Beiträge von nozdormu

    Da scheiden sich eben die Geister, beim SCM beispielsweise ist die Halle seit Jahren ausverkauft und das komplett ohne Halbzeitshow und besondere Einlagen. Ich denke, es würde in der Getec auch eher schlecht ankommen, wenn das nun geändert würde. Und der DYN-Zuschauer würde, dank blauer Dauerschleife, auch kaum etwas vom "Event" mitbekommen.

    Bei den RNL sehe ich da durchaus noch Potential, auch wenn da schon vergleichsweise viel gemacht und probiert wird. Und ausverkauft ist da echt selten, auch damals nicht, als sie Meister waren...

    Diese blaue Dauerschleife ist auch eher absurd. Da würde doch Werbung optimal reinpassen, was läuft da schief bei Dyn?

    Bloß nicht mehr Show. Ich brauche keine "Möchtegernsänger" oder "Hupfdohlen" in der HZ Pause oder den Auszeiten. Da soll das Geld dafür lieber in den Nachwuchs gesteckt werden.

    Wichtiger wäre es dafür zu sorgen, daß in den Schulen wieder Handball gespielt wird, dann bekommst du den Nachwuchs in die Vereine und die Hallen. Darum kommen vielen gute Spieler aus Skandinavien, weil es da so ist. Wenn dann erstmal wieder mehr guter Nachwuchs da ist, werden auch nicht mehr so viele Spieler aus dem Ausland geholt und das stärkt die Mannschaften dort.

    Man kann doch den deutschen Mannschaften nicht die Schuld geben, daß hier die besten Vereine spielen.

    In Länder in welchen der Handball nicht irgendwie verankert ist, bekommst du ihn auch nicht rein, dafür ist es viel zu aufwendig die Infrastruktur zu schaffen (Hallen usw.).

    Man sollte erstmal mit Freilufthandball (Fußball oder Baskettball wird auch auf Bolzplätzen o. ä. gespielt) anfangen (haben wir damals auch). Am Anfang fällt man noch nicht so oft (oder vermeidet es), dann könnte der Handball wenigstens hier wieder eine breitere Basis bekommen.

    Show kann ja auch sein, dass ein stimmiges Beleuchtungskonzept mit Wiedererkennungswert entwickelt wird. Auszeiten gewinnen z.B. durchaus an Dramatik, wenn man sie richtig in Szene setzt. ;) oder eine Orgel, wie neulich bei der U21 WM.

    Da die Sportlehrerausbildung Handball nicht mehr in allen Bundesländern als Pflichtveranstaltung vorsieht und es in den Lehrplänen gefühlt nicht mehr vorkommt, ist der Zug hier wohl bis auf Weiteres abgefahren. An der Schule meiner Tochter gab es zwar noch Handball im Lehrplan, die Übungsstunde hat dann meine Tochter übernommen, weil es die Lehrerin nicht konnte. ;)

    Beachhandball ist zwar für Anfänger einfacher zu spielen (Spinshot und Kempa mal außen vor), aber auf der Gasse haben wir in den 80ern und 90ern hauptsächlich Fußball gespielt.

    Typischer Marketingansatz: wachsen und vor allem jünger werden! Warum eigentlich? Dem Handball in D geht's gut, die Medienpräsenz steigt, die Hallen sind voll und wir sehen spannende und hochklassige Spiele. Ob und wie das andere Länder erreichen, ist Sache der anderen Länder.

    Vergleiche mit der Ballerliga oder der NBA sind doch absurd. So hip oder glamourös wird Handball nie werden und das ist auch gut so. Der Markenkern ist ein Familiensport, der vom Kind bis zum Uropa alle mitnimmt. Das schafft kaum eine andere Sportart. Von positiven Werten wie Fairness, Menschlichkeit und Bodenständigkeit ganz zu schweigen. Handballer sind anders und das Publikum findet das überwiegend richtig und kommt genau deswegen.

    Wenn Du Handball durch HBL ersetzt, dann passt es so einigermaßen für mich, was den aktuellen Zustand angeht. Auf andere Länder würde ich auch nicht schauen wollen, so lange wir die HBF in ihrer jetzigen Form ertragen müssen.

