Beiträge von JA!

    Die besagte Situation war nicht grenzwertig, sondern eindeutig und zwar eindeutig gesundheitshefährdent. Da wäre es nicht kleinkariert sondern zwingend notwendig gewesen, den Spieler nicht nur mit zwei Minuten runter zu schicken, zumindest nach meinem Regelverständnis.

    Schiris sind keine Maschinen, die man mit Regeln füttern kann, sondern Menschen! Und die haben meistens ihren eigenen Stil. Die einen lassen eher etwas laufen, die anderen pfeiffen eher kleinkariert laut Regelbuch. Viele Situationen sind eh grenzwertig. Fehlentscheidungen kommen auch in jedem Spiel vor. Wichtig ist doch, dass keine Mannschaft während eines Spiels spielentscheident benachteiligt wird bzw. Schiris durch ihr Eingreifen Spiele entscheiden.

    In einer Position über Leistungsschwankungen bei ehemaligen Teamkollegen in der Nationalmannschaft herzuziehen ist er jedenfalls kaum.

    Das ist sicherlich richtig, darum ging es aber in der Behauptung, Kraus hätte in seiner (sportlichen) Karriere weniger erreicht, nicht und die ist durch die hier zusammengestellten Fakten doch eindeutig widerlegt worden.

    So, so, der Bürgermeister und der Marschall (bei uns vergleichbar MP) sollen helfen. Ich bin da immer etwas skeptisch, wenn der Steuerzahler den Profisport finanzieren soll. Wobei natürlich BW ein ganz besonderer Bürgermeister ist.

    Naja, wenn Sponsoren ihr Sponsoring als Ausgaben verbuchen dürfen, zahlt es zwar nicht direkt der Steuerzahler, aber letztlich läuft es doch auf etwas ähnliches hinaus.

    Bei Kraus war es genau umgekehrt. Deswegen hat Groetzki eine erfolgreiche Karriere und ee nicht.

    Mmmhhh, Mimi Kraus hatte keine erfolgreiche Karriere? Ich weiß jetzt nicht mehr so ganz genau, wann er wo gespielt hat, aber Weltmeister müsste er auf jeden Fall gewesen sein. War er nicht sogar beim HSV, als die Titel gewonnen hatten (DM, CL) ? Find ich schon ziemlich erfolgreich, auch wenn er wohl seinen volles Potential nicht ausgeschöpft hat.

    Das kannst Du nur bedingt in einen Zusammenhang bringen. Wenn Du die Masse hast, sie aber konsequent falsch trainiert wird, dann kommt auch nichts nachhaltiges raus. Das Problem ist, dass die deutschen U-Mannschaften oftmals erfolgreich sind und somit suggeriert wird, dass da etwas Gutes nachkommt. Leider findet in der deutschen Ausbildung das freie Spiel mit Entscheidungsfindung kaum noch statt, somit sind die oftmals hervorragenden Jugendspieler im Aktivenbereich dann limitiert, wenn der Gegner einen geplanten Lauf- / Passweg unterbricht.

    Welche individuelle Klasse die einzelnen Spieler ab den Halbfinals hatten, das ist überragend und sollte dem deutschen Konzepthandball mit "langem kreuzen, leer links/rechts, Kreisel usw." inzwischen mal die Augen geöffnet haben. Auch die Isis und Kroaten sind uns da noch voraus.

    Das Spiel, mit dem uns Juri Knorr begeistert, ist doch nicht dem deutschen Ausbildungssystem geschuldet. Die komplette Spielanlage von ihm ist so unterschiedlich zu allen anderen deutschen Rückraumspielern, so dass es nicht auf das System zurückzuführen ist. Ansonsten müssten zumindest in diesem Landesverband noch mehr mit diesen Fähigkeiten rumlaufen!

    Und bevor jetzt alle mit Andi Schmid als Mentor kommen. Sicherlich hat sich Juri Knorr in dem einen Jahr einiges abgeschaut, aber die generelle Spielauffassung und Kreativität war vorher schon existent.

