SCM - danke dafür!
Du wirst Dich daran gewöhnen müssen. Ich als Statistiker will auch immer, dass man da durchzieht, wenn ich einen Rekord wittere. Wird die Mannschaft aber nicht machen. Das war mir schon in Lemgo klar. Da hat man volles Rohr angefangen (ich habe mir das erste Tor x-mal angeguckt, da sieht man alle Elemente, die den SCM im Moment auszeichnen). Nach zehn Minuten ist man vom Gas gegangen. Und dann genau so dosiert, wie man es brauchte (Spiel lag ab dem 3:0 immer zwischen 3 und 7 Toren Abstand). Immer, wenn man ein Tor brauchte, hat man eins gemacht. In Berlin hat man halt nicht nach zehn Minuten den Fuß vom Gas genommen, sondern erst nach 40 Minuten, weil der Gegner halt ein anderer war. Nach der Pause hätte man noch keine Luft ran lassen dürfen. Da wäre mit der Halle vielleicht noch mal was passiert.
Die Mannschaft macht das so, weil sie es kann. Sie hat die Klasse und die Routine, dass so zu regulieren. Und das macht sie dann auch, egal was Wiegert sagt. Das ist normal. Wenn ich mir die übermächtigen Mannschaften der Vergangenheit angucke, dann haben deren große Siege eigentlich immer Phase, in dem sie den Gegner erdrücken und dann runter schalten.