    Definiere gut? Die Karaoke-Show beim Champions League - Final 4 wirst Du hoffentlich nicht meinen, oder?

    Und an der Halbzeit-Show der NFL im Super-Bowl scheiden sich die Geister ebenfalls.

    Und warum nicht "stärkste Liga der Welt", es gibt nun mal keine stärkere und inzwischen auch attraktivere im Handball

    und wenn ich die anderen Sportarten betrachte, kommen da auch nicht viele mit . . .

    "Gut" liegt natürlich immer im Auge des Betrachters, aber man sollte sich als HBL-Mitglied noch stärker klar machen, dass man Teil der Unterhaltungsindustrie und das Zugpferd für den Handball ist. Sportpuristen mögen das anders sehen, die sind aber nur ein kleiner Teil der Zielgruppe. Aus Gesprächen mit Sportveranstaltern, weiß ich, dass eine wachsende Anzahl der Zuschauer am Spektakel interessiert ist (sog. "Event-Publikum"), auf die aus finanziellen Gründen nicht verzichtet werden kann. - Die gebotenen Standards müssen sich daher zwangsläufig weiterentwickeln und mit dem Zeitgeist gehen, sonst wird es zukünftig schwer sich am wandelnden Markt zu bestehen. Nur mit einem Handballspiel alleine fesselst Du die Leute heute nicht mehr und wirst keine nennenswerten neuen Zuschauerschichten gewinnen.

    "Think big" ist ja per se keine schlechte Strategie. Ein gelungenes Marketingkonzept sehe ich hinter dem Leitspruch aber bisher nicht, deshalb fände ich es besser, wenn man es nicht mehr so stark betont. Wenn ich als Außenstehender zu einer Veranstaltung "der stärksten Liga der Welt" gehe, dann würde ich immer erwarten, dass da mehr geboten wird, als nur das Spiel an sich.

    Die Weiterentwicklung des Premium-Produkts erscheint mir bisher sehr unkoordiniert und die Außendarstellung zu oft richtig amateurhaft.

    Ja, keine Frage.

    Hier im Thread wurde aber mehrfach und von verschiedenen Usern geäußert, dass die Offiziellen vor Wiederanpfiff die Spieler hätten durchzählen und den Fehler des Dessau-Roßlauer HV noch vor Anpfiff hätten korrigieren sollen.

    Eine wohlwollende und besonnene Spielführung hat dem Ansehen des Sports noch nie geschadet. - In den aktuellen Regeln ist das zwar nicht fest verankert, die Regeln betonen jedoch die zentrale Stellung der Schiedsrichter, die für einen reibungslosen und regelkonformen Ablauf verantwortlich sind und dabei möglichst viele Spielsituationen im Sinne des Sportsgeistes und der Fairness beurteilen sollen. Demnach könnte man zum Schluss kommen, dass eine gewisse Sorgfaltspflicht die fragliche Situation verhindert hätte. "Fairness" kann ja auch bedeuten, dass man jemand darauf hinweist, dass er einen Fehler begehen könnte.


    Nur am Rande: Bei der Schiedsrichterausbildung in den 80ern wurde noch gelehrt, dass man doch regelmäßig Durchzählen soll und auf gar keinem Fall jemand auf dem Feld sein darf, der nicht "ordentlich" gekleidet ist. "Trikot nicht in der Hose" wurde damals noch progressiv bestraft :)

    Du schreibst in Deinem ersten Beitrag "Ein proaktives Eingreifen zur Verhinderung von Regelverstößen vor der Weiterführung des Spiels ist also in bestimmten, klar definierten Situationen ausdrücklich vorgesehen und gewünscht." und genau diesen proaktiven Eingriff vor Weiterführung des Spiels habe ich in Frage gestellt. Insofern sehe ich keine Übereinstimmung.

