Handball-EM 2026 - Hauptrunde, Gruppe I

  • Tu ich. Wenn er vollkommen falsch ist, dann klär mich bitte auf, warum.

    Ich finde in Erläuterungen zur Spielverzögerungen: "Ein Spieler verzögert die Ausführung eines ... Anwurfs (Torwart gibt den Ball langsam heraus, es wird ein bewusst schlechter Pass zur Mitte gespielt oder es wird langsam mit dem Ball zur Mitte gegangen)"

    Damit ist das Merkmal der Verzögerung auch ohne Anpfiff gegeben. Ob dann noch ein Handzeichen gegeben werden muss weiß ich nicht.

    Regel 15:5 -> ein Anwurf muss angepfiffen werden

    Der Passus, auf den Du Dich in den Erläuterungen beziehst, hat in der Überschrift stehen:

    Das Erste, was ein Kind lernt, ist gegen den Ball zu treten! Wenn es intelligent ist, nimmt es ihn später in die Hand !!!

    Die Wissenschaftler haben herausgefunden..... und sind auch wieder reingekommen :)

    Politiker sind wie Windeln, man sollte sie oft wechseln, und aus den gleichen Gründen! (Mark Twain)

  • Die Schiedsrichter können kein Zeitspiel abpfeifen bevor überhaupt ein Anwurf regelkonform ausgeführt wurde.

    Vom Torerfolg der Portugiesen bis Justus Fischer mit dem Ball in der Anwurfzone steht vergehen 7 Sekunden. Das ist sicherlich keine schnelle Mitte, aber auch kein Grund für die Schiedsrichter einzugreifen. 59 Minuten lang hätte niemand protestiert, wenn der Ball in einem gemächlicheren Tempo zur Anwurfzone gebracht wird und es wäre falsch in der letzten Minute plötzlich die Bewertungsgrundlagen massiv zu ändern.

    In den Regeln wird aber auch nicht ohne Grund differenziert zwischen den letzten 30 Sekunden und der sonstigen Spielzeit.
    Auch aufgrund der Tatsache, dass deutsche Spieler bereits vor dem Anpfiff über der Mittelline waren, wäre in meinen Augen ein Anhalten der Zeit die richtige Entscheidung gewesen.

  • Was wäre denn ganz ohne Deutschlandbrille und unter Anbetracht, dass die letzten 30 Sekunden anders gesehen werden die richtigste Handlungsweise gewesen?

    Für mich so: Die Schiedsrichter stellen fest, dass Deutschland auf dem Weg zum Anspiel Zeit schindet. Darauf können sie die Zeit anhalten und das Vorwarnzeichen für passives Spiel geben. Mit einem regelkonformen Anspiel würde es dann weiter gehen und Portugal müsste im eigenen Interesse durch eine offensive Abwehr entweder auf einen Ballgewinn hoffen oder direkt ein Foul welches zu einem 7m führt machen. Deutschland müsste auch nach vorne Richtung Tor spielen, da ansonsten sehr schnell auf Zeitspiel entschieden werden kann.


    Wenn den Schiedsrichtern der Weg zum Anspiel schnell genug ist, dürfen sie trotzdem nicht anpfeifen, da Schluroff in der gegnerischen Hälfte steht, dementsprechend müssen sie die deutschen Spieler zurück pfeifen und dann erst anpfeifen.


    Ein regelwidriges stören des Anspiels nehme ich ehrlich gesagt nicht war, da der Pass von Wolff zu Fischer nicht gestört wird, Fischer nicht am betreten des Mittelkreises gestört wird und als er den Mittelkreis erreicht, dort kein Portugiese mehr steht.

  • In den Regeln wird aber auch nicht ohne Grund differenziert zwischen den letzten 30 Sekunden und der sonstigen Spielzeit.
    Auch aufgrund der Tatsache, dass deutsche Spieler bereits vor dem Anpfiff über der Mittelline waren, wäre in meinen Augen ein Anhalten der Zeit die richtige Entscheidung gewesen.

