Ich war gestern mal wieder in der Lübecker Hansehalle zum Saisonabschluss unseres hiesigen VfL gegen Dormagen. Wie sehr dabei in diesem Spiel um die sprichwörtliche Ananas das Team durch Kampf und erkennbare Leidenschaft die Zuschauer ansteckte und anzündete, dürfte dem großen THW gern als Vorbild dienen.
Dafür muss es aber im Binnenverhältnis von Mannschaft und Trainerteam stimmen, das gegenseitige Vertrauen in die Leistungsfähigkeit, bzw. funktionierende Ideen muss ungebrochen sein. Und auch die Halle muss dieses Vertrauen spüren. Ist das ein Stückchen weiter im Norden noch so?
Mein Eindruck bleibt, dass Jicha modernen Handball als Trainer einfach nicht kann, zumindest nicht auf Spiteznniveau. Ihm fehlen die Ideen oder die Fähigkeit diese zu implementieren. Ohne den hier teilweise (für mich völlig unverständlicherweise) geschmähten à Skipagøtu fehlt dem Team jede Kreativität und ein Großteil seines Tempos, auf die Jicha aber angewiesen ist. Das ist aber nicht das Ergebnis von Jichas Arbeit mit der Mannschaft sondern allein die individuelle Klasse, sogar die spezifische spielerische Charakteristik des einzelnen Athleten. Wenn in der kommenden Saison zu à Skipagøtu dann Makuc, Köster und hoffentlich wieder Madsen im Rückraum stehen und Ankermann weiter lernen soll, dann muss für sie ein Trainer verantwortlich sein, der diesen Rückraum auch spielen kann.
Eine Heimniederlage heute gegen Lemgo, dürfte im Aufsichtsrat die Zweifel an Jicha weiter steigern. Kaum vorstellbar, dass man dann keine Alternative suchen würde. Und Szilagyi dürfte klar sein, dass ihm als einzige Chance auf einen Verbleib ein weiteres Abrücken von Jicha bliebe.
Uns steht ein spannender Sommer bevor.