• Was bringt dich zu dieser Vermutung? Die bisherigen Begründungen (EM) waren doch vorgefertigte Sätze. Wieso sollen diese Durchsagen jemanden um die Ohren fliegen?

    Bestes Beispiel war Schweden - Ungarn mit Schulze/Tönnies.

    Jeder hat gesehen, es war Abwehr durch den Kreis.

    Und der sagt durch‘s Mikro, es war „nothing“.

    Die Durchsage hat nichts gelöst, sondern das Ganze noch schlimmer gemacht.

    Vielleicht kein Zufall, dass der schlechteste Videobeweis bei der ganzen EM von HBL-Schiris kam.

  • Bestes Beispiel war Schweden - Ungarn mit Schulze/Tönnies.

    Jeder hat gesehen, es war Abwehr durch den Kreis.

    Und der sagt durch‘s Mikro, es war „nothing“.

    Die Durchsage hat nichts gelöst, sondern das Ganze noch schlimmer gemacht.

    Vielleicht kein Zufall, dass der schlechteste Videobeweis bei der ganzen EM von HBL-Schiris kam.

    Und die anderen 29 Durchsagen ?

    Auch bei Durchsagen werden Fehler passieren...

    Der VB macht das Spiel insgesamt gerechter, das reicht mir.

    Allein gestern bei Kielce vs Szeged wurden nur dank VB Strafen ausgesprochen, die es ohne VB niemals so gegeben hätte.

    Der VB ist nicht perfekt und ja auch sind die Bilder manchmal suboptimal, man kann es nicht zu 100% sagen.

    Aber unterm Strich werden mit VB deutlich mehr richtige Entscheidungen getroffen als wir es ohne VB hätten.

  • Aber unterm Strich werden mit VB deutlich mehr richtige Entscheidungen getroffen als wir es ohne VB hätten.

    Das ist richtig, aber trotzdem ist die Unzufriedenheit größer als früher ohne VB. Und das wird auch immer so bleiben. Der Grund ist ganz einfach: früher hat man es akzeptiert, wenn Schiedsrichter etwas nicht richtig mitbekommen haben und einmal daneben lagen. Heute weiß es jeder besser. Das schafft Unzufriedenheit, die auch nicht aufzulösen ist, solange es den VB gibt. Das Streben nach Optimierung ist eben manchmal auch eine Sackgasse.

  • Das ist richtig, aber trotzdem ist die Unzufriedenheit größer als früher ohne VB. Und das wird auch immer so bleiben. Der Grund ist ganz einfach: früher hat man es akzeptiert, wenn Schiedsrichter etwas nicht richtig mitbekommen haben und einmal daneben lagen. Heute weiß es jeder besser. Das schafft Unzufriedenheit, die auch nicht aufzulösen ist, solange es den VB gibt. Das Streben nach Optimierung ist eben manchmal auch eine Sackgasse.

    Dein letzter Satz gefällt mir sehr 👍

    Früher wurde sich nach Spielen genauso aufgeregt wie heute, nur heute kann man sich halt alles 1000x noch in Zeitlupe anschauen. Früher stand Aussage vs Aussage und fertig

  • Was man vom Fußball sehr gut hätte wissen können.

    Es ist doch eine Stärke im Handball, dass "der Schiedsrichter immer Recht hat" und gleichzeitig so gut wie alle über ihn fluchen.^^ Und wenn beide Seiten über einen fluchen, selbst dann hat man ggf. noch vieles richtig gemacht. Oder sogar alles. ;)

  • Die Art der Diskussion, oder, wie du es nennst, das "Fluchen", hat sich im Stil verändert. Ich will es nicht glorifizieren, aber bei aller Emotionalität, die eine "Fan-atische" Diskussio mit sich bringt, war im Hintergrund doch meist die Akzeptanz zu spüren, dass die Entscheidung eben so gefallen war, wie sie war. Das ist heute anders.

  • Die Art der Diskussion, oder, wie du es nennst, das "Fluchen", hat sich im Stil verändert. Ich will es nicht glorifizieren, aber bei aller Emotionalität, die eine "Fan-atische" Diskussio mit sich bringt, war im Hintergrund doch meist die Akzeptanz zu spüren, dass die Entscheidung eben so gefallen war, wie sie war. Das ist heute anders.

    Man musste es auch akzeptieren, weil man es nicht widerlegen konnte. Das ist heute anders 😉

  • Manchmal ist es ganz schön schwierig viele Entscheidungen nachzuvollziehen aber das Spiel ist schon schneller geworden, so dass man die eine oder andere Situation nicht richtig erkennt. Trotzdem sollte die Entscheidung des Schiedsrichters gelten. Wer nie selbst gepfiffen hat oder selbst Handball oder Fußball gespielt hat, wird einige Sachen sowieso nicht verstehen. Ich sage oft , in einer Disco würden die meisten Spieler ganz anders reagieren nach einem Foul und nicht lamentieren oder schauspielern...

