• Ein Blick zum Fußball:


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  • Zur zeitlichen Wahrnehmung in der Halle: Das offizielle Dyn-Video zeigt zweifelsfrei, dass der Ball die Hand bereits verlassen hat, bevor die Sirene ertönt.

    Es geht in diesem ganzen Fall doch eher darum: Hat der Ball die Torlinie vor ertönen der Sirene/Spielzeit, mit dem kompletten Umfang, überschritten.

    “I don't know why people are so keen to put the details of their private life in public; they forget that invisibility is a superpower.” — Banksy

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  • Zur zeitlichen Wahrnehmung in der Halle: Das offizielle Dyn-Video zeigt zweifelsfrei, dass der Ball die Hand bereits verlassen hat, bevor die Sirene ertönt.

    Ok, jetzt versteht endlich jeder das Problem. Dir geht es um das verlassen der Hand, und Rheiner um das regelkonforme überschreiten der Torlinie. Insofern klassisches aneinander vorbei geredet 😉.

    Edith: Da war jemand schneller 😂

    Das Erste, was ein Kind lernt, ist gegen den Ball zu treten! Wenn es intelligent ist, nimmt es ihn später in die Hand !!!

    Die Wissenschaftler haben herausgefunden..... und sind auch wieder reingekommen :)

    Politiker sind wie Windeln, man sollte sie oft wechseln, und aus den gleichen Gründen! (Mark Twain)

  • Ist aber dort wie hier eher eine Nerd-Diskussion 😉

    Für viele User mag die eine "Nerd-Diskussion" sein, aber für die HBL hätte dies bei Einführung der Torlinientechnik bereits eine notwendige Fragestellung sein müssen. Vor Einsatz eines Messmittels muss die Genauigkeiten der Messung bekannt sein und auf ihre Tauglichkeit für die eigentliche Messaufgabe.

    Die aktuell eingesetzte Technik erzeugt zumindest bei mir und Rheiner erhebliche Zweifel an der Tauglichkeit.

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    Ein erster Schritt wäre erstmal Rheiner, wenn du akzeptieren würdest, dass der VB im Handball eine Hilfe ist, aber keine Garantie auf 100% richtige Entscheidungen.

    Das sehr viele Aktionen etc schon mit VB geahndet wurden, die sonst durchgelaufen wären, erwähnst du nie.

    Der VB ist eine Hilfestellung für die Schiedsrichter, ersetzt aber bei vielen Entscheidungen die subjektive Beurteilung der Schiedsrichter nicht. Du weißt ganz genau, dass es im Handball so viele knifflige Entscheidungen gibt und zwar Hunderte an einem Spieltag

    In vielen Aspekten des Spiels ist der Videobeweis eine Hilfe für die Schiedsrichter.

    Aber das hier diskutierte Beispiel zeigt für mich ein grundsätzliches Problem auf. In den meisten anderen Sportarten (Fußball, Basketball, Eishockey, American Football, Hockey, Tennis, ...), in denen der Videobeweis zum Einsatz kommt, treffen die Schiedsrichter zunächst immer eine Entscheidung auf dem Feld auf Basis ihrer eigenen, subjektiven Wahrnehmung. Erst danach können sie die Videobilder nutzen, um ihre eigene Wahrnehmung zu verifizieren oder zu falsifizieren und nur wenn die Videobilder eindeutig sind, sollen/dürfen die Schiedsrichter ihre subjektiv wahrgenommene Entscheidung revidieren. In der HBL ist die explizite Anweisung an die Schiedsrichter keine direkte Entscheidung auf dem Feld zu treffen, sondern erst nach Ansicht der Videobilder zu entscheiden. Das ändert bei einem Torwurf in der Schlusssekunde komplett das Mindset. Die Schiedsrichter müssen per Vorgabe der HBL ihre persönliche Wahrnehmung außen vor lassen und primär den ihnen vorgelegten Videobildern vertrauen. Wenn der im Videobeweis eingeblendete Zeitstempel 59:59 Minuten anzeigt als der Ball vollständig hinter der Torlinie ist, dann müssen sie auf Tor entscheiden. Wenn der Schiedsrichter weiß, dass er ohnehin den Videobeweis wird nutzen müssen, dann ändert das etwas an der Aufmerksamkeit und Wahrnehmung der Schiedsrichter. Wozu soll er noch selber darauf achten, wann er die Schlusssirene hört, wenn er kurz darauf sowieso "objektive" und "richtigere" Videobilder vorgelegt bekommt? Aufgrund der Vorgaben der HBL gleicht der Schiedsrichter die Videobilder nicht mehr mit seiner persönlichen Wahrnehmung ab, sondern vertraut ausschließlich auf diese Bilder.

