DHB: weibliche Nachwuchs- und Eliteförderung

  • Im Grundsatz bin ich bei Gummiball, insbesondere was die Forderung nach Durchlässigkeit angeht. Ich wollte aber gerade auch das schreiben, was selfman zuvor geschrieben hat. Nach meiner Beobachtung verlassen die talentierten Spielerinnen ihre Vereine zumeist nicht aus Undankbarkeit, sondern, weil im bestehenden Mannschaftsgefüge einfach keine Möglichkeit zur Weiterentwicklung besteht. Viele sind darüber traurig, schließlich verlassen sie oftmals langjährige Freundinnen. In der Regel habe ich hierfür bei den Trainern aber auch immer Verständnis wahrgenommen.

    Also: Systemkritik ja, aber den Spielerinnen möchte ich ganz überwiegend keinen Vorwurf machen.

  • Irgendwie habt Ihr alle recht und jeden Tag wird überall gute Jugendarbeit geleistet. Das ist auch nicht das Problem. Aber irgendwann kommst Du an eine Leistungsgrenze , wo Du/man wahrscheinlich gar nicht anders kann als dann die Besten weiter zu fördern in den " größeren Vereinen" oder sprich auch Leistungszentren... Die Anderen die jetzt nicht weiter gefördert werden , bleiben oft den "kleineren Vereinen " ja erhalten oder suchen von sich aus einen anderen Verein. Mit 16,17 oder 18 oder auch erst 19 geht es dann für einige auch schon wieder etwas zurück ... da sie andere Prioritäten setzen oder eine Ausbildung/Studium beginnen. Einige gehen den Weg aber auch weiter und stehen dann ja den Großen Vereinen zur Verfügung... Buxtehude hat ja ein relativ großes Einzugsgebiet mit HH LKR Harburg , LKR Stade aber auch Cuxhaven usw... da gibt es viele Vereine die sich dann freuen, wenn Spielerinnen aus Buxte kommen. Es gibt aber auch den anderen Weg , dass diese kleinen Vereine dann die Kinder zum BSV schicken. Somit schließt sich der Kreis.. und wer noch weiter will geht dann leider auch aus Buxte weg und schließt eben anderen Vereinen in der Bundesliga an oder geht ins Ausland.

  • Also: Systemkritik ja, aber den Spielerinnen möchte ich ganz überwiegend keinen Vorwurf machen.

    Du kannst keiner Spielerin verdenken das Beste für sich zu wollen , wo immer das auch sein mag. Aber sie sollten das entscheiden , nur sie...

  • Die Anderen die jetzt nicht weiter gefördert werden , bleiben oft den "kleineren Vereinen " ja erhalten oder suchen von sich aus einen anderen Verein.

    Ein Umstand, denn ich hier an anderer Stelle auch schon öfters bemängelt habe. Mir fehlt neben der absoluten Spitzenförderung die Förderung für die talentierte Breite. Eben die Spielerinnen, die sich aus der zweiten Reihe noch häufiger sehr gut entwickeln und auch durchaus Potenzial haben im aktiven Bereich in den ersten zwei Ligen auf zu tauchen. Durch eine Verengung des Wettbewerbs, wie hier durch die Qualifikationsvoraussetzungen für die Jugend Bundesliga geschildert, wird es für diese Talente und ihre Vereine immer schwerer. Am Ende verliert der Handball auf allen Ebenen.

  • Na ja, es gibt ja schon noch Begabtenförderung über den Verein hinaus. Auch unterhalb der Ebene der Nationalmannschaften. Einfach auf Kreis/Reigonsebene. Ob das reicht kann ich nicht beurteilen.

  • Na ja, es gibt ja schon noch Begabtenförderung über den Verein hinaus. Auch unterhalb der Ebene der Nationalmannschaften. Einfach auf Kreis/Reigonsebene. Ob das reicht kann ich nicht beurteilen.

    Die von mir angesprochenen, älteren Beiträge müssten in diesem Thread weiter oben sein. Aber das kann ich jetzt natürlich auch nicht erwarten, dass du das komplett alles nachliest. Es geht mir ganz konkret um die Phase nach Abschluss der Landesförderung, bis zum Ende der Jugendzeit. Sprich, die komplette B&A Jugend. Hier findet für alle ehemaligen Landeskader, die nicht in die Nationalkader berufen wurden, also ca 90% aller überdurchschnittlich begabten und motivierten Handballerinnen, in einer entscheidenden Phase keinerlei vereinsunabhängige Förderung mehr statt. Viele fallen in ein Loch, manche verlieren ganz den Spaß am Handball.

    Ich bin überzeugt, wenn man da was machen würde, wäre der Gesamtnutzen größer, als mit der Einrichtung von Förderakademien.

  • Die von mir angesprochenen, älteren Beiträge müssten in diesem Thread weiter oben sein. Aber das kann ich jetzt natürlich auch nicht erwarten, dass du das komplett alles nachliest. Es geht mir ganz konkret um die Phase nach Abschluss der Landesförderung, bis zum Ende der Jugendzeit. Sprich, die komplette B&A Jugend. Hier findet für alle ehemaligen Landeskader, die nicht in die Nationalkader berufen wurden, also ca 90% aller überdurchschnittlich begabten und motivierten Handballerinnen, in einer entscheidenden Phase keinerlei vereinsunabhängige Förderung mehr statt. Viele fallen in ein Loch, manche verlieren ganz den Spaß am Handball.