    Nirgendwo steht, dass das Durchzählen vor Wiederaufnahme des Spiels zu diesen klar definierten Situationen gehört, vorgesehen sind nur folgende:

    • Wechselfehler oder regelwidriges Eintreten eines Spielers:
      Wenn ein Spieler unerlaubt das Spielfeld betritt oder eine Auswechslung nicht regelkonform erfolgt, ist der Delegierte berechtigt, das Spiel unverzüglich zu unterbrechen.
    • Nichteinhaltung des Auswechselraum-Reglements:
      Unsportliches Verhalten, Störungen oder andere Regelverstöße im Auswechselraum können ebenfalls zur sofortigen Spielunterbrechung durch den Delegierten führen.
    • Beantragtes Team-Time-out:
      Wird ein Team-Time-out beantragt und ist dies korrekt, kann der Delegierte das Spiel unterbrechen lassen. Bei fehlerhaftem Timing oder Missachtung des Reglements kann er ebenfalls eingreifen.
    • Unsportliches Verhalten im Auswechselraum:
      Bei unsportlichem Verhalten (z.B. Beleidigungen, Verstöße gegen die Fairness außerhalb des Spielfelds) ist der Delegierte befugt, das Spiel zu unterbrechen und die Schiedsrichter auf den Vorfall hinzuweisen.

    nozdormu

    Ein Spieler zuviel auf dem Spielfeld ist ein Regelfehler aber für sich genommen noch kein Regelverstoß. Das Kampfgericht soll natürlich auf den Regelfehler hinweisen und eingreifen, aber erst nachdem er auch eingetreten ist - in diesem Fall nach Wiederanpfiff des Spiels.

    korrekt, nichts anderes steht in meinem Beitrag und in den verlinkten Dokumenten

    Grundsätzliche Regelfrage:

    Wieso sollten die Offiziellen überhaupt vor Anpfiff nachzählen, wie viele Spieler auf dem Feld stehen und das gegebenenfalls korrigieren? Wäre dies nicht ein Eingriff der neutralen Offiziellen zugunsten der fehlbaren Mannschaft? Aus- und Einwechslungen sowie die Anzahl der Spieler auf dem Feld obliegen den jeweiligen Mannschaften. Die Delegierten sollen lediglich eingreifen, wenn es zu Verstößen kommt. Dazu gehört es meiner Meinung nach nicht, eine Mannschaft, die einen Spieler zuviel aufstellt noch vor Spielbeginn auf den möglichen Fehler hinzuweisen.

    Delegierte beim Handball – insbesondere Technische Delegierte – haben die Aufgabe, für einen ordnungsgemäßen Ablauf des Spiels zu sorgen und Proteste zu vermeiden.

    Delegierte sollen Fehler, die zu einem Einspruch führen könnten, erkennen und die Schiedsrichter darauf hinweisen – allerdings nur bei solchen Fehlern, die nicht in den Bereich der Tatsachenfeststellung fallen. Das betrifft vor allem formale und organisatorische Fehler, etwa im Auswechselraum oder bei der Zeitnahme. In diesen Fällen kann und soll der Delegierte proaktiv eingreifen, indem er die Schiedsrichter veranlasst, das Spiel zu unterbrechen und auf den Fehler aufmerksam macht.

    Ein proaktives Eingreifen zur Verhinderung von Regelverstößen vor der Weiterführung des Spiels ist also in bestimmten, klar definierten Situationen ausdrücklich vorgesehen und gewünscht.

    https://www.hamburgerhv.de/files/ol_hhsh_…legierter_0.pdf

    https://www.hvw-online.org/fileadmin/hvw/…etaere_2425.pdf

    https://hvnb-online.de/wp-content/upl…Delegierter.pdf


    Das trifft auch meine Einschätzung. Auch in Ketsch muss man mal schauen, mit welcher Mannschaft sie auflaufen werden.

    Ketsch hat nur ein Frauenteam, was perspektivisch ein großes Problem ist, denn Verstärkungen aus der eigenen Jugend sind mangels Klasse wohl auf Jahre eher nicht zu erwarten. Für diese Saison sollte es aber auch ohne Svenja Mann für eine gute Platzierung reichen. Der Aufstieg steht wohl eher nicht auf der Agenda. Zumindest auf der Kreisläuferposition haben sie anscheinend zukünftig ein Überangebot. Das spricht allerdings dafür, dass die Kaderplanung nach den Vorfällen im Januar von der neuen Führung ohne großen Sachverstand gemacht wurde. Hier sollte wohl ein Umbruch eingeleitet werden, der aber "ausgefallen" ist.

    tsede

    Bei Vinnhorst sollte man bei einem nochmaligen Aufstieg ein wenig mehr sich zurückhaltend zeigen, vor allem die Moderatoren der Heimspiele.

