Handball-Europameisterschaft der Männer 2026 - Dänemark, Schweden und Norwegen

  • Das mit den Tagestickets ist ein schwieriges Thema.

    Ich habe in anderen Sportarten Welt- und Europameisterschaften erlebt, wo die Arenen völlig überfüllt waren, weil es unmöglich war, in der kurzen Zeit zwischen den Spielen 15.000 Menschen mit Kontrolle raus- und 15.000 wieder reinzulassen. Wer ohne Karte drin bleiben wollte, blieb halt drin.

    Stimmt, aber bei zwei Spielen am Tag in einer Arena geht das sicherlich, bei drei wird es dann allerdings fast unmöglich. Man müsste von 2,5 Stunden Abstand auf eher 3,5 bis 4 Stunden gehen. Vielleicht sind so gerade noch so drei Spiele pro Arena pro Tag machbar.

    Man könnte aber auch mit zwei Hallen pro Tag arbeiten. Dann könnte man beim 2,5 Takt bleiben und hat dann ein Spiel Zeit zum räumen und wiederbefüllen. Das schränkt dann allerdings die Gruppen auf eher 4 Teams ein und man muss mehr reisen. In Deutschland wäre das sicher kein Problem. könnte "Tandem-Standort" nutzen. Es fallen mir sofort mehre Standorte mit Hallen in unmittelbarer nähe ein, teilweise sogar mit zwei ähnlich großen Hallen. Köln(Lanxess)/Düsseldorf(PSD), Berlin(Uber/MaxSchmeling), Hannover(Swiss/ZAG), Stuttgart/Göppingen(Porsche/EWS), Mannheim/Heidelberg(SAP/SNP), München (BMW/SAP), Hamburg....

    Sowas geht sicher auch in anderen Ländern, dann halt ne Nummer kleiner. Oder dann doch mit Tagesticket für 4 Spiele an einem Ort, wenns ein kleines Land/Verband ist. Aber die großen Handballnationen sollten das stemmen können.

  • Beuger

    In Deutschland ist das nicht nötig.

    Die Lanxess Arena wär auch montags um 15 Uhr bei Vatikan gegen die Cookinseln voll, wenn Deutschland mit in der Karte inbegriffen ist.

    Nein, das Spiel wäre bei der Tageskartenregelung auch nur ausverkauft. Ich war ja 2024 dort und das frühe Spiel war meist sehr schwach besucht. Wir sind auch oft zum ersten Spiel zu spät gekomme oder wieder früher gegangen um außen noch etwas essen gehen zu können.

  • [...] Es ist irre Tagestickets für drei Spiele zu verkaufen. Hauptsache alles ist ausverkauft. [...]

    Tagestickets sind sinnvoll, wenn die Einzelspiele allein nicht die großen Spielstätten füllen. Wenn Dänemark in Herning spielt, dann kommen 15.000 Zuschauer zu diesem Spiel, aber bei Einzeltickets für jedes Spiel sind bei Slowenien gegen Ungarn dann vielleicht nur 1.000 Zuschauer in der Halle. Durch die Tagestickets erhofft man sich, dass vielleicht 30% der Fans den ganzen Tag in der Halle bleiben und so konstant > 5.000 Zuschauer bei den Spielen sind. In Herning gibt es eine sehr große Fanzone mit breitem Angebot, die einerseits einen Mehrwert für die Zuschauer darstellt, aber andererseits kontraproduktiv für die Anwesenheit in der Halle ist. Es benötigt eine schlaue "Steuerung" der Zuschauer, die Anreize zum Aufenthalt in der Halle während der Spiele setzt.

  • Das funktioniert offensichtlich gar nicht. Zudem gibt es dann auch keine Tickets mehr für die 1000 Fans aus Slowenien und Ungarn...
    Wenn man sieht wie viele Fans aus Deutschland und Island bei der Vorrunde da waren, sollte man erkennen dass man ein großes Potential liegen lässst.

    Den Dänen kann man ja trotzdem ein gutes Angebot machen wenn sie doch noch ein zweites oder drittes Spiel dazu kaufen...

  • Man könnte auch einfach mehr Hallen anmieten und für die "schwächeren" Spiele in kleinere Hallen ausweichen. Beispiel bei einer EM in Deutschland: Schweiz gegen Georgien in Göppingen, Holland gegen Italien in Lingen und Polen gegen Montenegro in Dresden. Wo ist das Problem? Das Handball Feeling würde sich viel mehr aufs ganze Land verteilen.

    Die georgischen Fans müssten für das Spiel Montags gegen die Schweiz nach Göppingen reisen, Mittwochs zum Spiel gegen Norwegen nach Stuttgart und zum Abschluss am Freitag gegen Frankreich nach München. Das ist natürlich alle machbar, aber einfacher ist es die komplette Woche in Stuttgart zu bleiben.


    Für die Veranstalter bedeuten viele Spielorte vor allem höhere Kosten, weil an jedem Spielort das komplette Hospitality-Angebot auf vergleichbarem Niveau angeboten werden muss.

  • Die georgischen Fans müssten für das Spiel Montags gegen die Schweiz nach Göppingen reisen, Mittwochs zum Spiel gegen Norwegen nach Stuttgart und zum Abschluss am Freitag gegen Frankreich nach München. Das ist natürlich alle machbar, aber einfacher ist es die komplette Woche in Stuttgart zu bleiben.

    Es sollten schon Spielorte in der nähe sein. Stuttgart-Göppingen sind 28min mit der Bahn, das ist kein Problem und man müsste nicht die Unterkunft deswegen wechseln.

