Ist ein Vorwand oder?
Würdest Du gelegentlich mehr als eine Zeile schreiben, dann könnte man eher nachvollziehen was Du eigentlich zum Ausdruck bringen willst.
Ist ein Vorwand oder?
Würdest Du gelegentlich mehr als eine Zeile schreiben, dann könnte man eher nachvollziehen was Du eigentlich zum Ausdruck bringen willst.
Die Kooperation mit FH Hafnarfjördur spricht dafür, dass Gudjon Valur Sigurdsson längerfristige Pläne beim VfL Gummersbach verfolgt.
Blick auf die europäische Konkurrenz und die deutschen Gruppengegner:
Aus der Perspektive in der Halle hat mich der gestrige Auftritt der DHB-Auswahl positiv gestimmt. Gutes Tempospiel, gelungene Kreisanspiele und auch durch die Wechsel kam kein zu großer Bruch ins Spiel. Im Rückraum stehen Alfred Gislason Varianten zur Verfügung und ein schwächerer Tag eines einzelnen Spielers oder gar eine Verletzung wäre kein unlösbares Problem.
Kroatien ist in meinen Augen kein Titelkandidat, aber diese Mannschaft zweimal souverän zu besiegen ist definitiv ein Erfolg, der der Mannschaft Selbstvertrauen geben sollte. Im Turnier gilt es sich von Spiel zu Spiel zu steigern und dann werden wir sehen wo das Limit dieser Mannschaft liegt.
Ein kleiner Blick in den hohen Norden: Die Färöer Inseln verlieren in Torshavn gegen Italien mit 34:36 (19:17), obwohl sie in der 41. Minute noch 27:22 geführt hatten. Beste Torschützen waren Hákun West av Teigum mit acht Toren für die Färinger und Simone Mengon mit sieben Treffern für Italien. Morgen dann das zweite Aufeinandertreffen am selben Ort.
Die Verletzungsmisere der Slowenen geht weiter. Im gestrigen Testspiel gegen Kuwait hat sich Aleks Vlah, bester Torschütze der Slowenen bei den letzten drei Großturnieren, eine Oberschenkelverletzung zugezogen und wird die Handball-EM verpassen.
Fiktive Konstellation im Juni 2026:
HBL: 1. SC Magdeburg, 2. SG Flensburg-Handewitt, 3. THW Kiel, 4. Füchse Berlin
CL: Die Füchse Berlin erreichen beim EHF Champions-League Final Four den dritten Platz.
Entscheidet sich die EHF dann für "die Organisation" mit vier Champions-League-Titeln oder den Big City Club auf den Spuren Real Madrids?
Die Füchse Berlin mit Mathias Gidsel & Dika Mem wären aus Sicht der EHF sicherlich ein heißer Kandidat für eine Wildcard - falls diese notwendig werden würde. Das Problem ist aber, dass die Anzahl der Mannschaften pro Verband eindeutig auf maximal drei begrenzt ist. Nur wegen des namhaften Kaders eine andere deutsche Mannschaft auszubooten, die sportlich besser abgeschnitten hat, würde für reichlich Spannungen Sorgen. Zudem sind die Füchse Berlin auch kein langjährig etablierter Champions-League-Verein.
Da hofft man ja, dass dies nur Teil einer emotionalisierten Kampagne ist, um den Wechsel im Sommer 2026 zu erzwingen und er nicht wirklich so zart besaitet ist. Die Reaktion seitens Holger Glandorf finde ich angemessen und gut.
Bekommen die Franzosen auch einen zusätzlichen Platz? Wie ist die Verteilung dann?
Das wurde Mitte Dezember alles von der EHF publiziert.
Entweder ist diese Aktion ein Stürmerfoul oder ein Freiwurf, aber doch niemals ein 7m !
Der Kontakt auf 9 Metern wurde von den Schiedsrichtern weiterlaufen gelassen und dann steht beim Wurf die #23 von Schwarz deutlich im Kreis und behindert so die klar Torgelegenheit.
Meiner Meinung nach ist das ein Foul der Angreiferin nach Regel 8:2d. Die Abwehrspielerin hatte ihre Position auf 9 Metern eingenommen und der Kontakt geht von der Schulter der Angreiferin aus.
