Beiträge von nicnamejue

    Dann hättest Du von einer Übertragung bei ARD/ZDF, DYN, Eurosport, DAZN, Sporteurope.tv, o.ä. genauso viel bzw. genauso wenig erfahren.

    Mmh, vielleicht doch, wenn ich da gerade den TV eingeschaltet hätte. Startet bei ARD, evtl. hätte ich auch noch ins ZDF gezappt und dann nach 5min wieder ausgemacht. Pro7 läuft bei mir ausschließlich am Di um 20.15.

    Beim Rest der Sender hast du 100% recht.

    Aber ja: Informationen sind auch eine Holschuld und ich bekenne, mich nicht umfassend informiert zu haben.

    Geht aber noch krasser: eine Bekannte kam jetzt aus Australien heim und hat sich gewundert, warum das Benzin so teuer ist.

    Du hast doch Dein Gedankenexperiment noch nicht mal selbst zu Ende gedacht,

    Es braucht keine Gedankenexperimente, um zu erkennen, dass sich Bovola, den ich im Übrigen als User sehr schätze, hier in etwas verrannt hat. Ich feiere, dass er die Fahne des deutschen Damenhandballs in dieser aussichtslosen "Schlacht" so hochhält. Das ist allen Ehren wert.

    Wenn wir in dieser Diskussio schon mit Übertragungen arbeiten: Die Fahnenträger waren, nebenbei, diejenigen, die die meisten Pfeile abbekommen haben, ohne sich - mangels freier Hände - adäquat verteidigen zu können. Hatten sie keine Mitstreiter, die sie verteidigten, waren sie die ersten Opfer. Dann mussten sie, war ihnen ihr Leben lieb, rechtzeitig das Schlachtfeld verlassen. Taten sie das nicht, gingen sie in Ehren unter.

    Bin ich doch froh, dass Bovola hier, bei aller Parallelität sich nur in einem Internetforum verkämpft, er würde mir fehlen (nicht nur wegen der zuverlässigen TV-Tipps für free-TV-User)...

    Steak ruft

    Du hast von einem Qualitätsproblem in der HBF1 gesprochen. Das ist natürlich eine Anspruchshaltung. Denn dir reicht die Qualität offenbar nicht aus. Mit "mittlerweile im freien Fall" hast du drastisch ausgedrückt, dass sie sich schnell und deutlich verschlechtert habe.

    Ich halte das für eine subjektive Betrachtung und für ein in vielen Sportbereichen zu beobachtendes Bashing von sogenannten Fans gegenüber den Sportlern. Es gibt keine objektiven Zahlen, welche diesen Frust rechtfertigen würden. Wenn Fehlerquoten steigen würden, läge dies nicht an der Qualität der Spielerinnen, sondern am geänderten, schnelleren Spiel.

    Im internationalen Gefüge muss man die HBF realistisch einordnen. Sie gehört zur europäischen Verfolgergruppe, aber nicht zur absoluten Spitze. Aber dass sie im freien Fall ist, das bezweifle ich sehr.

    Jetzt bin ich aber gespannt: wie stufst du mich dann so ein?

    Ich sehe auch einen Qualitätsverlust im weiblichen Handball in Deutschland, bin mit der Qualität in den Ligen aber trotzdem zufrieden. Einfach, weil ich anerkenne, dass mit den zur Verfügung stehenden Mitteln und den bestehenden Strukturen nicht (viel) mehr herauszuholen ist. Nicht von den Vereinen, nicht von den Trainern und schon gar nicht von den Spielerinnen. Einzig bei den Verbänden bin ich mir nicht so sicher.

    Nicht den passenden Zeitpunkt verpassen! ...laut Gino Smits sind das ja nur zwei Wochen im Jahr, an denen "trainingsfrei" ist. :cool:

    Ja, daran erinnere ich mich auch noch ^^

    In der Tat, die halbwegs Erholungsphase zwischen Rundenende bzw Qualiende und Beginn Testspielsaison ist schnell vorbei.

    Für Selbstreflexionen ist aber der Zeitpunkt zwischen Weihnachten und Neujahr ideal. Im Januar wollen die Vereine von ihren Spielern ja schon wieder Commitments zur neuen Saison hören. Wer da leichtfertig bzw unreflektiert zusagt, dem fällt es dann später uU schwer, einen Rückzieher zu machen.

    Ich kann allem bisher geschrieben nur zustimmen. Ich kann aus eigener Erfahrung noch ergänze, dass auch die schulische Leistung nicht unter 4-6 Handballeinsätzen je Woche leiden muss. Dazu gehört aber natürlich a) eine gewisser Grad an Intelligenz und b) ein sehr hohes Maß an Diszipliniertheit dazu, jede freie Minute (Fahrten zum Training, zum Spiel) zu nutzen, zumindest, wenn erforderlich. Aber das ist ja das tolle, dass das für die Kinder oft gar kein Problem ist, weil sie über den Sport sowieso lernen, extrem diszipliniert zu sein (Lauftraining zu Hause etc lässt grüßen).

    Ich empfehle, nach jeder Saison (wenn mal ein kleiner Break da ist und somit etwas Zeit zum Reflektieren) die Tochter aufzufordern, sich selber zu hinterfragen, ob sie mit ihrer Entscheidung weiter glücklich ist oder ob sich Prioritäten verschoben haben.

    Für deine Tochter scheint es im Heimverein nicht mehr zu passen. Darauf sollte sie reagieren und ihr ihr auch Mut machen, sich auf ein neues Team einzulassen. Ob und wie lange die Hochzeit auf zwei Baustellen von ihr betanzt werden kann, wird sich zeigen. Ich vermute, nach einer Saison wird sie ganz wechseln. Aber zum Start kann auch das Modell mit zwei Vereinen funktionieren.

    Für euch als Eltern wird es auch eine Umstellung sein. Fast kein gemeinsamer Abend/WoE mehr, weil immer einer mit beim Training oder Spiel ist. Nahezu keine Zeit mehr für eigene Hobbys. Man muss schon auch verzichten können. Aber es können auch die schönsten Eltern-Kind-Jahre werden: die häufigen gemeinsamen Fahrten, Freud und Leid nach praktisch jedem Training miteinander zu teilen und sein Kind in mitunter emotional extremen Situationen begleiten, beraten und unterstützen zu dürfen, kann sehr bereichernd sein. Die Zeit mit den Kindern zuhause ist ja sehr schnell rum.

    Ich kann nur Mut machen. Der Ehrgeiz der Eltern sollte nur nie größer als der des Kindes werden. Und die Ausgangstür kann und darf man dem Kind auch nicht verstellen, wenn es doch nichts war.

    Wenn das alles passt: let's do it!