    Was da zum Teil erzählt wurde und der Verein in den Himmel gelobt wurde, als sei man der zukünftige deutsche Meister und vor allem das Sportzentrum so etwas gibt es woanders nicht, die Halle der 2 HBL. Zum Spiel selten etwas meist wie toll der Verein ist, das Sportzentrum es lohnt sich extra nach Vinnhorst zu fahren um sich das Sportzentrum anzusehen und trotz 10 und mehr Toren Rückstand wurde die Mannschaft und einzelne Spieler extrem hervorgehoben. Und ganz vergessen das Sportzentrum das in der 2HBL kein 2 x gibt.

    Dann null über die andere Vereine informiert gewesen.

    Ok es war zum Teil der amüsant.

    ... vergiss nicht, das tolle Sportzentrum zu erwähnen! Und außerdem richten sie mittlerweile regelmäßig die deutschen Jugend-Beachmeisterschaften aus. Hängt bestimmt mit den tollen Möglichkeiten im Sportzentrum dort zusammen.

    Verstehe ich es also richtig:

    Ein Verein, der ohne Quali, sondern aufgrund der Vorsaison schon mit der 1. Mannschaft JHBL spielt, kann munter die „2.“ mit Spielern aus der 1. Mannschaft RL-Quali spielen lassen? Da ist dann niemand festgespielt?

    Oder sie lassen, falls in der ersten Runde gescheitert, dann in der nächsten Runde andere Spieler aus der 1. spielen?

    Sorgte hier in der HRN jetzt für Unverständnis, da mehrere Vereine die erste Runde so gespielt haben und so mancher es als Wettbewerbsverzerrung sieht.

    Ist in BW schon passiert: Die wA von Metzingen (Bundesligakader) wurde dazu sogar mehr oder weniger vom Verband genötigt, da am gleichen Tag noch ein wB Bundesliga-Spiel der Vorsaison stattfand und sie sonst nicht genug Spielerinnen gehabt hätten.

    Dieses Jahr war es aber letztendlich egal, da alle bisherigen Spielberechtigungen zum 1.7. gelöscht werden.

    "Wie bereits durch die amtl. Bekanntmachungen des DHB veröffentlicht (Mai und Oktober 2024), werden sich nach Beschluss des Bundesrats zum 01.07.2025 die Spielrechte im Handball bundesweit ändern. Die Qualifikation im Sommer 2025 wird noch unter Anwendung der bekannten Regelungen gespielt, die hierfür erteilten Spielberechtigungen verlieren allerdings dann entsprechend zum 01.07.2025 ihre Gültigkeit."

    Neue_Spielrechte_ab_Juli_2025_-_offizielle_Infomail_vom_DHB.pdf

    Wenn man sich Spiele der Bundesligen (Jugend/Erwachsene) 24/25 anschaut, dann sind das sicher sehr viele Entscheidungen, die da getroffen werden müssen. Mehrere hundert sind es bestimmt. Man müsste da wirklich mal eine eigene Studie machen, die kolportierten Zahlen, auch für Fußball, halte ich nach den Regeländerungen der letzten Jahre zu mehr Geschwindigkeit für nicht seriös bzw. nicht mehr aktuell.

    Das Spiel wird vermutlich auch in den nächsten Jahren weiter an Geschwindigkeit zunehmen und Ich denke, Für den Spitzen-Handball sollte man hier jetzt die Weichen stellen und den Einsatz von drei Schiedsrichtern pro Spiel angehen. Das hätte ich mir schon viel früher gewünscht, auch wenn es ein größeres Ding ist, Handball ist hier nicht wirklich progressiv, in anderen Sportarten geht es ja auch...