  • Man könnte auch einfach mehr Hallen anmieten und für die "schwächeren" Spiele in kleinere Hallen ausweichen. Beispiel bei einer EM in Deutschland: Schweiz gegen Georgien in Göppingen, Holland gegen Italien in Lingen und Polen gegen Montenegro in Dresden. Wo ist das Problem? Das Handball Feeling würde sich viel mehr aufs ganze Land verteilen.

    Höhere Ausgaben für die Ausrichter. Jeder Standort kostet Geld, aus unterschiedlichen Gründen.

  • Klar, aber wozu sind die Wettbewerbe da? Zum Geld verdienen oder Werbung für die Sportart zu machen?

    In erster Linie, um einen sportlichen Sieger auszuspielen. ;)


    Die EHF findet ohnehin kaum noch Länder, die eine EM ausrichten wollen bzw. ökonomisch und organisatorisch stemmen können. Da ist es nicht sinnvoll die organisatorischen Anforderungen zu erhöhen.

  • Man könnte auch einfach mehr Hallen anmieten und für die "schwächeren" Spiele in kleinere Hallen ausweichen. Beispiel bei einer EM in Deutschland: Schweiz gegen Georgien in Göppingen, Holland gegen Italien in Lingen und Polen gegen Montenegro in Dresden. Wo ist das Problem? Das Handball Feeling würde sich viel mehr aufs ganze Land verteilen.

    Passiert doch kommendes Jahr bei der WM. Da finden in MD in einer Halle mit 6600 Zuschauern (dann eventuell ja noch weniger) Vorrundenspiele statt. Und wenn ich mich richtig erinnere ist da Magdeburg nicht die einzige "kleine" Halle.

  • Freundschaft!

    Ich würde erwarten, dass die Schweden als Co-Gastgeber in die Spielplangestaltung mit eingebunden waren und da verstehe ich nicht wieso man sich selbst diese zusätzliche Belastung aufzwingt. Einzige Erklärung aus meiner Sicht wäre, dass die Malmö Arena nicht früher zur Verfügung gestanden haben könnte.

    Die wussten schon, dass sie das HF verpassen werden (zumindest sieht es im Moment danach aus). 😇

  • Höhere Ausgaben für die Ausrichter. Jeder Standort kostet Geld, aus unterschiedlichen Gründen.

    Stimmt natürlich, aber im Fußball funktioniert es auch sehr gut. Ich habe sowohl von 2006 als auch von 2024 sehr positive Erinnerungen an die Stimmung, die im ganzen Land geherrscht hat und eben nicht nur wie im Handball in fünf Städten. In meiner Heimatstadt waren 2006 zum Beispiel keine Spiele, dafür war eine Mannschaft dort im Hotel untergebracht und plötzlich war die ganze Stadt für diese Mannschaft. Diese Effekte hat man in Handball nicht. Man schaue sich mal nur die aktuelle Meisterschaft an. In jedem Land ist irgendwie ein Spielort, maximal zwei. Das ist total isoliert, für die Ausrichter wird da ganz viel an soft Profit weggeworfen. Auch in Schweden oder Dänemark gibt es feine Hallen für Spiele wie Schweiz gegen Georgien. Warum nicht in Lund? Ist doch direkt neben Malmö. Oder in Ystad. Oder in Helsingborg. Die Leute würden sich freuen, da bin ich mir sicher.

  • Man sollte schon die Gesamtkosten im Auge behalten. Die Ausrichter müssten die kleinen Hallen dann ebenso mit Werbung usw. ausstatten. Dann lieber 3 Spiele an einem Standort.

    Ich finde, das sind Kosten, die es dem Ausrichter für eine positive Stimmung und Darstellung im eigenen Land Wert sein sollten. In den Ligen wird das auch jede Woche aufgebaut. So viel kann es ja kaum kosten, dass es mit einer schmucken Zuschauerzahl nicht finanzierbar wäre.

  • Der Wert der Kosten ist das eine, die finanziellen Möglichkeiten das andere. Nicht jeder Verband ist der DHB.

    Korrekt, aber ich denke ein paar Länder könnten da schon auch mitmachen, dann natürlich nicht nur mit den ganz großen Arenen. Für die kleineren Länder gibts dann halt ausnahmen von der Regel bzw. sie machen nur als Co-Gastgeber mit.

    Passiert doch kommendes Jahr bei der WM. Da finden in MD in einer Halle mit 6600 Zuschauern (dann eventuell ja noch weniger) Vorrundenspiele statt. Und wenn ich mich richtig erinnere ist da Magdeburg nicht die einzige "kleine" Halle.

    Alle Standorte haben zwei Gruppen bekommen. Da hätte man auch leicht doppelt so viele Standorte nehmen können.

    Stimmt natürlich, aber im Fußball funktioniert es auch sehr gut. Ich habe sowohl von 2006 als auch von 2024 sehr positive Erinnerungen an die Stimmung, die im ganzen Land geherrscht hat und eben nicht nur wie im Handball in fünf Städten.

    Denke ich auch, es gibt schon viele weiße Flecken auf der Karte. Was ist mit Mannheim, Nürnberg, Berlin, Hamburg, Leipzig um mal nur die Metropolen mit Bundesliga Teams zu nennen.

  • Freundschaft!

    Alle Standorte haben zwei Gruppen bekommen. Da hätte man auch leicht doppelt so viele Standorte nehmen können.

    Ist der Zeitgeist (vielleicht auch nur der Geldgeist).

    Bei der WM 1982 gab es 29 Ausrichterorte (nagelt mich nicht fest, bei der Anzahl könnte ich mich auch verzählt haben), bei der WM 2007 waren es 12. 2027 werden es 6 sein. Immerhin hat weitgehend andere Orte genommen als bei der EM 2024.