Für den Torschiedsrichter scheint der Blick aufgrund der Abwehrspielerin am Kreis teilweise verdeckt gewesen zu sein und durch die hohe Dynamik ist das schwierig zu beurteilen. Grundsätzlich bergen diese Drehungen am Gegenspielers (wie z.B. auch Juri Knorr sie gerne nutzt) ein latentes Risiko zum offensiven Foul. Die Angreiferin will natürlich das Momentum in Richtung Tor bewahren muss aber gleichzeitig sicherstellen ausreichend seitliche Bewegung in ihre Drehung einzubringen, um an der Abwehrspielerin vorbeikommen zu können.
Aus meiner Sicht macht es einen Unterschied, welches der beiden Szenarien sprachlich in den Vordergrund gestellt wird und ein langjähriger Politiker und DHB-Präsident sollte rhetorisch diese Feinheiten kennen.
Andreas Michelmanns Satzbau gibt dem Fall des Scheiterns mehr Gewicht, Ja, er erwähnt, dass er nicht davon ausgehe, aber das ist in dieser sprachlichen Formulierung eben keine Betonung sondern nur ein untergeordneter Einschub. Hängen bleibt beim Leser der Hauptsatz, dass über einen Trainerwechsel nachgedacht wird. Meine alternative Formulierung ist inhaltlich gleich, aber sie stellt die Zuversicht an den Erfolg der Mannschaft in den Fokus ohne nachgelagert die Gedanken über einen Trainerwechsel zu verschweigen.
Gruppe F (Kristianstad, Schweden)
Spielplan
Freitag, 16.01.2026
18:00 Uhr: Island - Italien
20:30 Uhr: Ungarn - Polen
Sonntag, 18.01.2026
18:00 Uhr: Polen - Island
20:30 Uhr: Italien - Ungarn
Dienstag, 20.01.2026
18:00 Uhr: Polen - Italien
20:30 Uhr: Ungarn - Island
Ungarn uns Island konnten sich beide souverän als Gruppensieger für die Handball-EM 2026 qualifizieren und sind gute Bekannte. Beide Mannschaften trafen bereits bei der EM 2020, der EM 2022, der WM 2023 und der EM 2024 in der Vorrunde aufeinander. Nur einmal konnte Island das direkte Duell für sich entscheiden und das war ausgerechnet bei der EM 2022 in Ungarn, bei der der 31:30-Sieg Ungarn desaströses Vorrunden-Aus im eigenen Land besiegelte. Ungarns Nationaltrainer Chema Rodríguez plant ohne Torwart Roland Mikler. Der 41-jährige steht nicht einmal im erweiterten EM-Kader. In meinen Augen ist das ein großes Wagnis. Island hat einige der besten Individualisten der Welt im Kader, aber schaffen es äußerst selten in die Top 10 bei EM- oder WM-Endrunden. Oft scheitern sie an Kleinigkeiten. Bei der WM 2025 waren sie bei einem punktgleichen Dreivergleich mit Ägypten und Kroatien der weinende Dritte, der das Viertelfinale verpasste. Bei der EM 2024 waren sie bei einem punktgleichen Dreivergleich mit Ungarn und Österreich der weinende Dritte, sodass sie das Spiel um Platz 5 verpassten. Bei der Handball-WM 2023 waren sie punktgleich mit Ungarn, aber verpassten aufgrund des direkten Vergleichs das Viertelfinale. Wohl nur der Gewinner des direkten Duells darf sich dieses Jahr Hoffnung auf eine Reise nach Dänemark machen.
Für Italien ist es nach der WM 2025 das zweite Großturnier, für das sie sich qualifizieren konnten. Bei der WM 2025 siegten sie gegen Tunesien, Algerien und Tschechien und erspielten sich einen respektablen Platz 16. In der Qualifikation zur EM 2026 gelang ein Sieg gegen Serbien, der der Mannschaft von Bob Hanning die Qualifikation als einem der besten Gruppendritten ermöglichte. Nun treffen sie u.a. auf Polen, die sich seit der Handball-EM 2016 im eigenen Land und dem Nationalmmanschaftsrücktritt der goldenen Generation um Sławomir Szmal, Karol Bielecki, den Lijewski-Brüdern und den Jurecki-Brüdern am Ende des olympischen Zyklus im freien Fall befinden. Die beste Platzierung seitdem war ein 12. Platz bei der EM 2022. Sollte Italien gegen Polen gewinnen, wäre das ein wichtiger Erfolg im Hinblick auf die Einteilung der Qualifikationsrunden für die nächsten WM- und EM-Turniere. Für Polen geht es im Hinblick auf die Heim-EM 2030 darum ein erfolgversprechendes Nationalmannschaftsgerüst zu formen. Da wäre es fatal, eines der nächsten Großturniere zu verpassen.
