Du wechselt zwischen Kritik an der Sportförderung und komischen Rechnungen bezüglich des Medaillenspiegels („dann bleiben nur noch sechs Medaillen übrig“). Worum geht es dir jetzt? Du sagst, nicht um den Medaillenspiegel, aber trotzdem kommen Argumente von wegen „Ohne Eiskanal ständen wir da und da“. Man kann doch über Probleme in der Sportförderung reden, auch ohne irgendwelche völlig hypothetischen Gedankengäge.
Immer noch nicht verstanden? Letzter Versuch, mal andersrum:
Ich stelle in den Raum, dass es Faktoren gibt, die dazu führen, dass die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen (Winter)sportler im internationalem Vergleich zurückgeht.
Bei Olympia wird Erfolg (als Output der individuellen Leistungsfähigkeit der Sportler) bekanntlich weitgehend in Medaillen gemessen. Dafür gibt's dann, ob uns das jetzt gefällt, oder nicht, den Medaillenspiegel. Ob es sinnvoll ist, den primär nach Goldmedaillen zu ranken, sei mal dahin gestellt, tut aber hier nichts zur Sache.
In diesem Medaillenspiegel ist Deutschland, Stand heute, weit hinter den bisherigen Ergebnissen zurück geblieben. Mit und ohne Eiskanal. Dazu habe ich mir nur den Hinweis erlaubt, dass das Bild auf gesamte Breite der olympischen Sportarten noch deutlicher wird, wenn man den Eiskanal mal außen vor läßt.
Als Matheallergiker kann man sich gerne auch ganz ohne "komische Rechnungen" Gedanken machen, ob es solche Faktoren gibt, welche das sind und was erforderlich wäre, um diese so zu beeinflussen, dass der negative Trend verlangsamt, gebrochen, oder sogar umgekehrt werden kann.