    Perplexity gibt folgendes dazu aus:

    Anzahl der Entscheidungen von Handballschiedsrichtern pro Spiel: Studienlage und Quellen

    Hintergrund zur Zahl der Entscheidungen

    Handballschiedsrichter stehen im Fokus der sportwissenschaftlichen Forschung, insbesondere im Hinblick auf ihre Persönlichkeitsmerkmale und die enormen Anforderungen, die das schnelle und komplexe Spiel an sie stellt. Eine oft zitierte Zahl ist, dass Handballschiedsrichter pro Spiel etwa 1.200 Entscheidungen treffen müssen – eine Zahl, die die außergewöhnliche kognitive und psychische Belastung dieser Tätigkeit unterstreicht.

    Wissenschaftliche Quellen und Studienlage

    • Laut Wikipedia, unter Berufung auf verschiedene Studien, müssen Handballschiedsrichter bis zu zehnmal so viele Entscheidungen pro Spiel treffen wie Fußballschiedsrichter1. Da Fußballschiedsrichter laut wissenschaftlichen Untersuchungen durchschnittlich rund 200 Entscheidungen pro Spiel treffen2, ergibt sich daraus eine Größenordnung von bis zu 2.000 Entscheidungen beim Handball – realistisch und in der Praxis häufig genannt sind etwa 1.200 Entscheidungen pro Spiel.
    • Die Zahl von 1.200 Entscheidungen wird in der sportwissenschaftlichen Literatur und in Medienberichten häufig genannt, eine konkrete Originalstudie mit exakt dieser Zahl aus der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS Köln) ist jedoch in den aktuell verfügbaren Veröffentlichungen nicht direkt auffindbar. Die Studien der DSHS Köln beschäftigen sich vor allem mit Persönlichkeitsprofilen und psychologischen Anforderungen an Handballschiedsrichter, aber weniger mit der exakten Quantifizierung der Entscheidungen34.
    • Die hohe Entscheidungsdichte im Handball im Vergleich zu anderen Sportarten wird jedoch in mehreren Quellen bestätigt. Die enorme Geschwindigkeit und Komplexität des Spiels erfordern von Schiedsrichtern, in Sekundenbruchteilen zahlreiche Entscheidungen zu treffen, was die Belastung im Vergleich zu anderen Sportarten deutlich erhöht1.

    Fazit und Quellenhinweis

    Die Angabe, dass Handballschiedsrichter pro Spiel etwa 1.200 Entscheidungen treffen, ist als Näherungswert in der sportwissenschaftlichen und sportjournalistischen Literatur weit verbreitet. Sie basiert auf Vergleichen mit Fußballschiedsrichtern und wird auch in der Wikipedia unter Berufung auf verschiedene Studien genannt12. Die Deutsche Sporthochschule Köln forscht intensiv zur Rolle und Persönlichkeit von Handballschiedsrichtern, liefert aber in den aktuell veröffentlichten Studien keine explizite Quelle für genau diese Zahl34.

    Empfohlene Quellenangabe:

    Zitat
    "Nach diversen Studien haben Handballschiedsrichter bis zu zehnmal so viele Entscheidungen in einem Spiel zu treffen wie etwa Fußballschiedsrichter." (Wikipedia, 2024)1

    "Im Fußball treffen Schiedsrichter durchschnittlich 200 Entscheidungen pro Spiel." (Brand et al., BISp-Jahrbuch 2008/09)2

    Eine direkte, zitierfähige Primärquelle der DSHS Köln für die Zahl 1.200 Entscheidungen pro Spiel liegt in den aktuellen Veröffentlichungen nicht vor, sie wird jedoch in der Fachliteratur und in der Wikipedia als Konsens dargestellt.

    Danke für die ausführliche Antwort, bitte seht es mir nach, ich bin kein Jurist, aber ich möchte es gerne genau wissen.

    Abgesehen von der ungewöhnlichen Durchnummerierung...

