Beiträge von smoerf

    Warum wird eigentlich so ein Geheimnis um die Namen der infizierten Spieler gemacht ? Sollen dadurch die Persönlichkeitsrechte geschützt werden oder hat das andere Hintergründe ?

    Auf der Facebook-Seite hat der THW selbst zu dem Thema folgendes gepostet:
    "Weil es sich bei einer Virus-Infektion nicht um eine mit unserem Sport zusammenhängende Verletzung handelt, und weil es durch Quarantäne und die verlegten Spiele keinerlei noch so geartetes so genanntes öffentliches Interesse gibt. Kurz gesagt: Weil es nur die Spieler angeht, die sich in Ruhe um ihre Gesundung und um nichts anderes kümmern sollen. Wenn andere Clubs damit anders umgehen, ist das ihr gutes Recht. Wir haben anders entschieden."

    Glück auf
    smoerf

    Moin,

    das Zitat von Gislason kann man durchaus so lesen, dass er nicht nur für die WM sondern auch für die weiteren Turniere ohne Wiencek, Pekeler, Weinhold und auch Lemke planen möchte und auch diese Konsequenz könnte ich absolut nachvollziehen, wenn es so kommen sollte. Ziemlich sicher wird es dem Trainer schwer fallen, jemanden jetzt zur WM zu nominieren und dann zu Olympia wieder hintenan zustellen, wenn derjenige in der Zwischenzeit die gleichen Leistungen gezeigt hat.

    Ich geh davon aus, dass diejenigen, die jetzt absagen sich dieser Möglichkeit durchaus bewusst waren bevor sie die Absage kommuniziert haben. Anscheinend ist für die Spieler dennoch die Familie wichtiger als eine (weitere) Olympiateilnahme und das halte ich für eine bodenständige und "gesunde" Einstellung.

    Völlig unabhängig davon, ob die Hygienemaßnahmen in Ägypten vorbildlich eingehalten werden oder nicht: ich halte es für ein falsches Signal, dass die Bundesregierung uns alle auffordert zu Hause zu bleiben, Weihnachten für viele Familien zu einer Rechenaufgabe macht, weite Teile des Einzelhandels kurzfristig wieder schließt und quasi zeitgleich die Handball-Nationalmannschaft ein Großturnier spielen soll. Für mich ist das einfach für die Bevölkerung (und da für allem für den Teil, der die Maßnahmen eh für überzogen hält) ein absolut falsches Signal und ein großer Widerspruch, dem zumindest nun der ein oder andere Spieler entgegentritt.

    Sie kneifen zurecht. Bei diesem Turnier mitzuspielen, hat nichts mit Ruhm und Ehre zu tun. Sofern die Nationalmannschaft überhaupt etwas mit Ruhm und Ehre zu tun hat, egal in welcher Sportart. Da schwingt mir ein bisschen zu viel Kriegsvokabular mit, wie leider häufig im Sport.


    Von der Formulierung geb ich dir absolut recht, aber mir ist nichts besseres eingefallen um den Unterschied zwischen Verein und Nationalmannschaft deutlich zu machen - zumal es in anderen Ländern wohl tatsächlich immer noch so ist, dass die Nationalmannschaftsspieler in gewissen Sportarten quasi als Nationalhelden gefeiert werden (bei uns ist so etwas wohl nur im Fußball irgendwie denkbar :P ).

    Zitat von 'Sg-FanSeit1985

    Mit der Vokabel "kneifen" gehst du die Spieler persönlich an, die an ihre Familie denken! Das war nicht weniger und nicht mehr persönlich als der Kommentar von tclip.


