Beiträge von Kacid

    nein, das kann in diesem Fall nicht sein, in Deutschland gibt es Meth seit vielen Jahren nicht mehr als Medikament, nur in den USA gibt es noch ein ADHS-Mittel, das es enthält - hier nimmt man eher Ritalin (Methylphenidat) oder Lisdexamphetamin, die unterscheiden sich sehr deutlich vom Meth...

    Spannend wäre noch die Zulassungssituation in der Schweiz. Afaik gibt es in USA auch ein (L)-Methamphetamin- haltiges Nasenspray.

    Welches Isomer gefunden wurde, weiß man aber nicht, oder?

    Die seriöse Schweizer NZZ bewertet denn Fall als nebulös. … Auch weiss man von ihm, dass er auf Alkohol verzichtet.

    Ist die Zeit eigentlich schon reif für Witze?

    Wie schätzt es denn die Magdeburger Fanseele in diesem Zusammenhang ein, dass jemand sogar vor solch extremen Methoden zur Leistungssteigerung nicht zurückschreckt?

    :irony:

    @ Schwiizer: Die Höhe ist abhängig vom Einnahmezeitpunkt und wird mit Abstand zu diesem immer geringer. Den kennt die Dopingbehörde (logischerweise!) nicht. Die Aussage bzgl. der Höhe ist imho daher - wie schon häufiger geschrieben - zum aktuellen Stand sinnlos. Ich denke (!), dass der Beweis einer Verunreinigung nur durch Analyse der verunreinigten Substanz erfolgen kann. Die müsste halt Portner jetzt finden.

    @ JakeBlues: Danke für die Information.

    Angenommen du hast deinen Führerschein wegen Trunkenheit am Steuer abgeben müssen und musst jetzt leider regelmäßige Alkoholtests machen, um deine Abstinenz zu beweisen um diesen wieder zu erlangen. Am Wochenende gewinnt der SCM das Finale und du feierst das mit 18 Köstritzer. Blöderweise hast du vergessen, dass du Montag aufs Amt musst. Hier werden 0,1 Promille festgestellt und die Augenbrauen hochgezogen. Dann wird festgestellt, dass nach aktuellem Kenntnisstand die gemessene Konzentrationshöhe einen Bruchteil der typischen Einnahme dieser Substanz beträgt.

    Das ist der Wert der SCM-Meldung.

    Und nochmal konkreter: Im biochemischen Nachweisverfahren für Amphetamine bin ich nicht drin, bei einem unbekannten Zeitpunkt beträgt die mögliche Konzentrationshöhe jedoch immer einen (mathematischen!) Bruchteil/Anteil einer maximalen Dosis irgendwann nach Einnahme, der mit der Zeit geringer wird. Da wir den Einnahmezeitpunkt nicht kennen, lässt sich hieraus wenig ableiten. Wenn der SCM oder deren Anwalt eine Verunreinigung konkret andeuten will, hätte er auch die Möglichkeit gehabt von einer „auffällig niedrigen Konzentrationshöhe“ zu schreiben. Hat aber keiner.

    Ich würde es Portner und dem SCM wünschen, dass sich in seinen Nahrungsergänzungsmitteln Spuren von Amphetaminen nachweisen lassen oder die B-Probe negativ ist, allein der Glaube fehlt.

    Wie kommt ihr auf die Idee, dass es sich um eine relevant niedrige Konzentration handeln soll?

    Der (sinnlose, tendenziöse) Satz in der PM des SCM lautet:

    Nach aktuellem Kenntnisstand beträgt die gemessene Konzentrationshöhe einen Bruchteil einer typischen Einnahme dieser Substanz.

    Was meint man damit? Die Hälfte (ein Bruchteil!)? Und wovon? Der Maximalkonzentration nach Maximaldosis?