Mein Tipp:
1. Island
2. Ungarn
3. Italien
4. Polen
Die HBF ist kein allmächtiger Verband, der von oben herab den Vereinen Regeln auferlegt. Er ist der Zusammenschluss der Vereine und der Fernsehvertrag wurde mit der Mehrheit aller Vereine geschlossen. Die Rahmenbedingungen waren bekannt. Die Vereine sprechen immerzu von der Professionalisierung des Frauenhandballs und da gehört eine stabile IT-Infrastruktur in den Spielstätten schlicht zu den grundlegenden Basics.
Gruppe E (Malmö, Schweden)
Spielplan
Samstag, 17.01.2026
18:00 Uhr: Kroatien - Georgien
20:30 Uhr: Schweden - Niederlande
Montag, 19.01.2026
18:00 Uhr: Niederlande - Kroatien
20:30 Uhr: Georgien - Schweden
Mittwoch, 21.01.2026
18:00 Uhr: Niederlande - Georgien
20:30 Uhr: Schweden - Kroatien
Gastgeber und Rekord-Europameister Schweden hat sich eine nahezu perfekte Ausgangslage für das Turnier geschaffen. Durch die fixe Ansetzung der Färöer Inseln in Gruppe D und Islands in Gruppe F hat sich Schweden bereits im Vorfeld lösbare Aufgaben für die Hauptrunde gesichert. Dazu hatten sie Losglück, dass Frankreich in die dänische Turnierhälfte gelost wurde. Vize-Weltmeister Kroatien als Gruppengegner war sicherlich nicht das erwünschte Ergebnis der Auslosung, aber vor heimischen Publikum sollten sie Kroatien in die Schranken weisen können und dann steht die Tür nach Dänemark weit offen. Aber die WM 2025 sollte ihnen eine Warnung sein, bei der sie nach Platz 1 in der Vorrunde in der Hauptrunde nur noch einen Punkt holen konnten und enttäuscht das Viertelfinale verpassten.
Kroatien ging Anfang der 2020er Jahre durch ein tiefes Tal. Für die Olympischen Spiele 2021 konnten sie sich nicht qualifizieren, bei den Großturnieren blieben Medaillen in weiter Ferne. Platz 15 bei der WM 2021, Platz 8 bei der EM 2022, Platz 9 bei der WM 2023, Platz 11 bei der EM 2024. Unmittelbar nach der EM 2024 übernahm Dagur Sigurdsson als Nationaltrainer und führte die Mannschaft mit der Arena in Zagreb im Rücken ins WM-Finale. Nun muss sich zeigen, welchen Anteil der Trainer an diesem Phönix-haften Aufstieg hatte und welche Rolle der Heimvorteil spielte. Ich persönlich schreibe dem Heimvorteil den größeren Einfluss zu, aber auch im Hinblick auf die Turnier-Auslosung scheint eine Halbfinalteilnahme dennoch möglich.
Die Niederlande sind zum vierten Mal in Folge für eine EM-Endrunde qualifiziert und damit einer der großen Profiteure der Aufstockung auf 24 Teilnehmer im Jahr 2020. Durch die 31:32-Niederlage gegen die Färöer Inseln in der EM-Qualifikation im heimischen Almere sind sie jedoch in Lostopf 3 gerutscht und stehen vor einer großen Herausforderung. Positiv wird sie stimmen, dass beim letzten Aufeinandertreffen mit Kroatien in der Qualifikation zur Handball-EM 2024 ein Sieg und ein Unentschieden für die Niederlande heraussprangen. Insofern wäre den Niederländern zu raten, nicht alle Körner im Spiel gegen Schweden zu vergeuden. Sollte sich dort frühzeitig eine Niederlage abzeichnen, dann gilt es Kräfte zu sparen und lediglich Spielpraxis zu sammeln für das zwei Tage später folgende Spiel gegen Kroatien.