    Genau das Wort "kneifen" ist mir etwas sauer aufgestoßen, denn ich sehe in der Entscheidung kein "kneifen" sondern eine aus Spielersicht wohl abgewägte Entscheidung. Mit dem Wort "kneifen" verbinde ich persönlich etwas negatives bzw. hasenfüßiges. Gegebenenfalls wird bei der Absage auch eine gewisse Angst vor einer eigenen Covid-Erkrankung mitgespielt haben, aber kann man das jemandem wirklich vorwerfen? Auch wenn das Risiko zu erkranken überall vorhanden ist, stellt man sich doch persönlich die Frage, ob man -wenn man denn erkranken sollte- fernab von zu Hause ggf. im Krankenhaus landen möchte oder ob man dann nicht zumindest in der Heimat ist, wo man eben auch den Standard der Krankenhäuser und Behandlungsmöglichkeiten einschätzen kann? Für mich wäre die Entscheidung relativ eindeutig, aber auch das muss jeder für sich selbst entscheiden.

    Ich kann auch jeden Nationalspieler verstehen, der zur WM reisen möchte. Jemand, der bereits im Frühjahr erkrankt ist und bislang keine Folgeschäden hat, wird die WM aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachten und ebenso werden Nationalspieler ohne Kinder eine andere Einstellung haben - ist aber doch auch völlig verständlich. Diejenigen, die Weihnachten schon immer ohne große Familienfeiern verbracht haben oder gar keine Familie haben, verstehen die Diskussion um das Weihnachtsfest im Kreise der Familie, für welches Lockerungen geben sollte auch nicht unbedingt. Ebenso verstehen viele Leute nicht, warum es für andere Menschen so wichtig ist an Silvester Raketen in die Luft zu schießen, aber bei diesen Sachen kommt eben immer zu tragen, dass jeder Mensch auf alle Dinge eine eigene Sichtweise hat und für jeden andere Dinge im Vordergrund stehen - und genau DAS ist doch eigentlich das Interessante im Zusammenleben und natürlich auch hier im Forum. Hier wäre doch nix los, wenn wir alle die gleiche Meinung hätten :D

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    smoerf


    Was ist daran gut so?
    Sie kneifen.

    Und dann sollen sie so konsequent sein und ab sofort auch auf die Europacupspiele verzichten.


    Dann kneifen sie in deinen Augen eben - ändert aber nix daran, dass die internationalen Spiele in der CL für den Arbeitgeber durchgeführt werden und es somit um das direkte und vor allem aktuelle Einkommen, während es bei der Teilnahme an der WM vor allem um Ruhm, Ehre und vielleicht noch den eigenen zukünftigen Marktwert geht.

    Mein Arbeitgeber hat bereits im ersten Lockdown alle vermeidbaren Dienstreisen und externen Seminare abgesagt - das bedeutete aber nicht, dass ich gleichzeitig meine Arbeit vor Ort komplett einstellen und auf jeglichen Kundenkontakt verzichten durfte.

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    smoerf

    Moin,

    Wiencek hat zwar nicht explizit eine Absage wegen Corona erklärt, aber im Zusammenhang mit der Formulierung "in dieser immer noch besonderen Situation hat es sich einfach nicht richtig angefühlt" und der bereits im November getätigten Aussage gegenüber der ARD "Wenn meine persönliche Meinung zählen würde, dann würde ich natürlich die WM nicht spielen. Es gibt nichts Wichtigeres als die Gesundheit. Und das vergessen leider einige Leute ganz schnell." wird man den Grund für die Absage nicht lange suchen oder gar irgendwo herein interpretieren müssen.

    Nachdem die Bubble bei der Frauen-EM ja ach so toll funktioniert und sich alle an das Hygienekonzept halten (ebenso gut wie angeblich die Hygienemaßnahmen in der Pizzeria in der Spahn gegessen hat, wenn man der älteren Dame glauben schenken mag) wundert mich nicht, dass die Absage genau jetzt kommt.

