Zitate aus dem Artikel:
„Die Kommission habe dem DHB vorgeschlagen, den Auftrag auszuweiten – auf weitere Fälle im Handball, unabhängig von Fuhr. Ein Ausweg, der eine Aufarbeitung noch möglich gemacht hätte. Der Verband aber habe abgelehnt.“
…
»Alle Arbeit war für die Katz«, sagt ein Kommissionsmitglied, das anonym bleiben möchte, dem SPIEGEL: »Der DHB hat Angst vor Klagen gehabt.« Der Bericht wäre »im Panzerschrank des Verbandes gelandet«. Das habe man nicht mitgemacht. »Die Kommission geht nicht in Frieden. Es ist ein einziges Drama.«
Ich bin tief enttäuscht, dass das nun ohne jedes Ergebnis zu Ende geht. Und noch mehr über die Folgen, die dieses unwürdige Ende für den gesamten Sport hat«, sagt Ex-Spielerin Ernsberger auf Anfrage des SPIEGEL.
Es ist eine berechtigte Sorge. Wer wird künftig noch den Mund aufmachen wollen, wenn sich der Verband vor seiner Verantwortung drückt? Wenn Betroffene drei Jahre lang sprechen – und am Ende steht: nichts.
Der DHB hat André Fuhr nicht in die Schranken verwiesen. Er hat sich mit ihm arrangiert – auf Kosten derer, die den Mut hatten zu reden.