Ich finde den Begriff "modernen Handball" schwierig. Zumeist wird da auf den SCM oder Berlin verwiesen, aber um das System des SCM zu kopieren, gibt es nicht genug geeignete Spieler bzw. die wären kaum zu bekommen und die Füchse haben ähnlich dem THW einen wurfgewaltigen RL, einen schnellen RM, einen Wandschrank am Kreis und dann halt Gidsel. Parallel sind die Spielsysteme in Aalborg, Barcelona usw. auch nicht revolutionär. Der große Unterschied ist, dass variabler gespielt wird - was vor allem die Außen betrifft und die Abwehr kein Schweizer Käse ist. Ich traue Talant zu, diese beiden Problemzonen in den Griff zu bekommen
Gehe ich grundsätzlich mit. Ich wünsche mir:
1) Eine kompromisslose bewegliche Abwehr wie in früheren Zeiten.
2) Im Angriff ein kollektives Zusammenspiel mit Nutzung der Breite des Feldes, aber eben auch abhängig von der gegnerischen Deckung eine konstante Gefährlichkeit aus der Distanz oder vom Kreis. Hat ja phasenweise, wie zuletzt gegen die SG, ganz gut funktioniert.
3) Deutlich mehr Tempo, insbesondere bei der 1./2. Welle. Was sie da zuletzt geboten haben, war teilweise unterirdisch. Dafür sind allerdings auch viel weniger Wechsel erforderlich.
4) Wesentlich mehr Zug zum Tor, aber wenigsten doch durch Kreuzungen und Sperren Durchbrüche der Halben und Würfe aus Nahdistanz.
Zudem erhoffe ich mir, dass ein überragender Einzelkönner wie Elias mehr eingebunden ist und seine Mitspieler noch mehr von ihm profitieren.