    ? Das passiert doch häufig, habe aber noch nicht wahrgenommen, dass dann die Zeit angehalten wird.

    Für immer erster deutscher Championsleaguesieger!

    Magdeburg ist Handball, Handball ist Magdeburg. So ist das! (J.Abati)

  • Bei Gidsel ist deutlich zu sehen, dass er auf der RM-Position nicht so wirkungsvoll und erfolgreich spielt als auf der RR. Bei den Füchsen wird er von Lichtlein auch viel besser angespielt als in der Nati und findet häufig den Abschluss über den langen Weg zwischen 1 und 2.

  • Bei Gidsel ist deutlich zu sehen, dass er auf der RM-Position nicht so wirkungsvoll und erfolgreich spielt als auf der RR. Bei den Füchsen wird er von Lichtlein auch viel besser angespielt als in der Nati und findet häufig den Abschluss über den langen Weg zwischen 1 und 2.

    Er ist ja auch in Dänemark neben Hansen und Lauge so groß geworden. Pytlick spielt in Flensburg ja auch auf Mitte und auch wenn er das besser kann als Gidsel (meinem Eindruck nach), ist das auch nicht gerade seine größte Stärke. Die beiden sind die schärfsten Waffen, wenn sie einen guten Mittelmann haben. Gerne auch einen klassischen, der sich komplett zurücknimmt wie der späte Hansen. Insofern halte ich die Berliner Verlängerung mit Lichtlein für sehr klug, bin aber echt gespannt wie es dann passt, wenn die Wahl zwischen Gidsel und Mem auf halbrechts fallen muss.

  • Regel 15:5 -> ein Anwurf muss angepfiffen werden

    Der Passus, auf den Du Dich in den Erläuterungen beziehst, hat in der Überschrift stehen:

    Was macht der Hinweis auf "Regel 15:5 -> ein Anwurf muss angepfiffen werden", in diesem Zusammenhang? Um den Anpfiff geht es nicht.

    Hier geht es um Spielverzögerungen durch den TW vor dem Anpfiff. Und ob mit oder ohne Handzeichen, hier hätten die Schiris auf eine Spielverzögerung erkennen können.

    Deine Qualifizierung, meine Ansicht sei "vollkommen falsch" ist schon etwas überheblich.

  • Was macht der Hinweis auf "Regel 15:5 -> ein Anwurf muss angepfiffen werden", in diesem Zusammenhang? Um den Anpfiff geht es nicht.

    Hier geht es um Spielverzögerungen durch den TW vor dem Anpfiff. Und ob mit oder ohne Handzeichen, hier hätten die Schiris auf eine Spielverzögerung erkennen können.

    Deine Qualifizierung, meine Ansicht sei "vollkommen falsch" ist schon etwas überheblich.

    Naja, Du argumentierst doch, dass Sie wegen der Spielverzögerung direkt dagegen pfeifen können. Da ein Anwurf aber angepfiffen werden muss und der Passus auf den Du Dich beziehst mit "Anzeigen des Vorwarnzeichens" überschrieben ist, dachte ich, das wäre verständlich. Tut mir leid, wenn ich da zuviel erwartet habe, werde es zukünftig versuchen einfacher zu halten.

    Und wenn die Ansicht halt falsch ist, dann ist sie falsch. Wenn Du das überheblich findest, kann ich das nicht ändern, denn sie bleibt einfach falsch und wäre ein Regelverstoß!

    Das trifft es vielleicht ganz gut

    Das Erste, was ein Kind lernt, ist gegen den Ball zu treten! Wenn es intelligent ist, nimmt es ihn später in die Hand !!!

    Die Wissenschaftler haben herausgefunden..... und sind auch wieder reingekommen :)

    Politiker sind wie Windeln, man sollte sie oft wechseln, und aus den gleichen Gründen! (Mark Twain)

  • Auch aufgrund der Tatsache, dass deutsche Spieler bereits vor dem Anpfiff über der Mittelline waren, wäre in meinen Augen ein Anhalten der Zeit die richtige Entscheidung gewesen.