    Im Fußball ist man meistens zu dritt auf dem Platz. Die Linienrichter sollen dem Schiedsrichter anzeigen/unterstützen bei seinen Entscheidungen. Wenn die sich einig sind , kann in meinen Augen nicht der VAR alles aufheben und auf den Kopf stellen. Das macht die Schiedsrichter unglaubwürdig. Manchmal sind es ja wirklich nur Millimeter , die da entscheiden. So werden dann Spiele entscheiden oder nicht entschieden und es geht eigentlich die Freude am eigentlichen Spiel verloren , in meinen Augen.

    Die Schiedsrichter müssten noch besser ausgebildet werden als das es bisher der Fall ist. Immer wieder Schulungen auch in der Bildanalyse gehören dazu aber in erster Linie was auf der Platte passiert , Live vor den Augen.... Gibt es eigentlich ehemalige Spieler die ins Schiedsrichter Lager gewechselt sind?? Ich glaube nicht , vielleicht in den unteren Klassen/Ligen. Warum ist das so?

    Und ja man müsste über Neuerungen da nachdenken... Nach 2 Minuten und 7m der verwandelt wird , die Rausstellung wieder aufheben , wie beim Eishockey... oder was anderes...

    So ganz ausgereift ist das alles noch nicht.

  • Es gibt tatsächlich einen aktuellen Wechsel eines Spielers aus der Bundesliga, der Schiedsrichter geworden ist. Das war so besonders, dass es durch die Presse ging. Selbstverständlich hat man angekündigt ihm die Ochsentour zu erlassen und gleich recht weit oben einzusteigen.

    Der Name ist mir im Moment nicht geläufig.

  • Es gibt tatsächlich einen aktuellen Wechsel eines Spielers aus der Bundesliga, der Schiedsrichter geworden ist. Das war so besonders, dass es durch die Presse ging. Selbstverständlich hat man angekündigt ihm die Ochsentour zu erlassen und gleich recht weit oben einzusteigen.

    Der Name ist mir im Moment nicht geläufig.

    Jens Vortmann

  • Es gibt tatsächlich einen aktuellen Wechsel eines Spielers aus der Bundesliga, der Schiedsrichter geworden ist. Das war so besonders, dass es durch die Presse ging. Selbstverständlich hat man angekündigt ihm die Ochsentour zu erlassen und gleich recht weit oben einzusteigen.

    Der Name ist mir im Moment nicht geläufig.

    Jens Vortmann, pfeift im Gespann mit Nils Blümel.

  • Manchmal ist es ganz schön schwierig viele Entscheidungen nachzuvollziehen aber das Spiel ist schon schneller geworden, so dass man die eine oder andere Situation nicht richtig erkennt. Trotzdem sollte die Entscheidung des Schiedsrichters gelten. Wer nie selbst gepfiffen hat oder selbst Handball oder Fußball gespielt hat, wird einige Sachen sowieso nicht verstehen. Ich sage oft , in einer Disco würden die meisten Spieler ganz anders reagieren nach einem Foul und nicht lamentieren oder schauspielern...

    Im Fußball ist man meistens zu dritt auf dem Platz. Die Linienrichter sollen dem Schiedsrichter anzeigen/unterstützen bei seinen Entscheidungen. Wenn die sich einig sind , kann in meinen Augen nicht der VAR alles aufheben und auf den Kopf stellen. Das macht die Schiedsrichter unglaubwürdig. Manchmal sind es ja wirklich nur Millimeter , die da entscheiden. So werden dann Spiele entscheiden oder nicht entschieden und es geht eigentlich die Freude am eigentlichen Spiel verloren , in meinen Augen.

    Die Schiedsrichter müssten noch besser ausgebildet werden als das es bisher der Fall ist. Immer wieder Schulungen auch in der Bildanalyse gehören dazu aber in erster Linie was auf der Platte passiert , Live vor den Augen.... Gibt es eigentlich ehemalige Spieler die ins Schiedsrichter Lager gewechselt sind?? Ich glaube nicht , vielleicht in den unteren Klassen/Ligen. Warum ist das so?

    Und ja man müsste über Neuerungen da nachdenken... Nach 2 Minuten und 7m der verwandelt wird , die Rausstellung wieder aufheben , wie beim Eishockey... oder was anderes...

    So ganz ausgereift ist das alles noch nicht.

    Das finde ich auf alle Fälle nicht weil die 2 min ja die Strafe für das Foul sind und der 7m die "Wiederherstellung" der Spielsituation dient. Das könnte sonst eventuell zu einer Vielzahl von 2 min würdigen Fouls führen weil man ja falls es doch ein Tor wird nicht bestraft wird.

    Was ich bei der EM gut fand war, daß direkte Rote Karten im nachhinein betrachtet worden sind und eventuell zu Spielstrafen geführt haben.

  • Es bringt überhaupt nichts, es jetzt noch komplizierter zu machen, mit noch mehr Sonderregeln.

