Beiträge von Fridulin

    Was er in seiner Freizeit macht, geht mich nichts an und werde ich auch nicht kommentieren. Wichtig ist, dass der (Pro-) Sport aus der Causa was lernt und das verdient deutlich mehr Aufmerksamkeit als die Neuverpflichtung eines Ex-Bundesligatrainer in der 6.Liga.

    KT73 Grundsätzlich finde ich es gut, dass kein vollkommen unnötige Kosten durch den Klageweg erzeugt werden. Daher ist ein Kompromiss des machbaren erstmal zu begrüßen. Leider verringert das nochma den Druck sich um die Nachwuchsarbeit zu kümmern. Ich hätte es begrüßt wenn es zum Beispiel eine Anpassung der Lehrgänge gegeben hätte mit einer verbindlichen Vereinbarung, dass die Vereine eine zeitnahe teilnahme angekündigt hätten. Jetzt wirkt es so als ob das alles keine Folgen hat.

    Es gibt halt auch viele anderen Themen im Leben, die vielleicht mehr Spaß machen als Leistungssport :) Da spielt dann die Perspektive bei der Motivation natürlich immer eine gewisse Rolle. Frauen haben heute oft einen Job und wollen selbstbestimmter leben. Stichwort "Selbstverwirklichung". Fachfremder hat mit seiner Bemerkung recht - der Verdienst ist ein entscheidender Unterschied. Allerdings ist das Anspruchsdenken heute ein anderes als noch vor vielen Jahren. Die heutigen Bedingungen im Frauenhandball sind sicherlich verbesserungswürdig aber schlechter als vor 30-40 Jahren sind sie glaube ich nicht.

    Nimm es mir nicht übel! Aber eine "Mannschaft der Saison" ohne eine einzige Spielerin aus Bietigheim, kann ich nicht ernst nehmen. Das ist ein Witz!

    ..oder man ist der Meinung, das die Mannschaft ohne Frage die Beste war aber keine der Spielerin dabei herausragend war. Sie haben halt, wie erwartet, von Spieltag 1 an dominiert. Kriterien für die Mannschaft der Saison können ganz unterschiedlich ausgelegt werden. Ich traue mir da keine Aussage zu weil ich von den anderen Teams viel zu wenig gesehen habe für ein Urteil. Bin halt ein klassischer Fan einer Mannschaft und gucke selten andere Spiele. Aus BSV Sich würde ich aktuell "nur" Marie Andresen und Maxi Mühlner nennen als Kandidaten für eine Mannschaft der Saison, weil sie für mich die größten und unerwarteste Leistungssteigerungen gezeigt haben. Marie hat nach dem Ausfall von Lea Rüther praktisch alleine auf der Positon gespielt und mehr als einmal Punkte "gesichert". Außerdem hat sie sich zum Beispiel bei lange Bällen für erste Welle im laufe der Saison erheblich gesteigert. Maxi hat für mich in der zweiten Saison in Buxte den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung genommen und ist aus der Abwehr nicht mehr wegzudenken. Dazu das Debüt in der Nationalmannschaft und viele wichtige Aktionen.

    Es gibt aktuell mehrere "Vorgänge" von Seiten der Athleten, die es nicht auf sich beruhen lassen wollen. Das Betrifft dabei nicht nur den Frauenhandball und die Causa A.Fuhr sondern praktisch alle Sportverbände der Republik. Ob beim Turnen, Schwimmen oder Tennis. Frauen oder Männer. Team- oder Individualsport. Überall gibt es mehr oder weniger bekannte Fälle und Strukturen, die oft mehr Täterschutz sind und damit eine Aufklärung unmöglich machen. Ein Beispiel ist, wie der DTB mit Vorwürfen umgeht. Die NDR Doku zeigt, dass der Beschuldigte Vizepräsident sogar bei der durch den Verband betriebenen Aufklärung während des Verfahrens Akteneinsicht hat.... Würde mich nicht wundern, wenn es beim DHB auch zu solchen "Interessenskonflikten" kommt. Es ist dann halt leider immer sehr schnell auch ein "Machtkampf" gegen die Täter&Mitwisser. Alles kein einfaches Thema.

    Oldenburg ist sicherlich die überraschung der Liga mit Platz 4 und der Final4 Teilnahme. Neckarsulm hat es am Ende doch noch geschafft, auch wenns am Ende knapp war.