    Das Schiedsrichter-Gespann Marcus Hurst und Mirko Krag stand nach dem Spiel zwischen dem VfL Gummersbach und dem SC Magdeburg im Dezember 2025 öffentlich im Fokus und wurde innerhalb der Handball-Szene dafür kritisiert den zur Verfügung stehenden Videobeweis nicht genutzt zu haben. (Auch ich habe sie dafür kritisiert.) Seitdem haben sie sich mehrfach in Bundesligaspielen in den Schlusssekunden per Videobeweis abgesichert, anstatt auf ihre eigene Einschätzung zu vertrauen. Insofern würd ich Dir widersprechen, dass der Videobeweis nicht die subjektive Wahrnehmung der Schiedsrichter ersetzt. Bei Marcus Hurst und Mirko Krag erlebe ich, dass sie ihre persönliche Wahrnehmung hintenanstellen und sich gänzlich auf die Videobilder verlassen, um eine vermeintlich richtige Entscheidung zu treffen und sich selbst aus der Kritik zu nehmen.

    Der Soziologe Hartmut Rosa hat sich in seinem Buch "Situation und Konstellation. Vom Verschwinden des Spielraums" damit beschäftigt, wie der Verlust von Handlungsspielräumen das Verhalten der Menschen beeinflusst, u.a. auch am Beispiel des VAR im Fußball.

    ARD-Mediathek, ttt - Titel Themen, Temperamente: Vom Verschwinden der Spielräume: Hartmut Rosa und Christian Streich

    Literaturkritik.de: Im Würgegriff der Konstellationen

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    Peter2000

    Danke für Deine sachlichen und inhaltlich bereichernden Beiträge zur Diskussion.

  • Ich kann dir aber schon genau sagen, was Rheiner dazu sagen würde, wenn Schiedsrichter erst eine Entscheidung treffen um es dann evtl nochmal per VB zu überprüfen.

    Was würde Rheiner nur schreiben, wenn die Schiedsrichter dann 3-4 x im Spiel eine zuvor getroffene Entscheidung wieder zurücknehmen müssen....

    " Sie machen sich zum Gespött der Halle und und und " !

    Ich finde die Vergleiche mit anderen Sportarten schwierig. Es gibt im Handball einfach einen viel zu großen Ermessungsspielraum für die Schiedsrichter. Bei uns im Handball ist er wirklich nur eine Hilfe und garantiert keine 100% Sicherheit.

    Demzufolge kann passieren was will, ein Rheiner kann Sachen immer so auslegen, dass es was daran zu kritisieren gibt. Und wenn alle Stricke reißen kommt " das hätte aber schon vor 2 1/2 Jahren so sein müssen

  • Wir haben also eine hochdynamische Situation, bei der es auf Sekundenbruchteile ankommt. Live in der Halle flippen alle schon nach dem Steal und dem Konter in den letzten Sekunden aus. Wurf und Schlusssirene liegen unmittelbar zusammen. In dieser aufgeladenen emotionalen Situation muss das Gehirn unterschiedliche Geschehnisse, nämlich den Wurf (optisch) und die Sirene (akustisch) verarbeiten und zusammenbringen. Auch wenn da natürlich jeder einen Eindruck hat, würde ich davor waren, allzu viel darauf zu wetten. Beim Video gibt es aufgrund der von Peter2000 erläuterten möglichen Asynchronität auch keine Garantie. Wie gesagt, ich habe mir das Video mehrfach mit 25 % Geschwindigkeit angesehen und habe Zweifel.

    Dabei muss man ja auch immer noch berücksichtigen, wie schnell der Ball fliegt. Wenn wir der Einfachheit halber mal von 100 km/h ausgehen, sind das fast 28 m/s. Der Ball verlässt kurz hinter der Sechsmeterlinie die Hand. Von dort braucht er also noch 0,22 Sekunden(!) bis über die Linie. Dazu kommt ja auch noch, dass niemand behauptet, der Ball sei bei Ertönen der Sirene noch in der Hand, müssen wir ja etwas Weg noch abziehen. Im Ergebnis reden wir also von vielleicht 0,1 Sekunden, die über Tor/kein Tor entscheiden.

    So etwas kann man nur damit lösen, dass man die Hallenuhr mit dem Videobeweis verknüpft und sich dann die Einzelbilder anschaut. Wenn es da Toleranzen bzw. letzte Unsicherheiten gibt, ist das eben so. Dafür sind solche Situationen auch viel zu selten.

  • Ich finde die Vergleiche mit anderen Sportarten schwierig. Es gibt im Handball einfach einen viel zu großen Ermessungsspielraum für die Schiedsrichter. Bei uns im Handball ist er wirklich nur eine Hilfe und garantiert keine 100% Sicherheit.

    Hast Du zwei oder drei konkrete Beispiele in denen der Handball-Schiedsrichter im Rahmen der Regeln mehr Ermessensspielraum hat als beispielsweise ein Fußball- oder Basketball-Schiedsrichter? Ich persönlich sehe da keine nennenswerten Unterschiede.

  • „Kreisab“ hat sich mit dem letzten Tor beschäftigt. Episode 453, ab 12:00.