    Ich bin überzeugt, wenn man da was machen würde, wäre der Gesamtnutzen größer, als mit der Einrichtung von Förderakademien.

    sorry, das sehe ich völlig anders.

    Erstmal werden Talente in den Vereinen erkannt.

    Dann kommt meistens die Frage des Leistungshandballs.

    Wer nicht kann, der geht in den Breitensport, den ich ausdrücklich befürworte.

    Aber ganz ehrlich, verdammen wir Vereine, die zumindest versuchen, Talente zu bündeln?????????????

  • sorry, das sehe ich völlig anders.

    Erstmal werden Talente in den Vereinen erkannt.

    Dann kommt meistens die Frage des Leistungshandballs.

    Wer nicht kann, der geht in den Breitensport, den ich ausdrücklich befürworte.

    Aber ganz ehrlich, verdammen wir Vereine, die zumindest versuchen, Talente zu bündeln?????????????

    Wie schon vorhin geschrieben, jeder hat für seine Argumente auch Gründe.

    Antwort auf Deine Frage: Wenn es nur ja/nein gibt, dann ausdrücklich ja! Wir waren vor einigen Jahren mit der mA in Leipzig und da haben sich 22 Spieler warm gemacht. Wenn das dann auch bei anderen Vereinen der Fall ist, wovon ich bei MD und B auch mal ausgehe, dann werden ganz viele Talente "gebündelt" ohne Spielpraxis zu bekommen. Also kommen wir wieder zu meiner Meinung, dass die Spieler besser bei mir trainieren, als bei dem anderen, wo sie evtl. sogar gegen mich spielen. Welcher Trainer braucht eine Jugendmannschaft mit 22 Spielern??? Und von denen, die am Ende gespielt haben, haben einige auch schon nur ein paar Minuten bekommen, was ist denn dann mit denen, die erst gar nicht im Kader sind???

    Wer erkennt denn für sich selber, dass es nicht für die Mannschaften da oben reicht? Haben die Trainer denn nicht auch die Verantwortung, dem "ambitionierten" Spieler zu erklären, dass es auf diesem Niveau nicht reicht? Oder ist das dann eine Eigenverantwortung, da man das von einem aufnehmenden Verein nicht erwarten darf?

    Nur zur Sicherheit bzgl. der Definition: Ist Regionalliga, also die Liga unterhalb der Bundesliga, noch Breitensport oder schon Leistungssport? Für mich ganz klar Leistungssport, da auch hier ein höherer Aufwand betrieben wird und immer noch der Großteil der Mannschaften darunter anzusiedeln ist.

    Das Erste, was ein Kind lernt, ist gegen den Ball zu treten! Wenn es intelligent ist, nimmt es ihn später in die Hand !!!

    Die Wissenschaftler haben herausgefunden..... und sind auch wieder reingekommen :)

    Politiker sind wie Windeln, man sollte sie oft wechseln, und aus den gleichen Gründen! (Mark Twain)

  • Wie schon vorhin geschrieben, jeder hat für seine Argumente auch Gründe.

    Antwort auf Deine Frage: Wenn es nur ja/nein gibt, dann ausdrücklich ja! Wir waren vor einigen Jahren mit der mA in Leipzig und da haben sich 22 Spieler warm gemacht. Wenn das dann auch bei anderen Vereinen der Fall ist, wovon ich bei MD und B auch mal ausgehe, dann werden ganz viele Talente "gebündelt" ohne Spielpraxis zu bekommen. Also kommen wir wieder zu meiner Meinung, dass die Spieler besser bei mir trainieren, als bei dem anderen, wo sie evtl. sogar gegen mich spielen. Welcher Trainer braucht eine Jugendmannschaft mit 22 Spielern??? Und von denen, die am Ende gespielt haben, haben einige auch schon nur ein paar Minuten bekommen, was ist denn dann mit denen, die erst gar nicht im Kader sind???

    Wer erkennt denn für sich selber, dass es nicht für die Mannschaften da oben reicht? Haben die Trainer denn nicht auch die Verantwortung, dem "ambitionierten" Spieler zu erklären, dass es auf diesem Niveau nicht reicht? Oder ist das dann eine Eigenverantwortung, da man das von einem aufnehmenden Verein nicht erwarten darf?

    Nur zur Sicherheit bzgl. der Definition: Ist Regionalliga, also die Liga unterhalb der Bundesliga, noch Breitensport oder schon Leistungssport? Für mich ganz klar Leistungssport, da auch hier ein höherer Aufwand betrieben wird und immer noch der Großteil der Mannschaften darunter anzusiedeln ist.

    ich gebe dir zu 100 Prozent recht. Nur, wo ist der Anfang und das Ende.

    Talente kommen in die Bundesliga, nur mal so.

    12 Vereine a 12 Spielewrinnen gleich 144

    Wo bleibt der Rest der Welt????

    Ich habe in meinem Leben so viele Spielerinnen kommen und gehen sehen, irgendwann kann man sich nichtg einmal an die Namen erinnern

  • sorry, das sehe ich völlig anders.

    Erstmal werden Talente in den Vereinen erkannt.

    Dann kommt meistens die Frage des Leistungshandballs.

    Wer nicht kann, der geht in den Breitensport, den ich ausdrücklich befürworte.

    Aber ganz ehrlich, verdammen wir Vereine, die zumindest versuchen, Talente zu bündeln?????????????

    Ich kann dir hier nicht folgen, zumindest erkenne ich keinen Widerspruch zu.einer Meinung und kann daher nicht verstehen, was du ganz anders siehst. :help: