Man hat die Notbremse gezogen, jetzt steht die Karre also erstmal. Die Mannschaft ist personell aber immer noch gut genug aufgestellt, dass man hinter Platz 6 vorne mitspielen kann. Bin gespannt, ob der neue Trainer es hinbekommt, hierfür die nötige Energie in der Truppe zu entfachen. Da kommt ein Spiel beim THW jetzt genau zur rechten Zeit.
Rund um die Rhein-Neckar Löwen
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Ich finde, dass die nächsten Spiele nicht dazu dienen, dass die Löwen in einen Flow kommen und Selbstbewusstsein tanken können. Bis auf Hamburg läuft es bei den Gegnern wie geschmiert. Es wäre besser gewesen, man hätte Gegner gehabt, die man auch schlagen kann.
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Gegner, die man auch schlagen kann bzw. müsste, hatten die Löwen in dieser Saison ja schon zur Genüge

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Gegner, die man auch schlagen kann bzw. müsste, hatten die Löwen in dieser Saison ja schon zur Genüge

Die Spiele sind vorbei, jetzt gilt es wieder in die Spur zu kommen, egal wie der Gegner heißt, auch wenn es hohe Hürden sind. Auf geht’s Löwen!
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Jetzt ist mir wieder die Aussage von Robert Wieschemann, dem ehemaligen AR Vorsitzenden vom FCK eingefallen..." wir haben alle ein Defizit an Kommunikation, wir haben ein Defizit an Durchblick! Alle" . Schöner kann man die Situation bei den Löwen in der Führungsebene nicht beschreiben.
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Man wird gespannt sein dürfen, wie die Löwen morgen in Kiel auftreten. Wird es signifikante Veränderungen geben? Wird man eine andere Körpersprache, eine andere Spielidee oder überhaupt irgendeine Reaktion auf die vergangenen Wochen erkennen können?
Die Verantwortlichen haben Abt jedenfalls das Vertrauen ausgesprochen. Dabei darf man allerdings nicht vergessen, dass er bis zuletzt Co-Trainer unter Machulla war und somit auch Teil des bisherigen Trainerteams, das für die sportliche Entwicklung verantwortlich war.
Genau deshalb stellt sich für mich die Frage, wie die Zusammenarbeit zwischen Machulla und Abt bislang ausgesehen hat. Gab es unterschiedliche Auffassungen hinsichtlich der Spielphilosophie, der taktischen Ausrichtung oder des Umgangs mit der Mannschaft? Falls ja, warum hat man diese Differenzen nicht früher erkannt oder entsprechend reagiert? Und falls nein, warum sollte ausgerechnet der bisherige Co-Trainer, der die sportliche Misere über Monate unmittelbar mitbegleitet hat, plötzlich die entscheidenden Veränderungen herbeiführen können?
Das soll keineswegs bedeuten, dass ich Abt die Aufgabe nicht zutraue oder ihm keine Chance geben möchte. Aber die Frage nach der Mitverantwortung muss erlaubt sein. Schließlich war er nicht irgendein Außenstehender, sondern ein wesentlicher Bestandteil des bisherigen Trainerteams. Und das dieser Kniff komplett schiefgehen kann, hat die Personalie Gärtner vor nicht allzu langer Zeit gezeigt.
Interessant finde ich außerdem, dass in sämtlichen bisherigen Meldungen nirgendwo ausdrücklich von einer Übergangslösung die Rede war. Für mich deutet das darauf hin, dass die Verantwortlichen durchaus darauf setzen, dass Abt mindestens bis zum Saisonende funktioniert. Möglicherweise spielen dabei auch wirtschaftliche Überlegungen eine Rolle. Solange Machulla weiterhin auf der Gehaltsliste steht, dürfte der finanzielle Spielraum für einen weiteren Cheftrainer begrenzt sein.
Was mich aber mittlerweile fast noch mehr stört als die sportliche Situation, ist das Gesamtbild, das die Löwen seit Jahren abgeben.
Vor ungefähr zwei Jahren installiert man mit Uwe Gensheimer einen Sportlichen Leiter und vermittelt damit den Eindruck, langfristig eine klare sportliche Struktur aufbauen zu wollen. Rund ein Jahr später wird Gensheimer faktisch entmachtet, weil man plötzlich zu der Überzeugung gelangt, dass Cheftrainer und Sportlicher Leiter in Personalunion die bessere Lösung seien. Machulla erhält entsprechend weitreichende Kompetenzen und soll die sportliche Zukunft des Vereins gestalten.Und nur ungefähr ein Jahr später folgt die nächste Rolle rückwärts. Das gerade erst geschaffene Konstrukt ist schon wieder Geschichte.
Wo ist da eigentlich die langfristige Strategie? Wo ist eine klare sportliche Philosophie, die unabhängig von einzelnen Personen verfolgt wird? Und vor allem: Wer übernimmt für diese permanenten Richtungswechsel eigentlich die Verantwortung?
Man kann nicht alle zwölf Monate die grundlegende sportliche Ausrichtung verändern und gleichzeitig erwarten, dass sich irgendwann Kontinuität und Erfolg einstellen.
Für mich entsteht zunehmend der Eindruck, dass bei den Löwen weniger nach einem langfristigen Konzept gehandelt wird, sondern vielmehr von einer kurzfristigen Entscheidung zur nächsten. Erst wird eine Struktur geschaffen, dann wieder abgeschafft, anschließend erklärt man das nächste Modell zum richtigen Weg, um es kurze Zeit später ebenfalls wieder über den Haufen zu werfen.
Die entscheidende Frage ist für mich deshalb längst nicht mehr nur, ob Abt die Mannschaft kurzfristig stabilisieren kann. Vielmehr muss man sich fragen, ob die Verantwortlichen überhaupt noch eine klare Vorstellung davon haben, wohin sich dieser Verein sportlich entwickeln soll. 7 Trainer in 7 Jahren sprechen Bände und zeugen von jeglicher Planlosigkeit auf sportlicher Ebene.
Denn ganz unabhängig davon, wer morgen in Kiel auf der Bank sitzt: Die Rhein-Neckar Löwen geben derzeit ein ziemlich jämmerliches Bild ab. Nicht nur sportlich, sondern vor allem hinsichtlich Führung, Struktur und strategischer Ausrichtung.
Und das ist für einen Verein mit dieser Geschichte, diesen Möglichkeiten und diesen Ansprüchen eigentlich das Erschreckendste an der ganzen Entwicklung.
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Vor ungefähr zwei Jahren installiert man mit Uwe Gensheimer einen Sportlichen Leiter und vermittelt damit den Eindruck, langfristig eine klare sportliche Struktur aufbauen zu wollen. Rund ein Jahr später wird Gensheimer faktisch entmachtet, weil man plötzlich zu der Überzeugung gelangt, dass Cheftrainer und Sportlicher Leiter in Personalunion die bessere Lösung seien. Machulla erhält entsprechend weitreichende Kompetenzen und soll die sportliche Zukunft des Vereins gestalten. Und nur ungefähr ein Jahr später folgt die nächste Rolle rückwärts. Das gerade erst geschaffene Konstrukt ist schon wieder Geschichte.
Ich bin bei ganz vielem bei dir, nur an der von mir markierten Stelle bin ich mir unsicher. Kann ja auch sein, dass man gar nicht zu der von dir beschriebenen Überzeugung gekommen ist, sondern eher der Meinung war, dass Gensheimer nicht die Ideallösung für den Posten des Sportlichen Leiters ist. Keiner von uns weiß ja, was tatsächlich vorgefallen ist. Dass man dann erstmal Machulla beide Bereiche übergibt, um nicht auf die Schnelle irgend jemanden zu holen, kann ich ja noch halbwegs nachvollziehen. Dass man aber zu Beginn dieser Saison immer noch keinen neuen Sportlichen Leiter hatte und zumindest für diese Saison auch keinen installieren wollte, ist für mich ein schwerer Fehler.
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