    Man hätte auch schreiben können, dass es ein derartig niedriger Wert sei, dass sie ein tatsächliches Doping anzweifeln. Haben sie aber nicht.

    naja. Sörgel hat sich schon immer am liebsten in der Rolle des harten anti-doping-kämpfers gesehen, der nur das Vergehen sieht und nicht den Athleten. Das würde ich jetzt noch nicht so hoch hängen.

    Sörgel sieht sich nicht so, er ist Deutschlands wichtigster (und renommiertester) Dopingexperte - und er steht natürlich nicht auf Seiten der Dopingsünder.

    Tja, wenn bei einem Sportler Abbauprodukte der Substanz gefunden werden, die einem als erstes einfällt, wenn man überlegt, was ihn verbessern würde, was will man da sagen. Bei Nichtsportlern kennt man die Einnahme von geringen Mengen Amphetaminen zur Konzentrationssteigerung als Micro Dosing.

    Eine Verunreinigung eines Nahrungsergänzungsmittels mit Amphetaminen kann ich mir schwer vorstellen, auch wenn das natürlich möglich ist. Dann müsste es sich bei dem Produktionsort des Herstellers um eine harte Hexenküche handeln, bei der ich mir auch schwerwiegende Folgen in Folge der Einnahme der Nahrungsergänzungsmittel vorstellen könnte, was wahrscheinlich zu einem frühzeitigeren Auffliegen dieser führen würde.

    Dass ein Leistungssportler in der aktiven Karriere Drogen konsumiert, kann ich mir nur schwer vorstellen, natürlich gibt es aber immer wieder Fälle, wobei es sich hier meist um THC handelt.

    Schock für Bundesliga-Star Marco Russ | Tumor bei Doping-Probe entdeckt
    Drama vor dem Relegationsspiel Frankfurt gegen Nürnberg! Bei Eintracht-Kapitän Marco Russ (30) wurde ein Tumor entdeckt – durch eine Dopingkontrolle!
    www.bild.de

    Ich kenne das übliche Procedere und die Absprache NADA/med. Abteilung Handballvereine bei Dopingkontrollen nicht, vor einer Pressemeldung würde ich sowas aber schon ausschließen.

    Kam die erste offizielle Mitteilung von Portner?

    Für mich ist gerade am interessantesten, welches Dopingmittel bei einem Torhüter am ehesten Sinn machen könnte. Allerhöchstens Konzentration könnte ich mir vorstellen. Aber dafür gibt's eigentlich genug Legales. Daher glaube ich Portner grundsätzlich schon.

    Konzentration ist ein Punkt, da wäre Methylphenidat (=Ritalin) denkbar, sowie diverse Stimulanzien (Kokain, Amphetamine, …).

    Torhüter machen auch Krafttraining, daher wären Steroide jetzt nicht per se blöd.

    In die Kategorie Lifestyle-Dummheit würde ich Cannabis oder z.B. Testosteron-Präparate stecken.

    Und unter „medizinischen Fehlern“ würden mir Kortisonpräparate (zur Entzündungshemmung) oder auch Opiate als Schmerzmittel einfallen.

    Und um den Begriff „abnorme Werte“ noch zu würdigen, diese können auch mal bei der erstmaligen Diagnose einer Krebserkrankung auftreten, dürfte nicht das erste Mal bei einem Sportler (Stichwort Hodenkrebs) sein.

    Wird es Hinze bis zum Saisonende schaffen? Das ist schon krass und wird gefühlt immer schlimmer. Da geht kaum noch was.

    Ich weiß nicht, ob Hinze das Problem ist, es drängt sich aber fairerweise im Moment auch nicht auf, dass er die Lösung ist.

    Der Löwenkader ist aber leider auch extrem unbalanciert, was jedoch nichtmal am Management liegen muss, da ich da auch die Verletzungen mit verantwortlich sehe. Einem Olle Schefvert gegen Erlangen zu zuschauen, wenn man weiß, wie er vor seiner Verletzung bei den RNL performt hat, ist schon hart. Und die Ersatzleute von Jaganjac (Ahouansou) und Kohlbacher (Plucnar) fielen halt auch brutal ab vom Niveau.