Mir tut Juri Knorr leid, von ihm werden, seit er zu Andy Schmidt's Erben ernannt wurde, Dinge erwartet, die einfach nicht in ihm stecken. Er ist unglaublich dynamisch, womit er immer wieder Raumvorteile schafft, dann aber häufig aus Mangel an Handball-IQ kein Kapital draus schlagen kann. Verständlich aus Fan-Perspektive, enttäuscht zu sein, aber seine Trainer hätten seine Rolle anders definieren müssen. Er wird als Stratege eingesetzt, wobei er viel effektiver wäre, wenn er von Anderen in Szene gesetzt würde. Er ist auch nicht der richtige Mann für Alles-oder-nichts-Situationen. All das wird aber von ihm erwartet, und er sagt immer, daß er das selbst auch will. In Wahrheit schauen wir ihm aber seit Jahren dabei zu, wie er an diesen Ansprüchen zerbricht. Man hätte ihm längst eine Rolle auf seine eigentlichen Talente schneidern sollen, und jemand anderes das Spiel lenken lassen, sowohl im Verein, als auch in der Nationalmannschaft. Er hätte dadurch viel mehr von seinem Weltklasse-Potenzial ausschöpfen können. Und dann hätte auch ein Rückraum mit Uscins, Lichtlein und Knorr ein echtes Potential. Ich sehe also vielmehr die Verantwortung bei den Trainern als bei Juri, und hoffe daß auf Lichtlein nicht vielleicht mal genauso rumgehackt wird, nachdem man ihn mit Erwartungen jenseits seines Könnens überhäuft hat.