Generell finde ich es gut, dass es nun einen regen Austausch zu diesem Thema gibt. Wir sind uns denke ich auch alle einig, dass die Spielerinnen und Verantwortlichen für den Aufwand und die Zeit die sie investieren, deutlich besser entlohnt werden müssten. Jedoch sind wir uns, oder zumindest die Mehrheit, auch einig, dass das entsprechende Geld irgendwo herkommen muss. Ich halte eine Professionalisierung der HBF daher für unabdingbar. Ob es die Maßnahmen sind die in der nahen Vergangenheit getroffen worden sind steht auf einem anderen Blatt Papier. Per Se einfach mehr Geld zu fordern (was die Spielerinnen selbst im übrigen nicht machen!) ist natürlich Quatsch. Auch das "schreien" nach mehr Medienaufmerksamkeit finde ich schwierig. Natürlich, in einer perfekten "Handball-Welt" sollte das so sein, aber es gibt noch mehr Randsportart (dazu gehört der Frauenhandball nun mal (aktuell) leider dazu) die diese Medienpräsenz auch nicht haben. Unsere Hockeyherren wurden jüngst Weltmeister und am Großteil der Bevölkerung ging dies vermutlich auch vorbei. Das der Fußball gerne etwas abgeben könnte, sehen wir hier im HANDBALLForum vermutlich alle gleich.
Mich würde es freuen, wenn (Groß-)Sponsoren sehen und erkennen, dass Frauensport genauso "Forderbar" ist wie Männersport, dass dadurch die Medienpräsenz automatisch wächst und Frauensport generell in der Allgemeinheit anerkannter wird. Selbst dann, sind wir noch lange weg von einheitlichen Gehältern oder ähnliches, aber genau dies muss sich über die Jahre steigern. Ich sehe es (auch wenn ich es nicht gerne zugebe ;)) ähnlich wie Horst und denke auch, dass eine jährliche Erhöhung der Eintrittskarten und dazu gleichbleibendes (oder sinkendes) Niveau in der Liga nicht förderlich sind. Die Vereine nehmen sich dann Gelder von den "letzten" Unterstützern, voller werden die Halle dadurch nicht. Lieber sollte die Liga schauen ob man die ein oder andere Maßnahme, auch mit Selbstkritik, wieder reduziert, so Gelder für Vereine wieder freigibt und diese in sportliche Qualität steckt.