Beiträge von Peter2000

    Keine Ahnung

    Das könnte man als Zusammenfassung so stehen lassen.

    Ich kenne nicht von jedem RA die Wurfquote

    Es ist nicht nur die Quote. Es ist die Gesamtheit der Spielanlage. Und außer ein paar Steals, die die ZDF-Moderatoren im vorletzten Spiel in Ektase verfallen ließen, kommt von Kastening auch nur nichts, was nicht jeder andere RA auch auf die Reihe bekommt. Im Gegenteil: Hornke ist deutlich abgezockter.

    Und wenn du selbst gespielt hast, dann solltest auch du akzeptieren, dass ein Trainer spürbaren Einfluss auf die Aktionen der Spieler hat. Direkt oder auch indirekt, durch sein Gesamtauftreten, seine Entscheidungen, seine Ansprachen, die taktischen Maßnahmen. Dazu gehört viel, was man im Fernsehen nicht sieht.

    Man kann als Trainer durchaus auch steuern, was sich ein Spieler auf dem Feld herausnimmt. Wenn ich im Training irgendwelche "Zauberpässe" sehe, die im Spiel nichts als Risiko darstellen, dann wird das abgestellt. Und von einem Nationalspieler kann man erwarten, dass er sich das beherzigt.

    Wenn z.B. der Rückraum Mitte und der Kreisläufer aus demselben Verein kommen, dann gibt es bei den Kreisanspielen ein blindes Verständnis,

    Und unser Trainer mag das offensichtlich nicht, sonst würde man Kohlbacher vielleicht auch etwas länger spielen lassen.

    Was gestern zu sehen war, erinnert an die Zeit, als Heiner Brand die zweite Reihe zum Sündenbock für die Niederlagen erklärte. Kraus war so einer, der auch die meiste Zeit auf der Bank versauerte, dann zu einem Zeitpunkt eingewechselt wurde, als alles zu spät war, nur um dann den geballten Ärger von Brand abzubekommen.

    Warum musste man gestern mit den schwächeren Spielern beginnen? Warum nicht die erste Riege starten lassen und dann im Spielverlauf für je ein paar Minuten entlasten?

    So begann das Spiel denkbar schlecht und unnötiger Druck entstand, was dann auch Auswirkungen auf die hat, die's wieder richten sollen.

    Hast du selbst Handball gespielt?

    Die Entscheidungen, die die Spieler da treffen, sind nicht losgelöst von der Gesamtsituation zu betrachten. Da reichen falsche Worte (oder Streicheleinheiten), auch des Trainers.

    Und wenn du selbst erkennst, dass zum Beispiel Kastening ein Sicherheitsrisiko für das Spiel ist - wer hat ihn denn auf den Platz gestellt? Uns sag' mir nicht, dass es keine Alternativen in Deutschland gibt. Man hätte auch Hornke nominieren können.

    Wenn ich mal wieder etwas brauche, um mich totzulachen, hole ich einfach diesen Beitrag nach vorn.

    Dieses Verkennen der Realität, Träumereien wie in einem dauerbekifften Zustand, das ist Ausdruck von Teilen unserer Gesellschaft, bis hin in die höchsten Kreise der Politik. Wie will man nach vorn kommen, wenn man krampfhaft alles schön redet? Typisch Deutsch - das wäre Gewissenhaftigkeit, Fleiß, Einsatz, Qualität, Kampfgeist. Zumindest war es das einmal. Heute sind ja viele schon damit zufrieden, dass man es zumindest probiert hat.

    Man beachte bitte auch den Smiley dahinter!

    Hatte ich erkannt, jedoch keine Lust, selbst eins zu setzen.

    Ich hoffe, dass bei den restlichen Spielen Mertens den Vorzug erhält und nur punktuell die nötigen Pausen bekommt. Dahmke hat sich jedenfalls gestern nicht für die nächste Startsieben empfohlen, und das beim vermeintlich leichtesten Spiel in dieser Gruppe.

    Aber die wirkliche Begründung, warum Mertens nur als "gut" eingestuft wird, darf trotzdem noch mitgeteilt werden.

    Die Franzosen werden einfach nicht nervös. Spielen ihren Stiefel runter, machen längst nicht alles richtig, haben eher durchwachsene TW-Leistungen. Aber auf Nervenflattern wartet man vergeblich.

    Das ist dann auch eine Qualität, die kein Trainer der Welt antrainieren kann.

    Wie ordnest du die drei Zeitstrafen mit vorzeitigem Spielende für Fabregas ein?

    Sollte damit künstliche Spannung erzeugt werden?