    Das Thema haben wir auch immer mal wieder im Ausbildungs-Pfad aufgegriffen. Kannst du auch in vielen Nachwuchsvereinen diskutieren, die häufigste Meinung ist, wir haben es früher auch so gelernt und die (Kleinen) sollen richtig Handball spielen. Betonung auf RICHTIG

    Das es sicher realistiscche finanzielle Schmerzgrenzen geben muss ist ja klar, aber wir sollten wenigstens mit den Hut in den Ring werfen und nicht von vornherein abwinken und dann Carlos Molina verpflichten.

    Sag mal hlp, hast du schon vergessen dass am Carlos seinerzeit mehrere Topvereine dran waren. Was werden die froh gewesen sein, dass der SCM zu schnell war.

    Beim Sauger, der Oma oder dem Claaren glaube ich es tatsächlich, dass auch andere Vereine sehr gern zugeschlagen hätten.

    Oha, wer hat denn Spanien unterschätzt?

    Naja, da war schon öfter so ein Grundtenor in einigen Beiträgen, dass Spanien zu knacken ist, zu alt, zu langsam o.ä. - das klang schon teilweise so, dass man sich gegen Spanien im Viertelfinale durchaus berechtigte Hoffnungen auf ein Weiterkommen macht.

    Es fehlt auch an der realistischen Einschätzung der Gesamtsituation oder auch an Respekt vor den Gegnern. Die HF-Teams sind einfach besser und tiefer besetzt und deutlich turnierhärter.

    Das die Spanier sich heute noch mal so zerrissen haben, so zurückgekommen sind und sich so über Bronze freuen, nötigt mir högschden Respekt ab.

    Ich hätte es Schweden sehr gegönnt, aber die Leistung der Spanier war Spitze. Da macht Gonzalo Timberlake mal eins seiner wenigen schwächeren Spiele, dafür hält Corrales wie ein Wilder. Auch Alex D. heute auf den Punkt wieder da.

    Auch wenn ich das Spiel heute nicht gesehen habe, konnte ich die ganze Zeit nicht verstehen, dass Spanien oftmals so unterschätzt wird. Die sind nach wie vor in der Lage, internationale Titel zu gewinnen, vor allem auch wegen ihrer Mentalität mit einer unglaublichen Nehmerqualität. Es ist immer wieder beeindruckend, wie sie vermeintlich bessere Mannschaften auf ihr Niveau holen und ihnen ihr Spiel aufzwingen.

    Vielleicht, weil Weber zu Übereaktionen neigt?

    Und jetzt nicht gleich wieder steil gehen.

    Ich denke manchmal, dass sein Ehrgeiz / seine eigenen Erwartungen so überbordend sind, dass er es nicht schafft seine Energie/ sein Können in die richtigen Bahnen zu lenken.

    Sein Gesicht spricht manchmal Bände… nach der Niederlage gegen Frankreich sah es aus, als ob er gleich wie ein kleines Kind losheulen würde.

    Er kämpft mit seinen Emotionen und die stehen ihm vielleicht im Wege.

    Dieser Sichtweise zu Webers Emotionen kann ich auch definitiv folgen und ich bin mit seiner Performance in dieser Saison alles andere als zufrieden, es erklärt nur immer noch nicht, warum seine (in Teilen sogar erwartete) Nichtleistung so viel mehr dramatisiert wird, selbst dann, wenn sie inhaltlich schwer haltbar ist - ich nehme nochmal das Norwegen-Spiel, 2. Halbzeit, weil das bei mir so ein Knackpunkt war, dass mich die Thematisierung Webers extrem genervt hat. Alfred hat ihn für einige Minuten noch einmal gebracht, was angesichts der 2 Slapstickeinlagen im ersten Durchgang sicher mutig war. Weber hatte dann diese eine Szene, als er statt zwischen 1 und 2 selbst durchzugehen, zu Dahmke rausspielt (der dann verwirft). Ansonsten hatte er davor vier nennenswerte Aktionen, allesamt positiv für Deutschland. Dennoch ging es hier nur um die schwache Leistung von Weber.

    Das ist der Grund, warum ich hier versuche, die sicherlich berechtigte Kritik etwas zu relativieren und zu reduzieren und nun wahrscheinlich als großer Weber-Fan gesehen werde.

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