    Einen Unterschied zwischen Länderspielen und somit auch einem Großturnier zu internationalen Vereinswettbewerben sehe ich durchaus. Während bei dem Vereinswettbewerb Spieler und Offizielle aus nur zwei Vereinen aufeinandertreffen, treffen bei einem Länderspiel Menschen aus deutlich mehr Vereinen aufeinander, was die Anzahl der zusätzlichen Kontakte und der Personen, die sich ebenfalls an alle Regeln gehalten haben sollen, deutlich größer.
    Zusätzlich wird es gegenüber dem Arbeitgeber (und das sind die Vereine nun einmal) deutlich schwerer zu erklären, dass man am "normalen" Spielbetrieb aufgrund der Pandemie nicht mehr teilnehmen möchte. Hier geht es dann nämlich nicht mehr nur um "Ruhm und Ehre" für das Land, sondern ganz klar um den Arbeitsvertrag. Genauso wie viele Lehrer und auch Mitarbeiter im Supermarkt oder im Gesundheitswesen vom eigenen Sicherheitsbedürfnis derzeit lieber nicht zur Arbeit gehen wollen würden, wird dies auch auf Spieler zutreffen, die sich in internationalen Wettbewerben messen sollen, aber weder der Supermarktmitarbeiter noch der CL-Spieler wird dies mal einfach so -ohne finanzielle und arbeitsrechtliche Konsequenzen- durchsetzen können.

    Ich kann verstehen, wenn jemand an der Austragung der WM festhalten möchte, denn gerade für die damit direkt beschäftigten Leute geht es natürlich auch um viel Geld, aber ich kann eben auch jeden Spieler verstehen, der dem ganzen sehr kritisch gegenüber steht und nicht teilnehmen möchte.
    Durch eine WM wird natürlich auch der Fokus zumindest für die Austragungszeit etwas stärker auf eine Sportart gerichtet, aber ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob die Austragung der WM in der aktuellen Situation nur positive Stimmen weckt. Ich stell mir einfach mal vor, dass das bereits gestartete Turnier wegen auftretender Infektionen unterbrochen oder gar abgebrochen werden muss - die Schlagzeilen hierzu werden mit großer Wahrscheinlichkeit nicht sonderlich positiv ausfallen. Sofern es wirklich zu einem härteren Lockdown für die Bevölkerung kommen sollte (so geisterte es ja bereits gestern durch die Medien), stell ich mir die Frage ob man mit einer Absage durch die Deutsche Nationalmannschaft nicht sogar einen zumindest medienwirksameren Fokus auf den Handball setzen würde als auf Biegen und Brechen an dem Turnier teilzunehmen.


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    smoerf


    Dass Jicha heute nicht voll auf Sieg gesetzt hat, sollte eigentlich jeder spätestens beim Anpfiff mit dem Blick ins Tor mitbekommen haben.


    Alternativ hat Jicha Landin erstmal nicht einsetzen wollen, da er lt. THW-Homepage die Reise leicht verletzt angetreten hat. Nachdem Quenstedt gut reingekommen ist, war zunächst ein Wechsel ja auch nicht notwendig und später war dann der Wechsel auch nicht mehr so richtig notwendig, weil man das Spiel bereits abgegeben hatte.

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    smoerf

    Was du dir da von Morddrohungen und ähnlichem Bullshit zusammen schwurbelst ist leider echt abenteuerlich und kein Fitzelchen besser als der Output der Leute, über die du dich so echauffierst. :pillepalle:


    Ich glaube, dass es gar nicht um Morddrohungen hier in der Handballecke sondern generell um Morddrohungen gegen Karl Lauterbach im Zusammenhang mit seinen Äußerungen im Bezug auf Corona ging und die scheint es tatsächlich mehrfach gegeben zu haben. Zumindest hat Lauterbach dies selbst z.B. bereits im Mai oder Juni in einer Sendung von Markus Lanz bestätigt und ähnliches berichten Medien nun auch nach der Äußerung zu Kontrollen in Privatwohnungen, die Lauterbach übrigens recht schnell verdeutlicht und erklärt hat.