Mein Tipp:
1. Schweden
2. Kroatien
3. Niederlande
4. Georgien
Gruppe D (Oslo, Norwegen)
Spielplan
Freitag, 16.01.2026
18:00 Uhr: Slowenien - Montenegro
20:30 Uhr: Färöer Inseln - Schweiz
Sonntag, 18.01.2026
18:00 Uhr: Montenegro - Färöer Inseln
20:30 Uhr: Schweiz - Slowenien
Dienstag, 20.01.2026
18:00 Uhr: Montenegro - Schweiz
20:30 Uhr: Slowenien - Färöer Inseln
Mit Gruppe D beginnt der Blick in die "schwedische Turnierhälfte", denn die Mannschaften der Gruppen D, E unf F bilden die Hauptrundengruppe II und werden nur zum Finalwochenende nach Dänemark reisen. Für die Mannschaften in Gruppe D wird die Reise nach Dänemark wahrscheinlich ein ferner Traum bleiben, aber dennoch bietet die Gruppe in meinen Augen spannende Konstellationen.
Slowenien hatte 2024 mit Platz 6 bei der EM und Platz 4 bei den Olympischen Spielen ein erfolgreiches Jahr. Bei der WM 2025 mussten sie sich in der Hauptrunde u.a. Kroatien und Island geschlagen geben und daher früh das Turnier beenden. Diese Jahr würden in der Hauptrunde wahrscheinlich wieder diese beiden Mannschaften (und Gastgeber Schweden) auf Slowenien warten, aber sie könnten zumindest mit 2:0-Punkten in die zweite Turnierphase starten. Die Qualifikation hat Slowenien souverän mit sechs deutlichen Siegen aus sechs Spielen erledigt. Aber der EM-Verzicht von Blaž Blagotinšek wird sie deutlich Schwächen und das Fehlen von Miha Zarabec und Borut Mackovšek reduzieren ihre Optionen im Rückraum. Sie sind trotzdem der Favorit in dieser Gruppe, aber müssen aufpassen.
Denn mit der Schweiz und den Färöer Inseln lauern zwei interessante Mannschaften. Der Schweiz gelang bei der Qualifikation zur Handball-WM 2025 in den Playoffs ein 27:26-Sieg in Slowenien, aber drei Tage später folgte in Winterthur eine 33:34-Niederlage und im anschließenden Siebenmeterwerfen versagten den Schweizern die Nerven und sie verlorenen dieses mit 1:4. (Dank der IHF-Wildcard konnte die Schweiz dennoch bei der WM 2025 antreten und erreichte mit Platz 11 sogar ein besseres Ergebnis als die Slowenen auf Platz 13.) An einem guten Tag können sie Slowenen auf jeden Fall gefährlich werden und bei einigen Wettanbietern gehen sie aktuell als geringfügiger Favorit in das Duell am 2. Vorrundenspieltag. Die EM 2026 erreichten sind in einer gut besetzten Qualifikationsgruppe mit Deutschland und Österreich nur als einer der besten Gruppendritten auf dem vorletzten Qualifikationsplatz.
Die Färöer Inseln gewinnen mit ihrer goldenen Generation um Elias Ellefsen a Skipagötu und Hakun West av Teigum allerorten schnell die Fan-Herzen, denn die Geschichte des 55.000-Einwohner-Inselstaates hoch im Norden Europas beeindruckt fast noch mehr als bei Island und sie werden stets von einer erstaunlich großen Anhängerschaft begleitet. Bei der Handball-EM 2024 sollen 5500 Fans nach Berlin gereist sein und konnten dort den ersten Punktgewinn ihrer Mannschaft bei einer EM-Endrunde bejubeln. Mehr als dieser eine Punkt war ihnen aber nicht vergönnt und so war bereits nach der Vorrunde als Tabellenletzter Schluss. Für die Handball-EM 2024 qualifizierten sie sich als Gruppensieger (u.a. vor den Niederlanden) und in Oslo, nur knapp zwei Flugstunden von der Heimat entfernt, werden 7.500 Zuschauer von den Färöer Inseln erwartet und die Mannschaft wird sicherlich den Heimvorteil in der Halle genießen. Kann dies sportlich beflügeln? Das müssten sie direkt am ersten Spieltag gegen die Schweiz beweisen.
Mein Tipp:
1. Slowenien
2. Schweiz
3. Färöer Inseln
4. Montenegro