    Da gebe ich Dir Recht. Bei ca. 59:52 Minuten überquert Miro Schluroff deutlich vor dem Pfiff der Schiedsrichter die Mittellinie. Diese falsche Stellung der deutschen Mannschaft wäre zwingend zu korrigieren gewesen und in dieser Situation wäre es sicherlich angebracht gewesen dazu auch die Spielzeit anzuhalten. Danach hätten alle Spieler in Ruhe eine korrekte Anwurfposition einnehmen können. Die deutsche Mannschaft hätte nach Wiederanpfiff drei Sekunden Zeit gehabt den Anwurf auszuführen und Portugal hätte versuchen können einen Dika-Mem-Moment zu forcieren.

  • ? Das passiert doch häufig, habe aber noch nicht wahrgenommen, dass dann die Zeit angehalten wird.

    Ja, aber in diesem Fall ist es sehr offensichtlich, dass Schluroff das absichtlich machte - er wollte m.E. gar nix anderes, als dass er zurückgepfiffen wird

    und die Zeit runter läuft.

    Ich glaube auch, dass es hier besser gewesen wäre, die Zeit anzuhalten, damit alle mal korrekte Positionen einnehmen.

    Da waren die Schiris schon im Kopf in der Kabine.

  • 1.) Doch es steht ein Spieler im Anwurfkreis. Allerdings nicht Costa. Der ist draußen. Aber 2×Salvador läuft konsequent im Anwurfkreis rum! Hab es in Dauerschleife angeschaut. Costa fuchtelt mit den Armen, jammert und flucht, verlässt aber den Anwurfkreis bevor Fischer mit der Ausführung des Anwurfs beginnt. Emotional verständlich und kein Regelverstoß. Salvador befinde sich allerdings eindeutig im Anwurfkreis und hätte durchaus Chancen gehabt Fischers Anwurf abzufangen. Ob die Schiedsrichter hier auf Vorteil entscheiden dürften, weiß ich nicht. Ich vermute aber Zeitstrafe und Siebenmeter wäre diesbezüglich korrekt gewesen.

    2) Dass Schluroff bereits in der gegnerischen Hälfte war, kann den Schiedsrichtern durch ihren Fokus auf das Mittelkreisgewusel ja entgangen sein. Meines Erachtens (beispielsweise zur Halbzeit) hätten sich die Schiedsrichter die Szene noch mal angeschaut und auf Wiederholung des Anwurfs entschieden. Oder irre ich da? Meines Erachtens wollten die Schiedsrichter gestern noch etwas machen, sind aber dann im Jubeltrubel etc nicht konsequent geblieben. Schau ich mir noch mal an.

    3) Wolff hat den Ball erstaunlich schnell aus dem Netz geholt und dann ruhig abgespielt. Fischer schlendert gemütlich zur Mitte. Da hätten die Schiris ordnend eingreifen dürfen.

    Einmal editiert, zuletzt von nuvolo (23. Januar 2026 um 11:38)

  • Meines Erachtens (beispielsweise zur Halbzeit) hätten sich die Schiedsrichter die Szene noch mal angeschaut und auf Wiederholung des Anwurfs entschieden.

    Das wär regeltechnisch nicht gegangen, weil man die Zeit nicht nachträglich zurückstellen darf, wenn sie von den Schiedsrichtern oder

    dem Delegierten nicht angehalten wurde.

    Da gab es bei Dänemark - Schweden vor zwei Jahren einen Regelverstoß - da wurde das nochmal klargestellt.

    Und ein Anwurf wird bei abgelaufender Zeit nicht mehr ausgeführt.

  • Bei den hier geführten Diskussionen könnte man denken, der SCM hat gespielt und ist wieder klar bevorteilt worden.

    Das Spiel ist zu Ende. Tabelle wird sich nicht mehr ändern.