1. BL Frauen - Wechsel und Personalien 2026/2027

  • Deine objektiven Zahlen sind nichts wert. Weil eine LA in der Liga aktuell einen gleichen Schnitt wirft wie eine in 2017 soll das eine unveränderte Qualität zeigen oder was?

    Selten so etwas Dummes gehört.

    Es geht darum, welche Qualität in den letzten Jahren abgewandert ist und aktuell keine Qualität dazu kommt, die annähernd vergleichbar ist. Das ist ein gravierender Niveauabsturz und ohne sichtbare Trendwende wird aus einem Absturz der freie Fall.

    Mit dummem Geschwätz kennst du dich ja aus. Wer hat was von Wurfstatistiken gesagt?

  • hat das hier schon jemand vermerkt ? (hatte übersehen das Horst schneller war -lass es trotzdem mal so stehen)

    Mit der isländischen Nationalspielerin Alfa Brà Oddsdóttir Hagalin wird eine 20-jährige Abwehrspezialistin künftig das Trikot des THC tragen.

    Kader damit komplett

    Zuvor hatten die Thüringerinnen schon die brasilianische Nationalspielerin Marcela Arounian (Kreisläuferin), die ungarische Nationalspielerin Luca Csíkos (Rückraum) sowie Torhüterin Maie Gomaa aus Ägypten verpflichtet und zudem mit Teresa von Prittwitz, Levke Kretschmann und Jolina Huhnstock ein Trio vom Ligakonkurrenten Buxtehude nach Thüringen gelockt.

    Quelle Thüringer Allgemeine

  • "Zum Zeitpunkt, als sie in der Bundesliga spielten, waren sie amtierende Weltmeisterinnen." ist korrekt, da sich "amtierend" in diesem Satz auf den Zeitpunkt in der Vergangenheit bezieht.

    Wie würdest du das denn schreiben? :/

  • Eigentlich sollte klar sein, was Br_98 sagen möchte.

    Es ist halt Fakt, dass in den letzten Jahren deutlich mehr Klasse die Liga verlassen hat als Klasse zu uns gekommen ist.

    Ihr immer mit euren Fakten, die ihr nicht belegen könnt. BR 98 schreibt "die Qualität der HBF1 ist mittlerweile im freien Fall".

    Gedankenexperiment: Die Top 6 Mannschaften von 2020/21 spielen gemeinsam mit den heutigen Top 6 Mannschaften in einer Liga.
    Und ihr glaubt, dass die damaligen Top 6 am Saisonende oben und die heutigen Top 6 unten stehen würden? Freier Fall impliziert ja sowas...

    2020/21:
    Borussia Dortmund
    SG BBM Bietigheim
    TuS Metzingen
    Thüringer HC
    HSG Blomberg-Lippe
    Sport-Union Neckarsulm

    2025/26:
    Borussia Dortmund
    HSG Blomberg-Lippe
    HSG Bensheim/Auerbach
    Thüringer HC
    VfL Oldenburg
    Sport-Union Neckarsulm

  • Daran merkt man, dass du den Kern der Sache nicht siehst

    Stark vereinfacht gesagt und nicht despektierlich :

    Wenn in einer Firma Jahr für Jahr die besten Kräfte gehen und Jahr für Jahr nur mit Azubis "aufgefüllt" wird, wie wirkt sich das auf die Qualität in der Firma aus ?

  • Ich finde, beide Seiten der Diskussion legen gerade jede Aussage zu sehr auf die Goldwaage.

    "freier Fall" - war, so interpretiere ich es jetzt einfach, überspitz formuliert und jeder weiß genau was damit gemeint ist. Fakt ist allerdings, dass seit geraumer Zeit die "besten Spielerinnen" (in Anführungszeichen da auch Definitionssache) die Liga verlassen und vorrangig mit Nachwuchstalenten oder 2.Ligaspielerinnen (Ja Horst, oder auch 3.Ligaspielerinnen) aufgefüllt wird. Das ist in meinen Augen aber per se nichts schlechtes, natürlich aber erstmal schwächer als die Qualität die die Liga verlässt. Nichtsdestotrotz haben alle Spielerinnen, die die Liga irgendwann mal verlassen (haben), nicht als Top-Star angefangen und kamen auch aus Liga 2 oder einer Nachwuchsmannschaft (A-Buli etc). Die HBF ist aktuell einfach eine Sprungbrettliga und das wird vermutlich, sollte sich nicht zeitnah signifikant was ändern, auch eine Weile noch so bleiben. Es gibt eben keine Mannschaft mehr wie Bietigheim/Ludwigsburg die wirkliche Top-Stars holen und halten können. Dafür ist die Wirtschaftlichkeit der Vereine einfach nicht gut genug. Keine Mannschaft in der HBF könnte eine Bruna de Paula finanzieren. Also müssen wir, als Zuschauer, aktuell mit dieser Phase leben. Natürlich nicht zufrieden sein und die Kritik auch anbringen. Der BVB hätte vermutlich mehr Möglichkeiten als die Spielerinnen die sie holen, aber das liegt nun dann eben mehr an der sportlichen Leitung wie und an wen die Transfergelder gehen. Wobei hier ja auch nicht alles schlecht ist -im Gegenteil.

    Nichtsdestotrotz haben wir doch nun auch einige neue Gesichter in der kommenden Saison dabei und wer weiß, vielleiht entwickelt (oder stellt sich heraus) als ein neuer Top-Star. Ob diese dann langfristig zu halten sind? Vermutlich nicht. Geld regiert die Welt. Vor allem im Frauen Handball.