    Egal was man von Lauterbach halten mag: mir fällt positiv auf, dass er im Bezug auf Corona von Anfang an seinen Standpunkt vertritt und sich nicht wie die Fahne im Wind dreht. Die Meinung von Lauterbach mag man als überzogen abtun und man muss ihn auch nicht mögen aber so wie es mir erscheint, hat er in einigen seiner Vorhersagen leider ziemlich exakt den Punkt getroffen. Ob das nun an seiner eigenen Expertise liegt oder ob er "nur" entsprechende Kontakte hat, ist mir letztendlich auch egal - die Meinung von ihm ist nicht bequem, aber eben seine Meinung, die er für mich offensiv aber im Gegensatz zu anderen Politikern eher sachlich vertritt.

    Bei den (Hass-)Tiraden, die teilweise gegen Lauterbach geschwungen werden, fällt mir immer wieder mal ein, dass auch früher bereits der Überbringer der schlechten Nachricht geköpft wurde.

    Glück auf
    smoerf

    Es war doch jetzt Tarifrunde im öffentlichen Dienst. Ist da eigentlich was zählbares für die systemrelevanten Corona-Helden aus Gesundheitswesen und Pflege beschlossen worden oder müssen sie mit 1,5 % mehr Beifall und warme Worte, gestreckt über 3 Jahre + 1x Sonderbeifall von mind. 10 min auskommen?

    Tarifabschluss TVÖD 2020

    In der Pflege und Gesundheitswesen gibt es also tatsächlich etwas mehr, aber ob das dem entspricht, was man im Frühjahr noch so angedeutet hat, steht auf einem anderen Blatt. Dafür wurden dann in anderen Bereichen des öffentlichen Dienstes auch Sonderzahlungen gesenkt und die tariflichen Erhöhungen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben, aber als Ausgleich für die Absenkung der Sonderzahlung gibt es 2 Urlaubstage mehr.

    Wie man zu dem Tarifabschluss steht, muss jeder für sich selbst beurteilen.

    Gruß
    smoerf

    Ich nehme in diesem Thread folgendes zu Kenntnis:
    Zwar ist die Postzahl keineswegs ein Indikator für die Qualität der Beiträge, allerdings ist es sehr auffällig das es hier einige "One-Topic"-Poster gibt, die relativ neu angemeldet zu sein scheinen und ausschließlich in diesem Thread hier posten. Rein zufällig geht das auch noch immer in die gleiche Richtung.


    Den Eindruck hatte ich bereits beim ersten "allgemeinen Corona-Thread" und auch hier geht es -zumindest bei dem ein oder anderen User- wieder in die gleiche Richtung.
    Ich kenne es aus anderen Foren, dass die Plauderecke oder wie auch immer sie in dem Forum heißt erst ab einer bestimmten Posting-Zahl in den "Fach"-Foren freigegeben wird zum mitschreiben. Manchmal würde ich mir das auch für die Handballecke wünschen, wobei Corona ja auch in den Handballpezifischen Foren immer wieder ein Thema ist, so dass auch User, denen es augenscheinlich hauptsächlich um Corona und weniger um den Handball geht, sich austoben können.

    Glück auf
    smoerf

    Beim Schwimmtraining im Winter könnte das Abholen ohne Umziehen aber etwas "sportlich" werden :/:


    Ohne Umziehen ist ja immer relativ ;)
    Hier war der Plan bei der ersten Öffnung der Hallenbäder und auch Fitness-Studios doch ziemlich ähnlich: Duschen geschlossen und der Aufenthalt in der Umkleide sollte so kurz wie möglich sein. In "meinem" Fitness-Studio war dafür dann die Lösung, dass in der Kabine alle Bänke gesperrt waren und man aufgefordert wurde bereits in Sportklamotten zu kommen, damit vor Ort nur die Schuhe gewechselt werden mussten. Schränke sollten nach Möglichkeit gar nicht genutzt werden (was natürlich überhaupt nicht funktioniert, wenn man zumindest ein anderes Paar Schuhe und eben auch eine Tasche für die notwendigen Handtücher mitbringt).
    Im Hallenbad sollte man nach dem Schwimmen (was es eh nur in eine Richtung und somit im Kreis möglich war) ungeduscht über die nassen Badeklamotten seine Straßensachen anziehen und das Bad wieder verlassen.
    Nach relativ kurzer Zeit hat man dann aber wohl Festgestellt, dass die Ideen nur semi-gut ist und hat die Umkleidekabinen und auch die duschen wieder freigegeben.