    Es braucht einen einheitlichen Maßstab bei roten Karten! Das ist das A und O.

    Solange man das nicht hinkriegt, kann das Ganze nicht funktionieren - ohne immer mehr Theater, Schauspielerei und öffentliche Kritik seitens der Clubs.

  • Es braucht einen einheitlichen Maßstab bei roten Karten! Das ist das A und O.

    Das muss man dann aber auch den Schiedsrichtern sagen .... und es war nur ja auch nur eine Idee... man muss sich ja nicht alles für gut und richtig befinden.

  • Mit der zunehmenden Geschwindigkeit im Spitzenhandball entsteht zwangsläufig eine immer größere Zahl an strittigen Spielsituationen. Selbst wenn die Schiedsrichter konstant auf hohem Niveau agieren und der relative Anteil an Fehlentscheidungen gleich bleibt, führt allein die steigende Anzahl dieser Situationen dazu, dass auch die absolute Zahl an Fehlentscheidungen zunimmt. Das verstärkt den subjektiven Eindruck, dass „mehr falsch gepfiffen wird“, obwohl sich die Entscheidungsqualität möglicherweise gar nicht verschlechtert hat.
    Der Videobeweis in seiner aktuellen Ausgestaltung trägt aus meiner Sicht nur begrenzt dazu bei, das Spiel tatsächlich „fairer“ zu machen. Wenn man dieses Ziel ernsthaft verfolgen wollte, müsste man eher strukturell ansetzen – etwa durch einen dritten Schiedsrichter auf dem Feld oder sogar durch einen gleichberechtigten Videoschiedsrichter, der aktiv ins Spielgeschehen eingebunden ist.
    So wie es derzeit umgesetzt ist, wirkt der Videobeweis eher wie ein halbherziger Kompromiss – getrieben von einer gewissen Technikgläubigkeit und dem Wunsch, „modern“ zu sein, aber ohne wirklich durchdachtes, konsistentes Gesamtkonzept.

  • Es bringt überhaupt nichts, es jetzt noch komplizierter zu machen, mit noch mehr Sonderregeln.

    Es braucht einen einheitlichen Maßstab bei roten Karten! Das ist das A und O.

    Solange man das nicht hinkriegt, kann das Ganze nicht funktionieren - ohne immer mehr Theater, Schauspielerei und öffentliche Kritik seitens der Clubs.

    Vielleicht liegt ein Teil des Problems auch darin, dass wir im Spitzenhandball immer noch keine echten Profi-Schiedsrichter haben. Stattdessen sprechen wir von Unparteiischen, die einem regulären Beruf nachgehen und zusätzlich noch für Seminare oder ähnliche Formate im Nebenerwerb zur Verfügung stehen.
    Wenn man in einer Profiliga einen einheitlichen Maßstab – etwa bei roten Karten – wirklich konsequent umsetzen will, dann braucht es aus meiner Sicht auch entsprechend professionalisierte Rahmenbedingungen auf Seiten der Schiedsrichter.

    Vielleicht muss die Liga dann sogar die Ausbildung und Bezahlung selbst in die Hand nehmen – wer Profi-Standards fordert, muss sie auch finanzieren. Die NBA macht das so, warum dann nicht auch die „NBA des Handballs“?

  • NBA hat Profi-Schiris, ja. Trotzdem gibt es da mittlerweile Wandertage und das Flopping hat ein Ausmaß angenommen, dass das keinen Spaß mehr macht.

    Eishockey hat Profi-Schiris, aber die Leistungen bei den olympischen Spielen waren jetzt auch nicht so toll.

    Es ist halt schwierig für Schiris durch die hohe Geschwindigkeit heutzutage und dem Willen der Teams, alles zu tun, um sich einen (auch unlauteren) Vorteil zu verschaffen.

    Und es ist ja geradezu ironisch, dass der Videobeweis im Handball das auch noch verstärkt hat statt zu minimieren.

    Jag går och fiskar

    och tar en tyst minut

  • ….

    Vielleicht muss die Liga dann sogar die Ausbildung und Bezahlung selbst in die Hand nehmen – wer Profi-Standards fordert, muss sie auch finanzieren. Die NBA macht das so, warum dann nicht auch die „NBA des Handballs“?

    Weil die Vereine das Geld dafür nicht bezahlen wollen! Und vielleicht auch, weil man nicht genügend gute Schiedsrichter finden würde, die das Risiko eingehen würden.

  • Die Ausgestalltung eines solchen Jobs wäre ja durchaus spannend. Will man dann tägliche Blöcke an Online/Videoschulungen? Wenn es nicht im Angestelltenverhältnis läuft, wie will man dann die Qualitätssteigerung sichern? Wenn im Angestelltenverhältnis, wie dann wieder loswerden, wenn die Leistung nicht überm Strich ist?

    Und das sind ja nur die Basisprobleme. :) Ich finde den Gedanken auf jeden Fall spannend.