    @horst65: Wie die Situation vor dem Spiel war und wer damit mehr Motivation hatte, kann jeder nachvollziehen. Buxte hat seit Wochen starke Leistungsschwankungen und das ist bei der Kadersituation am Ende der Saison leider auch nichts unerklärliches. Bis zur (berechtigten) roten Karte waren sie sogar drauf und dran es doch zu zu drehen. Sie haben damit auch das dritte Duel mit Vipers verloren und waren "nicht Glücklich" damit. Wer Dirk Leun kennt, der weiß das es nicht angenehm wird wenn in den ersten 15 Minuten bereits beide Auszeiten genommen werden. Wer am Ende sportlich Absteigt, wird Glücklicherweise nicht mit der Bilanz ermittelt sondern auf der Platte.

    Komme aus der Halle Nord in Buxtehude und habe heute ein Spielerlebt in dem Bad Wildungen gezeigt hat, dass sie in die Liga gehören und ich freue mich sie nächste Saison wieder zu sehen. Der Sieg geht am Ende auch vollkommen in Ordnung, da sie es mehr wollten. Womit ich überhaupt nicht glücklich bin, war die Leistung der Schiris die leider auswirkungen gehabt haben und dem Spiel nicht angemessen waren. Ich schließe mich jetzt der Meinung von Dirk an und belasse es bei den Worten "wegen meiner Guten Erziehung äußere ich mich nicht dazu".

    Nach dem Spiel wurden noch die Spielerin verabschiedet und der Fan der Saison gewählt. Marie Andresen wurde zur Spielerin der Saison gewählt und sich damit belohnt für die tolle Saison. Isi Dölle wurde Zweite und Maxi Mühlner dritte. Insgesamt eine Saison mit vielen Höhen und einige Tiefen. An die Abgänge: Danke für eure Leistung beim BSV! Vielleicht sehen wir die eine oder anderen nochmal wieder beim BSV, wenn nicht natürlich viel Erfolg im Leben nach dem Leistungssport.

    Ich glaube wir müssen sicherstellen, das beide Seiten von dem System profitieren. Es macht Sinn die Spitzenspielerin in Leistungszentren zu fördern. Sie sind aber weiterhin Mitglied eines Vereins und das ist die Grundlage. Für den Verein nehmen sie am normalen Spielbetrieb teil und das sind auch ihre Arbeitgeber in der Zukunft. Diese Basis muss sinnvoll aufgebaut werden und da liegt meiner Meinung der Hund begraben. Durch Corona und die Reformen haben wir aktuell eine Situation, in der Spielerin einfach an zu vielen Wettbewerben teilnehmen und die unterschiede in den Spielklassen sind zu groß. Warum spielen 16-20 Jährige teilweise Bundesliga, A-Jugend Bundesliga, 3.Liga/Oberliga und dazu noch (Landes-,Schul- u.ä.) Auswahl und Nationalmannschaft?

    Auf der anderen Seite gibt es die Auswahlmannschaften und die Verbandsförderung. Während ich bei einigen Vereinen eine klare Strategie erkenne, wie sie Spielerin entwickeln wollen wirkt der DHB bzw- die Landesverbände auf mich verwirrend. Wie ist der zusammenhang zwischen den Leistungszentren und den Auswahlmannschaften? Nach welche Kriterien wird dort gehandelt? Hier habe ich oft das Gefühl, dass da lieber "Fingerpointing" in Richtung der Vereine gemacht und selbst nur "Cherrypicking" betreiben wird, in dem nur die besten ausgewählt und gefördert werden. Das alles dann unentgeldlich zum Ruhm der Auswahl? Alleine deshalb werden einige nicht diesen Weg gehen.

    Das nur als Hinweis, dass wir die Beteiligten unterscheiden sollten und nicht alles in einen Topf werfen können. So leicht ist das Thema leider nicht zu erklären.

    @siebenberger: Ja, in der A-Jugend sind es die Mehrheit der Spielerin. Buxte holt da Bundesweit Spielerin aber hat seinen schwerpunkt in Norddeutschland (Talent Tag). In der B-Jugend sieht das ganze noch anders aus und zeigt, dass die Spielerin ein gewisses Alter haben sollten bevor der große Schritt kommt.