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    smoerf

    Ach ja, der Herr Spahn:

    ... Das »Ponte« selbst blieb außen vor. Dabei hätte ein Anruf genügt. Jaja, so sind sie, unsere Regierenden – Wasser predigen, Wein trinken.


    Ich mag ja vielleicht naiv sein, aber was hätte ein Anruf von Jens Spahn direkt im Restaurant geändert?
    In meinem Kopfkino spielt sich gerade folgende Varianten des Ablaufs ab:

    Variante1:
    JS: "Hallo, Jens Spahn hier. Ich war vor x Tagen bei Ihnen und bin nun positiv auf Corona getestet worden"
    Gastronom: "Hallo Herr Spahn, ja ich erinner mich. Ich ruf mal alle Leute an, die gleichzeitig mit Ihnen hier waren, damit die gewarnt sind" -> dürfte nicht so glücklich sein, denn die Kontaktbögen dienen gegenüber dem Gesundheitsamt oder der Polizeibehörde

    Variante 2:
    JS: "Hallo, Jens Spahn hier. Ich war vor x Tagen bei Ihnen und bin nun positiv auf Corona getestet worden"
    Gastronom: "Jo, ist klar. Verarschen kann ich mich alleine. Jens Spahn war zwar unser Gast (wenn der Gastronom diese Info überhaupt bestätigt), aber SIE sind nicht Jens Spahn!"

    Variante 2:
    JS: "Hallo, Jens Spahn hier. Ich war vor x Tagen bei Ihnen und bin nun positiv auf Corona getestet worden"
    Gastronom: "Hallo Herr Spahn! Danke für die Information. Ich ruf zur Sicherheit mal beim Gesundheitsamt an und frag, ob die Information stimmt."
    Gesundheitsamt (wenn es richtig läuft): "Tut uns leid, aber hierzu können wir ihnen keine Auskunft geben. Wenn Handlungsbedarf für Sie bestehen sollte, werden wir uns mit Ihnen in Verbindung setzen"
    Gesundheitsamt (wenn es nicht richtig läuft): Jo, Jens Spahn wurde positiv getestet! Rufen Sie mal die ganzen Leute an, die gleichzeitig mit ihm da waren. Dann müssen wir uns nicht um die Kontaktverfolgung kümmern" -> DEN Aufschrei in der Bevölkerung möchte ich aber auch nicht erleben, wenn so mit den Daten umgegangen wird

    Variante 4:
    JS: "Hallo, Jens Spahn hier. Ich war vor x Tagen bei Ihnen und bin nun positiv auf Corona getestet worden"
    Gastronom: "Oh, Hallo Herr Spahn! Danke für die Information und Ihnen natürlich alles Gute. Was soll ich mit der Information jetzt tun? Andere Gäste anrufen darf ich ja nicht"
    JS: "Wenn für Sie Handlungsbedarf besteht, wird das zuständige Gesundheitsamt Sie noch kontaktieren. Ich wollte mich nur schon mal gemeldet haben."
    (als nächstes ruft er dann im Supermarkt an, an dem er längere Zeit an der Kasse gestanden hat - Hauptsache der Politik hat jemanden informiert)

    Variante 5:
    JS: macht gar nichts und verlässt sich darauf, dass alles den eigentlich geregelten und geordneten Weg geht
    Gastronom: macht auch erstmal gar nichts und verlässt sich ebenfalls darauf, dass alles den eigentlich geregelten und geordneten Weg geht

