Vielen Dank. Teils war die Frage rhetorisch gemeint, da ich mir die Begründung, die du gut dargestellt hast - danke dafür - schon so gedacht hatte.
Worauf ich hinauswollte: nehmen wir einmal an, im Extremfall stünde eine Abwehrspielerin in der 6:0, und seit Sekunden starr wie ein Fels in der Brandung, nur steht sie mit den Fersen auf der Linie.
Kann das ein Freifahrtschein für eine Angreiferin sein, die Abwehrspielerin komplett umzunieten?
Etwas konstruiert, ist mir schon klar. Aber ich denke gerne in Extremen, um mir Grenzsituationen zu verdeutlichen.
Verstehe ich absolut, und dein Extremfall zeigt genau das Problem: Die aktuelle Regelauslegung kann zu absurden Entscheidungen führen.
Mich beschäftigt das schon lange: In höheren Klassen achten Schiedsrichter meist luchsäugig auf Linienübertritte, während offensichtliche Regelbeugungen der Ballführer gerne nachrangig bewertet werden. Und natürlich gibt es Spieler, die das auszunutzen versuchen. Auch da sollten Schiris tätig werden – eine klare Ansage machen, dass es so nicht nochmal gehen wird, und ggf. dann eben keinen 7 m mehr pfeifen. Das halte ich noch im Rahmen des Ermessensspielraums für absolut legitim, aktuelle Regelauslegung hin oder her...