    Unabhängig von den genannten Namen würde ich nicht immer "langfristige" und "mögliche Leistungen" als Grundlage für den Kader nehmen. Wenn eine Spielerin über einen gewissen Zeitraum Leistung zeigt, dann muss auch möglich sein diese zu nominieren. Ich erinnere an Freda Gubernatis zur Heim WM. Die war sicherlich nicht die "talentierste" aber zu dem Zeitpunkt ne absolute Bank. Am Ende macht es der Mix im Team und da können solche Nomierungen auch etwas bewirken.

    Es ist sicherlich Schade, dass am Ende keines der Teams das Finale erreicht hat. Am Ende ist es ein erfolgreiche Saison mit zwei Teams im Final4 der European League. Das gab es schon länger nicht mehr und darf auch gewürdigt werden, unabhängig davon was das Ziel war. Bitte nicht immer "nur" die negativen Aspekte beleuchten :)

    Edit: Außerdem gehört es auch dazu aus solchen "Rückschlägen" zu lernen und hier wird doch immer gefordert möglichst viele Spiele auf dem Niveau zu machen. Die Spielerin werden sicherlich nicht vergessen, wie die Spiele gelaufen sind.

    Zurück zur Bundesliga :) Buxte heute mit einem unterhaltsamen Spiel und einem Gegner, der trotz nur einem Sieg in der gesamten Saison versucht hat Handball mitzuspielen und einige wirklich gelungene Szene gezeigt hat. Bin mir sicher, wenn die den Kader halten wird das ein gutes Team in der 2.Liga. Ab der 40 Minute konnte der BSV dann viele Tore mit der ersten Welle machen und Marie Andresen hat hinten das Tor dicht gemacht. Sehr erfreulich finde ich die aufsteigende Form von Magda Kasparkova, die wirklich guten Gegenstöße über die Außen (vorallem von Teresa Von Prittwitz hat heute geglänzt) und Isi Dölle hat die 7m eiskalt verwandelt. Insgesamt eine tolle Teamleistung mit Toren von allen Positionen. Der 39-26 Sieg war am Ende etwas zu hoch, wenn man sich den Spielverlauf anguckt.

    Zitat von BSV Homepage

    In der 15. Minute dann ein Schreckensmoment: Lara Eckhardt ging zu Boden und hielt sich ihr rechtes Knie. Sie konnte den Platz nur mit Hilfe verlassen

    Gute Besserung und hoffentlich ist sie schnell wieder fit!

    Ich möchte dabei nochmal betonen, dass wir hier über eine komplexe Entscheidung/Entwicklung sprechen wenn man einen Karriere im Zuschauer- und Leistungssport machen will. Es ist nicht so, dass die Spielerin einfach beschließen das zu machen. Sie muss die Grundlage legen und sich dabei Wohlfühlen aber dann gibt es auch Faktoren, die absoluter Zufall (Trainer, Kaderplanung oder Verletzungen) sind und dann je nach Situation entschieden werden. Die Entscheidung aufzuhören oder zu pausieren kann auch nur eine Reaktion sein, weil man nicht weitermachen will oder schlicht nicht unter bestimmten Bedingungen.

    Da ist der Handball teil der Entwicklung im Zuschauersport allgemein. Wir sehen überall Namen, die nun teilweise in der dritte, vierten Generation Leistungssport betreiben. Ich sag nur Pal Dardai und seine Söhne bei Hertha, Familie Bölk in Buxtehude, Familie Neureuther im Ski oder Familie Keller im Hockey. Wenn in der Familie das leben mit Leistungssport vorgelebt wird und die Kinder auch noch körperlich nach ihrer Familie kommen, dann ist es doch nichts ungewöhliches wenn diese es zu mindest versuchen. Schwierig wird es, wenn dadurch die Leistung nicht mehr fair bewertet wird oder einfach nicht stimmt.

    Auch ist es wohl ohne Frage ein Luxus, sich den Lebensunterhalt mit Sport zu finanzieren. Das soll nicht abwertend gemeint sein, sondern auch die besonderheit einige Art des Lebensunterhalt beachten. Ein Künstler kann die besten Bilder der Welt malen, wenn es keiner Kauft oder er hat ein Mäzen, dann wirds schwer. Wenn die Familie dann jeden Euro braucht werden die Kosten für Sport als erstes gesparrt.