    Ich persönlich bevorzuge ehrlich gesagt Variante 5: niemand wird unnötig aufhuscht und ebenso wenig muss sich jemand um Dinge kümmern, die vielleicht völlig überflüssig wären (auch für Gastronomen ist Zeit = Geld - auch wenn sie jetzt vielleicht gerade relativ viel davon haben, werden die meisten etwas sinnvolleres damit anzufangen haben, als Leuten hinterher zu telefonieren. Ganz abgesehen davon, dass dies gar nicht in den Zuständigkeitsbereich des Gastronoms fällt)

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    smoerf


    Und gegen Grippe, zumindest die 4 Hauptstämme,kann man sich impfen lassen, also vorsorgen. Wer das nicht macht, handelt eigenverantwortlich, da kann man niemanden anders für verantwortlich machen. Freie Entscheidung jedes einzelnen.


    Wenn das gerade so einfach wäre wie Du schreibst, wäre es toll. Meine Eltern, beide jenseits der 70 haben sich frühzeitig für die Grippe-Impfung bei ihrem Arzt angemeldet. Am Tag des Impftermins kam die Absage seitens des Arztes, dass der Termin nicht eingehalten werden könne, da "gerade" kein Impfstoff verfügbar sei. Seitdem ruft meine Mutter im 2-Tages-Rhythmus an und fragt, wie der Stand ist. In den letzten 2 1/2 Wochen hat sich an der Aussage "Wir können noch nichts sagen" geändert.

    Hier eine reine Eigenverantwortung zu sehen, halte ich für etwas zu einfach.

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    smoerf

    300 wären erlaubt gewesen?

    ich glaub es wären sogar nur 100 Zuschauer gewesen, aber bei den ganzen Zahlen blickt doch eh keiner mehr durch.

    Neue Corona-Regeln in Schleswig-Holstein: THW Kiel und Flensburg nur noch vor 100 Zuschauern?

    Dann finde ich die Entscheidung sogar noch sinnvoller, denn wie hätte man die 100 Glücklichen auswählen sollen? Generell ist es sehr schade, dass auch Bereiche mit augenscheinlich funktionierendem Hygienekonzept heruntergefahren werden, aber ich halte eine weitere Differenzierung für sehr schwierig.

    Glück auf
    smoerf

    Ich finde die Entscheidung vom THW absolut folgerichtig und gut. An anderer Stelle wurde die Entscheidung vom THW massiv kritisiert, da man dem Fan doch jetzt nicht auch noch das Hallenerlebnis am Sonntag wegnehmen kann, wenn wir uns danach alle zu Hause einschließen müssen.

    Glück auf
    smoerf

    Die heute beschlossenen Maßnahmen kann ich in der Art und Weise überhaupt nicht nachvollziehen. Besonders für Restaurants und Hotels ist das ein Schlag in die Fresse! Da wird viel Geld in Hygienemaßnahmen gesteckt, der Außenbereich ausgebaut und alles funktioniert, schließlich lassen sich nur sehr wenige Infektionen auf Restaurantbesuche zurückzuführen.


    Hierbei ist die Argumentation wohl, dass man im Moment GAR NICHT mehr nachvollziehen kann, woher die Infektionen kommen. Mir tun die Gastronomen leid, gar keine Frage, aber anscheinend hat man hier keine andere Möglichkeit gefunden. In der Gastro ist es nun einmal nicht möglich, dass die Leute tatsächlich die Maske aufhalten und somit das Risiko generell als größer als im Einzelhandel eingestuft wird. Nicht nachvollziehen kann ich in dem Zusammenhang, dass Kantinen aufbleiben dürfen - ich seh absolut keinen Unterschied ob ich mich in der Pizzeria in der Innenstadt zur Mittagspause aufhalte oder in der betriebseigenen Kantine. Durch die Verlagerung auf "Außer Haus" wird es für mich die nächsten Wochen in der Mittagspause maximal Brötchen geben. Zum einen hatten schon im Vorfeld diverse Gastrobetriebe bei uns in der Stadt angekündigt, dass sie nur "außer Haus" diesmal nicht umsetzen werden und zusätzlich wüsste ich nicht einmal, wo ich die Pommes Currywurst oder anderen Fast Food-Kram denn essen sollte. Direkt am Arbeitsplatz ist es nicht möglich, in der Innenstadt gilt Maskenpflicht und für den betriebseigenen Aufenthaltsraum (eine echte Kantine haben wir schon seit Jahren nicht mehr) gibt es den dringlichen Wunsch, diesen auch nur mit Maske zu nutzen.

