BHV Spielbetrieb (Bayern)

  • Also das halte ich für übertrieben. Gerade im Jugendbereich muss es möglich sein, ein Konzept zu überwachen. Ggfls. müssen mehr Eltern mit ran, wenn sie Interesse am Spielbetrieb haben. Von Kampfgeist zeugt die Absage nicht.

  • Nachvollziehbar!


    Der Bayrische Handball Verband scheint ja ähnlich "gut" mit seinen Verein zu kommunizieren, wie der Badische! ;(


    Es wird nicht der letzte Verein sein, der aufgeben wird/aufgeben muss:
    Weil die Eltern nicht bereit sind helfen
    Weil die Kommunen die Hallennutzung nur auf Sparbetrieb (keine Zuschauer, keine Theken - also keine Einnahmen) ermöglichen
    Weil Spielerinnen und Spieler vom Arbeitgeber Kontaktsportverbot bekommen haben (fürs Erste die arbeitsrechtlichen Möglichkeiten nicht betrachtet!)
    Weil irgendwann der Punkt erreicht ist, an dem die Aufgaben im Ehrenamt nicht mehr zu stemmen sind


    Jeder Verein ist eben anders Strukturiert und gewachsen, hier werden Einzelfallentscheidungen getroffen, die sich auf den ganzen Verband auswirken werden.

    Nichts unter der Sonne hat Bestand!

  • Landauf. landab läuft schon seit September die Amateurfußballsaison von der Kreisklasse C bis zur Oberliga. Ebenso der Jugendfußballbetrieb. Auch hier gibt es umfangreiche Hygienekonzepte, die überwiegend von Ehrenamtlichen überwacht werden müssen. Es gab bisher die ein oder andere Spielabsage, das Gros der Spiele läuft aber komplikationsfrei über die Bühne.


    Wieso sollte das im bayrischen Handballverband nicht möglich sein? Die meisten anderen bayrischen Handballvereine werden wohl antreten (jedenfalls ist es bisher ein Einzelfall), auch diese werden ja von Ehrenamtlichen geleitet.


    Ich hab eher den Eindruck, dass die Vereinsführung einen Zwist mit dem Verband auf dem Rücken seiner Aktiven austrägt. Dies wird sich rächen, meine Prognose ist, dass viele Spieler und Jugendliche wechseln werden, zu einem Verein der ihnen Spielmöglichkeiten gibt.


    Ein Kontaktsportverbot in der Freizeit ist juristisch kaum vom Arbeitgeber durchsetzbar, ihn geht es schlicht nichts an, was ich in der Freizeit mache. Anders ist es bei Profisportlern, denen z.B. per Arbeitsvertrag das Ski fahren schon verboten wurde, wegen der Verletzungsgefahr.

  • Die Argumentation, die den Rückzug begründen soll, ist für mein Empfinden fadenscheinig.
    Corona-Empfehlungen des Verbandes, die angeblich zu spät kamen und deshalb nicht umgesetzt werden können, vorzuschieben zeigt lediglich, dass die Verantwortlichen im Vorfeld nix gemacht haben.
    - Ansprechpartner Nr. 1 ist und bleibt der Träger der Halle, der letztendlich auch ein Hygienekonzept vorgeben, bzw. absegnen muss! Was der Verband damit zu tun haben soll, ist mir schleierhaft. Für den Hallenträger zählt einzig und allein die Coronaverordnung des Landes.
    - Ein laut Verordnung zu benennender Hygienekonzept-Verantwortlicher hat lediglich die in in der Verordnung genannten Pflichten. Die Durchsetzung der Hygienemaßnahmen sind hier nicht genannt. Das ist bei Bedarf weiterhin hoheitliches Recht, sprich bei Bedarf Aufgabe der Polizei! Eine Haftung hier abzuleiten, entspricht nicht der Verordnung. Wenn überhaupt jemand in Haftung genommen werden könnte, wären das eingeteilte Ordner, die vorsätzlich ihnen übertragene Aufgaben nicht erfüllen, z.B. Besucher mit offensichtlichen Phantasienamen-/Adressen in die Halle lassen. Allerdings ist der Verein ja nicht mal berechtigt, sich den Ausweis von Besuchern zeigen lassen, deshalb..
    - Wurde die ganze Zeit ohne Hygienekonzept trainiert, oder wie soll ich mir das vorstellen?
    - Es wird scharf kritisiert, dass der Verband eine Komunikation mit den Vereinen angeblich verweigert hätte. Wurden denn vor der Entscheidung für den Rückzug die Betroffenen Spieler, bzw. bei Minderjährigen deren Eltern, befragt? Bekommen jetzt Spieler, die deswegen wechseln wollen, problemlos eine sofortige Freigabe?


    Meiner Meinung nach zeugt der Rückzug nicht gerade von "Top-Management". Haftung von Vereinsfunktionären vorzuschieben ist schlicht falsch. Haftungsmäßig würde ich mir, als z.B. Abteilungsleiter, in ganz anderen Bereichen Gedanken machen. Persönliche, finanzielle Haftung beim Jahresabschluß oder einer Steuerschuld wäre hier viel eher meine Angst. (Hier sind übrigens zuerst mal alle Abteilungsmitglieder/Vereinsmitglieder in der Haftung 8o )

  • Der BHV trägt den stark steigenden Infektionszahlen Rechnung und setzt den Spielbetrieb vorerst für die kommenden drei Spieltage aus.

  • Weil Spielerinnen und Spieler vom Arbeitgeber Kontaktsportverbot bekommen haben (fürs Erste die arbeitsrechtlichen Möglichkeiten nicht betrachtet!)


    Warum sollte der Arbeitgeber entscheiden dürfen was ich in der Freizeit mache. Das hat ihn erstmal nichts anzugehen, sofern meine Freizeitaktivität nicht in Widerspruch zu meiner Arbeit steht, und diese nicht beeinträchtigt. Erst dann dürfte der Arbeitgeber ein Mitspracherecht haben.

    Allerdings ist der Verein ja nicht mal berechtigt, sich den Ausweis von Besuchern zeigen lassen, deshalb..


    Er ist nicht berechtig sich die Ausweise zeigen zu lassen. Er ist aber berechtigt nur die Leute rein zu lassen die er möchte. Dies ist durch das Hausrecht, das er zum Zeitpunkt der Veranstaltung hat berechtigt.

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