    Die habe ich bewusst gewählt und ich würde diesen Punkt gerne weiter hier diskutieren:

    Wenn §19 (3) a) gilt ("im Erstverein,"), dann ist doch ein klassentieferer Einsatz im Erstverein mit Drittspielrecht möglich, auch wenn das Zweitspielrecht in einer höheren Spielklasse im Zweitverein wahrgenommen wurde. - Zumindest in der Spielordnung habe ich nichts gefunden, was das ausschließt. Nur im Fall §19 (3) b) und d) wird das jeweils auf "höhere Spielklasse" eingeschränkt, aber das trifft im von mir beschriebenen Fall ja nicht zu. Bliebe noch §55, unter (2), muss da die A-Jugend noch berücksichtigt werden? "ausschließlich" legt das ja nahe, oder geht es hier nur um Erwachsenenspielrecht? Und nach §55 (3) ist es anscheinend, egal, da der Spieler ja erst 17 Jahre alt ist.

    Wo ist der Denkfehler oder ist das ein Fall von "Weil es schon immer so war", oder ist hier §55 (3) entscheidend? - Dann könnte der Jugendliche in der A-Jugend beim Erstverein spielen, 3. Liga beim Zweitverein und sein Drittspielrecht im Bedarfsfall bei 1. Liga oder 4. Liga Heimverein wahrnehmen.

    Fallbeispiele gehören nicht in das Regelwerk. Das BGB wäre sonst fünfmal so dick. Und ich hätte hier nichts zu tun.

    :) Das ist richtig, das hat ja auch niemand verlangt. Für die Praxis könnte man ja ein weiteres Dokument und/oder eine Software pflegen, die Interessierten hier weiter hilft,

    Ich habe mit "Lothar Frohwein" ausgeheckt, dass wir zu diesem Thema auch mal ein gemeinsames Video für Handballrecht machen. Sollte diesen Sommer noch klappen, wird ja Richtung September dann akut. Falls Ihr Fallbeispiele haben wollt, bitte hier sammeln, dann bauen wir die mit ein.

    Das ist eine super Idee, finde ich. Mein konkreter Fall ist ja schon ziemlich speziell, aber ich fürchte gar nicht so weit hergeholt. Da gibt es bestimmt noch mehr Interessantes...

    Sag mal - bist du Spielerberater und willst einen Jugendlichen möglichst teuer an den Mann bringen?

    :)

    Nein, ich bin kein Spielerberater, aber es geht hier wirklich um einen konkreten Fall aus meinem Bekanntenkreis.

    Ich frage mich, warum die SpO nur abstrakt beschrieben ist und es keinerlei Fallbeispiele gibt. Ist ja schon eine größere Änderung, die hier zukünftig greift.

    Es geht nicht darum wo der Verein, sondern wo der Spieler spielt.

    Wenn der Heimverein zwar höher spielt, der Spieler in dieser Mannschaft kein Spielrecht ausübt, darf er beim Zweitverein ein Spielrecht ausüben.

    OK, verstanden.

    Bliebe noch folgendes zu klären:

    Angenommen, der Jugendliche wechselt zum 1. Ligaverein mit Erstspielrecht in der A-Jugend und mit Zweitspielrecht im Zweitverein bei der Spielgemeinschaft in der 3. Liga, dann könnte er das Drittspielrecht nach §19 (3) a) in der klassentieferen zweiten Mannschaft des Erstvereins wahrnehmen, oder?


    Ich verstehe die Frage nicht.

    Genau die Antwort hat mir die Passstelle auch gegeben. :)

    Warum machen die eigentlich keine Fallbeispiele in den Anhang der SpO?

    "Ist doch ganz einfach... ?!"

    Kann der 17 jährige Spieler in der Jugend eines Vereins mit Erstspielrecht spielen und bei den Herren des anderen Vereins (Spielgemeinschaft) mit Zweitspielrecht, obwohl der Zweitverein niedriger spielt als die Herren des Erstvereins?

    Oder ist es besser, er wechselt zur Spielgemeinschaft (Erstspielrecht), dann kann er evtl. auch noch in der zweiten Mannschaft des Vereins spielen, bei dem er A-Jugend spielen will.
    OK, Denkfehler: Zweite Mannschaft geht ja dann nicht, da die tiefer spielt.

    Und ist das nochmal anders, wenn es um Teams der Ligen 1, 2 und 3 geht? Ändert sich dann vielleicht auch noch etwas, wenn er während der Saison 18 wird?


    ... Ich blicke da nicht mehr durch, meine Rechtsvorlesungen waren im letzten Jahrtausend...