Berlin macht hervorragende Anschlussförderung. In Sachen Spieler systematisch vom Jugend- in den Herrenbereich zu bringen, sind sie die klare Kummer 1 in Deutschland. Das hat auch viel mit der Kooperation mit Potsdam zu tun, die man aus Sicht des VfL natürlich auch so und so bewerten kann.
Die Jugendarbeit von Berlin würde ich hingegen fast schon als bodenlos bezeichnen, mindestens im Vergleich zur Anschlussförderung. Berlin hat über drei Millionen Einwohner. Meine Erwartungshaltung hier wäre, dass die Füchse dafür sorgen, dass möglichst viele Berliner Vereine wahnwitzig viele Kinder haben und hervorragende Kindertrainer. Dann könnte man aus dieser Stadt heraus mit Sicherheit Jugendteams speisen, die noch besser sind als die Aktuellen, und wäre gar nicht mehr auf deutschlandweite Wechsel angewiesen, die für das wechselnde Individuum selbstverständlich immer ein großes Risiko im Lebensweg sind.
Stattdessen will man lieber international scouten. Ist natürlich einfach. Aber auch besser für den Handball? In meinen Augen sicherlich nicht.
Was du da forderst könnte man auch bodenlos nennen. Das klingt ja nach Strukturen wie in der DDR. Wie kann man denn sowas wollen?
Die Größe der Stadt halte ich für ziemlich egal.
NRW hat noch x-mal mehr Einwohner als Berlin und Ballungsräume, die viel größer sind und da arbeitet auch keiner für den anderen. Dormagen wäre evtl. auch gerne wo Gummersbach ist
Flensburg hat das Handballland schlechthin vor der Haustür und bedient sich da seit Jahrzehnten ganz selbstverständlich. Flensburger wie Blohme oder Carstensen haben bei der SG keinen Platz.
Man argumentiert sogar mit seiner Nähe zu Dänemark und der Durchmischung in der Bevölkerung.
Besser für welchen Handball ist denn welche Ausrichtung? Hat irgendein Club eine moralische Verpflichtung sich ganz speziell auszurichten?