    Auszüge:

    „In der Halle war die Sirene eindeutig vor dem Wurf!“

    und

    „Ich hab da eigentlich mittlerweile auch gar keine Lust mehr zu, jede Woche drüber zu sprechen. Aber man muss es halt machen, damit sich vielleicht irgendwann mal was ändert. Aber so, wie’s jetzt ist, kann es nicht weitergehen.“

    Nur zur Absicherung, von wegen Rheiner hätte nicht behauptet, der der Ball hat bei Schlusssirene die Hand noch nicht verlassen. In der Diskussion wird jetzt mittlerweile alles zusammengeschmissen, was irgendwie damit zu tun hat. Also die Hand hatte der Ball nun definitiv verlassen. Wir reden also über eine Strecke von ca. 4 m bei 100 km/h... danke an Peter2000 und Kieler Jung für die sachlichen Beiträge zum Thema.

    Für immer erster deutscher Championsleaguesieger!

    Magdeburg ist Handball, Handball ist Magdeburg. So ist das! (J.Abati)

  • Ist es beim Fußball nicht auch so, dass die SChiedsrichter bestimmte Situationen erst einmal laufen lassen sollen (knappes Abseits).

    Prinzipiell finde ich es auch besser, erst einmal die Entscheidung zu treffen, bezweifele allerding, dass sich hier irgendetwas an der Diskussion geändert hätte. btw. Der Schiedsrichter lief den Konter mit und war gerade auf Höhe 7 - 8 m, also ca. 10 m schräg vor dem entsprechenden "Tatort". Ernst gemeinte Frage. Wie soll er da auch nur im Ansatz eine korrekte Entscheidung treffen - es wäre auch nur nach Gefühl gewesen.

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  • Nur zur Absicherung, von wegen Rheiner hätte nicht behauptet, der der Ball hat bei Schlusssirene die Hand noch nicht verlassen. In der Diskussion wird jetzt mittlerweile alles zusammengeschmissen, was irgendwie damit zu tun hat. Also die Hand hatte der Ball nun definitiv verlassen. Wir reden also über eine Strecke von ca. 4 m bei 100 km/h... danke an Peter2000 und Kieler Jung für die sachlichen Beiträge zum Thema.

    Ist jetzt aber auch nicht so schwer zu erkennen, dass Rheiner nur den Gesprächsverlauf aus dem Podcast zitiert, oder?

    Das Erste, was ein Kind lernt, ist gegen den Ball zu treten! Wenn es intelligent ist, nimmt es ihn später in die Hand !!!

    Die Wissenschaftler haben herausgefunden..... und sind auch wieder reingekommen :)

    Politiker sind wie Windeln, man sollte sie oft wechseln, und aus den gleichen Gründen! (Mark Twain)

  • Ist jetzt aber auch nicht so schwer zu erkennen, dass Rheiner nur den Gesprächsverlauf aus dem Podcast zitiert, oder?

    Genau darauf habe ich gewartet...nichts für ungut. Er hatte das auch vorher schonmal so formuliert und hat explizit genau dieses Zitat als wichtig erachtet, warum nur?

    Immerhin nach einer Woche noch Gesprächsthema.

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  • Es geht bei „Kreisab“ vor allem auch darum, dass man immer noch den Videobeweis zurückhält (was ja sonst immer anders war!)

    Es ist halt ein Unterschied, ob man den jemandem nach dem Spiel vor Ort zeigt (wie bei Glandorf) - oder ob man den veröffentlicht und den jeder unter die Lupe nehmen kann (mit Vor- und Zurückspulen etc.).

    Letzteres wurde bis heute nicht gemacht (und wird es wahrscheinlich auch nie).

    3 Mal editiert, zuletzt von Rheiner (28. Mai 2026 um 12:04)

  • Es geht bei „Kreisab“ vor allem auch darum, dass man immer noch den Videobeweis zurückhält (was ja sonst immer anders war!)

    Es ist halt ein Unterschied, ob man den jemandem nach dem Spiel vor Ort zeigt - oder ob man den veröffentlicht und den jeder unter die Lupe nehmen kann (mit Vor- und Zurückspulen etc.).

    Letzteres wurde bis heute nicht gemacht (und wird es wahrscheinlich auch nie).

    Und wie erklärst du Glandorfs Aussage?

  • Zu der Frage, warum man ihn zurückhält, sagt ihr nichts?

    wie wird sich Glandorf in dem Fall äußern, falls die SG die CL verpasst und 1 Punkt in der Liga am Ende für Platz 2 fehlt? :cool:

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  • Gegenfrage: Was spricht gegen die Veröffentlichung eines spielentscheidenden(!) Videobeweises, wenn es ansonsten Usus in der HBL ist, dass diese gezeigt werden?

    wurde sowas schonmal gemacht?

    ich meine man sieht die nur in der Übertragung, und in diesem Fall hat sich bei der Übertragung niemand um den VB gekümmert.. (da das Tor für 'den Meister' egal ist)
    das VB System lief ja nach dem Spiel noch, so konnte man Glandorf das direkt nach Entscheidung und Abpfiff zeigen. Dann wurde abgeschaltet und ob die Aufzeichnungen da gespeichert werden??? ich würde raten erstmal nein, ggf nur wenn ein Protestvermerk gemacht wird.

    bleibt noch Dyn die haben das im Regiewagen sicher "mit gesehen" und gepuffert aber auch da ist die Frage ob die was Aufzeichnen und nicht nur das am Ende haben was auf Sendung geht..