Ich finde, dass wir hierzulande komplett aufgehört haben Dinge mal konkret anzusprechen. Das hat mich auch so emotional werden lassen. Niemand, wirklich niemand hat mal so richtig den Mut die Dinge offen anzusprechen und richtig zu kritisieren von den Journalisten, die sich in Teilen auch vom Verband abhängig machen. Das ist, wenn man mal auf die Details achtet, nicht zu fassen. Alle wollen immer mit allen befreundet sein, verkennen aber ihre Rolle. Die Aufgabe des Journalismus ist, dass kritisch, neutral und objektiv berichtet wird. Wenn Du Dir die Abschlussdistanz der Dänen ansiehst, dann kannst Du, sonst niemand und auch Alfred Gislason, nicht ernsthaft zu der Erkenntnis kommen, dass die vermehrt über ihren starken Rückraum abschließen. Das wird von der deutschen Medienmeute vor Ort aber fast gar nicht thematisiert (zum Glück gibt es Ausnahmen). Wir spielen, wenn wir Olympia 2024 mal rausnehmen, wo die Vorrunde ja auch richtig gut war und man Gruppensieger geworden ist, seit der Amtsübernahme von Gislason keinen Deut besser oder wirklich erfolgreicher als unter Prokop. Der wurde damals an die Wand genagelt. Er kam ein Mal ins Halbfinale und hat das Spiel um den dritten Platz sauknapp verloren und 2020 ist er Fünfter geworden. Die Ansprachen in den Auszeiten von Gislason sind nicht besser, eher im Gegenteil. Nur Allgemeinplätze. Vielleicht erklärt all das ein wenig meine Emotionen. Und, ganz wichtig, bitte nicht persönlich nehmen. Mir geht es ausnahmslos um die Sache.