Vorab, ich habe eigentlich mit einem langweiligen Spiel gerechnet in dem der VfL die HSG ganz klar im Griff haben würde.
Was man dann allerdings sah war was ganz anderes. Düsseldorf spielte gut, sie spielten so, wie man es nach den letzten Spielen nicht hätte erwarten können.
Statt des "Gänsebratenverdauungsspiels" war es ein echter Handballkrimi, in dem am Ende der VfL wohl mit dem Glück des Tüchtigen die zwei Punkte entführt hat. Gerecht wäre ein Unentschieden gewesen.
Dennoch sollte man das Spiel nicht überbewerten. Der VfL hat viel probiert, er spielte zudem sehr schwach, sehr viel auf Zeit und zum Schluß hat der Druck von Ilic ganz gefehlt.
Die Schiedsrichter Hock und Heinz fand ich gut. In der Schlussphase haben sie etwas den Faden verloren, aber im Spielverlauf haben sie gut und sicher geleitet und mit Konzessionsentscheidungen, 2x2min oder einfach mal den Vorteil laufen lassen, zu einem runden Spiel für beide Seiten beigetragen.
Hätte die HSG im bisherigen Saisonverlauf nur die Hälfte der Leistung von gestern gezeigt, bräuchte man sich absolut keine Sorgen machen.
Vielleicht kann man die Leidenschaft ein bisschen bis zum Samstag bewahren und dann sich gegen die Kröstis belohnen. Die Stimmung war zum ersten Mal für Düsseldorfer Verhältnisse klasse und es wär schön, wenn es am Samstag ebenso zugehen würde.
Festzuhalten bleibt, man hätte gegen den VfL auch mit 12 Toren verlieren können.
P.S. Die Sache mit Navarin und dem letzten 7m passte wie die Faust aufs Auge. Es soll anscheinend nicht sein. 