    Und warum dürfen Friseure offen bleiben, Kosmetikstudios aber beispielsweise nicht.


    DAS kann ich auch so überhaupt nicht nachvollziehen. Gestern gehörte Begründungen waren, dass der Frisör hinter dem Kunden steht (halte ich für zweifelhaft, denn wenn die Stirnfransen geschnitten werden, steht der garantiert VOR mir). Alternativ wurde genannt, dass Ältere Leute die Haare nur beim Frisör waschen lassen, weil sie es alleine nicht mehr hinbekommen - mag sogar stimmen, aber ist das wirklich die große Masse? Ich glaube ja, dass der Aufschrei der Bevölkerung im Frühjahr bei der Schließung der Frisöre so laut war, dass man sich hier einfach nicht mehr dran getraut hat. Zumal ziemlich klar sein dürfte, dass Haarschneiden zu einem der größten Bereiche gehört, die man eben auch "privat" an der Steuer vorbei und somit auch direkt unter Umgehung der Hygienekonzepte durchführen kann. Bei Kosmetik, Massage und Tattoo sieht das vermutlich ganz anders aus, weil einfach ein viel größeres Equipment vorhanden sein muss.

    Glück auf smoerf

    Selbe mit Nilsson. Glaubt doch keiner, dass er bleiben wollte als nominelle Nummer 5 im RM/RL, wie er es letzte Saison ganz klar war. Und dann stellt sich die Frage, was man davon hat, wenn die Spieler sauer auf der Bank hocken.


    Den Gedanken hab ich z.B. bei Nilsson auch immer wieder wenn das Thema "Verschenken" aufkommt.
    In der letzten Saison waren seine Leistungen für mich relativ schwankend und er machte zumindest auf mich nicht einen wirklich zufriedenen Eindruck. Was nützt es dem Verein, einen Spieler aufgrund eines bestehenden Vertrages unbedingt zu halten, wenn dieser sich unwohl fühlt und eigentlich weg möchte? Es ist für mich relativ weit hergeholt, dass jemand, der sich aus welchen Gründen auch immer unwohl an einem Arbeitsplatz fühlt, konstant Topleistungen abliefert und den ursprünglichen Erwartungen gerecht wird. Gerade im Sport bedeutet das Festhalten an solchen Verträgen dann auch, dass es teilweise Unruhe in die gesamte Mannschaft bringt und zusätzlich auch einen deutlichen Karriereknick bei dem jeweiligen Spieler auslösen kann. Gerade in dem Alter, in dem sich Lukas Nilsson befindet und dem Kleinkind in seiner Familie, ist der Wohlfühlfaktor vermutlich ein ziemlich wichtiges Kriterium für Leistungserbringung.

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    smoerf

    Das könnte für alle Vereine insgesamt eine extrem verletzungsträchtige Saison werden. Wo man hinsieht Verletzungen noch und nöcher und die Saison hat noch gar nicht richtig begonnen. Ist sicher den besonderen Umständen geschuldet


