Beiträge von Midsommar

    Ich mich auch... Vielleicht muss hier auch berücksichtigt werden, wie viele Aktionen ein Spieler pro Spiel hat. Entsprechend steigt ja auch die Bevorteilung der Mannschaft, die einen "Bonusspieler" hat.

    Außerdem finde ich, dass gerade bei Elias relativ häufig Schrittfehler gepfiffen werden. Ich erwische mich dann manchmal bei dem Gedanken, ob sein Status nicht ausreicht oder er seine Aktion nicht überzeugend genug gespielt hat. Und das ist ja eigentlich absurd.

    Das Thema müsste von den Verbänden angegangen werden, weil es immer mehr Spieler betrifft.

    Schon länger nichts geschrieben, aber das Spiel heute hat - insbesondere nach der vergangenen Saison - einfach Spaß gemacht. Sinnbildlich dafür Kösters Lächeln. Auch wenn noch nicht alles perfekt war, kann man schon erkennen, wo es hingehen kann und dass viel mehr Leichtigkeit im Spiel da ist.

    Außerdem sehr angenehm, wie wenig Theatralik zu sehen war. Lag es an den Schiris oder an den Spielern...

    So oder so... Ich freue mich sehr auf die Saison ☺️

    Beim Spiel gegen den SCM gab es, wenn ich mich recht erinnere, eine Auszeit, in der ein Spieler von Aalborg in Frage gestellt hat, ob sie wirklich das spielen sollen, was Machulla gerade angesagt hat. Das heißt für mich, dass er entweder von den Spielern nicht komplett akzeptiert wurde oder dass die Vorstellungen, wie Handball gespielt werden soll, einfach nicht zusammenpassten. Vielleicht auch beides. Wenn die Mannschaft unterm Strich nicht für den Trainer spielen will, kann ich die Entscheidung des Vereins nachvollziehen.

    Vielleicht könnte Karl eine Saison bei der HSG Wetzlar bzw. bei Frank Carstens Selbstvertrauen aufbauen? Hat jemand mitbekommen, was Lennart Wilken-Johannes heute bei Wetzlar-Löwen zur halblinken Position bei Wetzlar gesagt hat? Ich habe das verpasst... Lieber wäre mir natürlich, wenn Karl es bei uns noch schafft.

    Und nochmal zur Szene mit Dule... Für mich sah es so aus, als ob er sich den Nacken hält und dann lediglich die zweite Hand dazu nimmt... Also nichts mit Anzeigen eines Gesichtstreffers. So unterschiedlich können Wahrnehmungen sein.

    Midsommar, Ausgangspunkt war ja die Frage, die auch hier im Forum aufgetaucht ist, warum der THW in beiden Wettbewerben z.Z. unterschiedlich erfolgreich ist. Da kann Kretzsche im Video-Podcast kein Referat über eine Stunde halten, muß natürlich eine Erklärung verkürzen.

    Mit dem Verkürzen hast du Recht, aber es ist so verkürzt und plakativ, dass es m.E. keine treffende Analyse mehr ist.

    Ob man die Spielsysteme nun modern oder antiquiert nennt, ist doch nebensächlich aus meiner Sicht. Ebenso könnte man grün oder blau sagen. Sie sind unterschiedlich, konkurrieren miteinander und vielleicht gibt es auch schon hybride Versionen. Dieser Entwicklungsprozess, läuft ja permanent. Die vielen Regeländerungen in den letzten ca. 25 Jahren, haben den Handball grundlegend verändert. Dazu kommen, wie Du auch erwähnt hast, unterschiedliche Regelauslegungen bei verschiedenen Wettbewerben. Es gibt eben diverse Einflußfaktoren.

    Bei den Nationalmannschaften sind mMn auch deutliche Veränderungen zu erkennen. Klar, die Franzosen haben immer noch eine überragende Physis und nutzen diese in ihrem Spiel. Aber hätte ein Prandi früher in die Schablone gepasst? Die Dänen mit Pytlick und Gidsel, entsprechen doch auch nicht mehr dem klassischen Handballstil der letzten 30 Jahre.

    Das sehe ich eben anders. Das eine ist eine Wertung, das andere eine Beschreibung.

    Dass es einen kontinuierlichen Entwicklungsprozess gibt, würde ich unterschreiben. Gleichzeitig frage ich mich immer häufiger, was dann eigentlich mit dem klassischen Handballstil gemeint ist. Ausnahmespieler gab und gibt es immer.

    Der Erklärungsansatz ist einfach viel zu simpel und versucht dieses Narrativ zu bedienen, dass es nur noch ein erfolgreiches Spielsystem geben kann. Durch die Attribute "modern" vs. "antiquiert" wird dies dann auch noch be- bzw. verurteilt. Dass bspw. Frankreich mit physisch starken und auch großen Spielern äußerst erfolgreich ist, wird da gern nicht erwähnt, weil das nicht in die Argumentation passt... Auch nicht diskutiert die teilweise sehr unterschiedliche Regelauslegung in den internationalen Wettbewerben im Vergleich zur Bundesliga und wie sich das auf die Erfolgsaussichten bestimmter Spielstile auswirkt.

    In einem Beitrag wurde schon einmal geschrieben, dass der THW auch in der CL nicht durchmarschiert ist. Der Gruppensieg kam durch mehrere Faktoren zustande, hier war nicht die Konstanz nötig wie in der Bundesliga. Dass der THW diese Konstanz nicht hat, liegt an vielfältigen Gründen, die hier auch schon diskutiert wurden.

    Guter Punkt. Zumal in den nächsten Jahren keiner der Bundesligisten 100%ig mit einer CL-Teilnahme planen kann.

    Außerdem habe ich den Eindruck, dass sowohl hier als auch von einigen Experten in den Medien unsere "Umbruchsjahre" mit zum Teil krachenden Niederlagen (z.B. PSG) kollektiv vergessen und verdrängt wurden.

    Was mir immer wieder in den Sinn kommt, ist allerdings die Frage, ob wir in dieser Saison nicht besser dastehen würden, wenn man auf die Verletzung von Gerard früher reagiert hätte und die Situation auf Halbrechts eine andere gewesen wäre. Aber hätte, wäre...

    Lichtlein bleibt doch nicht auf der Strecke, er wird nur behutsamer integriert und offenbar langsamer als viele wollen.

    Eine Mannschaft zu bauen bedeutet zum Beispiel auch nicht das man einen Spieler wie Knorr fallen lässt, sobald Probleme auftreten, jetzt Lichtlein hochjazzen und nächstes Jahr runterschreiben um den nächsten "Superstar" durch die Manege zu ziehen?

    Ich bin kein Knorr-Fan, ich finde ihn sogar eher unsympathisch, aber ich finde es schon bedenklich wie bereit viele sind, so einen talentierten Spieler wegzuschmeißen, nachdem ihm vorher offensichtlich viel zu viel Druck gemacht wurde, ein Druck den viele größere Stars auch nicht stemmen könnten.

    Man sollte m.E. wirklich positiv hervorheben, dass Lichtlein so behutsam herangeführt wird. So besteht auch deutlich weniger Risiko, dass er medial "verbrannt" wird.

    Auf Knorr lastete von Anfang an zu viel Druck, da es im deutschen Kader lange zu wenig Möglichkeiten auf der Spielmacherposition gab und er dann zum "Heilsbringer" stilisiert wurde. Ich hoffe, dass der mediale Fokus künftig mehr auf die ganze Mannschaft gelegt wird. Ansätze waren ja bei der Quali schon erkennbar.