    So ein Quatsch. Du argumentierst hier mit Strohmännern. Bleib sachlich. Ich habe dir gesagt, dass die Zeit des Prügelns vorbei ist, das betrifft u.a. auch den Schutz der Außen. Abwehrspieler heute decken hart und zugleich sind sie clever und schnell, stellen Fallen und stellen Passwege zu. Wenn ein D-Jugend Trainer das anders sieht, kann er. Ich würde mich an seiner Stelle an anderen Vorbildern orientieren.

    PS: Und da ich mich angesprochen fühle, weil wir darüber geredet haben, verbitte ich mir die Anführungsstriche. Ich habe nie behauptet, ein Fachmann zu sein, kann aber zumindest von einer höherklassigen Karriere berichten.

    Wer mit dem Wort "Quatsch" anfängt, disqualifiziert sich für eine sachliche Diskussion.

    Du skizzierst einen Wunschspielertyp, ich sehe die Spieler, die auf der Platte stehen. Und solange du es nicht schaffst, die Nationalmannschaft mit deinem Spielertyp zu füllen, muss man mit der Realität leben.

    Was man mit einer körperlich präsenten Abwehr, die den Gegner permanent in Freiwürfe zwingt und so den Spielfluss kaputt macht, erreichen kann, sieht man z.B. an den Niederlagen des SCM.

    Zwischen Körperkontakt (inklusive Stoppfouls) und Prügeln liegen Welten.

    Über die Außen zu diskutieren, ist müßig. Die Narrenfreiheit, die die Angreifer zuweilen haben, geht mir definitiv zu weit. Tendenziell ist aber bereits eine Abkehr von einer "der Abwehrspieler hat immer Schuld"-Philosophie zu erkennen. Aber das hier ist der falsche Thread für dieses Thema und das wurde auch schon zur Genüge durchgekaut.

    Ich möchte nicht schon wieder mit dem Thema bezüglich RL und RR anfangen.

    Abgesehen von Kösters Anfangsphase , Heymanns einmaliger Durchbruch und Häfners Steigerung Mitte 2.Halbzeit kam von den beiden Positionen nichts!


    Man sagt immer , RM muss seine Nebenleute ins Spiel bringen und unterstützen. Alles richtig....

    Aber was soll ein RM machen , wenn er gefühlt 0 Unterstützung von seinen Nebenleuten bekommt.

    Man hat früher gesagt, der RM ist der Spielmacher und tendenziell eher der Verteiler. Moderner Handball agiert mit drei gleichwertigen Spielern im Rückraum, losgelöst von der alten Rollenverteilung. Das funktioniert ganz gut, wenn einer für den anderen vorbereitet und wenn die Mitspieler vor allem wissen, was der andere da vorhat. Hier fehlt der Nationalmannschaft offensichtlich die Eingespieltheit. Deutlich zu sehen, wenn Mertens in SCM-Manier bis hinter den RM läuft, den Doppelpass mit RR spielt und dann am Kreis für Verwirrung stiftet. Das sieht bei der Nationalmannschaft deutlich harmloser aus als beim SCM. RM (in der Regel Knorr) mimt da den passiven Statisten und RL soll sich dann gegen den versammelten Abwehrblock durchsetzen. Keine Ahnung, warum da die Trainer nicht korrigierend eingreifen. Obwohl... So eine kleine Idee hätte ich da schon: Der Trainer ist halt kein Taktikfuchs.

    Schnelle Beine sind entscheidend. Guck dir die Dänen an oder den SCM. Das sind alles keine Riesen, aber schnell und im Verbund abgestimmt. Bei den Deutschen gab es zu viele Lücken und die Franzosen bekommen trotz Körperkontakt den Ball weiter. Am Ende stand da immer ein Fabregas. Dass Prandi oder Mahe recht unbedrängt von 9 oder 10 m werfen konnten, lag unter anderem daran, dass man sich an Fabregas festhalten wollte. Einen Tod muss man sterben.

    Das erinnert mich ein bisschen an Heiner Brand: Ich lasse mein System spielen, egal ob ich die passenden Spieler dafür habe oder nicht.

    Wie soll man das System des SCM auf die Nationalmannschaft übertragen, wenn man dort ganz andere Spielertypen hat? Und ob das System des SCM das Nonplusultra ist, werden die nächsten Spiele des Clubs zeigen.

    Ich bleibe dabei: Man hat es unterlassen, das Angriffsspiel der Franzosen frühzeitig zu blockieren. Die freien Würfe bei 9 m waren möglich, weil die Franzosen ohne Kontakt weite Wege gehen konnten. Mir geht's da nicht um sinnloses Reinprügeln. Aber da müssen Laufwege zugestellt werden und da müssen auch Stoppfouls her.

    Auch wenn es hier niemand hören will, wir haben ein Problem auf der rechten Abwehrseite.
    Dafür sprechen die 4 min Zeitstrafe von Steinert und die 9 Siebenmeter.

    Wir haben ein Abwehrproblem und das habe ich auch gestern schon so geschrieben. Allerdings mache ich das nicht an den kassierten Zeitstrafen fest, sondern eher daran, dass es zu wenige gab.