    Ich finde es schon relativ auffällig, dass es im Moment bereits viele Verletzungen gibt, jedoch wage ich gar nicht, diese alle den besonderen Umständen zuschieben zu wollen. Aufgrund der noch dichteren Belastung fürchte ich jedoch auch, dass es im Laufe der Saison zu mehr Verletzungen kommen könnte, da oftmals einfach der Körper unter den Folgen der vielen Spiele in kurzer Zeit leiden wird und sich nicht ausreichend regeneriert und auch die mentale Leistung der Spieler nachlassen wird. Aber ob man dies bereits so zu Saisonbeginn festschreiben kann, weiß ich nicht. Einige der Verletzungen dürften einfach unter die Kategorie "Blöd gelaufen" und "hätte jeder Zeit passieren können" fallen.
    Bei einem damaligen Kaderlehrgang vom Judo hatten wir gleich drei Kreuzbandrisse innerhalb eines Wochenendes bei insgesamt 15 Teilnehmern- und das lag weder an der Belastung noch an einer besonderen Situation, sondern schlicht und ergreifend daran, dass die Leute sich ungeschickt beim Trainingskampf verhalten haben - während der restlichen Lehrgänge während des gesamten Jahres gab es übrigens keinen weiteren Kreuzbandriss ;)

    Das ist ja nicht viel mehr als eine Annahme. Wissenschaftlich bewiesen ist das nämlich nicht.


    Ob wissenschaftlich bewiesen oder nicht - auffällig sind sind die vielen Verletzungen direkt zu Saisonbeginn bzw. noch in der Vorbereitung irgendwie schon. Wenn nun bis zum Ende der Saison kaum weitere Verletzungen auftreten, dürfte sich der Verletzungsschnitt zu einer normalen Saison kaum unterscheiden. Vielleicht mag ja jemand nach der Saison eine Statistik aufstellen und diese mit den Verletzungen von anderen Jahren vergleichen - ansonsten bleibt es natürlich alles bei einer Mutmaßung.

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    smoerf

    IJicha hätte gerne drei bis vier Spieler, was aber in dieser Corona Zeit nicht finanzierbar sei.


    Ich denke, dass die meisten, wenn nicht gar alle Trainer immer und zu jeder Zeit gerne einen größeren Kader zur Verfügung hätten - zu Verletzungen (auch mehrere zeitgleich innerhalb einer Mannschaft) kann es auch in "normalen" Saisons kommen. Zusätzlich dürfte es für jeden ambitionierten Trainer eine interessante Aufgabe sein, unterschiedlichste Spielertypen in eine Mannschaft zu integrieren und somit für den Gegner schwerer ausrechenbar zu werden. Die Ideen von Trainern sind jedoch auch außerhalb von Corona oftmals nur eine Wunschvorstellung.

    Natürlich stünde dem THW gerade mit dem langwierigen Ausfall von Bilyk und dem nun hoffentlich nicht ganz so langwierigem Ausfall von Sagosen ein weiterer Spieler auf der Position gut zu Gesicht, aber auf RR könnte ich mir auch durchaus sehr gut einen weiteren Spieler vorstellen - Weinhold ist mit seiner Spielweise ja auch immer ein potentieller Verletzungskandidat. Alleine damit wäre man schon gut und gerne bei zwei bis drei weiteren Spielern.

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    smoerf

    Der DAZN-Stream lief bei mir bislang auch immer flüssig. Die Kommentatoren beim THW-Spiel waren nun auch nicht so mein Fall (den Spruch mit dem Busfahrer fand ich z.B. tatsächlich weder lustig noch inhaltlich für mich nachvollziehbar), aber auch daran werde ich mich wohl gewöhnen. Besser so als keine bewegten Bilder aus der CL.

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    smoerf

    Das Problem der Halle in Essen lässt sich wohl nicht durch den Verein selbst sondern eben nur durch die Stadt als Eigentümer der Halle lösen. Und wie es bei öffentlichen Investitionen üblich ist, geht dies nur über ein öffentliches Vergabeverfahren und das zieht sich eben hin:

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    Ein Umzug innerhalb von Essen ist nicht möglich, da es dort -trotz der Stadtgröße- keine Ausweichhalle gibt. Ein Umzug nach Mülheim ist die im Moment mögliche Lösung.

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    smoerf