    Zudem hat die HBF den "Nachteil" das Gegenstück zu der stärksten Liga der Welt zu sein. Wir sind in Deutschland mit der HBL auch einfach extrem verwöhnt.

  • Daran merkt man, dass du den Kern der Sache nicht siehst

    Stark vereinfacht gesagt und nicht despektierlich :

    Wenn in einer Firma Jahr für Jahr die besten Kräfte gehen und Jahr für Jahr nur mit Azubis "aufgefüllt" wird, wie wirkt sich das auf die Qualität in der Firma aus ?

    Auch nicht despektierlich: Du hast noch nicht in Unternehmen gearbeitet?

    Denn genau das findet in guten Unternehmen meistens statt. Gute Leute gehen und werden ersetzt, indem einerseits Nachwuchskräfte von außen rekrutiert werden und indem intern die ganze Belegschaft durch Weiterbildung, Erfahrungszuwachs und Innovation auf eine höhere Stufe gebracht wird. So bleibt das Niveau zumeist erhalten oder verbessert sich. Wie anders sollte es in einer Volkswirtschaft funktionieren, in der stets die erfahrensten Leute den Arbeitsmarkt verlassen und neue hinzukommen?

    Will noch jemand die Frage aus meinem Gedankenexperiment beantworten?

  • Daran merkt man, dass du den Kern der Sache nicht siehst

    Stark vereinfacht gesagt und nicht despektierlich :

    Wenn in einer Firma Jahr für Jahr die besten Kräfte gehen und Jahr für Jahr nur mit Azubis "aufgefüllt" wird, wie wirkt sich das auf die Qualität in der Firma aus ?

    In einer Firma spricht man heute gern von „Brain Drain“ oder „Qualitätsabwärtsspirale“, wenn Jahr für Jahr die besten Kräfte gehen und nur durch Auszubildende „aufgefüllt“ wird. Im Fall des deutschen Frauenhandballs würde ich das eher „strukturelle Verelendung“ nennen – das trifft es für den ganzen Sportzweig bei aller Euphorie über die Erfolge des Verbands wohl am ehesten.

    Wie man mittlerweile wohl gesichert festellen kann: Die Reformen können die strukturelle Verelendung. wenn überhaupt, nur teilweise bremsen, sind aber allein keine ausreichende Maßnahme, um sie langfristig zu stoppen. Sie wirken auf mich auch eher wie ein nachgeordnete Korrektur des Systems, nicht wie ein Heilrezept.

    Durch die bisherigen Maßnahmen konzentrieren sich das Geld und die Talente noch stärker auf nur wenige Vereine – und die Kluft zu den unteren Ligen wächst oft sogar weiter. Gleichzeitig ändert so eine Strukturänderung nichts an:

    • schwachen Vereinsstrukturen,
    • fehlender oder nur bruchstückhafter Nachwuchsarbeit,
    • mangelhafter Infrastruktur und fehlender Planung in den unteren Klassen.

    Genau diese Faktoren sind es aber, die die strukturelle Verelendung des Frauenhandballs langfristig antreiben – und genau dort müsste ein Umdenken bzw. echte Reform stattfinden.

  • Auch nicht despektierlich: Du hast noch nicht in Unternehmen gearbeitet?

    Denn genau das findet in guten Unternehmen meistens statt. Gute Leute gehen und werden ersetzt, indem einerseits Nachwuchskräfte von außen rekrutiert werden und indem intern die ganze Belegschaft durch Weiterbildung, Erfahrungszuwachs und Innovation auf eine höhere Stufe gebracht wird. So bleibt das Niveau zumeist erhalten oder verbessert sich. Wie anders sollte es in einer Volkswirtschaft funktionieren, in der stets die erfahrensten Leute den Arbeitsmarkt verlassen und neue hinzukommen?

    Will noch jemand die Frage aus meinem Gedankenexperiment beantworten?

    Deine Art zu diskutieren ist ziemlich anstrengend.
    Warum muss man deiner Meinung nach zwingend in einem Unternehmen gearbeitet haben, um den in der Fachliteratur vielfach beschriebenen Effekt zu kennen? Was hat das überhaupt mit der Sache zu tun?

    Abgesehen davon: Gerade „gute Unternehmen“ versuchen in der Regel mit erheblichem Aufwand, genau diesen Effekt zu vermeiden – sonst werden sie eben irgendwann keine guten Unternehmen mehr.

    Gute Unternehmen investieren in Nachwuchsförderung, Wissensmanagement, Qualifizierung und Bindung und wollen gerade den Verlust kritischer Fachkräfte mit Qualitätsverlust verhindern.

    Wenn genau dieser Verlust des Erfahrungswissens und der Qualitätsverfall dennoch geschieht, wird das Unternehmen langfristig weder wettbewerbsfähig noch attraktiv bleiben – also „kein gutes Unternehmen mehr“ im üblichen Sinn.

  • "Zum Zeitpunkt, als sie in der Bundesliga spielten, waren sie amtierende Weltmeisterinnen." ist korrekt, da sich "amtierend" in diesem Satz auf den Zeitpunkt in der Vergangenheit bezieht.

    Wie würdest du das denn schreiben? :/

    Mit etwas Lesekompetenz und grundlegendem logischem Verständnis sollte man den von Dir beschriebenen Zusammenhng auch relativ schnell selbst erkennen können.

    Erinnert mich langsam an so manche politische Debatte hier...