    Die Deutschen tippen den Gegner mal kurz an und das war es dann auch. Wer permanent in die Abwehr reinrammelt, muss da einen Widerstand spüren. Die Franzosen haben's doch auch so gemacht. Warum liegen immer nur die Deutschen am Boden und krümmen sich vor Schmerzen?

    Ich vertrete weiterhin die Philosophie: Angriff wirft Tore, Abwehr gewinnt Spiele. Ja, wir haben deutliche Defizite im Angriff. Und das fängt für mich beim Trainer an. Symptomatisch war gestern die Auszeit, als alle 5 Sekunden der angedachte Spielzug übern Haufen geworfen wurde und die Kommentatoren am Ende (zurecht) fragten, ob die Spieler denn jetzt mitbekommen haben, was wirklich gespielt werden soll. Da kann man nur Anschauungsunterricht bei Bennet Wiegert empfehlen.
    Aber selbst die Schwächen im Angriff wären verschmerzbar, wenn wir eine Abwehr stellen würden, die diesen Namen auch verdient. Was die Franzosen taktisch gezeigt haben, war selten Weltklasse. Aber wenn man nicht einmal versucht, den Spielfluss des Gegners zu stören und sie dann ohne Gegenwehr von 9 m werfen lässt, dann ist das einfach zu wenig. Handball ist eine Kontaktsportart, bei den Deutschen hat man aber oft den Eindruck, dass sie den Kontakten in der Abwehr aus dem Weg gehen wollen.

    Rückblickend wird ja z.B. Roggischs Abwehrarbeit als grob und rüpelhaft bezeichnet. Aber am Ende zählt nicht Schönspielerei. Niemand wird sich an die Mannschaft erinnern, die den Fairplay-Pokal gewonnen hat. Auch kleine Kontakte hinterlassen ihre Spuren. Wir hatten in unserer Liga mal 'nen Gegner, der für die eigene Abwehr den Slogan hatte: Kein Wurf (des Gegners) ohne Kontakt.
    Stoppfouls sind bei den Deutschen völlig aus der Mode gekommen. Gar keine langen Laufwege oder Kreuzungen zulassen und den Gegner so ins Zeitspiel zwingen. Man steht jedoch lieber hinten an der 6 m und lässt sich dann in den Kreis drücken, was die hohe Anzahl an Strafwürfen gegen Deutschland erklärt.

    Schade. Aber ohne den Willen, in der Abwehr Präsenz zu zeigen, wird's halt nichts. Ich verstehe die deutsche Philosophie nicht. Hat man Angst vor Zeitstrafen? Warum können die Gegner immer wieder einfach so durchspazieren? Irgendwo muss man auch mal ein Zeichen setzen und dem Gegner zeigen, dass es weh tun kann. Die anderen Mannschaften machen das doch auch.

    Peter2000

    Hätte die Schweiz gewonnen, dann hätten die Schweiz und Frankreich vor dem letzten Spieltag beide 2 Punkte gehabt und im Falle eines Sieges der Schweiz gegen Nordmazedonien, wäre Frankreich schon bei einem Unentschieden ausgeschieden gewesen - egal wie knapp die Schweizer ihr eigenes Spiel gewinnen. Jetzt dürfen die Franzosen sogar so hoch verlieren, dass sie noch 22 Tore in der Tordifferenz auf die Schweiz einbüßen und wären trotzdem in der Hauptrunde. Damit ist die Schweiz faktisch raus aus dem Turnier. Größer könnte der Unterschied in der Ausgangslage kaum sein wegen eines möglichen Tores im letzten Angriff.

    Schön und gut. Aber wie hoch siehst du die Chance, dass Frankreich gegen Deutschland Punkte liegen lässt? Vor allem, wenn für die Franzosen morgen ein Sieg Pflicht gewesen wäre, um weiterzukommen?

    Ich bin bei Arcosh. Schweiz hätte den Sieg gebraucht. So ist es ein Punkt ohne Wert.

    Der Punkt mehr (und vielleicht +1 oder +2 Tore) wäre doch nur von Belang gewesen, wenn Frankreich gegen Deutschland nicht über ein Unentschieden hinauskommt.

    Selbst wenn die Schweizer gewonnen hätten, wäre ein Sieg von Frankreich gegen Deutschland in jedem Fall das KO für die Schweiz gewesen, denn bei drei Teams mit je 4 Punkten sind die -13 Tore aus dem Spiel Dt-Schweiz zu viel des Guten.

    Insofern hat sich in meinen Augen die Ausgangssituation der Schweiz nicht wirklich verschlechtert. So oder so muss ein deutlicher Sieg gegen Nordmazedonien her, zusätzlich darf Frankreich gegen Deutschland nicht punkten.